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Bad Oldesloe

Kultursommer 2021: Stormarn will “kulturellen Neuaufschlag”

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Bad Oldesloe – Mit dem Pilotprojekt „Kultur in Stormarn – von A bis Z“ soll ein starker kultureller Neuaufschlag nach dem pandemiebedingten Stillstand der Kultur ermöglicht werden.

In gemeinsamer Konzeption und Umsetzung sollen neben Veranstaltungen auch Kooperationsstrukturen im Kreis entstehen, ausgebaut werden und in die Zukunft fortwirken.

In den Monaten August und September werden im Rahmen des Kultursommers 2021 an zahlreichen Orten im gesamten Kreisgebiet kulturelle Veranstaltungen stattfinden. Das Projekt wird im Programm Kultursommer 2021 durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) mit Mitteln aus NEUSTART KULTUR gefördert.

Ein gemeinschaftlich arbeitendes Projektteam, bestehend aus Kulturschaffenden und Partnern der Kreativwirtschaft sowie Vertretern der Kulturverwaltungen Stormarner Kommunen haben das Konzept kurzfristig im Frühjahr entworfen.

Der nun bewilligte Antrag wurde unter anderem ermöglicht durch die Städte Bargteheide, Bad Oldesloe und Ahrensburg, die ebenso wie die Sparkassen-Kulturstiftung, als auch der Kreis Stormarn die notwendigen Eigenanteile beisteuern. Insgesamt stehen für das Kultursommerprogramm 220.000 € zur Verfügung.

„Ich freue mich sehr, dass wir mit den Akteuren der Stormarner Kulturszene, die dieses Konzept mit gestaltet und entwickelt haben, nun auch eine gemeinschaftliche Realisierung von „Kultur in Stormarn – von A bis Z“ umsetzen können.

Durch das dezidiert kooperative Vorgehen kann somit einerseits ein, durch den begonnen Kulturentwicklungsprozess entstehendes Netzwerk interkommunaler Kooperation in Stormarn gestärkt werden“, so Landrat Dr. Görtz „anderseits ermöglicht der Kultursommer eine wichtige Reaktivierung der lokalen und regionalen Kultur im Kreis und stärkt somit die Akteure.“

Im Spätsommer 2021 – der hoffentlich geprägt sein wird durch geringe Infektionszahlen und eine wachsende Anzahl von gegen das Coronavirus geimpften Zuschauern – sollen auch Erfahrungen über Zuschauerverhalten nach der Pandemie gewonnen werden.

„Mit unserem Antrag schaffen wir drittens über zahlreiche Kulturveranstaltungen Auftrittsmöglichkeiten für insbesondere lokale Künstler – eine der Berufsgruppen, die besonders unter den wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie gelitten haben“, ergänzt Michael Sarach, Bürgermeister der Stadt Ahrensburg.

Jörg Lembke, der Bürgermeister aus Bad Oldesloe betont das gute Zusammenspiel zwischen Kreis und Kommunen für den Kultursommer: „Ich freue mich auf einen lebendigen Kultursommer mit schönen und spannenden Begegnungen.

In der Krise sind die Kulturabteilungen von Kreis und Kommunen und die Kulturschaffenden in Stormarn näher zusammengerückt. Nur so konnte es gelingen, in der Kürze der Zeit gemeinsam ein gutes Konzept zu entwerfen. Es ist ein Glücksfall, dass zusätzliche Fördermittel für den kulturellen Neuanfang zur Verfügung stehen“.

„Das in vier unterschiedliche Elemente geteilte Kulturprogramm richtet sich in erster Linie an alle Einwohner des Kreises Stormarn. Einige Elemente sind jedoch speziell für Kinder und Jugendlichen sowie Familie konzipiert“, so Birte Kruse-Gobrecht, Bürgermeisterin der Stadt Bargteheide. Diese vier Elemente sind Teil des Programms:

1. Kultur to discover – Kultur zum Entdecken

Eine Kooperationsteam aus vielfältigen Institutionen und Kulturschaffenden (Schauspielern, Dramaturgen, Produzenten) aus dem Kreis Stormarn entwickelt eine musikalische Inszenierung, die auf einer Reise durch das Kreisgebiet symbolisch das Wiedererwachen der Kultur unter Einbezug der regionalen Gemeinschaft nach der Pandemie feiert.

2. Kultur to come along – Kultur zum Vorbeikommen

An verschiedenen Orten im Kreis entstehen unterschiedliche kulturelle Abendprogramme – jeweils unter lokaler Regie und mit lokalen Kulturakteuren.

3. Kultur to go – Kultur im Vorbeilaufen

Im Rahmen des Kultursommers sollen ungewöhnliche Orte, z.B. Foyers der Verwaltungsgebäude in ganz Stormarn und Schaufenster der Fußgängerbereiche, für die Bildenden Künste geöffnet werden: Kultur zum Vorbeilaufen und Eindrücke mitnehmen.

