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Kultur

Sparkassen-Stiftungen wollen Künstler mit Kulturwinter durch die Krise helfen

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Bad Oldesloe – So richtig und wichtig den meisten Menschen der aktuelle Lockdown erscheint, so schwer fällt gerade den Kulturschaffenden in der Region das Durchhalten. Denn ohne Auftritte generieren sie meist keine oder kaum Einnahmen – und je länger sich die Zeit der Beschränkungen zieht, desto prekärer wird für viele die Lage.

Foto: Andreas Beer

Um die hiesige vielfältige Kulturlandschaft zu unterstützen, haben die Stiftungen der Sparkasse Holstein kurzerhand ein neues Kultur-Format geschaffen: Den Holsteiner Kulturwinter. Die Reihe förderte bereits zur Weihnachtszeit Auftritte von 24 regionalen Künstler:innen an den schönsten Orten Stormarns und Ostholsteins.

Nun soll der Holsteiner Kulturwinter in die zweite Runde gehen

Geplant sind zwei weitere Vorstellungen im Februar und März 2021, die erneut kostenlos als Videos über die digitalen Kanäle der Stiftungen der Sparkasse Holstein für die kulturinteressierte Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

Auf die zweite Halbzeit des Holsteiner Kulturwinters freut sich neben den drei prominenten Schirmherren – Thomas Piehl, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Holstein, Reinhard Sager, Landrat in Ostholstein und Dr. Henning Görtz, Landrat in Stormarn – auch der Geschäftsführer der Stiftungen der Sparkasse Holstein, Jörg Schumacher: „An den aktuellen Regeln können wir zwar nichts ändern, aber die Bedingungen für die Kulturschaffenden aus Holstein können wir ein wenig verbessern. Zusätzlich sorgen die digitalen Formate dafür, dass regionale Kulturveranstaltungen auch während des Lockdowns für die Menschen in Stormarn und Ostholstein zugänglich werden. Auf die ersten Videos haben wir viele positive Rückmeldungen erhalten – in diesen Tagen braucht es eben kleine Lichtblicke, um durchzuhalten und fröhlich zu bleiben.“

Am Valentinstag geht das Februar-Video auf dem Youtube-Kanal und der Homepage der Stiftungen der Sparkasse Holstein live.

Aufgenommen wurden die Beiträge in der Reithalle des Kulturzentrums Marstall Ahrensburg und in der Matthias-Claudius-Kirche in Reinfeld. Das Thema? Eine kulturelle Reise zum Mond!

Viele Texte und Noten sind dem Nachtgestirn gewidmet, spricht der Mond doch unsere innersten sehnsüchtigen Gefühle an. Neben dem berühmten Abendlied von Matthias Claudius „Der Mond ist aufgegangen“, bilden Texte von Jasper Diedrichsen, Theodor Storm, Christian Morgenstern, Joachim Ringelnatz und Musik von Johann Abraham Peter Schulz, Claude Debussy und Antonin Dvorak inspirierende Etappen auf der künstlerischen Mondmission.

Durch das Programm führen die Sprecher Armin und Jasper Diedrichsen und das „trio con brio“ aus Eutin sogt für musikalische Genüsse. Passend zum ersten Vogelgezwitscher, bei steigenden Temperaturen und sprießenden Blumenknospen, geht es am 14. März 2021 auch im Programm des Holsteiner Kulturwinters um Frühlingsgefühle und die Frage: „Kann denn Liebe Sünde – 2 – sein?“

So romantisch diese Zeit sein kann, so viele Unwegsamkeiten können das Zueinanderfinden auch erschweren – da passt das Kleid für das Rendezvous plötzlich nicht mehr, der Angeflirtete scheint resistent und wenn Frau weiß was sie will, bekommt er Angst. Lidwina Wurth (Gesang) und die Musiker von WAGNERS SALONENSEMBLE spielen, singen und plaudern sich durch die Höhen und Tiefen zwischenmenschlichen Begehrens, amüsant und kurzweilig für frisch oder lang Verliebte – aber auch für Singles.

Ob noch ein weiteres Kulturwinter-Video im April erscheint, hängt von den dann geltenden Corona-Beschränkungen ab. In jedem Fall ist aber eine Fortführung der kunterbunten Kulturreihe im Sommer 2021 – dann unter dem Titel „Holsteiner Kultursommer“ – geplant. Es besteht Grund zur Hoffnung, dass die Aufführungen in der warmen Jahreszeit auch wieder vor Livepublikum stattfinden können.

