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Kultur

Ahrensburger Jugend-Sinfonieorchesters spielt in der Laeiszhalle

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Ahrensburg – Nachdem das Laeiszhallenkonzert des Jugend-Sinfonieorchesters im vergangenen Januar noch Pandemie-bedingt abgesagt werden musste, hat sich das Orchester von diesem traurigen Moment mehr als erholt. Rückblickend haben dazu besonders drei Projekte beigetragen.

Foto: JSOA

Zum einen hat das JSOA im März an einem digitalen internationalen Musikfestival teilgenommen, das von einem Jugendorchester aus Flint (USA) organisiert wurde. Zum anderen gab es im Oktober eine aufregende Reise in die Schweiz, auf der die jungen Musiker:innen neben einem intensiven Austausch, Proben und Konzert mit einem Austauschorchester auch Wanderungen, Rodelbahnen und eine Bootstour erleben durften. Schließlich fingen die ersten öffentlichen Konzerte im November wieder an. Es gab u.a. zwei Konzerte mit dem Mozart-Requiem, bei denen das Orchester über sich hinausgewachsen ist und mit beeindruckender Präzision und Ausdruckskraft geglänzt hat.

Das nun anstehende Konzert im Großen Saal der Hamburger Laeiszhalle am 30. Januar 2022 um 18 Uhr beginnt mit der Carmen Suite Nr. 1 von Bizet.

Der Inhalt der dazugehörigen Oper strotzt von impulsiven Gefühlen: Es geht um Don Jose der seine Verlobte Michaela verlässt, um mit Carmen zusammenzukommen.

Dieser wiederum möchte allerdings nach einiger Zeit wieder frei sein und verlässt Don Jose für den Stierkämpfer Escamillo. Von Eifersucht getrieben ersticht Don Jose Carmen schließlich. Im Kontrast zu dieser aufgewühlten Emotionslage folgen zwei Werke für Solocello, die die gesangliche Komponente dieses Instrumentes in den Fokus rückt: Kol Nidrei von Max Bruch und Waldesruh von Antonín Dvořák. Der Solist Jacob Turnbull spielt schon seit vielen Jahren im Orchester. Mit beeindruckender Reife und musikalischen Gespür bringt er die langen Linien zum Leben.

Nach der Pause erklingt dann die Sinfonie Nr. 5 (Reformationssinfonie) von Felix Mendelssohn Bartholdy. Mendelssohn schrieb diese Sinfonie bereits im Alter von 23 Jahren und war mit dem Ergebnis sehr unzufrieden. In einem seiner Briefe lässt sich folgende Passage finden: „Die Reformations-Symphonie kann ich gar nicht mehr ausstehen, möchte sie lieber verbrenne als irgendeines meiner Werke; soll niemals herauskommen.“

Die Sinfonie verschwand in der Schublade und wurde erst 20 Jahre nach seinem Tod veröffentlicht.

Ein Grund für die Unzufriedenheit des Komponisten über das eigene Schaffen liegt unter andere in der Experimentierfreudigkeit des Werkes.

Mendelssohn mischt antike und romantische Klänge, vokale und instrumentale Stile sowie geistliche und weltliche Musikelemente. Diese Verschmelzung macht das Stück aus heutiger Sicht so unglaublich reizvoll.

Das Jugend-Sinfonieorchester Ahrensburg (JSOA) besteht seit 1968 und hat seitdem auf vielen internationalen Bühnen Erfahrung gesammelt. In über 50 Jahren haben die jungen Musiker nicht nur Werke von Beethoven bis Wagner, sondern auch Film- und Musicalmusik sowie Uraufführungen internationaler zeitgenössischer Komponisten aufgeführt. Weiterhin haben viele Instrumentalisten des Orchesters durch Solokonzerte auch die Möglichkeit, einzigartige Bühnenerfahrung zu erhalten.

Das JSOA und seine zwei ebenfalls sinfonisch besetzten Vororchester unterhalten Partnerschaftskontakte zu Ensembles in Europa, Asien und den USA.

Bei Auslandsreisen übernimmt das JSOA die Aufgabe eines Kulturbotschafters und ermöglicht damit einen internationalen menschlichen und musikalischen Austausch.

Die musikalische Leitung hat Sönke Grohmann (Foto), Jahrgang 1988, er studierte von 2009 bis 2015 Schulmusik mit Querflöte als Hauptfach in Hamburg und schloss das Studium mit dem Master erfolgreich ab. Darauf aufbauend studierte er von 2015 bis 2017 den Master-Studiengang Chor- und Ensembleleitung in Hannover bei Prof. Frank Löhr. Als Dirigent arbeitet Grohmann mit unter anderem mit der Orchester Lübecker Universität und dem collegium musicum der Leibniz Universität Hannover. Seit September 2018 leitet er das Jugend‐Sinfonieorchester Ahrensburg.

