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Bad Oldesloe

Stormarn zeichnet innovative Kulturprojekte aus

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Bad Oldesloe – Mit dem neuen Förderinstrument „Kulturfonds Stormarn“ – der innovative Kulturpreis -zeichnet der Kreis Stormarn ab sofort jedes Jahr innovative und kreative Kulturprojekte aus, die sich an den Themen Nachhaltigkeit, Digitalisierung und Transformation orientieren und sich durch eine inklusive sparten- und generationsübergreifende Ausrichtung auszeichnen.

Der neue Kulturfonds ist ein Teil der in 2019 begonnenen Kulturentwicklungsplanung (KEP). Foto: Kreis Stormarn

Der Kulturfonds soll dazu beitragen, die Kultur und ihre Akteure zu befähigen, auf aktuelle Prozesse innerhalb der Gesellschaft zu reagieren und digitale, nachhaltige und transformative Themen stärker in den Fokus zu rücken und zu unterstützen.

„Unser Ziel ist es, in Stormarn eine visionäre und zukunftsorientierte Kulturarbeit zu fördern. Die innovative und integrative Ausrichtung des Kulturfonds ist dabei ein wichtiger Baustein”, so Landrat Dr. Henning Görtz.

Der dabei ausdrücklich angelegte breite Kulturbegriff verknüpft die Kultur mit gesellschaftlicher Innovation und Transformation – noch befeuert durch die von der Corona-Pandemie verursachten Herausforderungen des (kulturellen) Zusammenlebens. „Die ‚Bühne‘ Kultur kann in diesem Sinne auch als gesellschaftliches und soziales Innovationsfeld gesehen werden“, so Görtz weiter.

Damit hebt sich der Kulturfonds Stormarn bewusst nicht nur von Instrumenten der Kulturförderung anderer Kreise und Kommunen, sondern auch vom in der Vergangenheit ausgeschriebenen „Kulturpreis“ und „Jugendkulturpreis“ des Kreises ab.

„Der neue Kulturfonds ist ein Teil der in 2019 begonnenen Kulturentwicklungsplanung (KEP) und richtet sich an Kulturinstitutionen, -vereine und -verbände sowie gemeinschaftlich wirkende Gruppen des Kreises Stormarn“, ergänzt Kirstin Krochmann, Vorsitzende des Schul-, Kultur- und Sportausschusses des Kreises (SKSA).

“Wir haben im SKSA  mutig und in Gänze beschlossen uns auf ein neues Förderterrain zu wagen. Wir möchten unsere klassischen Förderstrukturen öffnen für agile Strukturen und Prozesse ganz im Sinne einer gesellschaftlich relevanten Kulturarbeit”, bekräftigt Kirstin Krochmann. Die Bewerbung kooperativer Kulturprojekte ist ausdrücklich erwünscht.

Mit Hilfe des Fonds sollen innovative, noch nicht abgeschlossene Projektformate aus allen Bereichen der Kultur wie Musik, Bewegung, bildender Kunst, Naturpädagogik, Digitales u.v.m. im Kreis Stormarn unterstützt werden, die auf den Themen Nachhaltigkeit, Digitalisierung und/oder Transformation beruhen.

Dafür werden Fördermittel in Höhe von jährlich 10.000 Euro zur Verfügung gestellt. Die Vergabe der Mittel erfolgt mittels eines Juryverfahrens. Die Jury setzt sich zusammen aus einer unabhängigen Fachjury unter Einbezug einzelner Mitglieder des SKSA.

„Wir möchten mit der Ausschreibung und Vergabe des Kulturfonds einerseits die Kulturarbeit der Akteure verstetigen und nachhaltig fördern. Andererseits fordert der Kulturfonds Stormarn ausdrücklich zur Innovation in den Inhalten und der Arbeit an Kulturprojekten auf“, erläutert Tanja Lütje, Kulturreferentin des Kreises Stormarn.

Sich bewerbende Kulturschaffende sollen ermutigt werden, kooperativ zu wirken und Neues auszuprobieren. Die innovativen Kulturprojekte können große digitale Anteile aufweisen; „Innovation“ ist jedoch ausdrücklich nicht (nur) als technischer Begriff zu verstehen.

Vielmehr beziehen sich die Werte Transformation und Nachhaltigkeit auch auf die Genese und Arbeitsweise sowie die Herangehensweise an kulturelle Projekte.

Der Kulturfonds Stormarn wird mit dem „Kultur- und Kreativlabor“ durch ein weiteres Förderinstrument ergänzt. Dieses bietet kostenlose Qualifizierungsmaßnahmen und Fortbildungen für Kulturschaffende und Interessierte.

Die sich für den Kulturfonds Bewerbenden sind ausdrücklich ermutigt, an den Qualifizierungsmaßnahmen teilzunehmen – unabhängig von einem positiven Förderbescheid. Im Vorfeld der Bewerbung sowie während der Realisierung des Gewinnerprojektes steht der Stabsbereich Kultur den Kulturschaffenden beratend und unterstützend zur Seite.