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Bad Oldesloe

Kultursommer 2021: Stormarn will “kulturellen Neuaufschlag”

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Bad Oldesloe – Mit dem Pilotprojekt „Kultur in Stormarn – von A bis Z“ soll ein starker kultureller Neuaufschlag nach dem pandemiebedingten Stillstand der Kultur ermöglicht werden.

In gemeinsamer Konzeption und Umsetzung sollen neben Veranstaltungen auch Kooperationsstrukturen im Kreis entstehen, ausgebaut werden und in die Zukunft fortwirken.

In den Monaten August und September werden im Rahmen des Kultursommers 2021 an zahlreichen Orten im gesamten Kreisgebiet kulturelle Veranstaltungen stattfinden. Das Projekt wird im Programm Kultursommer 2021 durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) mit Mitteln aus NEUSTART KULTUR gefördert.

Ein gemeinschaftlich arbeitendes Projektteam, bestehend aus Kulturschaffenden und Partnern der Kreativwirtschaft sowie Vertretern der Kulturverwaltungen Stormarner Kommunen haben das Konzept kurzfristig im Frühjahr entworfen.

Der nun bewilligte Antrag wurde unter anderem ermöglicht durch die Städte Bargteheide, Bad Oldesloe und Ahrensburg, die ebenso wie die Sparkassen-Kulturstiftung, als auch der Kreis Stormarn die notwendigen Eigenanteile beisteuern. Insgesamt stehen für das Kultursommerprogramm 220.000 € zur Verfügung.

„Ich freue mich sehr, dass wir mit den Akteuren der Stormarner Kulturszene, die dieses Konzept mit gestaltet und entwickelt haben, nun auch eine gemeinschaftliche Realisierung von „Kultur in Stormarn – von A bis Z“ umsetzen können.

Durch das dezidiert kooperative Vorgehen kann somit einerseits ein, durch den begonnen Kulturentwicklungsprozess entstehendes Netzwerk interkommunaler Kooperation in Stormarn gestärkt werden“, so Landrat Dr. Görtz „anderseits ermöglicht der Kultursommer eine wichtige Reaktivierung der lokalen und regionalen Kultur im Kreis und stärkt somit die Akteure.“

Im Spätsommer 2021 – der hoffentlich geprägt sein wird durch geringe Infektionszahlen und eine wachsende Anzahl von gegen das Coronavirus geimpften Zuschauern – sollen auch Erfahrungen über Zuschauerverhalten nach der Pandemie gewonnen werden.

„Mit unserem Antrag schaffen wir drittens über zahlreiche Kulturveranstaltungen Auftrittsmöglichkeiten für insbesondere lokale Künstler – eine der Berufsgruppen, die besonders unter den wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie gelitten haben“, ergänzt Michael Sarach, Bürgermeister der Stadt Ahrensburg.

Jörg Lembke, der Bürgermeister aus Bad Oldesloe betont das gute Zusammenspiel zwischen Kreis und Kommunen für den Kultursommer: „Ich freue mich auf einen lebendigen Kultursommer mit schönen und spannenden Begegnungen.

In der Krise sind die Kulturabteilungen von Kreis und Kommunen und die Kulturschaffenden in Stormarn näher zusammengerückt. Nur so konnte es gelingen, in der Kürze der Zeit gemeinsam ein gutes Konzept zu entwerfen. Es ist ein Glücksfall, dass zusätzliche Fördermittel für den kulturellen Neuanfang zur Verfügung stehen“.

„Das in vier unterschiedliche Elemente geteilte Kulturprogramm richtet sich in erster Linie an alle Einwohner des Kreises Stormarn. Einige Elemente sind jedoch speziell für Kinder und Jugendlichen sowie Familie konzipiert“, so Birte Kruse-Gobrecht, Bürgermeisterin der Stadt Bargteheide. Diese vier Elemente sind Teil des Programms:

1. Kultur to discover – Kultur zum Entdecken

Eine Kooperationsteam aus vielfältigen Institutionen und Kulturschaffenden (Schauspielern, Dramaturgen, Produzenten) aus dem Kreis Stormarn entwickelt eine musikalische Inszenierung, die auf einer Reise durch das Kreisgebiet symbolisch das Wiedererwachen der Kultur unter Einbezug der regionalen Gemeinschaft nach der Pandemie feiert.

2. Kultur to come along – Kultur zum Vorbeikommen

An verschiedenen Orten im Kreis entstehen unterschiedliche kulturelle Abendprogramme – jeweils unter lokaler Regie und mit lokalen Kulturakteuren.