4. Kultur to join in – Kultur zum Mitmachen

In unterschiedlichen partizipativen Projekten soll Jugendlichen aus dem Kreisgebiet der Zugang zur Kultur ermöglicht werden – durch überraschende Zufallsmomente und Pop-Ups.

Die Akteure vor Ort sind nun gefragt, sie werden die Programme ausarbeiten und konkretisieren.

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Umwelt und Klima

Zu wenig, zu spät: “Fridays For Future” kritisiert Stormarner Klimapolitik

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Immer neue Gewerbegebiete und Millionen Euro für Straßen statt für neue Radwege: Hunderte Klima-Aktivisten haben vor und im Stormarner Kreistag am Freitag eine radikalere Klimapolitik gefordert.

Klima-Demonstranten am Oldesloer Bahnhof. Foto: Fischer

“Der Kreis Stormarn leistet einen zu geringen Beitrag für den Klimaschutz!”

Dieser Ansicht ist Nils Bollenbach, Mitbegründer von “Fridays for Future” in Stormarn, der in diesem Jahr für die Grünen im Wahlkreis Stormarn-Mitte kandidiert.

“Wir haben verstanden”, hieß es vor zwei Jahren seitens der Kreispolitik, als die Klimaproteste von “Fridays for Future” immer größer wurden.

Nils Bollenbach: “Ich frage mich wirklich, was die Damen und Herren verstanden haben. Seitdem ist zu wenig passiert.” Deswegen müsse sich jetzt auch die Klimabewegung verändern:

“Wir müssen eventuell radikaler werden.”

Damit meint Bollenbach auch den “Sprung auf eine höhere Ebene”. In die Politik. Deswegen will der Bargteheider in den Bundestag, um aktiv etwas verändern zu können.

Die Klimabewegung ist der Meinung, dass der Kreis Stormarn trotz der Klimaschutzkonzept zu wenig leistet:

“In den letzten zwei Jahren hat der Kreis keinen einzigen neuen Radweg gebaut, stattdessen Millionen Euro in den Bau und die Sanierung von Straßen gesteckt”, kritisiert Fred Grosser (Die Linke).

Seit “Wir haben verstanden” hat sich Stormarn außerdem beim E-Ladesäulen-Ranking um 47 Plätze verschlechtert.

Im bundesweiten Vergleich der Landkreise ist Stormarn mit 93 Ladestationen auf Platz 237.

Landrat Henning Görtz (CDU) kann die Kritik nicht nachvollziehen: „Wir haben schon viel erreicht.“ Der CO2-Verbrauch von Verwaltungsgebäuden sei um 55 Prozent reduziert worden.

ÖPNV und Radwege sollen attraktiver gemacht werden, Ladeinfrastruktur für E-Fahrzeuge weiter ausgebaut werden und „für das IOKI-Modellprojekt etwa haben wir als Kreis Stormarn drei Millionen Euro in drei Jahren in die Hand genommen.“

Auch Gerold Rahmann (Die Grünen), Vorsitzender des Kreisumweltausschusses, gab im Kreistag nach der FFF-Kritik eine Erklärung ab. „Wir haben verstanden. Es ist unser Auftrag, das möglichste zu tun, wir müssen uns kümmern. Aber natürlich wollen einige es schneller als andere und das ist manchmal unbefriedigend.“ Er persönlich glaubt aber nicht daran, dass das 1,5-Grad-Ziel noch eingehalten werden kann.

Die Auswirkungen werden auch in Stormarn zu spüren sein.

Rahmann: „Schon jetzt haben wir hier Grundwasserprobleme. Ich bin überzeugt, dass der Kreis seinen Beitrag leisten wird, um die Krise zu bewältigen. Aber wir müssen schneller werden.“

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Umwelt und Klima

Endlich handeln! Heute ist Klimastreik – auch in Bargteheide und Bad Oldesloe

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Bad Oldesloe/Bargteheide – Seit 2018 wird in Stormarn für den Klimaschutz demonstriert. Nun soll am Freitag, 24. September, wieder eine große Demonstration stattfinden.

Foto: hfr

Die Demo beginnt um 15 Uhr vor dem Kreistagsgebäude in Bad Oldesloe. Bereits um 13:30 Uhr startet vom Bargteheider Utspann-Parkplatz aus eine Fahrraddemo nach Bad Oldesloe.

Der Druck der Fridays for Future-Bewegung führte dazu, dass der Kreis Stormarn sich 2019 auf das von den Aktivisten geforderte 1,5-Grad Ziel verständigt hat.

Jetzt muss der Kreis seinen nötigen Beitrag leisten, um die Erderhitzung auf 1,5-Grad zu beschränken.

Die Demonstranten kritisieren, dass für dieses Ziel noch lange nicht genug getan wird. Und das, nachdem auch das Bundesverfassungsgericht die Politik zum Handeln verpflichtet hat.

