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Gesundheit

Nervenkompression: Manhagen-Klinik bietet Telefon-Sprechstunde am “Tag der Hand”

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Großhansdorf – Am Montag, 1. März ist “Tag der Hand”. Dieser Aktionstag findet jährlich statt und Handchirurgen klären deutschlandweit unter dem Motto „Deine Hand verdient Experten“ über Handerkrankungen auf.

Dr.med. Frank Winkler, Handchirurg der Klinik Manhagen, klärt über Nervenkompressionen an der Hand auf. Foto: Klinik Manhagen

Auch die Klinik Manhagen möchte Patienten einen Einblick in die Handchirurgie bieten und das Leistungsspektrum von Handchirurgen vorstellen. Dieses Jahr thematisiert der Aktionstag “Nervenkompressionen” an der Hand – die frühzeitige Erkennung und deren Behandlungsmöglichkeiten.

Dazu Experte Dr. med. Frank Winkler, Handchirurg in der Klinik Manhagen: “Die Hand ist eines der wichtigsten Organe des menschlichen Körpers. Wir brauchen unsere Hände zum Greifen, Tasten, um uns auszudrücken und um unseren Beruf nachzugehen. Verletzungen oder Erkrankungen an der Hand sollten ernst genommen und sofort behandelt werden! Auch Schnitt- und Stichwunden können gefährlicher sein als sie wirken, nicht zuletzt wegen der Infektionsgefahr.”

Was sind Nervenkompressionen? 

Nervenkompressionen, wie das Karpaltunnel- und das Kubitaltunnelsyndrom, sind häufige Ursachen für Beschwerden an den Händen.

Die sogenannten Kompressionssyndrome mit den charakteristischen Empfindungsstörungen in den Fingern können die Funktionsfähigkeit der Hand stark beeinträchtigen. Bei rechtzeitiger Diagnose und Behandlung wird jedoch häufig eine vollständige Beschwerdefreiheit erreicht.

Bewegung und Gefühl in unseren Händen werden von drei Stammnerven vermittelt: dem Ellennerv (Nervus ulnaris), dem Mittelnerv (Nervus medianus), und dem Speichennerv (Nervus radialis). Ihren Weg vom Oberarm zur Hand teilen sie sich mit Muskeln/Sehnen und Knochen und verlaufen dabei auch durch verschiedene Engstellen im Bereich des Unterarms und des Handgelenks. Wird ein Nerv durch Druck bedrängt, sprechen Mediziner von einem Kompressionssyndrom. 

Dieses kann sowohl durch starke mechanische Belastungen oder vorangegangene Verletzungen als auch durch knöcherne Auswüchse infolge von Unfällen oder Entzündungen des Sehnengleitgewebes z.B. auch im Rahmen einer rheumatischen Erkrankung ausgelöst werden.

Das Beschwerdebild, d.h. die Region der Beschwerden, ist unmittelbar mit dem betroffenen Nerven verknüpft. Grundsätzlich aber äußern sich Kompressionssyndrome in Form von frühen Warnzeichen als Missempfindungen wie Kribbeln oder Taubheitsgefühlen an einzelnen Fingern. Auch Schmerzen (häufig als „brennend“ wahrgenommen) können an typisches Symptom für ein Kompressionssyndrom sein.

Im fortgeschrittenen Verlauf der Erkrankung können Kraftlosigkeit und Bewegungseinschränkungen hinzutreten.

Im Spätstadium kann ein vollständiger Ausfall der Nerven, das Schwinden von Muskulatur mit entsprechenden Lähmungserscheinungen zur Folge haben. Besonders häufig sind das Karpaltunnelsyndrom als Kompressionssyndrom des Mittelnerven auf Höhe des Handgelenkes, sowie das Kubitaltunnelsyndrom zu nennen. Bei letzterem ist der Ellennerv im Bereich des Ellenbogens eingeengt.

Wie können Nervenkompressionen behandelt werden? 

