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Bad Oldesloe

Drei Courage-Preise gegen Rassismus und politische Hetze

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Bad Oldesloe – Nachdem die für den 9. November geplante öffentliche Präsenzveranstaltung für die Vergabe des Courage-Preises aus den bekannten Gründen abgesagt werden musste, hat der Trägervereinseine seine Absicht umgesetzt und aus Respekt vor dem Engagement der Nominierten eine Corona-gerechte Ersatzvergabe organisiert, statt auf immer neue, aber letztlich nicht belastbare Alternativtermine zu hoffen.

Foto: hfr

Vom 22. bis zum 25. Januar 2020 wurden die Urkunden, Pokale und Preisgelder an unterschiedlichen Orten an Vertreter der jeweiligen Projekte übergeben.

Der Jury lagen sieben sehr unterschiedliche, aber jeweils überzeugende Preisvorschläge vor. In der Reihenfolge ihrer Einreichung waren dies:

1) Lene Priebsch für ihre langjährige ehrenamtliche Arbeit, sei es im Kinder- und Jugendhaus St.Josef, in der Jugendfreizeitstätte oder bei der Initiierung einer Typisierungsaktion von Stammzellenspendern. Mit ihrem stets überzeugenden Engagement gehört Lene zu denen, ohne die unser Gemeinwesen so nicht funktionieren würde.

2) Die Handballdamen des SV Sülfeld mit ihrer mutigen Aktion „Wir setzen ein Zeichen gegen Neonazis“. Dieses und andere Zeichen der Solidarität und Courage haben dazu geführt, dass die Neonazis ihre Hetze in Sülfeld eingestellt haben. Darüber hinaus ist davon eine wichtige Signalwirkung ausgegangen, weit über Sülfeld hinaus, Neonazis an jedem Ort mit der gleichen Entschlossenheit zu bekämpfen.

3) Frederike Wrohn für die Organisation der Friday for Future – Aktivitäten in Bad Oldesloe. Sie gilt als Kopf und treibende Kraft der lokalen Aktionen. Frederike hat aber nicht nur Demos organisiert, sondern das Klimathema für die Jugend auch gegenüber der Politik, z.B. im Kreistag, vertreten.

4) Die Arbeitsgemeinschaft „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ der Beruflichen Schule, die seit Jahren innerhalb und außerhalb der Schule mit tollen Aktivitäten in unterschiedlicher Zusammensetzung überzeugt. Das aktuelle Projekt „Bunt-Stark-Kulturell“ verfolgt das Ziel, die Integration von knapp 50 unterschiedlichen Nationalitäten an der Schule zu fördern.

5) Die Schülervertretung (SV) der Theodor-Mommsen-Schule (TMS). Diese hat Anfang des Jahres 2020 dem Oldesloer Hospiz einen Betrag von 3250,00 € gespendet. Die Leitung des Hospizes war davon so beeindruckt, dass sie unabhängig vom Vertrauenslehrer der TMS, die SV auch für den Courage-Preis vorgeschlagen hat.

6) Die Jugendgruppe Arandela, deren Initiative die Aufstellung der Gedenktafel für die Opfer des Todesmarsches bewirkt hat, der Anfang Mai 1945 auch durch Oldesloe führte. Damit wurde am 03.Mai 2020 für Bad Oldesloe ein Ort der Erinnerung und der Mahnung geschaffen, der auch einen Beitrag dazu leistet, den Opfern des Naziregimes ihre Würde zurückzugeben.

7) Johannes Jensen und Felix Schutt, die einen Videofilm gedreht haben. Der Kurzfilm „Heimweg“ steht unter dem Motto „Gelegenheit macht Helden – zeig Courage“. Der Film ist unter www.youtu.be/Rlq85jWyxFU zu sehen.

Jury bestimmte drei Preisträger

Alle Nominierten und deren Projekte können, so die Jury, uneingeschränkt als Gewinner bezeichnet werden.

Fenja Truberg und Merle Fischer nahmen den Preis für die Jugendgruppe Arandela entgegen.

Aber nicht alle Gewinner können auch Preisträger sein. In Würdigung aller Vorschläge hat die Jury für drei Projekte ein Preisgeld von jeweils 1000 Eurp ausgelobt.

Die gleichberechtigten Preisträger für den Oldesloer Jugend-Courage-Preis 2020 sind:

Die Handballdamen des SV Sülfeld für den Mut, sich gegen Gewalt, politische Hetze und Rassismus zu engagieren.

