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Gesundheit

“Familiencoach Krebs”: Angehörige von Krebspatienten vor Überlastung schützen

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Bad Oldesloe – Eine Krebserkrankung ist für die Betroffenen selbst aber auch für deren Angehörigen und Freunde eine ungewohnte körperliche, emotionale und soziale Belastung. In dieser schwierigen Situation hilft die AOK NordWest mit einem neuen digitalen Beratungsangebot.

Das neue Online-Programm ‚Familiencoach Krebs‘ gibt Angehörigen und Freunden von Krebspatienten wichtige Tipps, um sich vor emotionaler, körperlicher oder sozialer Überlastung bei der Begleitung des Erkrankten zu schützen. Foto: AOK/hfr

Der ‚Familiencoach Krebs‘ richtet sich gezielt an Angehörige von Menschen im Kreis Stormarn, die an Krebs erkrankt sind.

Das Programm wurde in Zusammenarbeit mit Expertinnen des Universitätsklinikums Leipzig und des Krebsinformationsdienstes des Deutschen Krebsforschungszentrums entwickelt.

„Unser neuer ‚Familiencoach Krebs‘ hilft dabei, Familienmitglieder und Freunde bei der Krebserkrankung eines nahestehenden Menschen zu unterstützen. Zudem informiert das Online-Angebot über die Entstehung, Diagnose und Behandlung verschiedener Krebserkrankungen und beantwortet sozialrechtliche Fragen, die im Zusammenhang mit der Erkrankung entstehen können“, sagt AOK-Serviceregionsleiter Reinhard Wunsch.

Das kostenfreie Online-Programm ist für alle Interessierten unter der Adresse www.aok.de/familiencoach-krebs anonym nutzbar.

Das Robert-Koch-Institut geht aktuell von mehr als 500.000 Krebs-Neuerkrankungen pro Jahr in Deutschland aus. Studien weisen darauf hin, dass bis zu 40 Prozent der Angehörigen Symptome von Depressionen und Angst entwickeln.

Das Unterstützungsprogramm umfasst ein breites Themenspektrum und ist modular aufgebaut. Im Bereich „Gut für sich sorgen“ geht es beispielsweise um Strategien zur Bewältigung der eigenen psychischen Belastungen, im Bereich „Beziehungen stärken“ um schwierige Gespräche mit Angehörigen, das Sprechen mit Kindern über die Erkrankung oder um den Einfluss von Krebserkrankungen auf die Sexualität.

Der Themenbereich „Sich hilfreich fühlen“ zeigt Möglichkeiten zur Unterstützung der erkrankten Angehörigen auf – zum Beispiel den richtigen Umgang mit Angst, Wut und Frustration infolge der Erkrankung.

Auch die palliative Therapie, also die Behandlung im Falle einer voraussichtlich nicht mehr heilbaren Erkrankung, wird im Programm thematisiert.

In den Themenbereichen „Wissen über Krebs“, „Behandlungen“ und „Krebsarten“ steht die Information über die Erkrankung und die modernen Therapiemöglichkeiten im Vordergrund. „Nichts ist schlimmer als die Angst vor dem Unbekannten. Wer mehr über Krebs weiß, fühlt sich sicherer und kann Patientinnen und Patienten besser bei Entscheidungen unterstützen“, sagt Wunsch.

Das neue Programm ergänzt das Angebot der kostenlosen Online-Coaches der AOK, das Schritt für Schritt weiter ausgebaut wird. Es umfasst bereits den ‚ADHS-Elterntrainer‘ für Eltern in schwierigen Erziehungssituationen, den ‚Familiencoach Pflege‘ für psychisch belastete pflegende Angehörige, den ‚Online-Coach Diabetes‘ für Patientinnen und Patienten mit Typ-2-Diabetes sowie den ‚Familiencoach Depression‘ für Angehörige, Freunde oder anderen Bezugspersonen von depressiv erkrankten Menschen. Alle Informationen zum Familiencoach Krebs gibt es im Internet unter www.aok.de/familiencoach-krebs.

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Bad Oldesloe

Vorsicht Hitze! Hohe Temperaturen nicht auf die leichte Schulter nehmen

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Bad Oldesloe – Der deutsche Wetterdienst hat eine Hitzewarnung für den Kreis Stormarn herausgegeben. Wetterexperten erwarten in den nächsten Tagen Temperaturen von über 30 Grad.