Nervenkompressionssyndrome sind gut therapierbar. Voraussetzung einer erfolgreichen Behandlung ist eine eingehende Anamnese, gefolgt von einer körperlichen Untersuchung, am besten durch einen erfahrenen Handchirurgen. Auch ein neurologisches Testverfahren zur Bestimmung der Nervenleitungsgeschwindigkeit ist ein obligater Bestandteil der Diagnosestellung.

In den meisten Fällen, gerade in Frühstadien, können konservative Methoden wie eine Schienenruhigstellung, medikamentöse Therapien oder Kortisoninjektionen die Beschwerden bereits suffizient lindern: bei früher Diagnose des Karpaltunnelsyndroms z.B. führt schon die Ruhigstellung der Hand oder eine medikamentöse Behandlung bei 35 bis 40 Prozent zum Erfolg.

Patientinnen und Patienten, bei denen unter konservativen Maßnahmen keine Beschwerdebesserung erreicht wird oder in Fällen mit bereits schweren motorischen und sensitiven Ausfallerscheinungen kann eine Operation helfen.

“Ein chirurgischer Eingriff ist dann angeraten, wenn sich dauerhafte Schäden der Handfunktion abzeichnen”, empfiehlt Dr. med. Frank Winkler. “Wichtig ist es in erster Linie die Engstelle zu erweitern und den Nerv zu entlasten. In manchen Fällen – z.B. am Ellenbogen – muss der betroffene Nerv ggf. auch zudem verlagert werden, um Entlastung zu schaffen und ein Wiederauftreten der Problematik zu verhindern.“

In Deutschland werden jährlich etwa 200.000 Operationen des Karpaltunnelsyndroms durchgeführt – in ca. 90 Prozent aller Fälle sind die Betroffenen im weiteren Verlauf beschwerdefrei. 

Die Klinik der Spezialisten

Als Facharzt für Orthopädie, Sportmedizin und Handchirurgie kümmert sich Dr. med. Frank Winkler in der Klinik Manhagen um eine optimale Wiederherstellung bzw. Bewahrung der Funktion der Hände, des Handgelenkes und der Finger, ob bei kindlichen Handfehlbildungen, nach Verletzungen oder bei Verschleißerscheinungen.

Aktion: Ihr Kontakt zu unserem Spezialisten

Anlässlich des Aktionstags “Deine Hand verdient Experten” lädt Dr. med. Frank Winkler zu einer telefonischen Sprechstunde ein: Montag, 1. März, und Freitag, 5. März, jeweils von 19 bis 20 Uhr.

Die Telefonnummer wird am Tag der Aktion auf www.manhagen.de/tagderhand veröffentlicht.

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Gesundheit

Krebs-Vorsorge: Männer in Stormarn lassen sich zu selten untersuchen

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Bad Oldesloe – Die Männer im Kreis Stormarn sind beharrliche Vorsorgemuffel. Das bestätigt eine aktuelle Auswertung der AOK NordWest deutlich. Danach war im vergangenen Jahr nicht einmal jeder sechste Mann über 45 Jahren (16,5 Prozent) bei der Krebs-Früherkennung.

Foto: AOK/hfr.

In 2019 waren es 19,4 Prozent. „Männer nutzen immer weniger die kostenfreien Früherkennungsuntersuchungen der gesetzlichen Krankenkassen. Die Corona-Pandemie hat besonders im ersten Halbjahr des letzten Jahres einen Teil dazu beigetragen und zu einem weiteren Rückgang geführt, da die Menschen unter den Pandemiebedingungen Arztbesuche vermeiden wollten”, sagt AOK-Serviceregionsleiter Reinhard Wunsch.

Durch die Krebsvorsorge ist es aber möglich, bereits Frühstadien von Krebs zu erkennen.

