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Gesundheit

Das sollten Cannabispatienten in Deutschland wissen

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Seit vier Jahren wird auch in Deutschland medizinisches Cannabis verschrieben. Die Zahl der Patienten steigt rasant an: 2020 bewilligten die Krankenkassen mehr als 320.000 Verordnungen für Cannabis. Die erste legale Produktionsanlage für Cannabis wurde letztes Jahr in Schleswig-Holstein eröffnet.

Cannabis auf Rezept. Foto: Shutterstock.com

Allerdings ist Cannabis nach wie vor als Betäubungsmittel eingestuft. Der Freizeitgebrauch ist und bleibt also strafbar. Das sorgt bei vielen Cannabispatienten für Verunsicherung. Denn sie müssen achtgeben, dass sie nicht in Konflikt mit dem Gesetz geraten.

Selbst anbauen ist tabu

Es ist ganz schön lästig, sich immer wieder ein Rezept beim Arzt abzuholen. Für Selbstzahler ist medizinisches Cannabis außerdem ziemlich teuer. Deshalb liegt die Idee nahe, das Cannabis selbst anzubauen. Das wäre nicht weiter schwierig. Bei Onlineshops wie Zamnesia gibt es feminisierte Hanfsamen zu bestellen, die hohe Erträge liefern. Viel mehr als einen Blumentopf und etwas Dünger braucht es nicht, um preiswertes Cannabis zu ziehen. Allerdings macht der Gesetzgeber nicht mit. Schließlich möchten Staat und Unternehmen am Geschäft mit dem neuen Medikament mitverdienen. Auch wer ein Rezept für Cannabis hat, darf also keine Hanfplantage auf seinem Balkon aufstellen.

Einkauf nur in der Apotheke

Auch der Kauf von Cannabis auf der Straße ist verboten, Rezept hin oder her. Die ärztliche Verordnung berechtigt nur dazu, das Heilmittel in der Apotheke zu holen. Das hat mehrere Gründe. Zum einen dürfen Ärzte nur eine begrenzte Menge an Cannabis pro Monat verordnen. Zum anderen ist Cannabis von der Straße nicht standardisiert und enthält oft Verunreinigungen. Außerdem soll natürlich der illegale Handel eingedämmt werden. Deshalb ist es nicht ratsam, sich Cannabis auf dem Schwarzmarkt zu beschaffen aus welchem Grund auch immer. Wer erwischt wird, kann wegen eines Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz belangt werden.

Achtung, Kontrolle

Immer wieder kommt es vor, dass Cannabispatienten in eine Polizeikontrolle geraten. Das kann der Fall sein, wenn sie ihr Cannabis in der Öffentlichkeit konsumieren. Aber auch bei einer verdachtsunabhängigen Kontrolle kann es vorkommen, dass die Polizisten auf Cannabis stoßen. Cannabispatienten machen sich zwar nicht strafbar. Aber trotzdem laufen sie Gefahr, dass die Polizei das Cannabis beschlagnahmt und ein Ermittlungsverfahren einleitet, wenn sie keinen Nachweis mit sich führen. Deshalb ist es sinnvoll, immer das Rezept oder eine ärztliche Bescheinigung im Geldbeutel zu haben. So lassen sich Missverständnisse schnell klären.

Autofahren erlaubt

Bei Cannabis am Steuer kennt die Führerscheinbehörde keine Gnade. Der Führerschein ist schnell weg, auch wenn sich im Blut nur geringe Spuren des Cannabiskonsums finden. Ob die

Fahrtüchtigkeit beeinträchtigt ist, spielt hierbei keine Rolle. Für Cannabispatienten gibt es allerdings eine Ausnahme. Sie dürfen sich auch nach der Einnahme ihrer Medizin ans Steuer setzen – vorausgesetzt, sie sind fahrtüchtig. Auch hier gilt: Für den Fall einer Polizeikontrolle sollte immer eine ärztliche Bescheinigung mitgeführt werden. Wer sich nicht sicher ist, ob er tatsächlich fahren kann, sollte es lieber nicht darauf ankommen lassen. Denn im Falle eines Unfalls wird genau geprüft, ob Cannabis dabei eine Rolle gespielt hat.

Wer sich an die Regeln hält, muss sich als Cannabispatient keine großen Sorgen machen. Denn der Polizei ist mittlerweile bekannt, dass medizinisches Cannabis kein Problem darstellt. Trotzdem ist es eine gute Idee, umsichtig zu sein.