Sommerhitze Symbolfoto: VladisChern / Shutterstock

Ärzte und Pflegepersonal in der Zentralen Notaufnahme der Asklepios Klinik Bad Oldesloe rechnen damit, dass in den kommenden Tagen deutlich mehr Patienten als üblich wegen hitzebedingter Beschwerden behandelt werden. Kopfschmerzen, Schwindel, Kreislaufprobleme sowie allgemeines Unwohlsein sind dann die typischen Symptome der Patienten, die sich in der Notaufnahme vorstellen oder dorthin gebracht werden.

 „Die tropischen Temperaturen machen vor allem Kindern und älteren Menschen zu schaffen “, erklärt Dr. Armin Frank, Ärztlicher Direktor der Asklepios Klinik Bad Oldesloe.

„Besonders gefährlich sind der Flüssigkeitsmangel und die direkte Hitzeeinwirkung auf den Kopf. Viele Menschen vergessen durch das nachlassende Durstempfinden regelmäßig zu trinken. So kann es schnell zu Dehydration, einem Wassermangel im Körper, kommen. An heißen Tagen verliert der menschliche Körper bis zu zwei Liter Wasser mehr als sonst. Das muss unbedingt nachgefüllt werden. Abhängig vom Gesundheitszustand und Aktivität sollte man zwei bis vier Liter körperwarme Getränke trinken, zum Beispiel Wasser, Gemüsesäfte oder erfrischende Tees.“

Besonders betroffen von der Hitze sind auch Patienten mit einer Herzinsuffizienz oder einer koronaren Herzerkrankung. „Bei hohen Temperaturen muss das Herz mehr Blut durch den Körper pumpen, daher macht die Hitze Patienten mit einer verminderten Pumpfunktion des Herzens besonders zu schaffen. Sie sollten dann jede Anstrengung vermeiden und sich in kühlen Räumen oder im Schatten aufhalten“, rät Dr. Frank.

Bei großer Hitze geht mit dem Körperwasser immer auch das Natriumsalz verloren“, warnt der Mediziner. Auch das Nervengewebe ist betroffen. Dadurch wird man müde und matt, die Reaktionsfähigkeit lässt nach, was unter anderem im Straßenverkehr riskant ist.

Zehn „goldene Regeln“ der Mediziner der Asklepios Klinik Bad Oldesloe

Während die meisten Menschen die Sommerwärme genießen, sollten vor allem ältere und erkrankte Menschen sowie Kinder vernünftig mit der Hitze umgehen. Diese Tipps haben die Fachärzte der Asklepios Klinik Bad Oldesloe:

  • 1. Tragen Sie luftige Kleidung und eine helle Kopfbedeckung, wenn Sie in der Sonne unterwegs sind.
  • 2. Halten Sie sich möglichst in kühlen Räumen auf.
  • 3. Vermeiden Sie körperliche Anstrengung.
  • 4. Setzen Sie sich nicht der prallen Sonne aus (z.B. bei der Arbeit  im Garten).
  • 5. Gönnen Sie sich eine verlängerte Mittagspause, machen Sie Siesta.
  • 6. Bevorzugen Sie leichte Kost wie Gemüse, Fisch oder Obst.
  • 7. Trinken Sie mehr als sonst, “immer über den Durst”, aber keinen  Alkohol und nicht zu kühle Getränke.
  • 8. Trinken Sie nicht zuviel auf einmal, denn pro Stunde können Sie  nur 500 – 800 ml Flüssigkeit aufnehmen und sinnvoll verwerten. Am besten trinken Sie über den Tag verteilt jede Stunde ein Glas Wasser, auch wenn Sie noch keinen Durst haben.
  • 9. Bei Hitze verbraucht der Körper mehr Natrium, Magnesium und  Calcium. Deshalb ist es ratsam, dementsprechend angereicherte  Mineralwässer zu trinken. Herz- und nierenkranke Menschen sollten  allerdings aufpassen und ihren Arzt befragen, welche Wassersorten und -mengen für sie geeignet sind.
  • 10. Lassen Sie niemals Kinder oder Haustiere in einem geparkten Auto  zurück.

Im Notfall immer 112 anrufen! 

Wenn es zu einem Hitzschlag oder Kollaps gekommen ist oder der Verdacht besteht, ist sofort der Rettungsdienst unter der Telefonnummer 112 zu verständigen. Bringen Sie den Betroffenen an einen kühlen Ort, lockern Sie seine Kleidung, kühlen sie mit feuchten Tüchern ab und reichen Sie Getränke, nicht zu kühl und nicht zu viel auf einmal.

