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Gesundheit

Immer mehr junge Menschen bekommen Atemwegserkrankungen

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Immer mehr junge Berufstätige werden aufgrund akuter Atemwegserkrankungen krankgeschrieben. Das geht aus einer Analyse aus Daten von BARMER-Versicherten hervor.

Bild von Anastasia Gepp auf Pixabay

Demnach waren in der dritten Novemberwoche (14. November bis 20. November) rund 51 von 1.000 unter 20-Jährigen aufgrund einer Atemwegserkrankung arbeitsunfähig. Damit waren es doppelt so viele wie bei den 20- bis 29-Jährigen mit rund 25 von 1.000 Beschäftigten. Auch alle älteren Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer waren deutlich seltener aufgrund dieser Diagnose krankgeschrieben.

„Die Grippe- und Erkältungswelle ist im vergangenen Winter sehr moderat verlaufen. Denn die Abstands- und Hygieneregeln zum Schutz vor Corona haben das Ansteckungsrisiko insgesamt gesenkt. Dass die jüngste Gruppe der Beschäftigten so viel stärker betroffen ist, mag auch mit deren Lebensgewohnheiten zu tun haben“, erklärt Dr. Bernd Hillebrandt, Landesgeschäftsführer der BARMER in Schleswig-Holstein.

In dieser Altersgruppe gehöre der Kontakt mit Gleichaltrigen zum Alltag und sei wichtiger Bestandteil des sozialen Lebens. In Pandemiezeiten führe jedoch eine hohe Kontaktfrequenz mit größeren Gruppen auch zu einer höheren Krankheitsaktivität.

Starke regionale Unterschiede bei Atemwegs-Krankschreibungen

Laut der BARMER-Analyse gibt es beim Auftreten von Atemwegsinfektionen nicht nur Altersunterschiede, sondern auch große regionale Differenzen. In der dritten Novemberwoche waren insbesondere Menschen in Sachsen mit 35,5 je 1.000 Versicherte, Thüringen (32,1) und Sachsen-Anhalt (27,9) aufgrund einer Atemwegserkrankung krankgeschrieben.

Hingegen lag die Betroffenenrate im selben Zeitraum in Schleswig-Holstein mit 19,1 von 1.000 Versicherten im Gegensatz zu Sachsen etwas mehr als halb so hoch, in Bremen war sie mit 14,8 von 1.000 Versicherten am geringsten.

Hillebrandt: „Die deutlichen regionalen Unterschiede beim Auftreten von Atemwegserkrankungen können wir allein medizinisch nicht erklären. Hier sind unterschiedliche Einflussgrößen zu berücksichtigen. Die strikte Einhaltung der AHA-Regeln ist jedoch wichtiger denn je, insbesondere in Hinblick auf die massive Zunahme der Corona-Neuinfektionen.“

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Gesundheit

Schlapp durch den Winter: Vielen Menschen fehlt Vitamin D

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Gerade in den Wintermonaten sind viele Menschen in Deutschland mit Vitamin D unterversorgt. Nach einer Auswertung der Barmer werden in Schleswig-Holstein 72.500 Menschen jährlich aufgrund eines Vitamin-D-Mangels ärztlich behandelt.

Symbolfoto: Chayathorn Lertpanyaroj / Shutterstock

Das sind rund 2,5 Prozent der Bevölkerung, 1,7 Prozent der Männer und 3,3 Prozent der Frauen. Vitamin D ist wichtig für die Knochen und andere Stoffwechselvorgänge im Körper.

Der Grund für einen Mangel an Vitamin D ist meist eine einseitige Ernährung oder ein erhöhter Nährstoffbedarf in bestimmten Lebens- oder Alterssituationen.

„Wir können Vitamin D durch Sonnenbestrahlung selber produzieren. Wer in der dunklen Jahreszeit jedoch nicht oft genug nach draußen geht, kann zeitweilig zu wenig Vitamin D im Köper haben“, sagt Dr. Bernd Hillebrandt, Landesgeschäftsführer der Barmer in Schleswig-Holstein.

Einen Nährstoffmangel erkennen

Ein Nährstoffmangel mache sich meist gar nicht oder nur durch allgemeine Beschwerden wie Müdigkeit oder eine höhere Anfälligkeit für Infekte bemerkbar. „Wer sich öfter schlapp fühlt, bringt dies nicht direkt mit einem Nährstoffmangel in Verbindung. Ein Mangel an Vitamin D zeigt sich zum Beispiel oft nur durch Müdigkeit und depressive Verstimmungen“, so Dr. Hillebrandt.

Eine Selbstverordnung mit Nährstoffpräparaten sei nicht ratsam. Wer den Verdacht habe, unter einem Nährstoffmangel zu leiden, sollte einen Arzt aufsuchen – und natürlich versuchen, sich ausgewogen zu ernähren.

