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Geldwäsche-Verdacht: LKA warnt vor unseriösen Job-Anzeigen

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Kiel – Die Geldwäschedienststelle des Landekriminalamtes registriert im Verlauf der Corona-Pandemie vermehrt, dass Menschen auf Anzeigen reagieren, die ihnen aus dem Homeoffice heraus leicht verdientes Geld suggerieren.

Symbolfoto: Shutterstock.com

Am Ende sehen sie sich dann allerdings oftmals mit einer Anzeige wegen des Verdachts der leichtfertigen Geldwäsche und einem Schuldenberg konfrontiert.

In Zeiten, in denen viele BürgerInnen sich gezwungen sehen, nach Nebentätigkeiten aus dem Homeoffice heraus zu suchen, haben Täter leichtes Spiel, die mit einer perfiden Masche einen vermeintlich sicheren Job mit guten Verdienstmöglichkeiten versprechen.

Mit seriös wirkenden Suchanzeigen in einschlägigen Internetportalen suchen sie so genannte “App-Tester”.

Es kommt auch vor, dass die Täter gezielt Arbeitssuchende mit diesem Jobangebot ansprechen. Die Kontaktaufnahme erfolgt dann mittels Messenger, wie z.B. WhatsApp.

Die Angeworbenen eröffnen angeblich zu Testzwecken online Konten bei verschiedenen Banken. Sie erhalten sogar Verhaltenshinweise für die obligatorische Onlinebefragung per Videochat. Die Daten für die Konten geben sie dann an ihre Auftraggeber weiter, die die Zugänge sofort ändern und die Konten dann für wenige Wochen nutzen, um aus Betrugstaten stammende Gelder in Länder wie Litauen, Lettland, Russland oder die Türkei zu transferieren, bis den Geldwäscheabteilungen der Banken diese Geldbewegungen auffallen und sie den Geldwäscheverdacht durch den Kontoinhaber zur Anzeige bringen. Überweisungen von 20.000 bis 30.000 Euro pro Konto sind keine Seltenheit. Das eingegangene Geld wird in der Regel tagesaktuell durch die Täter weitergeleitet.

Den “App-Testern” werden von den Anwerbern seriös wirkende Arbeitsverträge zugesandt.

Wenn sie im Internet nach der Firma suchen, stoßen sie auf existierende Betriebe. Lediglich die angegebenen Mailadressen und Handynummern auf den Verträgen könnten Verdacht erregen.

Pro eingerichtetem Konto werden 20 Euro Vergütung vereinbart, die sie allerdings nie erhalten. Nicht selten werden 6 bis 8 Konten eingerichtet, bevor Banken und Polizei aufmerksam werden. Die gutgläubigen Kontoeinrichter fallen meist aus allen Wolken, wenn die Polizei sie mit ihren Taten konfrontiert.

Mit einer vermeintlich noch lukrativeren Masche werden in gleichen Portalen und mit ähnlicher Anbahnungsform Menschen gesucht, die für die Auftraggeber Warenpakete annehmen, sammeln und weiter verschicken. Neben den bereits beschriebenen Arbeitsverträgen werden ihnen bis zu 16 Euro Stundenlohn versprochen. Sogar die bereits frankierten Adressaufkleber in die oben genannten Staaten werden übersandt. Die so genannten Warenagenten nehmen an sie adressierte Päckchen mit Handys oder Tablets an und leiten sie dann in größeren Chargen weiter.

Die Begründung für dieses “Geschäftsmodell” wird ihnen damit erklärt, dass man sich die Waren aufgrund angeblicher Handelssanktionen nicht direkt senden lassen kann oder die Waren hier angeblich schlicht billiger als in den Zielländern seien. Zugrunde liegen hier natürlich Betrugsdelikte.

In der Regel erfahren die Warenagenten erst dann von ihrem Fehlverhalten, wenn die Polizei auf sie zukommt.

“Die Haupttäter agieren aus der digitalen Deckung heraus und sind für uns schwer ermittelbar”, erklärt Roland Otto, Mitarbeiter im Geldwäschesachgebiet des Landeskriminalamtes Schleswig-Holstein.

Die Verfolgung von ins Ausland transferierten Geldern ist sehr aufwändig und oft schwierig. Auch die verschickten Pakete werden im Ausland noch mehrmals weitergeleitet, bevor sie ihren Empfänger erreichen. Und die Handys, die oftmals die einzige Kontaktmöglichkeit zu den Tätern darstellen, sind meist auf nichtexistierende Personen angemeldet.