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Ahrensburg

Depression in der Familie: Themenabend in der Ahrensburger Bücherei

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Ahrensburg Die Eheleute-Schmöger-Stiftung lädt in Kooperation mit der Stadtbücherei Ahrensburg am Mittwoch, den 20. April 2022 um 19 Uhr, zu einer Veranstaltung zum Thema „Depression in der Familie“ ein.

Ungefähr 3,8 Millionen Kinder wachsen in Deutschland mit mindestens einem psychisch kranken Elternteil auf. Die häufigste Erkrankung ist dabei die Depression.

So ist es auch in Neles Welt. Neles Zuhause ist der Zirkus. Ihre Familie zählt schon seit Generationen zu den besten Seilartisten der Welt. Doch eines Tages wird Neles Papa krank. Seine Seele bekommt Schnupfen.

Und das in einer Welt, in der alles bunt und fröhlich ist und man eigentlich glücklich sein könnte. Jemand, der stark sein sollte, wird schwach. Und nun?

Die für das Buch „Papas Seele hat Schnupfen“ preisgekrönte Autorin, Verlegerin und Singer-Songwriterin Claudia Gliemann (Foto) wird auf ihrer musikalischen Lesereise auch in Ahrensburg haltmachen, um für diese Krankheit zu sensibilisieren. Ihr gelingt es auf anrührende Weise, Kindern und Erwachsenen mit ihren Texten und Liedern die Krankheit Depression nahe zu bringen, so dass sie verstehen, was es mit „Papas Seele“ auf sich hat.

Der Ahrensburger Facharzt für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie Malte Reller wird an dem Abend ebenfalls anwesend sein und das Thema aus medizinischer Sicht einordnen und für Fragen zur Verfügung stehen.

Der Abend in der Stadtbücherei richtet sich an Erwachsene, die auf unterschiedliche Weise mit Depressionen in der Familie zu tun haben: als betroffene Familienmitglieder, aber auch als pädagogisches Personal in Kitas, Schulen und sozialen Einrichtungen.

Claudia Gliemann wird an den beiden folgenden Vormittagen in der Grundschule Am Reesenbüttel ihre Lesereise in den vierten Klassen präsentieren. Wenn die Veranstaltung bei den Kindern gut ankommt, können weitere an den anderen Grundschulen folgen.

Die Eheleute-Schmöger-Stiftung unter der Leitung der ehemaligen Ahrensburger Bürgermeistern Ursula Pepper möchte auch mit dieser Veranstaltung über die Krankheit Depression aufklären und dazu beitragen, dass betroffene Menschen nicht stigmatisiert werden. Eine Depression kann jeden treffen!

Veranstaltungsort: Stadtbücherei Ahrensburg, Manfred-Samusch-Str. 3.

Der Eintritt ist frei. Es gelten die jeweils aktuellen Corona-Vorschriften. Anmeldung unter stadtbuecherei@ahrensburg.de oder 04102-77172 erwünscht.

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Gesundheit

Ein starkes Immunsystem kann helfen: Erkältungen erfolgreich vermeiden

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Bad Oldesloe Die Nase läuft, Frösteln, Halskratzen und der Kopf tut weh – Erkältungsviren haben jetzt auch im Kreis Stormarn Hochsaison.

Viel Wasser, ungesüßte Tees und verdünnte Fruchtsäfte dienen der Vorsorge, weil sie die Schleimhäute feucht halten. Sie sind auch empfehlenswert, wenn es doch zu einer Erkältung gekommen ist. Foto: AOK

Die auftretenden Symptome und die Abgrenzung zur aktuellen Corona-Virusvariante Omikron oder der saisonalen Grippe Influenza fällt dem Laien jedoch schwer. Bei einer Erkältung unterscheiden Ärzte zwischen mehr als 200 Viren. Die Übertragung der Erreger erfolgt von Mensch zu Mensch durch die sogenannte Tröpfcheninfektion. „Auch wenn es keinen hundertprozentigen Schutz gegen eine Erkältung gibt, mit den bekannten Hygieneregeln aus der Corona-Pandemie kann sich jeder auch gut vor einer Erkältung schützen“, sagt AOK-Serviceregionsleiter Reinhard Wunsch.

Keime lauern fast überall, wo andere Menschen angefasst haben: An Rolltreppen, auf Türgriffen, in Aufzügen, am Einkaufswagen oder beim Händeschütteln. „Oftmals reicht es schon aus, sich dann unbewusst an Mund, Nase oder Augen zu fassen. So können die Erreger über die Schleimhäute in unseren Körper eindringen“, sagt Wunsch. Erkältungsviren können beim Niesen mit einer Geschwindigkeit von bis zu 150 Stundenkilometer sehr weit fliegen und so auf vielen neuen ‚Kontaktstellen‘ landen.

