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Kita und Erziehung

Barmer: Psychosoziale Gesundheit bei Kita-Kindern stärken

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Bindungen aufzubauen ist für Kleinkinder elementar. Denn sie gelten als Basis für eine gesunde psychische Entwicklung. Die BARMER fördert daher das Programm Papilio-U3, an dem ab sofort Kitaträger und Kitas aus ganz Deutschland teilnehmen können.

Spielende Kinder Symbolfoto: Fam Veld / Shutterstock

Es bietet Fortbildungen für Multiplikatoren und Multiplikatorinnen bei Kitaträgern und für Fachkräfte in Kitas zu den Themen sozial-emotionale Kompetenzen, Temperament, Bindung und Feinfühligkeit bei Kleinkindern.

Dieses Wissen können die Kita-Fachkräfte dann im Berufsalltag praktisch anwenden.

„Papilio-U3 ist sehr vielversprechend. Erste Befunde aus der Evaluation deuten darauf hin, dass es die sozial-emotionalen Kompetenzen der Kinder steigern und deren Bindungen stärken kann. Daher wollen wir Kitaträger und -Fachkräfte ermuntern, an den Fortbildungen von Papilio-U3 teilzunehmen“, sagt Dr. Bernd Hillebrandt, Landesgeschäftsführer der BARMER in Schleswig-Holstein.

Papilio zeigt vielversprechende Effekte

Papilio-U3 wurde von dem gemeinnützigen Unternehmen Papilio und der BARMER gemeinsam mit Wissenschaftsteams der Freien Universität Berlin sowie der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg in den Jahren 2017 bis 2020 als Modellprojekt entwickelt und evaluiert.

Das gemeinsame Ziel war es, so früh wie möglich die psychosoziale Gesundheit der Kinder in der Kita zu fördern. Die Auswertung der Evaluation ergab Hinweise, dass besonders Kinder mit einem hohen Bedarf an Zuwendung vom Programm profitieren.

„Papilio-U3 hilft nicht nur den Kleinkindern, sondern auch den Kita-Fachkräften, deren Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten gestärkt wird. Dies wiederum kann sie vor Stress schützen und dadurch den Kindern zugutekommen“, sagt Hillebrandt.

Papilio-U3 beinhalte eine mehrstufige Fortbildung von 7,5 Tagen, die sich über ein Jahr verteile. Die Inhalte würden über Selbsterfahrung, Austausch, Video und Feedback vermittelt.

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Bad Oldesloe

Wimmelbücher: Sparkassen-Stiftungen beschenken Kita-Kinder

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Bad Oldesloe – Die Stiftungen der Sparkasse Holstein beschenken auch in diesem Jahr die neuen Kita-Kinder in den Kreisen Stormarn und Ostholstein mit Wimmelbüchern.

Jörg Schepers (von links), Olaf Nelle und Susanne Dox mit Sparkassen-Maskottchen SeebiSeebär und den Wimmelbüchern. Foto: Stiftungen der Sparkasse Holstein

In Kooperation mit dem renommierten Oetinger Verlag brachten die Stiftungen der Sparkasse Holstein bereits 2017 ein Wimmelbuch über den Kreis Stormarn heraus. 2020 erschien schließlich ein zweites Wimmelbuch über den Kreis Ostholstein. Nun werden die kunterbunten Schmöker ganz ohne Text alljährlich an die neuen Kitakinder im Kreis gegeben.

Mehrere tausend Bücher wurden in den vergangenen Wochen in Bündeln oder Kisten verpackt und mit Lieferscheinen versehen.

Wimmelbücher eignen sich besonders gut für Kinder im Kita- und Vorschulalter, denn sie erzählen Geschichten ausschließlich mit Hilfe von detailreichen Bildern. Durch die Illustrationen werden die Orte, Landschaften und Besonderheiten der Kreise Stormarn und Ostholstein erfahrbar.

So können auch Kinder ohne Lesekompetenzen auf den Bilderbuchseiten selbstständig Entdeckungen machen und ihren Heimatkreis kennenlernen. Jörg Schepers von den Stiftungen der Sparkasse Holstein freut sich auf die Verteilung: „Vielleicht werden unsere Wimmelbücher bei den beschenkten Kindern in diesem Jahr besonders viel Resonanz auslösen“, hofft er. „Die Wimmelbuchseiten zeigen eine Normalität mit Hochzeitsgesellschaften, Weihnachtsmärkten und Ausflugszenen, die unsere Jüngsten bisher durch die Pandemie nur sehr eingeschränkt kennenlernen durften und auf die sie sich mithilfe der bunten Seiten hoffentlich freuen können.“

Viele Kitas werden dieser Tage kostenlos beliefert, doch noch haben sich nicht alle Einrichtungen bei den Stiftungen der Sparkasse Holstein mit ihren Bestellungen zurückgemeldet.