„Die Chance der frühen Diagnostik sollte unbedingt genutzt werden“, so Wunsch. Nach den derzeit aktuellsten Zahlen des Krebsregisters Schleswig-Holstein wurden im nördlichsten Bundesland im Jahr 2018 insgesamt 18.576 Krebs-Neuerkrankungen und 8.897 Todesfälle erfasst.

Die Zahlen zeigen, wie wichtig es ist, auf Warnzeichen des Körpers zu achten und Risiken nicht zu ignorieren.

Finanzielle Gründe für das geringe Interesse an der Krebsvorsorge scheiden jedenfalls aus. „Die gesetzlichen Früherkennungsuntersuchungen werden von den gesetzlichen Krankenkassen vollständig bezahlt”, sagt Wunsch.

Untersuchung für Männer: Prostata und Darmspiegelung

Männer haben ab dem Alter von 45 Jahren einmal im Jahr Anspruch auf Untersuchungen zur Früherkennung von Krebserkrankungen.

Dazu gehören die Untersuchung der Prostata, der äußeren Geschlechtsorgane sowie das Abtasten der regionären Lymphknoten. Männer können ab 50 Jahren zweimal eine Darmspiegelung auf Kosten ihrer gesetzlichen Krankenkasse vornehmen lassen. Die zweite Darmspiegelung wird frühestens 10 Jahre nach der ersten angeboten, sofern bei der ersten Darmspiegelung keine Auffälligkeiten gefunden wurden. Wahlweise kann jährlich ein Schnelltest auf verborgenes Blut im Stuhl vorgenommen werden, ab 55 Jahren alle zwei Jahre.

Krebs-Früherkennung für Frauen

Seit Anfang 2020 gibt es ein neues organisiertes Verfahren zur Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs.

„Dadurch haben sich die Inhalte der Untersuchungen und das Intervall der Anspruchsberechtigung teilweise verändert“, so Ackermann. Frauen haben ab dem Alter von 20 Jahren nach wie vor einmal jährlich Anspruch auf Krebs-Früherkennung. Dazu gehören Untersuchungen der Geschlechtsorgane und ein Abstrich vom Muttermund sowie aus dem Gebärmutterhals.

Ab dem 35. Lebensjahr wird der Abstrich alle drei Jahre durchgeführt, zusätzlich erfolgt ein Test auf humane Papillomviren (HPV).

Ab dem 31. Lebensjahr ist ein Abtasten der Brust und der Achselhöhlen vorgesehen. Von 50 bis 69 Jahren kann alle zwei Jahre eine Mammographie im Rahmen des Mammographie-Screenings durchgeführt werden.

Zur Darmkrebsfrüherkennung wird ab dem 51. Lebensjahr einmal jährlich ein Schnelltest auf verborgenes Blut im Stuhl angeboten, ab 55 Jahren alle zwei Jahre. Alternativ ist ab dem Alter von 55 Jahren zweimal eine Darmspiegelung möglich. Die zweite Darmspiegelung wird frühestens 10 Jahre nach der ersten angeboten, sofern bei der ersten Darmspiegelung keine Auffälligkeiten gefunden wurden.

Bei besonderen Risiken oder Beschwerden können nach wie vor unabhängig davon bei Männern und Frauen Darmspieglungen durchgeführt werden. Zur regelmäßigen Darmkrebsvorsorge werden gesetzlich Versicherte von ihrer Krankenkasse schriftlich eingeladen.

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Wirtschaft

Kein Verdienst während Quarantäne: SH streicht Entschädigung für Ungeimpfte ab Oktober

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Ungeimpfte bekommen während einer Quarantäne keine Entschädigung für Verdienstausfall. Diese Regelung soll in Schleswig-Holstein bereits ab dem 1. Oktober gelten – einen Monat früher als in anderen Bundesländern.

Foto: Tumisu/Pixabay

Bisher werden Arbeitnehmer im Falle einer Quarantäne entschädigt. Wer wegen einer Coronaerkrankung zu Hause bleiben muss, bekommt trotzdem eine Lohnfortzahlung.