Auch wenn sich ein Kontakt mit Krankheitserregern nicht immer ganz vermeiden lässt: Die seit Corona bekannte AHA-Regel (Abstand, Hygiene, Maske) und eine gesunde Lebensweise helfen hier am besten. Dazu gehört vor allem auch regelmäßiges und gründliches Händewaschen. Dies sollte hautschonend mit pH-neutraler Seife durchgeführt werden. Als Faustregel für die Dauer gelten 20 Sekunden Waschzeit. Am besten die Hände nach jedem Körperkontakt mit bereits Erkrankten waschen, nach Fahrten in öffentlichen Verkehrsmitteln, nach dem Nach-Hause-kommen, vor jeder Mahlzeit, natürlich nach jedem Toilettengang – und ruhig auch mal zwischendurch. Für unterwegs gibt es handliche Desinfektionslösungen oder -tücher.

Je fitter das eigene Immunsystem ist, umso mehr hat der Körper den Erregern entgegenzusetzen. Es sollte jede Gelegenheit genutzt werden, um an die frische Luft zu kommen. Natürlich ist es auch wichtig, zweckmäßig und warm angezogen nach

draußen zu gehen. Auch wenn Kälte alleine nicht ,,krank“ macht, so setzt sie doch das Immunsystem herab. Daher ist die ‚Zwiebelmethode‘ beim Anziehen mit ihren verschiedenen Lagen von Kleidung sehr praktisch, weil dadurch schnell auf innere oder äußere Temperaturveränderungen reagiert werden kann. Kalte Füße oder nasse Kleidung sollten möglichst vermieden werden, denn beide sind eine Herausforderung für das Immunsystem und können das Sprungbrett für eine Erkältung sein. Bewegung, eine ausgewogene Ernährung mit viel frischem Gemüse und Obst sowie viel Flüssigkeit stärken das Immunsystem. Auch regelmäßige Saunagänge und Wechselduschen können dabei unterstützen. Sie wirken gleichzeitig fordernd und entspannend auf den Körper.

In geschlossenen und geheizten Räumen steigt die Menge an Erregern in der Luft stark an. Auch wenn regelmäßig gelüftet wird, ist die Raumluft häufig sehr trocken. Die Schleimhäute trocknen im Nasen-Rachen-Bereich aus und bieten Viren und Bakterien die Möglichkeit, sich zu vermehren. Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr hält auch die Schleimhäute feucht, zum Beispiel in Form von Wasser oder heißen Tees, verdünnten Fruchtsäften. Alkohol ist dagegen keine so gute Idee. Er belastet die körpereigene Abwehr zusätzlich durch seine Wirkung auf das Immunsystem und das Temperaturempfinden.

„Wen es am Ende dann doch erwischt hat, der kann dafür sorgen, möglichst wenig andere anzustecken. Und wenn’s nicht besser wird: Zu Hause bleiben und sich auskurieren“, empfiehlt Wunsch. In der Regel ist dann nach sieben bis zehn Tagen die Erkältung auskuriert. Ob beispielsweise die Einnahme von Vitamin C gegen Erkältungen hilft, und wie sich Erkältung, Grippe und Corona voneinander unterscheiden, finden Interessierte unter www.aok.de/nw im Gesundheitsmagazin.

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Gesundheit

Omikron greift weiter um sich: Inzidenz in Stormarn über 1100

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Bad Oldesloe – Auf Basis der 2.897 derzeit gemeldeten Neuinfektionen der letzten sieben Tage im Kreis Stormarn errechnet sich ein Inzidenzwert von 1.182 Infektionen pro 100.000 Einwohner*innen.

Das Gesundheitsamt des Kreises Stormarn meldet seit gestern Nachmittag derzeit insgesamt 554 Neuinfektionen.

Die Gesamtzahl der klinisch bestätigten und erfassten COVID-19-Fälle beträgt derzeit 17.672.

15.708 Personen gelten derzeit als genesen, 1.624 Personen sind aktuell infiziert. Diese größere Veränderung gegenüber den Werten des Vortages resultiert aus den verkürzten Quarantänefristen. 340 Personen sind verstorben.

Die Anzahl von Meldungen positiv getesteter Personen ist weiterhin sehr hoch. Dies führt dazu, dass das Gesundheitsamt nach wie vor damit beschäftigt ist, Melderückstände aus den vorherigen Tagen abzuarbeiten. Damit ist die Darstellung der Inzidenz, darauf weist das Gesundheitsamt hin, weiterhin nur bedingt aussagekräftig. 

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