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Politik und Gesellschaft

Coronahilfe: Familienkasse Nord zahlt 370 Millionen Euro Kinderbonus aus

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Kiel/Bad Oldesloe – Die Familienkasse der Bundesagentur für Arbeit hat die einmalige Auszahlung des Kinderbonus weitestgehend abgeschlossen. Dieser wurde für jedes Kind, für das im Kalenderjahr 2020 mindestens ein Monat Anspruch auf Kindergeld bestand, ausgezahlt.

shutterstock.com

In den Monaten September und Oktober wurde der Kinderbonus in zwei Raten überwiesen – zunächst für Kinder, für die im Monat September ein laufender Anspruch auf Kindergeld bestand. In den Monaten November und Dezember erfolgte dann die Auszahlung des Kinderbonus für diejenigen Kinder, für die mindestens in einem anderen Monat des Jahres 2020 ein Anspruch auf Kindergeld vorlag.

Bundesweit hat die Familienkasse damit den Betrag in knapp 10 Millionen Fällen für insgesamt über 16 Millionen Kinder ausgezahlt.

Für die drei norddeutschen Länder Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern hat die Familienkasse insgesamt über 370 Millionen Euro auf die Konten der Kindergeldberechtigten überwiesen. Insgesamt für über 1.250.000 Kinder.

„Eltern, deren Kinder in den letzten Wochen oder Tagen des Jahres 2020 geboren wurden und die bislang noch keinen Antrag auf Kindergeld gestellt haben, können den Kinderbonus auch im Jahr 2021 ausgezahlt bekommen. Voraussetzung ist, dass für das betroffene Kind ein Anspruch auf Kindergeld für mindestens einen Monat des Jahres 2020 entstanden sein muss“, erklärt Guntram Bombor, Leiter der Familienkasse Nord.

Der Antrag auf Kindergeld kann direkt online gestellt und ausgefüllt werden. Informationen zur Antragstellung gibt es unter www.familienkasse.de .

Der Kinderbonus wurde mit dem zweiten Corona-Steuerhilfegesetz geregelt, um den wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie entgegen zu treten. Er sollte die geschwächte Kaufkraft stärken und damit indirekt Arbeitsplätze sichern. Mit dem Kinderbonus sollten dabei besonders Familien mit geringerem bis mittlerem Einkommen finanziell unterstützt werden.

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Politik und Gesellschaft

Regelbetrieb in Kitas: Land plant Lockerungen

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Bund und Länder haben im Wesentlichen eine Verlängerung der Beschränkungen zur Bekämpfung des Corona-Virus bis zum 7. März beschlossen. Kitas will Schleswig-Holstein schon vorher wieder in den Regelbetrieb schicken.

Mundschutz gegen das Coronavirus Symbolfoto: Christo Anestev/pixabay

Mit der neuen Beschlusslage des Bundes bleiben die schon bestehenden Regelungen weiterhin gültig, sofern dort keine abweichenden Festlegungen getroffen worden sind.

Die Länder sollen Ihre Landesverordnungen entsprechend anpassen und bis zum 7. März verlängern.

Insofern behalten bestehende Regelungen wie z.B. die Kontaktbeschränkungen, die Verpflichtung zum Tragen einer medizinischen Maske im ÖPNV sowie in und vor Geschäften, die Aufforderung an Arbeitgeber, Homeoffice zu ermöglichen, weiterhin ihre Gültigkeit.

Andererseits sollen Friseurbetriebe unter Auflagen zur Hygiene ab 1. März wieder öffnen.

Nächste Öffnungsschritte können bei einer stabilen 7-Tage-Inzidenz von höchstens 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner durch die Länger erfolgen.

Das könnte dann z.B. die Öffnung des Einzelhandels mit einer Begrenzung von einer Kundin oder einem Kunden pro 20 qm, die Öffnung von Museen, Galerien oder der noch geschlossenen körpernahen Dienstleistungsbetriebe umfassen.

Die Länder entscheiden im Rahmen ihrer Kultushoheit über die schrittweise Rückkehr zum Präsenzunterricht und die Ausweitung des Angebots der Kindertagesbetreuung.

Die Landesregierung hat am 12. Februar die aktuelle Corona-Bekämpfungsverordnung bis einschließlich 21. Februar verlängert. Die bisherigen Regelungen z.B. zu Kontaktbeschränkungen, in Pflegeeinrichtungen und Kitas usw. bleiben dementsprechend bis dahin in Kraft. Zugleich wird die Corona-Quarantäneverordnung bis zum 7. März verlängert.

In der kommenden Woche wird die Landesregierung verschiedene Änderungen umsetzen.

Geplant ist u.a., dass Kindertagesstätten ab dem 22. Februar den Regelbetrieb unter Pandemie-Bedingungen wiederaufnehmen können. Weitere Rücknahmen von Einschränkungen, beispielsweise für Individualsport unter bestimmten Bedingungen, Wildparks und Friseurbetriebe, sind für den 1. März vorgesehen.

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Politik und Gesellschaft

Neue Köpfe bei den Bürgerstiftungen in Ostholstein und Stormarn

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Bad Oldesloe – Wo viele Menschen und Themen zusammenkommen, braucht es Organisationstalente, die rote Fäden zusammenfügen und bei Fragen und Wünschen ansprechbar sind.

Susanne Dox, 47, und Jörg Schepers, 41, übernehmen seit Anfang des Jahres gemeinsam diese Schlüsselfunktion bei den Bürgerstiftungen in Stormarn und Ostholstein.