Das wird sich jetzt ändern, zumindest für Ungeimpfte.

Die Landesregierung hat am Mittwoch beschlossen, bereits ab dem 1. Oktober keine Entschädigungen mehr an ungeimpfte Arbeitnehmer zu zahlen.

Ausgenommen sind nur Menschen, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können. Auch Ungeimpfte, die krank sind, sollen weiter Geld erhalten. Alle anderen müssen das finanzielle Risiko dann selbst tragen.

Das Land setzt damit einen Bundesbeschluss um, einen Ermessensspielraum gibt es nicht.

Gesundheitsminister Heiner Garg (FDP): “Der Bundesgesundheitsminister hat unmissverständlich klargemacht, dass die Länder keinen Ermessensspielraum haben, dass es geltendes Recht ist, das umzusetzen.” 

Hintergrund der Entscheidung ist, dass am 26. September alle Impfzentren schließen. Jeder, der sich impfen lassen möchte, hat bis dahin die Möglichkeit gehabt und somit ein Impfangebot bekommen.

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Gesundheit

Welt-Alzheimer-Tag: Ein gesunder Lebensstil kann Demenz vorbeugen

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In Schleswig-Holstein leiden laut Alzheimer Gesellschaft Schleswig-Holstein e.V. über 62.000 Menschen an einer demenziellen Erkrankung, Tendenz steigend.

Grafik: Gerd Altmann/Pixabay

Denn weit verbreitete Volkskrankheiten wie Diabetes und Bluthochdruck können aktuellen Studien zufolge die Entstehung einer Demenz oder Alzheimererkrankung begünstigen. „Neben genetischen Veranlagungen stehen Bluthochdruck und Diabetes mellitus Typ 2 in Zusammenhang mit einem ungesunden Lebensstil. Beide Erkrankungen sollten als Risikofaktor für demenzielle Erkrankungen ernst genommen und möglichst früh behandelt werden“, sagt Dr. Bernd Hillebrandt, Landesgeschäftsführer der BARMER in Schleswig-Holstein anlässlich des Welt-Alzheimer-Tages am 21. September.

Mehr als jede vierte Person in Schleswig-Holstein hat Bluthochdruck

Im Jahr 2019 diagnostizierten Schleswig-Holsteins Ärztinnen und Ärzte bei über 27 Prozent der Bevölkerung einen Bluthochdruck und bei knapp sieben Prozent Diabetes mellitus Typ 2.

Nach aktueller Studienlage gehen 30 Prozent aller demenziellen Erkrankungen auf Bluthochdruck im mittleren Lebensalter zurück. Wer an Diabetes leidet hat ein um 50 Prozent erhöhtes Risiko, an einer Demenz zu erkranken. „Neben Diabetes und Bluthochdruck gilt auch Rauchen als großer Risikofaktor für eine demenzielle Erkrankung“, sagt Hillebrandt. So hätten starke Raucher eine 80 Prozent höhere Wahrscheinlichkeit an Demenz zu erkranken als Menschen, die niemals geraucht haben. Ursache sei die gefäßschädigende Wirkung des Rauchens.

Auf ausgewogene Ernährung und viel Bewegung setzen

Lässt sich eine Demenz also durch den Verzicht auf Tabak und einen gesunden Lebensstil vorbeugen? Studien legen dies nahe.

„Insbesondere der Effekt einer mediterranen Ernährung mit einem hohen Anteil an Früchten, Gemüse, Hülsenfrüchten, Getreideprodukten, Fisch und ungesättigten Fettsäuren bei gleichzeitig niedrigem Anteil an Fleisch und Milchprodukten, wirkt sich laut Studien positiv auf kognitive Fähigkeiten aus“, sagt Hillebrandt. Außerdem reduziere regelmäßig körperliche Aktivität das Demenzrisiko um 28 Prozent und das Alzheimerrisiko um 45 Prozent.

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