„Wir haben versucht, alle Kitas und Kindergärten in Stormarn und Ostholstein zu kontaktieren, um zu erfahren, wie viele neue Kinder sie in ihrer Einrichtung mit den Wimmelbüchern beschenken möchten. Dass sich noch nicht alle bei uns zurückgemeldet haben, erkläre ich mir mit dem großen organisatorischen Aufwand, den die Einrichtungen nach den Sommerferien allein durch die CoronaRichtlinien zu bewältigen hatten“, so Susanne Dox von den Stiftungen der Sparkasse Holstein. „Natürlich dürfen sich die Kitas, die es bisher noch nicht geschafft haben, auch in den kommenden Wochen noch mit ihren Bestellwünschen melden. Wir werden dann unbedingt eine zweite Verteilrunde organisieren.“ Olaf Nelle, Leiter der Sparkassen-Filiale in Bad Oldesloe, stellte für die Packaktion und zur Lagerung der Bücher Räumlichkeiten zur Verfügung:

„Selbstverständlich habe ich sofort die Räumlichkeiten in unserer Filiale zur Lagerung der Wimmelbücher angeboten. Denn ich finde es klasse, dass wir den Kleinsten in unserer Region auch in diesem Jahr wieder so großartige Geschenke machen können. Der Schlüssel für unsere gemeinnützigen Aktivitäten sind immer unsere Kunden. Durch ihre Treue können wir Projekte wie dieses auf die Beine stellen“, so Olaf Nelle.

Kitas, die sich bisher noch nicht bei den Stiftungen der Sparkasse Holstein rückgemeldet haben, können die Wimmelbücher zu einem späteren Zeitpunkt erhalten. Bestellungen werden per Mail von Susanne Dox und Jörg Schepers (susanne.dox@spkstholstein.de und joerg.schepers@spkstholstein.de) entgegengenommen

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Ahrensburg

Neues Klettergerüst von “Ein Herz für Kinder” für die DRK-Kita Langeneßweg

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Ahrensburg – Ein großes Spielgerät, an dem viele Kinder zur gleichen Zeit spielen können – das fehlte der Kindertagesstätte Langeneßweg des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in Ahrensburg.

Nicolas Rath (Bereichsleitung Kitas DRK Stormarn), Lynn Kloss (Kita-Leiterin), Thieß Passon (Rewe) sowie Kristina Maniu, Sandra Gürth und Franziska Dahnke (Elternvertreterinnen) vor dem neuen Klettergerüst.

Doch das war zunächst gar nicht so einfach zu realisieren, denn das Außengelände der Kita ist ziemlich uneben, und so ein Klettergerüst braucht einen festen und sicheren Stand. Die Elternvertreter*innen und Mitarbeiter*innen der Kita machten sich auf die Suche nach Sponsoren und wurden bei „Ein Herz für Kinder“ fündig.

Die Hilfsorganisation der Bild Zeitung spendete knapp 14.000 Euro für das Klettergerüst. Eine Tiefbaufirma ebnete das Gelände für das Gerüst und setzte L-Träger. Die Kosten dafür in Höhe von ca. 4.000 Euro finanzierte die Kita von ihrem eigenen Spendenkonto.

Für die Montage schoss die Stadt Ahrensburg 3.200 Euro dazu, und der benachbarte Rewe-Markt am Erlenhof beteiligte sich mit über 2.000 Euro aus gespendeten Pfand-Bons. Und endlich war es soweit: Das neue große Klettergerüst durfte von den Kindern in Beschlag genommen werden. Doch zunächst sangen die Jungen und Mädchen ein Dankeslied für alle Sponsoren.

Anschließend schnitten das jüngste Kind (Mathilda, 3 Jahre) und das älteste Kind (Daniel, 6 Jahre), feierlich das Band durch. Und dann gab es auch kein Halten mehr. Nun können ganz viele Kinder gemeinsam gleichzeitig an dem Gerät spielen, denn das große Gerüst, ausgestattet mit Plattformen, Kletternetz, Rutsche und vielen weiteren Spielmöglichkeiten, bietet jede Menge Platz und Spielspaß für alle. Die Kinder, Mitarbeiter*innen und Elternvertreter*innen danken den Sponsoren recht herzlich, dass sich ihr Herzenswunsch nun erfüllt hat!

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Kita und Erziehung

“Sanfte” Kita-Öffnung: Gedanken einer Krippen-Erzieherin

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In einem öffentlichen Brief an unsere Redaktion schreibt eine Erzieherin ihre Sorgen über die geplante und bald anstehende Öffnung der Kitas nach dem Lockdown. Wir veröffentlichen ihn hier in voller Länge:

Kindertagesstätte Symbolfoto: Dimitri Ma/shutterstock

Am 22. Februar kommen in meine Gruppe wieder alle zehn Kinder zusammen, die sich seit Wochen nicht gesehen haben. Die Kinder, die nicht in der Notbetreuung waren, kommen ohne jegliche Möglichkeit, in Ruhe anzukommen und sich neu einzugewöhnen.