Die Arbeitsgemeinschaft „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ der Beruflichen Schule in Bad Oldesloe, die die Aufforderung des Bundespräsidenten Frank Walter Steinmeier „Es reicht nicht aus, kein Rassist zu sein. Wir müssen Antirassisten sein.“ seit Jahren mit überzeugenden Projekten einlöst und damit aktiv und nachhaltig für gesellschaftliche Solidarität eintritt.

Die Jugendgruppe Arandela, die mit Ihrer Initiative zur Aufstellung der Gedenktafel aktive Erinnerungsarbeit geleistet und Spuren vergangener Unmenschlichkeit in der Gegenwart sichtbar gemacht hat.

Alle Preisträger und alle Nominierten haben deutlich gemacht, dass das Leitmotiv des Trägervereins „Demokratie leben – Courage zeigen“ keine abstrakte Formel ist, sondern haltungsorientiert in unterschiedlichsten Formen gelebt werden kann.

“Die darin begründete Hoffnung, dass wir das weitere Auseinanderdriften der Gesellschaft mit Unterstützung der nachwachsenden Generationen abwenden können, macht Mut”, sagt Wolfgang Abel vom Trägerverein.

Am 9. November 2021 wird der Oldesloer Jugend-Courage Preis für das Jahr 2021 vergeben. Dazu werden auch alle Nominierten des Jahres 2020 eingeladen, um die öffentliche Ehrung in diesem Rahmen nachzuholen.

Der Trägerverein bedankt sich abschließend bei allen, die Preisvorschläge eingereicht haben sowie bei allen Nominierten, für das gezeigte Engagement.

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Bad Oldesloe

Musikvideo: Rapper springt Oldesloer Wirtschaft zur Seite!

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Bad Oldesloe – Vom offenen Brief zum Rap-Video: Wirtschaftsvereinigung Bad Oldesloe untermauert Forderung an Landesregierung nach raschen Geschäftsöffnungen.

Nach dem offenen Brief von Stormarner Gewerbevereinen an Ministerpräsident Daniel Günther, legt die Wirtschaftsvereinigung Bad Oldesloe jetzt nach.

Vor dem Treffen zwischen Kanzlerin Angela Merkel und den Ministerpräsidenten zum Corona-Lockdown veröffentlichte die Wirtschaftsvereinigung der Stormarner Kreisstadt ein Rap-Video, in dem sie fordert, Geschäfte und Gastronomie wieder zu öffnen. „Herr Ministerpräsident, eine wichtige Message. Das Wasser steht uns bis zum Hals wie bei ’nem Nichtschwimmerbecken“, heißt es in dem Lied, dass die Wirtschaftsvereinigung zusammen mit dem Bad Oldesloer Noor Al-Tamemy, Amateurfußballer und Rapper, aufgenommen und veröffentlicht hat.

„Das Musikvideo drückt die Stimmung der Unternehmer aus. Der Lockdown ist für Händler und Gastronomen ein Desaster. Inzwischen kämpfen viele Betriebe um ihre Existenz. Handel und Gastronomie müssen unter Hygienebedingungen jetzt wieder öffnen dürfen. Ansonsten sterben unsere Innenstädte“, warnt Nicole Brandstetter, Vorsitzende der Wirtschaftsvereinigung Bad Oldesloe.

Ihr Wunsch, der Händlern und Gastronomen in ganz Schleswig-Holstein aus dem Herzen sprechen dürfte, klingt im Song so: „Wir schützen unsere Kunden und halten den Abstand ein. Also tut uns den Gefallen und bringt Leben wieder rein.“

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Bad Oldesloe

Coronavirus in Stormarn: Gesundheitsamt meldet 24 Neuinfektionen und Inzidenzwert von 56

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Bad Oldesloe – Das Gesundheitsamt des Kreises Stormarn meldet 24 Neuinfektionen innerhalb eines Tages (Stand: 2.3., 15 Uhr) und einen Inzidenzwert von 56,2. Zwei weitere Infizierte sind verstorben.

Ausgehend von der gestrigen Mitteilung der Landesmeldestelle zur offiziellen Gesamtzahl der klinisch bestätigten COVID-19-Fälle in Stormarn (4.733) ergibt sich, sofern die Landesmeldestelle im Laufe des Tages keine Veränderungen vornimmt, für heute eine neue Gesamtzahl der klinisch bestätigten COVID-19-Fälle von 4.757.