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Kultur

Ohnsorg Theater spielt neue Komödie „Bares is nix Rares“ in Bargteheide

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Bargteheide Mit der plattdeutschen Erstaufführung der Komödie „Bares is nix Rares“ von Michael Cooney kommt das Ohnsorg Theater am 20. Mai ins Kleine Theater Bargteheide.

Meike Meiners und Erkki Hopf, Ensemblemitglieder des Ohnsorg Theaters. Foto: Oliver Fantitsch,

Viele Lacher und kräftigen Applaus gab es im Februar bei der Premiere im Ohnsorg Theater. Die aberwitzige Verwechslungs- und Verwandlungskomödie ist mitten aus dem Leben gegriffen und überrascht mit Situationskomik und schlagfertigen Wortspielen.

Zehn Personen stehen an diesem Abend auf der Bühne. Sie alle liefern sich einen äußerst temporeichen Schlagabtausch.

Allen voran Erkki Hopf, der mitterweile seit fast 30 Jahren auf der Bühne des Ohnsorg-Theaters zu erleben ist.

Mit seiner wunderbaren Mimik und seiner Spielfreude zeigt er sich auch in seiner Rolle als total überforderter Betrüger wieder einmal in schauspielerischer und komödiantischer Höchstform. Ihm kongenial zur Seite steht mit ebenso treffsicherer und pointierter Komik Peter Christoph Grünberg als kurz vor seiner Hochzeit stehender Norbert Grundermann. Auch Beate Kiupel als Eriks hysterische Ehefrau spielt ihr schauspielerisches Können voll aus.

Seit mehr als 100 Jahren gehört das Ohnsorg Theater als feste Institution zu Hamburg. Stars wie Heidi Kabel und Henry Wahl machten die Bühne über die Grenzen der Hansestadt bekannt, die auch durch die regelmäßigen Fernsehausstrahlungen im NDR an Popularität gewann.

Seit der Spielzeit 2017/2018 beweist Intendant Michael Lang mit einem abwechslungsreichen Spielplan vom Singspiel bis zur Charakterkomödie, dass Volkstheater keinesfalls nur platte Unterhaltung ist. Als besonderes Bonbon geht das Ensemble mit ausgewählten Stücken auf Tour. So auch mit der Komödie „Bares is nix Rares“ nach dem Original von Michael Cooney „Cash – und ewig rauschen die Gelder“.

Zur Geschichte: Erich bringt es einfach nicht übers Herz seiner Frau Linda zu gestehen, dass er bereits vor Zeiten seinen Job verloren hat. Stattdessen sucht er andere Lösungen, um die anfallenden Kosten zu decken. Zum Beispiel die Zuwendung vom Sozialamt für seinen angeblich gerade nach Kanada ausgewanderten Untermieter. Oder finanzielle Zuschüsse für diverse andere hilfsbedürftige Hausbewohner, die ihm gerade so einfallen. Da bietet der Sozialstaat doch etliche Möglichkeiten! Und während Linda noch glaubt, Erich ginge jeden Morgen brav zur Arbeit, bringt dieser eine Lawine staatlicher Hilfsbereitschaft ins Rollen – und kassiert: Von Alters-, Invaliden-, Unfall- und Frührente, Schlechtwetter-, Kranken-, Wohn- und Kindergeld bis zur Schulmilch lässt er nichts aus. Als dann eines Tages ein Außenprüfer des Sozialamtes vor der Tür steht, droht die Lawine über ihm zusammenzubrechen …

Regie: Murat Yeginer | Mit: Robert Eder, Markus Gillich, Konstantin Graudus, Peter Christoph Grünberg, Erkki Hopf, Meike Meiners, Rabea Lübbers u. a.

“BARES IS NIX RARES” Freitag, 20.05.2022, 20 Uhr, Eintrittspreise VVK 31 Euro, VVK ermäßigt 29 Euro AK 33 Euro, AK ermäßigt 31 Euro. Mehr Informationen: www.kleines-theater-bargteheide.de

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Bad Oldesloe

PflasterArt Festival kommt zurück in die Oldesloer Innenstadt

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Bad Oldesloe Nach zwei Jahren Exil auf der Bühne des Open Air-Festivals auf dem Gut Altfresenburg, kehrt das PflasterArt Straßenkünstlerfesival nun endlich wieder zurück in die Straßen der Bad Oldesloer Innenstadt.

Ein besonderes Highlight ist die Künstlerin Sara Twister mit ihrer Show „Ready.Aim.Fire

Am Sonntag, den 8. Mai 2022 von 12 bis 18 Uhr freuen sich sieben internationale Spitzenkünstler über Beifall, Jubel und gut gefüllte Hüte. Der Einzelhandel schließt sich der Veranstaltung an und öffnet von 13 bis 18 Uhr die Türen zum verkaufsoffenen Sonntag.   

