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Bad Oldesloe

Gammel und Mief: Oldesloer DLRG muss in Ekel-Vereinsheim Jugendarbeit machen

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Bad Oldesloe – Wasserflecken an der Decke, Nager in den Zwischendecken, Kellermief überall: Das Vereinsheim der DLRG Bad Oldesloe ist eine Katastrophe.

Steffen Buchholz (links) führt Lokalpolitiker durch das marode Vereinsheim

Schon vor fünf Jahren machten sich Stadt und Lokalpolitik auf die Zustände aufmerksam. Der damalige Bau- und Planungsausschuss inspizierte sogar die Räumlichkeiten. Doch passiert ist seitdem: Nichts.

Bei vielen Gelegenheiten werden Ehrenamtler von Politikern für ihr selbstloses Engagement mit Lob überschüttet. Wie vor einigen Wochen nach der Hochwasserkatastrophe. Betont wird dann gern, dass ohne Ehrenamt eine Gesellschaft nicht funktionieren könne.

Umso unverständlicher ist es dann, wenn Vereine unter derart widrigen Umständen Jugendarbeit leisten müssen.

Denn in dem Vereinsheim am Kurpark ist das nicht mehr möglich. Genaugenommen ist die DLRG Bad Oldesloe seit Jahren obdachlos.

Übernachtungen von Jugendgruppen sind hier schon seit Jahren nicht mehr zu verantworten.

“Seit einiger Zeit haben die Probleme mit den Nagern glücklicherweise nachgelassen. Das war schon mal schlimmer”, sagt Timo Lübben, zweiter Vorsitzender des DLRG-Ortsvereins. Er klingt beinahe erleichtert. Als könnte es noch schlimmer kommen, als ohnehin schon.

Steffen Buchholz (links) von der Jugendabteilung und stellvertretende Vereinsvorsitzende Timo Lübben

Was die Nagetiere nicht auffressen, gammelt ruhig und stetig vor sich hin. “Wir müssen zwei bis dreimal die Woche herkommen und lüften”, sagt Steffen Buchholz von der DLRG-Jugendabteilung. Was hier gelagert werde, sei nicht mehr zu gebrauchen. Keine Übertreibung. Selbst durch einen Mund- und Nasenschutz ist der Schimmelgeruch wahrzunahmen.

Seit Jahren setzt sich die DLRG dafür ein, ein neues Vereinsheim zu bekommen. Doch nach bestürzten Zusicherungen seitens der Lokalpolitik, man würde sich der Sache annehmen, wurde es schnell ruhig um das Thema.

Nach der Ortsbegehung vor sechs Jahren war kurzzeitig das alte Kurhaus neben dem Travebad im Gespräch.

Doch die Sanierung wäre zu teuer gewesen. Die Stadt bot der DLRG an, Räume in der Kurparkschule zu nutzen – aber nicht abends oder am Wochenende. Doch zu genau in diesen Zeiten werden die Räume benötigt.

Eine Sanierung der Baracke würde sich nicht lohnen. Neu gebaut werden darf dort wegen des Bebauungsplans nicht. Die DLRG beton ihre Bereitschaft, selbst mit Eigenmitteln und Förderungen zu bauen, sollte sie ein Grundstück von der Stadt bekommen.

Der erneuten Einladung zu einem Ortstermin folgten lediglich drei Lokalpolitiker: CDU und Grüne waren vertreten, außerdem Andreas Lehmann (fraktionslos). Der zeigte sich schockiert: “Ich wusste, dass es Probleme mit dem Vereinsheim gibt. Aber ich muss zugeben, dass ich das unterschätzt habe.” Er sei beschämt.

“Wir brauchen hier sofort eine kurzfristige Lösung”, sagte Lehmann. Und dann müsse über ein neues Vereinsheim gesprochen werden. Voraussichtlich im Oktober wird über die Situation ausgiebig politisch diskutiert werden.

Andreas Lehmann schwebt eine Vereinbarung vor, die das Freibad am Poggensee einbezieht.

Seiner Ansicht nach sollte nochmals über die Einrichtung einer Badestelle gesprochen werden, die unter der Woche nicht bewacht und nur am Wochenende von der DLRG betreut wird.

Dadurch würde die Stadt 250.000 Euro im Jahr sparen. Geld, mit dem problemlos an anderer Stelle ein neues Vereinsheim gebaut werden könnte.

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Bad Oldesloe

TÜV gefälscht: Oldesloer Polizei zieht Gammel-Sprinter aus dem Verkehr

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Bad Oldesloe – Völlig durchgerostet und mit gefährlichen Mängeln: Die Oldesloer Autobahnpolizei hat einen Sprinter aus dem Verkehr gezogen. Wie sich herausstellte, war das HU-Gutachten gefälscht.

Fotos. Polizei

Am 25.September 2021, gegen 10:30 Uhr, stoppten Beamte des Polizeiautobahn- und Bezirksrevieres Bad Oldesloe auf der A1 an der Anschlussstelle Bad Oldesloe, einen Hamburger Fiat-Sprinter zu einer Fahrzeugkontrolle.