4.252 Personen gelten als genesen, 259 Personen sind aktuell infiziert.

„Leider müssen wir auch mitteilen, dass zwei weitere infizierte Personen verstorben sind. Es handelt sich um zwei Männer der Altersgruppen über 70 und über 90 Jahre“, heißt es vom Gesundheitsamt. 246 Personen sind somit verstorben.

Ausgehend von der gestrigen Mitteilung der Landesmeldestelle zur 7-Tage-Inzidenz sind im Kreis Stormarn innerhalb der letzten sieben Tage 137 Neuinfektionen zu bestätigen. Das entspricht einem Inzidenzwert von 56,1 Infektionen pro 100.000 EinwohnerInnen.

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Bad Oldesloe

Stormarner Wirtschaft fordert: “Aufmachen. Jetzt.”

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Bad Oldesloe – In einem offenen Brief an Daniel Günther, Ministerpräsident des Landes Schleswig-Holstein, und Dr. Bernd Buchholz, Minister für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus, haben fünf Gewerbe- und Wirtschaftsvereine im Kreis Stormarn die Öffnung des Einzelhandels, der Dienstleistungen und der Gastronomie zum 8. März gefordert.

Fordern die Öffnung des Einzelhandels, der Dienstleistung und der Gastronomie (v.l.n.r.): Uwe Bölt, Wolfgang Sarau, Jürgen Rabeneck, Nicole Brandstetter, Armin Adib-Moghaddam

Die Unternehmervereine betonen, dass die unklare Lage, wann die durch Corona bedingten Einschränkungen beendet sein werden, Gewerbetreibende und Gastronomen in den Ruin treiben und zudem für Frust sorgen.

„Umfragen bestätigen, dass es im Einzelhandel zu keiner erhöhten Infektionsgefährdung kommt. Mit Blick auf das Ostergeschäft brauchen wir eine echte Öffnung und kein Click & Meet. Einzelhändler, Dienstleister und Gastronomen sind mehr denn je auf den in dieser Zeit zu generierenden Umsatz angewiesen“, fasst Nicole Brandstetter, Vorsitzende der Wirtschaftsvereinigung Bad Oldesloe, stellvertretend für die fünf Stormarner Unternehmervereine zusammen. 

Stormarnlive veröffentlicht den Offenen Brief “Aufmachen. Jetzt.” an dieser Stelle in voller Länge:

Echte Öffnung der Einzelhandelsgeschäfte und der Gastronomie ab 8. März!

Sehr geehrter Herr Ministerpräsident Günther, sehr geehrter Herr Minister Dr. Buchholz, 

in einem Schreiben haben wir, Stormarner Gewerbevereine und Interessenvertretungen von Stormarner Unternehmern, Sie um eine transparente, nachvollziehbare und abgestimmte Öffnungsstrategie gebeten, in der die Öffnung des Einzelhandels, der Gastronomie/Hotellerie und der Dienstleister am Anfang der Lockerungen berücksichtigt werden, da vielen Unternehmen in Schleswig-Holstein durch den anhaltenden Lockdown die Insolvenz droht.

Wir haben Verständnis, dass Gesundheitsschutz oberste Priorität hat. Gleichwohl umtreibt uns nicht zuletzt aufgrund Ihres eher allgemein gehaltenen Antwortschreibens die Sorge, dass in Ihren derzeitigen Planungen keine ausreichende Balance zwischen Gesundheitsschutz und Wirtschaftsinteressen hergestellt wird.

Daher möchten wir unsere Forderung mit diesem offenen Brief konkretisieren:

Die Gewerbevereinigungen Stormarner Einzelhändler, Dienstleister und Gastronomen appellieren an Sie, die lokalen Geschäfte, Dienstleister und die Gastronomie ab dem 8. März 2021 zu öffnen! Uns steht das Wasser bis zum Hals!

Die Öffnung ist für den Handel und die Gastronomie existenziell! Dabei geht es nicht nur um die Existenzen der Gewerbetreibenden, sondern auch um die der Angestellten! In vielen Geschäften ist der Umsatz von heute auf Morgen auf null gefallen. Das kann man nicht mehr aufholen! Schon jetzt müssen immer mehr Läden und Gastronomiebetriebe wegen der Corona-Krise schließen. Die unklare Lage, wann die Einschränkungen beendet sein werden, treibt Gewerbetreibende und Gastronomen geradezu in den Ruin. Wenn es schon ohne die Corona-Pandemie schwer war, Nachfolger für leer stehende Läden zu bekommen, wer soll sich dann noch nach der Krise finden, um neue Geschäfte zu eröffnen?