Zum sechsten Mal hält das beliebte PflasterArt Straßenkünstlerfestival Einzug in die Kreisstadt. Aufgrund der Corona-Beschränkungen fand die Veranstaltung in den letzten zwei Jahren in kleinerer Form während des Open Air-Festivals „KuB auf dem Feld“ auf dem Gut Altfresenburg statt. In diesem Jahr kann sich die Straßenkunst nun endlich wieder dort zeigen, wo sie hingehört: Auf dem Pflaster der Oldesloer Innenstadt.

Vom Marktplatz über die Hindenburgstraße und Mühlenstraße bis hin zur Hude sind die verschiedenen Spielflächen durch farbige Fahnen markiert, die in dicht gestaffelten Shows im Zeitraum von 12 Uhr bis 18 Uhr bespielt werden.

Das diesjährige Programm könnte bunter nicht sein. Auf das Publikum warten sieben Spitzenkünstler aus Deutschland, Italien und Indien aus den Bereichen Clownerie, Pantomime, Visual Comedy, Akrobatik und Seiltanz. Ein besonderes Highlight ist die Künstlerin Sara Twister mit ihrer Show „Ready.Aim.Fire“. Sie ist eine der wenigen Schlangenmenschen auf der Welt, die mit ihren Füßen Bogenschießen kann während sie auf den Armen balanciert.

Eine Circusschule für Kinder ist auch wieder mit dabei. Angeleitet durch professionelle Artisten und erfahrene Circuspädagogen können Jung und gerne auch Alt u.a. jonglieren, balancieren oder Einrad fahren lernen und ihre Kunststücke während einer Circus-Show sogar auch dem Oldesloer Publikum präsentieren.

Alle Shows finden unter freiem Himmel statt. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei. Das Publikum wird um Beifall, Lachen und Jubeln, sowie um angemessene Hut-Spenden für die Künstler gebeten. Internationale Spitzenkünstler kommen nur nach Deutschland, wenn Sie auch hier von Ihrer Kunst leben können!

Auf der KuB Website www.kub-badoldesloe.de unter dem Menüpunkt „Events“ werden in Kürze weitere Informationen, sowie der finale Spielplan zur Verfügung gestellt.

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Bad Oldesloe

Kultur blüht auf: Das KuB-Programm von April bis Juni ist da

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Bad Oldesloe Aufmerksamen Kulturliebhabern ist es längst aufgefallen: Der Programmflyer des KuB endet mit dem März. Höchste Zeit für das Kultur- und Bildungszentrum Bad Oldesloe, das neue Programm der Monate April bis Juni zu veröffentlichen, das ab heute an vielen Stellen ausliegt und online buchbar ist.

„Unser neues Programm ist eine Einladung zum Kulturerleben – jetzt wo es endlich wieder möglich ist“, freut sich Kulturchefin Inken Kautter. „Die vielfältigen Veranstaltungen lohnen mehr als nur einen Blick.“

Der April startet emotionsgeladen mit klanggewaltigem Balkan-Brass aus Nordmazedonien – das vielköpfige Džambo Aguševi Orchestra lässt die Wände des KuB-Saals beben. Verspielter wird es bei der zweiten Live-Edition von „Jazz im Rathaus“ bei intimer Atmosphäre und hochklassigem Jazz mit dem Richard Schumacher Trio und Sängerin Caro Josèe.

Für Kinder stehen mit „Maja“ und „Firiwizi Naseweis“ zwei spannende Theaterstücke im Programm, hinzu kommt ein Tanz-Gastspiel für Kinder ab sechs Jahren. Die Allerkleinsten sind bei „A Soundscape“ dazu eingeladen, gemeinsam mit den Eltern einen Raum zum Klingen zu bringen und dem Klang zu lauschen.

Am 1. Mai tritt die ukrainische Sängerin Viktoria Anton mit ihrer Formation Leléka zu einem Solidaritätskonzert für die Menschen in der Ukraine im KuB auf.

Geprägt durch traditionelle ukrainische Motive lebt ihr Jazz durch die mitreißende Stimme der Sängerin. Der Eintritt ist frei, es darf gerne gespendet werden.

Nach langer Pause kommen endlich auch die Oldesloer Opernfans wieder auf ihre Kosten: Die Musikhochschule bringt Händels „Radamisto“ zur Premiere und lässt dabei die 300 Jahre alte Geschichte um Liebe und Eifersucht lebendig werden.

Mit „Cocodello“ ist eine Mischung aus Micro-Musical und Kammerspiel des Altonaer Theaters zu sehen, in der ein junger Mann und seine ehemalige Schauspiellehrerin in einer Amour Fou versinken. Auf ganz andere Art unterhaltsam wird es, wenn Comedian David Kebekus, der Bruder von Carolin Kebekus, die Bühne betritt und sich mit ehrlichem Stand-up dem Hintersinn des Alltags widmet.

Tickets und Infos zu allen Veranstaltungen sind ab sofort auf www.kub-badoldesloe.de zu finden. Das gedruckte Programm ist in der Stadtinfo und in zahlreichen Geschäften, Arztpraxen und Kulturinstitutionen in Stormarn erhältlich.

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