Bewerbungen sind ab sofort möglich und können bis zum 16. Mai 2021(Ausschlussfrist) eingereicht werden. Das zu verwendende Antragsformular und weitere Informationen stellt der Stabsbereich auf seiner Homerpage unter www.kultur-stormarn.de/kulturfoerderung/kulturfonds zur Verfügung. Anträge können per E-Mail an kultur@kreis-stormarn.de mit Bezug auf „Kulturfonds Stormarn“ sowie postalisch eingereicht werden.

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Umwelt und Klima

Zu wenig, zu spät: “Fridays For Future” kritisiert Stormarner Klimapolitik

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Immer neue Gewerbegebiete und Millionen Euro für Straßen statt für neue Radwege: Hunderte Klima-Aktivisten haben vor und im Stormarner Kreistag am Freitag eine radikalere Klimapolitik gefordert.

Klima-Demonstranten am Oldesloer Bahnhof. Foto: Fischer

“Der Kreis Stormarn leistet einen zu geringen Beitrag für den Klimaschutz!”

Dieser Ansicht ist Nils Bollenbach, Mitbegründer von “Fridays for Future” in Stormarn, der in diesem Jahr für die Grünen im Wahlkreis Stormarn-Mitte kandidiert.

“Wir haben verstanden”, hieß es vor zwei Jahren seitens der Kreispolitik, als die Klimaproteste von “Fridays for Future” immer größer wurden.

Nils Bollenbach: “Ich frage mich wirklich, was die Damen und Herren verstanden haben. Seitdem ist zu wenig passiert.” Deswegen müsse sich jetzt auch die Klimabewegung verändern:

“Wir müssen eventuell radikaler werden.”

Damit meint Bollenbach auch den “Sprung auf eine höhere Ebene”. In die Politik. Deswegen will der Bargteheider in den Bundestag, um aktiv etwas verändern zu können.

Die Klimabewegung ist der Meinung, dass der Kreis Stormarn trotz der Klimaschutzkonzept zu wenig leistet:

“In den letzten zwei Jahren hat der Kreis keinen einzigen neuen Radweg gebaut, stattdessen Millionen Euro in den Bau und die Sanierung von Straßen gesteckt”, kritisiert Fred Grosser (Die Linke).

Seit “Wir haben verstanden” hat sich Stormarn außerdem beim E-Ladesäulen-Ranking um 47 Plätze verschlechtert.

Im bundesweiten Vergleich der Landkreise ist Stormarn mit 93 Ladestationen auf Platz 237.

Landrat Henning Görtz (CDU) kann die Kritik nicht nachvollziehen: „Wir haben schon viel erreicht.“ Der CO2-Verbrauch von Verwaltungsgebäuden sei um 55 Prozent reduziert worden.

ÖPNV und Radwege sollen attraktiver gemacht werden, Ladeinfrastruktur für E-Fahrzeuge weiter ausgebaut werden und „für das IOKI-Modellprojekt etwa haben wir als Kreis Stormarn drei Millionen Euro in drei Jahren in die Hand genommen.“

Auch Gerold Rahmann (Die Grünen), Vorsitzender des Kreisumweltausschusses, gab im Kreistag nach der FFF-Kritik eine Erklärung ab. „Wir haben verstanden. Es ist unser Auftrag, das möglichste zu tun, wir müssen uns kümmern. Aber natürlich wollen einige es schneller als andere und das ist manchmal unbefriedigend.“ Er persönlich glaubt aber nicht daran, dass das 1,5-Grad-Ziel noch eingehalten werden kann.

Die Auswirkungen werden auch in Stormarn zu spüren sein.

Rahmann: „Schon jetzt haben wir hier Grundwasserprobleme. Ich bin überzeugt, dass der Kreis seinen Beitrag leisten wird, um die Krise zu bewältigen. Aber wir müssen schneller werden.“

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Umwelt und Klima

Endlich handeln! Heute ist Klimastreik – auch in Bargteheide und Bad Oldesloe

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Bad Oldesloe/Bargteheide – Seit 2018 wird in Stormarn für den Klimaschutz demonstriert. Nun soll am Freitag, 24. September, wieder eine große Demonstration stattfinden.

Foto: hfr

Die Demo beginnt um 15 Uhr vor dem Kreistagsgebäude in Bad Oldesloe. Bereits um 13:30 Uhr startet vom Bargteheider Utspann-Parkplatz aus eine Fahrraddemo nach Bad Oldesloe.

Der Druck der Fridays for Future-Bewegung führte dazu, dass der Kreis Stormarn sich 2019 auf das von den Aktivisten geforderte 1,5-Grad Ziel verständigt hat.

Jetzt muss der Kreis seinen nötigen Beitrag leisten, um die Erderhitzung auf 1,5-Grad zu beschränken.