Mit Blick auf die anstehende Bundestagswahl sagt Josephine Strehmel, Sprecherin der FFF-Bewegung:

„Wir haben keine Zeit mehr, zu diskutieren. Die Politik kennt seit Jahren die Herausforderungen des Klimaschutzes. Das demonstrieren hat uns dahin gebracht, wo wir heute sind. Wenn dennoch nichts passiert, muss halt eine neue Politik her!“

Diesen Schritt versuchen aktuell Jakob Blasel, der in Rendsburg-Eckernförde für die Grünen kandidiert und mit Listenplatz 8 eine realistische Chance hat, in den nächsten Bundestag einzuziehen, und Nils Bollenbach, Direktkandidat für den Wahlkreis Segeberg – Stormarn-Mitte.

Bollenbach hat die FFF-Bewegung Stormarn 2018 gegründet und ist bis heute aktiv.

„Alle reden inzwischen über den Klimaschutz, aber keiner macht etwas. Unser Druckmittel war das Schulschwänzen, aber schon damals standen die Klassenzimmer nie wirklich leer. Diese Bundestagswahl ist so entscheidend. Fridays for Future braucht nach der Bundestagswahl eine Neuausrichtung, sollte es wieder zu einer Regierung kommen, die an völlig verspäteten Zielen festhält. Demonstrieren reicht dann nicht mehr aus. Entweder wird unsere Bewegung radikaler, um die Politik endlich zu mehr Klimaschutz zu bewegen, oder wir machen die nötige Politik selber, indem wir eine starke Kraft im Bundestag werden.“

Josephine Strehmel lacht und ergänzt dazu: „Eigentlich machen wir schon die ganze Zeit die Arbeit der Politiker. Sie hätten die Klimakrise längst ernstnehmen und bekämpfen sollen. Jahrelang ist nichts passiert. Da ist es kein Wunder, dass wir jetzt selbst aktiv werden.“

„Wie dringend es ist, jetzt zu handeln, sehen wir an den verheerenden Überschwemmungen im Ahrtal“, erklärt Bollenbach und führt weiter aus:

„In Kürze werden wir Kipppunkte erreichen und dann haben wir gar keine Chance mehr. Das hat der gerade veröffentlichte IPCC Bericht sehr deutlich gemacht. Die jetzt zu wählende Bundesregierung wird die letzte sein, die eine realistische Chance hat, etwas gegen die Klimakrise zu tun.“

Vom Meckern zum Mitbestimmen, das ist das neue Motto der Stormarner FFF-Bewegung.

Die Aktivisten begrüßen deshalb die Initiative „German Zero“, die gerade in Bargteheide einen Bürger*innenentscheid zum Klimaschutz anstrebt. Josephine Strehmel sagt dazu:

„Genau darum geht es. Man muss ja gar nicht in einer Partei aktiv werden. In unserer Demokratie haben wir als Bürger*innen genug Macht. Mit unserer Stimme bei der Wahl am Sonntag, aber auch, indem wir uns kontinuierlich in die Politik einmischen. Die Sitzungen der politischen Gremien sind ja alle öffentlich.“

Für den Kreis Stormarn geht es den Aktivisten vor allem um mehr Tempo beim Erreichen der Klimaneutralität und darum, die gemachten Versprechen zu halten. „Das 2019 beschlossene Ziel, im Kreis Stormarn die Klimaneutralität bis 2050 zu erreichen, ist längst überholt!“, sagt Josephine Strehmel.

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Bad Oldesloe

Frontal-Crash in Bad Oldesloe: Frau muss von Feuerwehr aus Auto befreit werden

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Bad Oldesloe – Ein Autofahrer (52) ist in Bad Oldesloe mit seinem Opel Zafira in den Gegenverkehr geraten und mit einem entgegenkommenden Fahrzeug zusammengestoßen.

Feuerwehr im Einsatz Symbolfoto: SL

Der Crash ereignete sich am 21. September gegen14.20 Uhr in der Lorentzenstraße.

Nach aktuellem Erkenntnisstand befuhr der 52-jähriger Fahrer eines Opel Zafira die Lorentzenstraße in Richtung Hamburger Straße. In einer leichten Rechtskurve kam er aus noch unbekannter Ursache auf die linke Fahrspur und stieß mit einem entgegenkommenden Opel Corsa zusammen.

Die 65-jährige Fahrerin des Opel Corsa wurde durch den Unfall im Fahrzeug eingeklemmt und musste durch die Feuerwehr befreit werden.

Beide Unfallbeteiligten wurden leicht verletzt in Krankenhäuser gebracht. Der entstandene Sachschaden wird auf 15.000 Euro geschätzt.

Für die Dauer der Unfallaufnahme und der Bergungsmaßnahmen musste die Straße für über eine Stunde voll gesperrt werden.

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