Bei der Begutachtung des Baufahrzeuges aus Hamburg fielen diverse Mängel wie Unfallschäden, starke Durchrostungen und technische Mängel an der Beleuchtung auf.

Stutzig wurden die Beamten bei der Durchsicht der Fahrzeugpapiere und der Inaugenscheinnahme des Kennzeichens, als diese eine Fälligkeit zur nächsten Hauptuntersuchung für den Juni 2022 aufwiesen.

Weitere Ermittlungen ergaben, dass der Stempel eines technischen Überprüfungsvereins in den Fahrzeugpapieren gefälscht und die Hauptuntersuchungsplakette von einem anderen Fahrzeug abgelöst und auf das Kennzeichen des LKW geklebt wurde.

Das Fahrzeug selbst fiel zuletzt Ende 2020 mit diversen Durchrostungen und dem Hinweis “gefährlichen Mängel” durch die Hauptuntersuchung.

Die Polizei ermittelt nun gegen den 20- jährigen Halter und den 52- jährige Fahrer aus Hamburg wegen des Verdachts der Urkundenfälschung in zwei Fällen. Die Weiterfahrt mit dem Fahrzeug wurde untersagt.

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Bad Oldesloe

Nach CDU-Pannen-Wahlkampf: Junge Union greift Laschet an

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Zahnloses Programm, Beschimpfungen im Wahlkampf, zahlreiche Patzer des CDU-Kandidaten: Die Junge Union Herzogtum Lauenburg übt nach der Bundestagswahl heftige Kritik an Armin Laschet und fordert “personelle Konsequenzen”.

Foto: JU

„Lange Monate haben wir nichts gesagt und an einem Strang gezogen“, sagt Florian Slopianka, Kreisvorsitzender der Jungen Union Herzogtum Lauenburg und Mitglied im Landesvorstand der Jungen Union Schleswig-Holstein.

Mit dem Rückhalt ist es jetzt, einen Tag nach dem CDU-Wahldesaster, offenbar vorbei:

„Wir haben an tausenden Haustüren geklingelt, uns an Wahlständen für Lacher und Ideenlosigkeit beschimpfen lassen und rechtfertigen müssen. Geholfen hat dies offensichtlich nichts.“

In einer Pressemitteilung schreibt sich der Jungpolitiker den Frust der letzten Monate von der Seele. Armin Laschet und alle, die für seine Kanzlerkandidatur verantwortlich sind, kommen dabei alles andere als gut weg.

„Die Bundestagswahl ist eine Katastrophe für die CDU. Dieses Ergebnis haben diejenigen persönlich zu verantworten, die der Parteibasis und der Bevölkerung bei der Nominierung des Kanzlerkandidaten bewusst den Rücken zugekehrt haben. Hier müssen jetzt auch persönliche Konsequenzen folgen.“

Und für die JU ist an der Zeit für einen „radikalen Neuanfang“

„Zu sehr haben Proporz und Genügsamkeit die letzten Jahre geprägt. Zu wenig haben wir den Mut zu klaren Positionen gefunden. Das muss sich jetzt dringend ändern. Die alten Parteistrukturen der CDU haben ausgedient“, so Florian Slopianka. Er fordert eine stärkere Einbindung aller Parteimitglieder, „um den Neuanfang auf die Beine zu stellen.“

Neben dem Kanzlerkandidaten und „zahnlosen“ Programm kritisiert Florian Slopianka auch die Kampagne zur Bundestagswahl:

„Die SPD spielte in den Betrachtungen des Adenauerhauses offensichtlich keine Rolle. Eine fatale Fehleinschätzung. Konfrontationen wurden bei nahezu keinen Themen gesucht.“

Gleichzeitig bekennt er: „Es tut mir weh, diese Worte zu wählen. Jetzt werden sicherlich viele Kritik üben daran, dass ich meine Einschätzung der Dinge öffentlich mache. Doch das, was wir mit dieser Bundestagswahl erlebt haben, verlangt nach einem lauten Aufschrei.“

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Bad Oldesloe

Bad Oldesloe: Mann verletzt sich während der Fahrt mit Schusswaffe

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Bad Oldesloe – Während der Fahrt hat sich ein Mann auf der Autobahn 1 bei Bad Oldesloe mit einer Schusswaffe lebensgefährlich verletzt. Der Hamburger verstarb Stunden später im Krankenhaus.

Rettungsdienst im Einsatz Symbolfoto: SL

Zu dem tragischen Vorfall kam es am 25. September zwischen den Anschlussstellen Bad Oldesloe und Bargteheide.

Nach derzeitigen Erkenntnissen ist ein 68- jähriger Fahrer aus Hamburg in Fahrtrichtung Fehmarn unterwegs gewesen. Im Verlauf der Fahrt habe er vermutlich in suizidaler Absicht eine Schusswaffe gegen sich selbst gerichtet. Das Fahrzeug fuhr danach gegen die Mittelschutzplanke und kam im Anschluss nach rechts von der Fahrbahn ab. Ungefähr 100 Meter neben der Fahrbahn kam das Fahrzeug auf einem Feld zum Stehen.

Der Fahrzeugführer wurde lebensgefährlich verletzt in ein Krankenhaus gebracht, wo er wenige Stunden später verstarb.

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