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Gesundheit

Psychotherapeut*innen bieten in Schleswig-Holstein die meisten Videosprechstunden an

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Kiel – In Schleswig-Holstein bieten immer mehr Arztpraxen ihren Patient*innen Videosprechstunden an. Über die Hälfte dieser Sprechstunden wurden nach Abrechnungsdaten der BARMER von Psychotherapeut*innen angeboten.

Symbolfoto: Blue Planet Studio/shutterstock

„Diese telemedizinische Versorgung ist eine zukunftsweisende Möglichkeit, um auch in der Pandemie dem steigenden Therapiebedarf in Schleswig-Holstein gerecht zu werden und gleichzeitig Infektionsrisiken durch physischen Kontakt zu vermeiden“, sagt Dr. Bernd Hillebrandt, Landesgeschäftsführer der BARMER in Schleswig-Holstein.

Im gesamten Jahr 2019 rechneten in Schleswig-Holstein lediglich fünf Ärzt*innen die Videosprechstunde mit der BARMER ab.

Nach Abschluss des dritten Quartals 2020 hatte sich die Zahl der Ärzt*innen, die in Schleswig-Holstein Videosprechstunden angeboten haben, auf 1.190 vervielfacht.

Mit rund 54 Prozent wurden die meisten telemedizinischen Sprechstunden von der Fachgruppe der Psychotherapeuten durchgeführt.

Rund 16 Prozent von Allgemeinmedizinerinnen und -medizinern. Mit rund sieben Prozent lagen Internistinnen und Internisten auf dem dritten Platz.

„Die Videosprechstunde ergänzt die Gesundheitsversorgung in Schleswig-Holstein sehr sinnvoll. Sie wird deshalb auch nach der Pandemie eine zunehmend wichtige Rolle spielen“, erklärt Hillebrandt.

Immer mehr Psychotherapie für Kinder und Jugendliche

Innerhalb von elf Jahren – zwischen 2009 und 2019 – hat sich die Zahl junger Patient*innen mit Psychotherapiebedarf in Schleswig-Holstein stark erhöht. Das geht aus dem aktuellen Arztreport der BARMER hervor. 2009 benötigten 1,61 Prozent der schleswig-holsteinischen Kinder und Jugendlichen psychotherapeutische Hilfe in der Form einer Richtlinientherapie, einer Psychotherapeutischen Akutbehandlung oder psychotherapeutischen Sprechstunde.

2019 waren es mit rund 24.000 jungen Menschen bereits 3,5 Prozent. Das entspricht einem Anstieg um 115 Prozent. Auch die Zahl der Psychotherapeut*innen stieg in Schleswig-Holstein zwischen 2013 und 2019 um knapp 28 Prozent an.

„Psychische Probleme können für Kinder und Jugendliche ernste Folgen haben. So werden aus kranken Kindern nicht selten kranke Erwachsene. Es ist wichtig, frühzeitig auf die Alarmsignale zu achten. Dessen werden sich offenbar immer mehr Menschen in Schleswig-Holstein bewusst und suchen professionelle Hilfe“, sagt Hillebrandt.

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Wirtschaft

Kein Verdienst während Quarantäne: SH streicht Entschädigung für Ungeimpfte ab Oktober

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Ungeimpfte bekommen während einer Quarantäne keine Entschädigung für Verdienstausfall. Diese Regelung soll in Schleswig-Holstein bereits ab dem 1. Oktober gelten – einen Monat früher als in anderen Bundesländern.

Foto: Tumisu/Pixabay

Bisher werden Arbeitnehmer im Falle einer Quarantäne entschädigt. Wer wegen einer Coronaerkrankung zu Hause bleiben muss, bekommt trotzdem eine Lohnfortzahlung.

Das wird sich jetzt ändern, zumindest für Ungeimpfte.

Die Landesregierung hat am Mittwoch beschlossen, bereits ab dem 1. Oktober keine Entschädigungen mehr an ungeimpfte Arbeitnehmer zu zahlen.

Ausgenommen sind nur Menschen, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können. Auch Ungeimpfte, die krank sind, sollen weiter Geld erhalten. Alle anderen müssen das finanzielle Risiko dann selbst tragen.

Das Land setzt damit einen Bundesbeschluss um, einen Ermessensspielraum gibt es nicht.