3. Kultur to go – Kultur im Vorbeilaufen

Im Rahmen des Kultursommers sollen ungewöhnliche Orte, z.B. Foyers der Verwaltungsgebäude in ganz Stormarn und Schaufenster der Fußgängerbereiche, für die Bildenden Künste geöffnet werden: Kultur zum Vorbeilaufen und Eindrücke mitnehmen.

4. Kultur to join in – Kultur zum Mitmachen

In unterschiedlichen partizipativen Projekten soll Jugendlichen aus dem Kreisgebiet der Zugang zur Kultur ermöglicht werden – durch überraschende Zufallsmomente und Pop-Ups.

Die Akteure vor Ort sind nun gefragt, sie werden die Programme ausarbeiten und konkretisieren.

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Bad Oldesloe

Neuaufschlag für die Live-Kultur in Bad Oldesloe mit dem Festival „KuB im Hof“

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Bad Oldesloe – Live und unter freiem Himmel: Ende Juni eröffnet die Stadt Bad Oldesloe die lokale Open-Air-Saison mit einem kleinen Wortkunst-Festival im Innenhof des Bürgerhauses.

Mathias Tretter (20.6.) serviert hochkarätiges, nonchalantes politisches Kabarett. Foto: Dominic Reichenbach

Das fünftägige Festival wartet mit einem vielfältigen Programm von Comedy, Kabarett und Musikkabarett über Improvisationstheater und Artistik bis hin zu einer offenen Bühne auf.   

„Natürlich bin ich aufgeregt“, sagt die Leiterin des Kulturbereiches der Stadt Bad Oldesloe, Inken Kautter. Schließlich haben sie und ihr Team im Kultur- und Bildungszentrum (KuB) seit sechs Monaten keine Veranstaltungen vor Publikum mehr durchführen können. Und ein Quäntchen unverwüstliche Hoffnung gehöre auch immer noch dazu, jetzt Veranstaltungen zu planen:

„Ich glaube aber daran, dass Live-Kultur im Sommer mit viel Abstand an der frischen Luft möglich sein wird – wann sonst?“

Das Festival, für das der städtische Kulturbereich mit den Frauenkulturtagen und KLNGSTDT zusammenarbeitet, holt die Wortkunst in unterschiedlichsten Formen in die Oldesloer Innenstadt. Klar, dass es da viel zu lachen gibt: Mathias Tretter (20.6.) serviert hochkarätiges, nonchalantes politisches Kabarett, die stimmgewaltige Katie Freudenschuss (17.6.) begeistert mit fein-satirischem Musikkabarett. Jens Ohle (16.6.), der Comedian aus dem Schmidt Theater und dem Quatsch Comedy Club, präsentiert eine Mischung aus atemberaubender Akrobatik und cooler Stand-up-Comedy. KLNGSTDT bietet mit ihrem Format „Mary Stolpe“ (18.6.) eine offene Bühne für alle auftrittsbegeisterten Menschen. Und das Improtheater „Verflixte Entscheidung!?“ (19.6.) lädt das Publikum lustvoll zum gemeinsamen Fragen und Antworten ein.

„Wir zeigen die komplette Bandbreite der Wortkunst“, so Kautter. „Dass das unter diesen Bedingungen möglich ist, verdanken wir zum einen unseren Netzwerkpartnern und zum anderen einer Förderung der Veranstaltungen durch NEUSTART KULTUR.“ Der zugegebenermaßen etwas versteckte Kulturhof in der Mühlenstraße biete dabei den perfekten Rahmen für kleine, aber feine Veranstaltungen unter den derzeitigen Bedingungen. Jeweils bis zu 60 Zuschauer pro Veranstaltung finden dort Platz. 

Tickets sind online unter www.kub-badoldesloe.de und in der Stadtinfo im KuB erhältlich.

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Bad Oldesloe

Stormarn zeichnet innovative Kulturprojekte aus

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Bad Oldesloe – Mit dem neuen Förderinstrument „Kulturfonds Stormarn“ – der innovative Kulturpreis -zeichnet der Kreis Stormarn ab sofort jedes Jahr innovative und kreative Kulturprojekte aus, die sich an den Themen Nachhaltigkeit, Digitalisierung und Transformation orientieren und sich durch eine inklusive sparten- und generationsübergreifende Ausrichtung auszeichnen.

Der neue Kulturfonds ist ein Teil der in 2019 begonnenen Kulturentwicklungsplanung (KEP). Foto: Kreis Stormarn

Der Kulturfonds soll dazu beitragen, die Kultur und ihre Akteure zu befähigen, auf aktuelle Prozesse innerhalb der Gesellschaft zu reagieren und digitale, nachhaltige und transformative Themen stärker in den Fokus zu rücken und zu unterstützen.