“Die Finanz- und Warenagenten, wie wir die App-Tester und Warenweiterleiter nennen, haben sich strafbar gemacht und können wegen leichtfertiger Geldwäsche belangt werden. So werden leichtgläubige Jobsuchende nicht selten zu teils hohen Geldstrafen verurteilt”, erklärt der Ermittler. Aber das sind nicht die einzigen Folgen, denn neben der Vorstrafe werden sie meist auch für die entstandenen Schäden haftbar gemacht und stehen plötzlich vor einem großen Schuldenberg.

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Bad Oldesloe – Um die durch die Corona-Pandemie und die damit Verbundenen Veranstaltungsverbote schwer getroffenen Kulturschaffenden zu unterstützen, plant der Kreis Stormarn ein neues Projekt: Ein Community-Magazin mit Informationen über die Szene.

Kulturrefferentin Tanja Lütje. Foto: Privat

Die Themen, die in den unterschiedlichsten Formaten wie Artikel, Fotostrecken, Videos, Tipps, Podcasts medial aufbereitet werden, entstehen aus einer Gemeinschaft kulturaffiner und experimentierfreudiger Menschen heraus.

Dieses offene Angebot richtet sich an alle, die sich mit eigenen Ideen einbringen und an der Gestaltung des kulturellen Lebens mitwirken wollen.

Eine Möglichkeit, sich jetzt zu beteiligen, ist die Namensgebung. Der Kreis sucht derzeit nach einem passenden Titel für die Website.

„Unser wichtigstes Anliegen ist es, möglichst viele für eine Beteiligung zu begeistern und den Community-Journalismus auf eine breite Basis zu stellen“, so Tanja Lütje, Kulturreferentin des Kreises. Auch Menschen ohne oder mit wenig Erfahrung in der Erstellung von Artikeln, Videos, Podcasts etc. sollen zur Teilnahme ermutigen werden.

Auf www.kultur-stormarn gibt es bereits erste Beiträge. An einem weiteren arbeiten etwa bekannte Jazz-Trompeter Ingolf Burkhardt und Kirchenmusiker Andis Paegle aus Bargteheide. Beide haben einen Jingle geschrieben. Ein Making-Of über die Entstehung des Stormarn-Lieds ist ab sofort auf der Website und Youtube zu sehen.

“Ein Jingle ist etwa zehn Sekunden lang, zwei Varianten gibt es”, sagt Andis Peagle. Alles sei in Kirche aufgenimmen worden, mit kleiner Truhenorgel oder E-Piano und Trompete: “Wir haben auch ein bisschen improvisiert.”

Trompeter Ingolf Burkhardt hat das kleine Musikprojekt in der Bargtheider Kirche genossen: “Es ging uns vorrangig nicht ums Geld, wir wissen ja wie es um die Kultur bestellt ist, wir unterstützen mit unserer Arbeit gern die lokale Kultur.” Er sehe dabei das große Ganze.

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DRK bietet Corona-Schnelltests jetzt auch in Reinfeld an

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Reinfeld – In Zusammenarbeit mit dem DRK-Ortsverein Reinfeld bietet der Kreisverband Stormarn des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) jetzt auch Corona-Schnelltests in Reinfeld an.

Foto: Stormarnlive.de

Alle Bürger haben ab Dienstag, 13. April, die Möglichkeit, sich kostenlos testen zu lassen.

Der Testbus steht immer dienstags in der Zeit von 8 bis 12 Uhr auf dem Marktplatz in Reinfeld. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

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Fast drei Promille: Oldesloer Polizei stoppt betrunkenen Autofahrer

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Bad Oldesloe – Am Samstagmittag zogen Beamte des Polizeirevieres Bad Oldesloe dank eines Zeugenhinweises einen Mann aus dem Verkehr, der unter dem Einfluss von Alkohol stehend mit einem Auto unterwegs gewesen ist.

Alkoholtest (Symbolbild). Foto: polizei

Gegen 12 Uhr meldete sich der Zeuge bei der Polizei und teilte mit, dass ein offensichtlich betrunkener Mann gerade in einen Pkw steigen und losfahren würde.

Die Beamten stellten im Rahmen der sofort eingeleiteten Fahndung den beschriebenen Audi A6 im Kreuzungsbereich Lübecker Straße und Berliner Ring fest, stoppten den Wagen und unterzogen dem Fahrzeugführer einer Kontrolle.

Bei einer Überprüfung der Fahrtauglichkeit stellten die Polizisten einen Atemalkoholwert von 2,71 Promille fest. Daraufhin wurde die Entnahme einer Blutprobe angeordnet. Sein Führerschein wurde beschlagnahmt.

Der 55-jährige Bad Oldesloer wird sich nun wegen Trunkenheit im Straßenverkehr verantworten müssen.

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