Mir graust es schon davor, am Montag von 8:00 bis 8:30 Uhr die Kinder in Empfang zu nehmen. Sie werden es nicht leicht haben, sie werden weinen, wütend sein, schreien. Ich muss mit meiner Kollegin die Kinder auffangen, sie trösten, sie in den Arm nehmen. Trotz des Hygienekonzepts mit seiner Maskenpflicht und seiner Abstandsregel.

Ich werde es machen, da das meine Arbeit ist und die Kinder mir am Herzen liegen. Wohl ist mir dabei nicht. Wer garantiert mir, dass die Familien sich an die Maßnahmen gehalten haben?

Ich bin verunsichert. Innerlich zerrissen zwischen der Angst, mich anzustecken oder den Virus mit nach Hause zu bringen und meiner Aufgabe, meiner Leidenschaft, den Kindern Nähe und Geborgenheit zu schenken.

Würde es mir mit regelmäßigen Tests oder mit einer Impfung besser gehen? Ich weiß es nicht. Möchte ich mich überhaupt zum jetzigen Zeitpunkt impfen lassen? Ich weiß es nicht.

Ich mache mir Gedanken um die Kinder. Was hat die Zeit zu Hause mit ihnen gemacht? Haben die Eltern einen routinierten Tagesablauf beibehalten? Haben die Eltern sich mit ihren Kindern beschäftigt oder sie sich selbst überlassen? Machen sie noch Mittagsschlaf? Kennen sie noch unsere Regeln und unseren Tagesablauf? Werden wir sie überfordern? Wie werden sie reagieren, wenn sie uns nach so langer Zeit wieder mit Masken sehen?

Ich mache mir viele Gedanken über mich und die Rahmenbedingungen unter denen ich arbeiten soll.

Meine Kinder sind zwischen 12 und 36 Monaten, sie haben ihre Schwierigkeiten sich an die Hust- und Niesetikette zu halten. Müssen sie das in dem Alter schon richtig umsetzen können, wie die Großen? Sie sind mit anderen Dingen beschäftigt, nämlich ganzheitlich zu lernen. Sie probieren sich und ihren Körper aus, dazu gehört auch so einiges in den Mund zu nehmen. Unter normalen Bedingungen ist das schon schwierig, aber mit Corona im Hinterkopf mache ich mir gleich doppelt Sorgen.

Ich greife also zum Allheilmittel, dem Desinfektionsmittel, um alles zu reinigen. Meine Luft wird dünner, ich bekomme noch schwerer Luft unter meiner Maske, sie riecht nach Desinfektionsmittel. Mir wird warm, ich fühle mich schlecht. Sobald ich die Tür zum Lüften öffne, kommen die Kinder zu mir, ihnen ist kalt. Was soll ich tun? Lasse ich die Kinder frieren oder schließe ich das Fenster und bekomme Kopfschmerzen?

Fragen über Fragen, die mich seit Wochen, nein Monaten, beschäftigen.

Und da ist sie, die Lösung der Politik. So scheint es jedenfalls. Ich habe mir die Hoffnung gemacht, dass die Politiker an mich und meine Kolleginnen genauso denken wie an die Eltern und ihre Kinder.

Die sanfte Öffnung der Kindertagesstätten, die ja eh die ganze Zeit über offen waren, klang für mich so vielversprechend. Dabei blieb es aber leider auch.

Oder werden Montag noch Vorkehrungen zu meinem Schutz getroffen?

Ich hätte gerne ein Belüftungsgerät, welches dem oben genannte Problem vorbeugt. Ebenso schön wäre es, dass die Kinder vor dem Wiedereintritt in die Tagesstätte einmal getestet werden würden, um mir ein sicheres Gefühl, sowie auch eine Wertschätzung meiner Arbeit zu geben. Schließlich können wir es diesen jungen Kindern nicht zumuten, täglich mindestens sechs Stunden eine Mund- und Nasenbedeckung zu tragen oder ist das ihre Vorstellung für den zukünftigen Alltag?

Ich würde mir wünschen, dass nicht alle Kinder auf einmal wieder kommen, sondern dass sie stufenweise in die Gruppe finden können. Das würde mir helfen, mir Zeit für die Kinder zu nehmen und jedem Einzelnen gerecht zu werden.

Das ist für mich eine Wertschätzung der Kinder sowie der gesamten Pädagogik.

Nein? Nicht?

Steht denn bei Ihnen, Herr Günther, Herr Dr. Garg und Frau Prien die Quantität vor der Qualität?

Eine Besorgte Krippenerzieherin

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