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Gesundheit

Immer weniger Corona-Infektionen: Inzidenz in Stormarn erstmals unter 20 in diesem Jahr

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Bad Oldesloe – Das Gesundheitsamt des Kreises Stormarn meldet seit gestern Nachmittag sechs Neuinfektionen (Stand: 10.6., 14:30 Uhr).

Die Gesamtzahl der klinisch bestätigten COVID-19-Fälle liegt damit bei 7.046.

6.631 Personen gelten als genesen, 111 Personen sind aktuell infiziert.

Wie das Gesundheitsamt mitteilt, sind zwei weitere infizierte Personen verstorben. Es handelt sich um einen Mann und eine Frau der Altersgruppe über 90 Jahre. 304 Personen sind somit verstorben.

Ausgehend von der gestrigen Mitteilung der Landesmeldestelle zur 7-Tage-Inzidenz sind im Kreis Stormarn innerhalb der letzten sieben Tage 48 Neuinfektionen zu bestätigen. Das entspricht einem Inzidenzwert von 19,7 Infektionen pro 100.000 Einwohner*innen.

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Gesundheit

Psychotherapeut*innen bieten in Schleswig-Holstein die meisten Videosprechstunden an

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Kiel – In Schleswig-Holstein bieten immer mehr Arztpraxen ihren Patient*innen Videosprechstunden an. Über die Hälfte dieser Sprechstunden wurden nach Abrechnungsdaten der BARMER von Psychotherapeut*innen angeboten.

Symbolfoto: Blue Planet Studio/shutterstock

„Diese telemedizinische Versorgung ist eine zukunftsweisende Möglichkeit, um auch in der Pandemie dem steigenden Therapiebedarf in Schleswig-Holstein gerecht zu werden und gleichzeitig Infektionsrisiken durch physischen Kontakt zu vermeiden“, sagt Dr. Bernd Hillebrandt, Landesgeschäftsführer der BARMER in Schleswig-Holstein.

Im gesamten Jahr 2019 rechneten in Schleswig-Holstein lediglich fünf Ärzt*innen die Videosprechstunde mit der BARMER ab.

Nach Abschluss des dritten Quartals 2020 hatte sich die Zahl der Ärzt*innen, die in Schleswig-Holstein Videosprechstunden angeboten haben, auf 1.190 vervielfacht.

Mit rund 54 Prozent wurden die meisten telemedizinischen Sprechstunden von der Fachgruppe der Psychotherapeuten durchgeführt.

Rund 16 Prozent von Allgemeinmedizinerinnen und -medizinern. Mit rund sieben Prozent lagen Internistinnen und Internisten auf dem dritten Platz.

„Die Videosprechstunde ergänzt die Gesundheitsversorgung in Schleswig-Holstein sehr sinnvoll. Sie wird deshalb auch nach der Pandemie eine zunehmend wichtige Rolle spielen“, erklärt Hillebrandt.

Immer mehr Psychotherapie für Kinder und Jugendliche

Innerhalb von elf Jahren – zwischen 2009 und 2019 – hat sich die Zahl junger Patient*innen mit Psychotherapiebedarf in Schleswig-Holstein stark erhöht. Das geht aus dem aktuellen Arztreport der BARMER hervor. 2009 benötigten 1,61 Prozent der schleswig-holsteinischen Kinder und Jugendlichen psychotherapeutische Hilfe in der Form einer Richtlinientherapie, einer Psychotherapeutischen Akutbehandlung oder psychotherapeutischen Sprechstunde.

2019 waren es mit rund 24.000 jungen Menschen bereits 3,5 Prozent. Das entspricht einem Anstieg um 115 Prozent. Auch die Zahl der Psychotherapeut*innen stieg in Schleswig-Holstein zwischen 2013 und 2019 um knapp 28 Prozent an.

„Psychische Probleme können für Kinder und Jugendliche ernste Folgen haben. So werden aus kranken Kindern nicht selten kranke Erwachsene. Es ist wichtig, frühzeitig auf die Alarmsignale zu achten. Dessen werden sich offenbar immer mehr Menschen in Schleswig-Holstein bewusst und suchen professionelle Hilfe“, sagt Hillebrandt.

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