Die Demonstranten kritisieren, dass für dieses Ziel noch lange nicht genug getan wird. Und das, nachdem auch das Bundesverfassungsgericht die Politik zum Handeln verpflichtet hat.

Mit Blick auf die anstehende Bundestagswahl sagt Josephine Strehmel, Sprecherin der FFF-Bewegung:

„Wir haben keine Zeit mehr, zu diskutieren. Die Politik kennt seit Jahren die Herausforderungen des Klimaschutzes. Das demonstrieren hat uns dahin gebracht, wo wir heute sind. Wenn dennoch nichts passiert, muss halt eine neue Politik her!“

Diesen Schritt versuchen aktuell Jakob Blasel, der in Rendsburg-Eckernförde für die Grünen kandidiert und mit Listenplatz 8 eine realistische Chance hat, in den nächsten Bundestag einzuziehen, und Nils Bollenbach, Direktkandidat für den Wahlkreis Segeberg – Stormarn-Mitte.

Bollenbach hat die FFF-Bewegung Stormarn 2018 gegründet und ist bis heute aktiv.

„Alle reden inzwischen über den Klimaschutz, aber keiner macht etwas. Unser Druckmittel war das Schulschwänzen, aber schon damals standen die Klassenzimmer nie wirklich leer. Diese Bundestagswahl ist so entscheidend. Fridays for Future braucht nach der Bundestagswahl eine Neuausrichtung, sollte es wieder zu einer Regierung kommen, die an völlig verspäteten Zielen festhält. Demonstrieren reicht dann nicht mehr aus. Entweder wird unsere Bewegung radikaler, um die Politik endlich zu mehr Klimaschutz zu bewegen, oder wir machen die nötige Politik selber, indem wir eine starke Kraft im Bundestag werden.“

Josephine Strehmel lacht und ergänzt dazu: „Eigentlich machen wir schon die ganze Zeit die Arbeit der Politiker. Sie hätten die Klimakrise längst ernstnehmen und bekämpfen sollen. Jahrelang ist nichts passiert. Da ist es kein Wunder, dass wir jetzt selbst aktiv werden.“

„Wie dringend es ist, jetzt zu handeln, sehen wir an den verheerenden Überschwemmungen im Ahrtal“, erklärt Bollenbach und führt weiter aus:

„In Kürze werden wir Kipppunkte erreichen und dann haben wir gar keine Chance mehr. Das hat der gerade veröffentlichte IPCC Bericht sehr deutlich gemacht. Die jetzt zu wählende Bundesregierung wird die letzte sein, die eine realistische Chance hat, etwas gegen die Klimakrise zu tun.“

Vom Meckern zum Mitbestimmen, das ist das neue Motto der Stormarner FFF-Bewegung.

Die Aktivisten begrüßen deshalb die Initiative „German Zero“, die gerade in Bargteheide einen Bürger*innenentscheid zum Klimaschutz anstrebt. Josephine Strehmel sagt dazu:

„Genau darum geht es. Man muss ja gar nicht in einer Partei aktiv werden. In unserer Demokratie haben wir als Bürger*innen genug Macht. Mit unserer Stimme bei der Wahl am Sonntag, aber auch, indem wir uns kontinuierlich in die Politik einmischen. Die Sitzungen der politischen Gremien sind ja alle öffentlich.“

Für den Kreis Stormarn geht es den Aktivisten vor allem um mehr Tempo beim Erreichen der Klimaneutralität und darum, die gemachten Versprechen zu halten. „Das 2019 beschlossene Ziel, im Kreis Stormarn die Klimaneutralität bis 2050 zu erreichen, ist längst überholt!“, sagt Josephine Strehmel.

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Bad Oldesloe

Frontal-Crash in Bad Oldesloe: Frau muss von Feuerwehr aus Auto befreit werden

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Bad Oldesloe – Ein Autofahrer (52) ist in Bad Oldesloe mit seinem Opel Zafira in den Gegenverkehr geraten und mit einem entgegenkommenden Fahrzeug zusammengestoßen.

Feuerwehr im Einsatz Symbolfoto: SL

Der Crash ereignete sich am 21. September gegen14.20 Uhr in der Lorentzenstraße.

Nach aktuellem Erkenntnisstand befuhr der 52-jähriger Fahrer eines Opel Zafira die Lorentzenstraße in Richtung Hamburger Straße. In einer leichten Rechtskurve kam er aus noch unbekannter Ursache auf die linke Fahrspur und stieß mit einem entgegenkommenden Opel Corsa zusammen.

Die 65-jährige Fahrerin des Opel Corsa wurde durch den Unfall im Fahrzeug eingeklemmt und musste durch die Feuerwehr befreit werden.

Beide Unfallbeteiligten wurden leicht verletzt in Krankenhäuser gebracht. Der entstandene Sachschaden wird auf 15.000 Euro geschätzt.

Für die Dauer der Unfallaufnahme und der Bergungsmaßnahmen musste die Straße für über eine Stunde voll gesperrt werden.

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