„Unser Ziel ist es, in Stormarn eine visionäre und zukunftsorientierte Kulturarbeit zu fördern. Die innovative und integrative Ausrichtung des Kulturfonds ist dabei ein wichtiger Baustein”, so Landrat Dr. Henning Görtz.

Der dabei ausdrücklich angelegte breite Kulturbegriff verknüpft die Kultur mit gesellschaftlicher Innovation und Transformation – noch befeuert durch die von der Corona-Pandemie verursachten Herausforderungen des (kulturellen) Zusammenlebens. „Die ‚Bühne‘ Kultur kann in diesem Sinne auch als gesellschaftliches und soziales Innovationsfeld gesehen werden“, so Görtz weiter.

Damit hebt sich der Kulturfonds Stormarn bewusst nicht nur von Instrumenten der Kulturförderung anderer Kreise und Kommunen, sondern auch vom in der Vergangenheit ausgeschriebenen „Kulturpreis“ und „Jugendkulturpreis“ des Kreises ab.

„Der neue Kulturfonds ist ein Teil der in 2019 begonnenen Kulturentwicklungsplanung (KEP) und richtet sich an Kulturinstitutionen, -vereine und -verbände sowie gemeinschaftlich wirkende Gruppen des Kreises Stormarn“, ergänzt Kirstin Krochmann, Vorsitzende des Schul-, Kultur- und Sportausschusses des Kreises (SKSA).

“Wir haben im SKSA  mutig und in Gänze beschlossen uns auf ein neues Förderterrain zu wagen. Wir möchten unsere klassischen Förderstrukturen öffnen für agile Strukturen und Prozesse ganz im Sinne einer gesellschaftlich relevanten Kulturarbeit”, bekräftigt Kirstin Krochmann. Die Bewerbung kooperativer Kulturprojekte ist ausdrücklich erwünscht.

Mit Hilfe des Fonds sollen innovative, noch nicht abgeschlossene Projektformate aus allen Bereichen der Kultur wie Musik, Bewegung, bildender Kunst, Naturpädagogik, Digitales u.v.m. im Kreis Stormarn unterstützt werden, die auf den Themen Nachhaltigkeit, Digitalisierung und/oder Transformation beruhen.

Dafür werden Fördermittel in Höhe von jährlich 10.000 Euro zur Verfügung gestellt. Die Vergabe der Mittel erfolgt mittels eines Juryverfahrens. Die Jury setzt sich zusammen aus einer unabhängigen Fachjury unter Einbezug einzelner Mitglieder des SKSA.

„Wir möchten mit der Ausschreibung und Vergabe des Kulturfonds einerseits die Kulturarbeit der Akteure verstetigen und nachhaltig fördern. Andererseits fordert der Kulturfonds Stormarn ausdrücklich zur Innovation in den Inhalten und der Arbeit an Kulturprojekten auf“, erläutert Tanja Lütje, Kulturreferentin des Kreises Stormarn.

Sich bewerbende Kulturschaffende sollen ermutigt werden, kooperativ zu wirken und Neues auszuprobieren. Die innovativen Kulturprojekte können große digitale Anteile aufweisen; „Innovation“ ist jedoch ausdrücklich nicht (nur) als technischer Begriff zu verstehen.

Vielmehr beziehen sich die Werte Transformation und Nachhaltigkeit auch auf die Genese und Arbeitsweise sowie die Herangehensweise an kulturelle Projekte.

Der Kulturfonds Stormarn wird mit dem „Kultur- und Kreativlabor“ durch ein weiteres Förderinstrument ergänzt. Dieses bietet kostenlose Qualifizierungsmaßnahmen und Fortbildungen für Kulturschaffende und Interessierte.

Die sich für den Kulturfonds Bewerbenden sind ausdrücklich ermutigt, an den Qualifizierungsmaßnahmen teilzunehmen – unabhängig von einem positiven Förderbescheid. Im Vorfeld der Bewerbung sowie während der Realisierung des Gewinnerprojektes steht der Stabsbereich Kultur den Kulturschaffenden beratend und unterstützend zur Seite.

Bewerbungen sind ab sofort möglich und können bis zum 16. Mai 2021(Ausschlussfrist) eingereicht werden. Das zu verwendende Antragsformular und weitere Informationen stellt der Stabsbereich auf seiner Homerpage unter www.kultur-stormarn.de/kulturfoerderung/kulturfonds zur Verfügung. Anträge können per E-Mail an kultur@kreis-stormarn.de mit Bezug auf „Kulturfonds Stormarn“ sowie postalisch eingereicht werden.

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