Gesundheitsminister Heiner Garg (FDP): “Der Bundesgesundheitsminister hat unmissverständlich klargemacht, dass die Länder keinen Ermessensspielraum haben, dass es geltendes Recht ist, das umzusetzen.” 

Hintergrund der Entscheidung ist, dass am 26. September alle Impfzentren schließen. Jeder, der sich impfen lassen möchte, hat bis dahin die Möglichkeit gehabt und somit ein Impfangebot bekommen.

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Gesundheit

Welt-Alzheimer-Tag: Ein gesunder Lebensstil kann Demenz vorbeugen

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In Schleswig-Holstein leiden laut Alzheimer Gesellschaft Schleswig-Holstein e.V. über 62.000 Menschen an einer demenziellen Erkrankung, Tendenz steigend.

Grafik: Gerd Altmann/Pixabay

Denn weit verbreitete Volkskrankheiten wie Diabetes und Bluthochdruck können aktuellen Studien zufolge die Entstehung einer Demenz oder Alzheimererkrankung begünstigen. „Neben genetischen Veranlagungen stehen Bluthochdruck und Diabetes mellitus Typ 2 in Zusammenhang mit einem ungesunden Lebensstil. Beide Erkrankungen sollten als Risikofaktor für demenzielle Erkrankungen ernst genommen und möglichst früh behandelt werden“, sagt Dr. Bernd Hillebrandt, Landesgeschäftsführer der BARMER in Schleswig-Holstein anlässlich des Welt-Alzheimer-Tages am 21. September.

Mehr als jede vierte Person in Schleswig-Holstein hat Bluthochdruck

Im Jahr 2019 diagnostizierten Schleswig-Holsteins Ärztinnen und Ärzte bei über 27 Prozent der Bevölkerung einen Bluthochdruck und bei knapp sieben Prozent Diabetes mellitus Typ 2.

Nach aktueller Studienlage gehen 30 Prozent aller demenziellen Erkrankungen auf Bluthochdruck im mittleren Lebensalter zurück. Wer an Diabetes leidet hat ein um 50 Prozent erhöhtes Risiko, an einer Demenz zu erkranken. „Neben Diabetes und Bluthochdruck gilt auch Rauchen als großer Risikofaktor für eine demenzielle Erkrankung“, sagt Hillebrandt. So hätten starke Raucher eine 80 Prozent höhere Wahrscheinlichkeit an Demenz zu erkranken als Menschen, die niemals geraucht haben. Ursache sei die gefäßschädigende Wirkung des Rauchens.

Auf ausgewogene Ernährung und viel Bewegung setzen

Lässt sich eine Demenz also durch den Verzicht auf Tabak und einen gesunden Lebensstil vorbeugen? Studien legen dies nahe.

„Insbesondere der Effekt einer mediterranen Ernährung mit einem hohen Anteil an Früchten, Gemüse, Hülsenfrüchten, Getreideprodukten, Fisch und ungesättigten Fettsäuren bei gleichzeitig niedrigem Anteil an Fleisch und Milchprodukten, wirkt sich laut Studien positiv auf kognitive Fähigkeiten aus“, sagt Hillebrandt. Außerdem reduziere regelmäßig körperliche Aktivität das Demenzrisiko um 28 Prozent und das Alzheimerrisiko um 45 Prozent.

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Gesundheit

Stormarner können sich nächste Woche ohne Termin gegen Corona impfen lassen

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Bad Oldesloe – Alle drei Impfzentren im Kreisgebiet werden in der nächsten Woche offene Impfaktionen von Montag bis Sonntag jeweils von 9 bis 12 Uhr und 13 bis 17.30 Uhr durchführen.

Impfzentrum in Reinbek. Foto: Iris Lewe/DRK

Der Besuch der offenen Impfaktionen ist ohne vorherige Terminvereinbarung möglich.

Für die Impfungen kommen die Impfstoffe der Firmen Johnson & Johnson, BioNTech oder Moderna zum Einsatz.

Benötigt wird ein Personalausweis und, wenn vorhanden, der gelbe Impfausweis, sowie die vorausgefüllten Unterlagen zur Impfdokumentation mit in das Impfzentrum ihrer Wahl.

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