Die andauernden Geschäftsschließungen ohne absehbares Ende sowie die schleppenden Auszahlungen der Finanzhilfen sorgen bei den Händlern nachhaltig für Frustration. Zusätzlich denken alteingesessene Ladeninhaber bereits über eine frühere Betriebsaufgabe nach als ursprünglich geplant. Eines ist gewiss: Das Sterben des Handels und der Gastronomie bedeutet nicht nur den Tod für die Innenstädte, sondern auch den Verlust von Heimat und Identität für viele Bürgerinnen und Bürger. Das kann nicht in Ihrem Interesse sein.

Unsere Händler, Dienstleister und Gastronomen brauchen eine klare Öffnungsstrategie! Verbote sind kein Konzept! Wenn der Lebensmitteleinzelhandel, in dem um die 80 Prozent aller Kontakte beim Einkaufen stattfindet, öffnen darf, warum muss dann der übrige Einzelhandel, der zudem für die Hälfte der Arbeitsplätze im Handel steht, geschlossen bleiben? Wenn das Robert-Koch-Institut laut seiner Toolbox dem gesamten Einzelhandel sowohl ein niedriges Infektionsrisiko als auch einen niedrigen Anteil am gesamten Transmissionsgeschehen bestätigt, wieso sind diese Geschäfte dann noch immer geschlossen?

Einzelhändler, Dienstleister und Gastronomen haben bereits zum ersten Lockdown im Frühjahr 2020 viel Geld in die Hand genommen, um tragfähige Hygienekonzepte zu installieren. Die Präventionsmaßnahmen und das Konzept einer begrenzten Zahl an Kunden auf der zur Verfügung stehenden Fläche haben sich bewährt. Umfragen und Studien bestätigen, dass es im Einzelhandel zu keiner erhöhten Infektionsgefährdung kommt. Als Beweis dient hier der Lebensmittelhandel. Von Ladenflächen, auf denen die Hygienebedingungen eingehalten werden, geht keine signifikante Gefahr aus. Es gibt also keine Argumente, die jetzt geschlossenen Betriebe weiterhin geschlossen zu halten. Beenden Sie diese politische Irrfahrt!

Setzen Sie dieses wichtige Zeichen der Öffnung für die schleswig-holsteinischen Unternehmerinnen und Unternehmer und die Bürgerinnen und Bürger! Sorgen Sie dafür, dass sowohl der Handel als auch die Dienstleister und parallel die Restaurants wieder öffnen können. Bei dieser Entscheidung ist Angst kein guter Ratgeber. Denn auch bei einer Komplettöffnung des Handels werden nicht gleich wieder Tausende von Menschen vor den Geschäften stehen. Deswegen bedarf es auch keiner Zwischenschritte von „Click & Collect“ zu „Click & Meet“. Das wichtige Ostergeschäft steht vor der Tür. Nach dem verlorenen Oster- und Weihnachtsgeschäft im vergangenen Jahr sind die Händler, Dienstleister und Gastronomen mehr denn je auf den in dieser Zeit zu generierenden Umsatz angewiesen.

Die von allen politischen Parteien regelmäßig herausgehobene Bedeutung von Einzelhandel und Gastronomie für die Attraktivität unserer Innenstädte, besonders auch im ländlichen Raum, darf gerade in einer Krise kein Lippenbekenntnis sein. Es geht um die Sicherung vieler Einzelperspektiven für die Zukunft, die in ihrer Summe die Vielfalt unserer Innenstädte ausmachen.

Wir fordern Sie auf: Ermöglichen Sie dem schleswig-holsteinischen Einzelhandel, den Dienstleistern und der Gastronomie ab dem 8. März wieder zu öffnen!

Nicole Brandstetter, Vorsitzende Wirtschaftsvereinigung Bad Oldesloe e.V., Uwe Bölt, Vorsitzender Gewerbevereinigung Glinde e.V., Jürgen Rabeneck, Vorsitzender Handelsverein Reinfeld e.V., Wolfgang Sarau, Ring Bargteheider Kaufleute e.V., Götz Westphal, Vorsitzender Ahrensburger Stadtforum für Handel, Gewerbe und Tourismus e.V.

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