Fotos: Stiftungen der Sparkasse Holstein

Für die kommenden Monate und Jahre haben die zwei Stiftungsreferent:innen viele Pläne:

„Wir möchten noch mehr Menschen in den Kreisen Stormarn und Ostholstein dazu einladen, sich über die Bürger-Stiftungen zu engagieren”, erklärt Jörg Schepers.

„Es macht einfach Spaß, gemeinsam Ideen zu entwickeln und umzusetzen. Gerade auch die jüngeren OstholsteinerInnen und StormarnerInnen möchten wir motivieren, sich durch unsere Stiftungen für ihre Region einzusetzen”, ergänzt Susanne Dox.

Jörg Schepers, 41, wuchs in Ahrensburg auf und lebt heute in Bargteheide. Er ist ausgebildeter Bankkaufmann, arbeitete zunächst im Bereich Private Banking und Wealth Management bei namenhaften Banken und heuerte zuletzt als Consultant bei einer Beratungsgesellschaft für Vereine, Stiftungen und andere Gemeinnützigkeitsakteure an. Seit November 2020 übernimmt er schwerpunktmäßig die Arbeit für die Bürger-Stiftung Stormarn.

Susanne Dox, 47, ist ein Kind der Region und als gelernte Bankkauffrau bisher bei verschiedenen Banken und Sparkassen, insbesondere auch bei der Sparkasse Holstein, tätig gewesen. Sie übernimmt seit Januar 2021 schwerpunktmäßig die Arbeit für die Bürger-Stiftung Ostholstein.

Regionales Engagement von Bürger:innen für Bürger:innen – so lässt sich das Konzept Bürgerstiftung kurz und knapp zusammenfassen. Bürgerstiftungen ermöglichen es Jedermann und Jederfrau durch Zustiftungen, Geld- und Zeitspenden, die eigene Region mitzugestalten.

Die Sparkasse Holstein unterstützt und fördert beide Bürgerstiftungen seit ihrer Gründung im Jahr 2007.

So erklärt sich auch, dass Dox und Schepers ihre Büros mit Sitz in Bad Schwartau und Grabau in den Gebäuden der Stiftungen der Sparkasse Holstein beziehen und in die organisatorische Infrastruktur der Sparkasse Holstein und ihrer Stiftungen eingebunden sein werden.

„Unsere Neuzugänge sind ein Gewinn für unsere Stiftungsarbeit” , freut sich Jörg Schumacher, Geschäftsführer sowohl der Bürger-Stiftung Stormarn als auch der Bürger-Stiftung Ostholstein.

„Unsere Stiftungen sollen digitaler werden, damit Absprachen schneller funktionieren. Außerdem wünschen wir uns mehr ehrenamtliche Zeitspender:innen, die Lust haben, etwas in ihrer Region zu bewegen. Frau Dox und Herr Schepers verfügen über das nötige Know-how, um die Bürger-Stiftung Stormarn und die Bürger-Stiftung Ostholstein zusammen mit den Beteiligten noch sichtbarer zu gestalten”

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Lockdown: Kinderschutzbund fordert mehr Unterstützung für arme Kinder und Jugendliche

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Kiel – Der Kinderschutzbund Schleswig-Holstein warnt angesichts des verlängerten Lockdowns bis zum 14. Februar 2021 und der damit verbundenen anhaltenden Schließung von Schulen und Kindertagesstätten vor einer zunehmenden Verschärfung der Lebenssituation armer Kinder und Jugendlicher.

Foto: Shutterstock.com (Symbolbild)

„Es geht hier für die Kinder nicht nur um den einschneidenden Verlust von sozialen Kontakten, Tagesstruktur, Bildungs- oder Sportangeboten, sondern vor allem auch um die ganz elementare tägliche Versorgung“, betont die Landesvorsitzende des DKSB SH Irene Johns.

„Denn für einkommensschwache Familien fällt mit der Verlängerung des Lockdowns noch einmal für vier Wochen das beitragsfreie Mittagessen in Kita und Schule weg. Das muss umgehend und möglichst unbürokratisch ausgeglichen werden, denn die betroffenen Familien müssen die ausfallenden Mahlzeiten jetzt ersetzen, bzw. Lebensmittel einkaufen können“, fordert Johns.

Zudem bedeute das verpflichtende Tragen von OP- oder FFP2- Masken in öffentlichen Verkehrsmitteln und Geschäften eine weitere ernstzunehmende finanzielle Belastung für einkommensschwache Familien, fügt Irene Johns hinzu.

„Die Politik ist gefordert für finanziell besonders belastete Familien kurzfristige Hilfen bereit zu stellen. Die temporäre Übernahme der Kita-Gebühren und der Betreuungskosten an Grundschulen durch das Land Schleswig-Holstein ist hier ein wichtiger erster Schritt. Doch weitere müssen folgen, wie zum Beispiel die direkte Auszahlung der zurzeit eingesparten subventionierten Mittagessen an die Eltern von anspruchsberechtigten Kindern und Jugendlichen, sowie die Verteilung kostenloser OP- oder FFP2- Masken an Familien mit geringem Einkommen“, schlägt die DKSB LV SH-Vorsitzende Johns vor. 

„Von Armut betroffene Kinder und Jugendliche sind ohnehin schon in vielem benachteiligt – wir müssen alles dafür tun, dass sie durch die Corona-Pandemie nicht noch weiter belastet werden“, mahnt Irene Johns.

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