Mangelernährung im Alter

„Ältere Menschen zählen in Deutschland zur Risikogruppe für einen Nährstoffmangel. Besonders Vitamin B12 und Vitamin D fehlen ihnen“, betont Dr. Hillebrandt. Nicht jeder ältere oder betagte Mensch leide unter einem Nährstoffmangel.

Viele Menschen verlieren im Alter jedoch ihr gesundes Empfinden gegenüber Hunger, Appetit und Durst. Darüber hinaus müsse man mit zunehmendem Alter oft mehr Medikamente einnehmen, die einen Einfluss auf die Aufnahme der Nährstoffe haben können. Auch eine Grunderkrankung selbst könne sich negativ auf die Nährstoffversorgung auswirken.

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Gesundheit

Umfrage: Fast 40 Prozent der Eltern würden Kinder impfen lassen

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Fast 40 Prozent der Eltern würden sich dafür entscheiden, ihre Kinder im Alter zwischen 5 und 11 Jahren gegen Covid-19 impfen zu lassen.

Rund 28 Prozent sind noch unschlüssig, während 32,5 Prozent die Impfung ablehnen. Das geht aus einer repräsentativen BARMER-Befragung unter mehr als 1.000 Eltern hervor, die vom 15. bis zum 21. Dezember durchgeführt wurde.

Der Impfstoff für die 5- bis 11-Jährigen ist in Deutschland seit einigen Wochen zugelassen.

Inzwischen liegt auch die Empfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO) für eine Impfung der 5- bis 11-Jährigen mit Vorerkrankung vor.

Bei individuellem Wunsch der Eltern im Austausch mit ihren Kindern können diese ebenfalls geimpft werden, so die STIKO. Somit stehen zahlreiche Eltern vor der Entscheidung für oder gegen eine Impfung der jüngeren Kinder.

Gründe für oder gegen Schutzimpfungen

Die Gründe für oder gegen die Impfung sind den Umfrageergebnissen zufolge sehr vielfältig. Hier waren bei den Antworten Mehrfachnennungen möglich. Unter denen, die ihre Kinder impfen lassen würden, sind die generellen Befürworterinnen und Befürworter von Schutzimpfungen die größte Gruppe (82,2 Prozent). Wer die Impfung für sein Kind derzeit ablehnt, tut dies vor allem aus Sorge vor Nebenwirkungen (76,5 Prozent).

Aufklärungsarbeit: BARMER schaltet Hotline

Die Corona-Impfung für Kinder ist für viele Eltern ein sensibles Thema. Aus diesem Grund hat die BARMER eine Kinderimpf-Hotline geschaltet, die allen Bundesbürgerinnen und Bundesbürgern offensteht. Unter der Telefonnummer 0800 84 84 111 stehen Medizinexpertinnen und -experten rund um die Uhr Rede und Antwort.

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Gesundheit

Falsche Impfpässe erkennen: Polizei schult Apotheker*innen

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Um gefälschte Impfpässe sofort erkennen zu können, unterstützt die Landespolizei die Apothekerkammer und gibt Handlungsanweisungen, wie gefälschte Dokumente erkannt werden können.

Woche für Woche werden neue Fälle von Impfnachweisfälschungen bekannt. Seit Einführung der 2G-Regelung ist der Impfpass zu einem wichtigen Dokument geworden, um Zugang zu vielen Bereichen des öffentlichen Lebens zu erhalten.

„Im Kontext ansteigender Feststellungen von Impfnachweisfälschungen unterstützen und beraten sich die Landespolizei und die Apothekerkammer gegenseitig und stehen in einem engen Austausch“, sagt Jana Reuter vom Innenministerium.

Die Herstellung und der Gebrauch eines unrichtigen Impfausweises sind strafbar.

Darüber hinaus kann der Einsatz eines gefälschten Impfausweises andere Menschen gefährden. Den Apotheker*innen wurden von der Präventionsstelle der Landespolizei Handlungsanweisungen und Prüfpunkte an die Hand gegeben.

Der Impfpass wird von ihnen genauestens auf Fälschungsmerkmale untersucht. Im Zweifel wird die ausstellende Arztpraxis oder das ausstellende Impfzentrum kontaktiert.

„Das Risiko, bei der Erstellung eines digitalen Impfzertifikates in den Apotheken erwischt zu werden, hat sich dadurch deutlich erhöht“, so Jana Reuter.

Jeder Fall wird konsequent zur Anzeige gebracht.

Betrüger nutzen Daten, die in sozialen Netzwerken verbreitet werden, beispielsweise abgebildete Chargennummern des Impfstoffes oder die Gesundheitsdaten, um Impfpässe zu fälschen und diese im Netz zum Verkauf anzubieten. Daher veröffentlichen Sie keine Bilder von Ihrem Impfausweis in den sozialen Medien und melden Sie Angebote oder Anzeigen von gefälschten Impfausweisen der Polizei und dem Netzwerkbetreiber.

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