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Bad Oldesloe

Warten auf den Impfstoff: Stormarn testet Ablauf im Oldesloer Impfzentrum

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Bad Oldesloe – Pro Tag sollen hier 330 Personen pro Tag geimpft werden können: Der Kreis Stormarn hat im Oldesloer Impfzentrum die Immunisierung im Akkord geprobt.

Datenabgleich durch Soldaten der Bundeswehr am Eingang des Impfzentrums in Bad Oldesloe

In einer Generalprobe wurden mit 40 Freiwilligen die drei Impflinien getestet – derzeit natürlich noch ohne Pieks in den Arm.

Landrat Henning Görtz kann die Verfügbarkeit eines Impfstoffs kaum erwarten: „Die Zahlen sprechen für sich und sobald es einen zugelassenen Impfstoff gibt, muss logistisch alles funktionieren.“

Wie in vielen Landkreisen steigen auch in Stormarn seit Tagen die Ansteckungen.

Im Kreis Stormarn wurden innerhalb der letzten sieben Tage 295 Neuinfektionen bestätigt (Stand: 14.12.). Das entspricht einem Inzidenzwert von 120,6 Infektionen pro 100.000 EinwohnerInnen.

„Katastrophenschutz, unsere Bauabteilung und alle Helfer haben ganze Arbeit geleistet. Was hier in den vergangenen zwei Wochen passiert ist, ist eine logistische Meisterleistung“, lobte der Landrat. Neben dem Kreis und Katastrophenschutz sind auch Polizei und Bundeswehr in die Abläufe eingebunden. Letztere wird ausschließlich administrative Aufgaben übernehmen.

Die Impf-Prozedur beginnt am Nebeneingang der Jugendherberge. Ein Sicherheitsdienst wird an der Tür zunächst bei jedem Patienten die Temperatur messen. Anschließend gleichen Soldaten der Bundeswehr an einem provisorisch aufgebauten Tresen in der Eingangshalle die nötigen Daten ab, bevor die Impfberechtigten im Wartebereich Platz nehmen. Die Wartezeit soll nur ein paar Minuten betragen. Auf dem Fußboden angebrachte Linien führen die Patienten dann zur nächsten Station: Einem Beratungszimmer, in dem ein Arzt ein sechs Minuten langes Vorgespräch führt. Die folgende Impfung durch medizinisch ausgebildetes Personal dauert zwei bis fünf, die anschließende Beobachtung 15 Minuten.

Johanniter-Bereichsleiter Matthias Rehberg: „Wir rechnen nicht damit, dass es zu Impfkomplikationen kommt aber für den Fall haben wir hier dieselbe Ausstattung, die auch bei Notarzt-Einsätzen mitgeführt wird.“

Damit der Impfschutz vollständig ist, muss die ganze Prozedur nach etwa zwei Wochen wiederholt werden. Zunächst sollen Risikopatienten und Stormarner der Altersgruppe über 80 Impfschutz bekommen. Sobald der Impfstoff verfügbar ist, wird die Kreisverwaltung einen öffentlichen Aufruf starten. Impfberechtigte müssen dann selbst tätig werden und einen Termin vereinbaren. Die Telefonnummern werden noch bekanntgegeben.

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Bad Oldesloe

Coronavirus in Stormarn: Gesundheitsamt meldet 24 Neuinfektionen und Inzidenzwert von 56

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Bad Oldesloe – Das Gesundheitsamt des Kreises Stormarn meldet 24 Neuinfektionen innerhalb eines Tages (Stand: 2.3., 15 Uhr) und einen Inzidenzwert von 56,2. Zwei weitere Infizierte sind verstorben.

Ausgehend von der gestrigen Mitteilung der Landesmeldestelle zur offiziellen Gesamtzahl der klinisch bestätigten COVID-19-Fälle in Stormarn (4.733) ergibt sich, sofern die Landesmeldestelle im Laufe des Tages keine Veränderungen vornimmt, für heute eine neue Gesamtzahl der klinisch bestätigten COVID-19-Fälle von 4.757.

4.252 Personen gelten als genesen, 259 Personen sind aktuell infiziert.

„Leider müssen wir auch mitteilen, dass zwei weitere infizierte Personen verstorben sind. Es handelt sich um zwei Männer der Altersgruppen über 70 und über 90 Jahre“, heißt es vom Gesundheitsamt. 246 Personen sind somit verstorben.

Ausgehend von der gestrigen Mitteilung der Landesmeldestelle zur 7-Tage-Inzidenz sind im Kreis Stormarn innerhalb der letzten sieben Tage 137 Neuinfektionen zu bestätigen. Das entspricht einem Inzidenzwert von 56,1 Infektionen pro 100.000 EinwohnerInnen.

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Bad Oldesloe

Stormarner Wirtschaft fordert: “Aufmachen. Jetzt.”

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Bad Oldesloe – In einem offenen Brief an Daniel Günther, Ministerpräsident des Landes Schleswig-Holstein, und Dr. Bernd Buchholz, Minister für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus, haben fünf Gewerbe- und Wirtschaftsvereine im Kreis Stormarn die Öffnung des Einzelhandels, der Dienstleistungen und der Gastronomie zum 8. März gefordert.

Fordern die Öffnung des Einzelhandels, der Dienstleistung und der Gastronomie (v.l.n.r.): Uwe Bölt, Wolfgang Sarau, Jürgen Rabeneck, Nicole Brandstetter, Armin Adib-Moghaddam

Die Unternehmervereine betonen, dass die unklare Lage, wann die durch Corona bedingten Einschränkungen beendet sein werden, Gewerbetreibende und Gastronomen in den Ruin treiben und zudem für Frust sorgen.

„Umfragen bestätigen, dass es im Einzelhandel zu keiner erhöhten Infektionsgefährdung kommt. Mit Blick auf das Ostergeschäft brauchen wir eine echte Öffnung und kein Click & Meet. Einzelhändler, Dienstleister und Gastronomen sind mehr denn je auf den in dieser Zeit zu generierenden Umsatz angewiesen“, fasst Nicole Brandstetter, Vorsitzende der Wirtschaftsvereinigung Bad Oldesloe, stellvertretend für die fünf Stormarner Unternehmervereine zusammen. 

Stormarnlive veröffentlicht den Offenen Brief “Aufmachen. Jetzt.” an dieser Stelle in voller Länge:

Echte Öffnung der Einzelhandelsgeschäfte und der Gastronomie ab 8. März!

Sehr geehrter Herr Ministerpräsident Günther, sehr geehrter Herr Minister Dr. Buchholz, 

in einem Schreiben haben wir, Stormarner Gewerbevereine und Interessenvertretungen von Stormarner Unternehmern, Sie um eine transparente, nachvollziehbare und abgestimmte Öffnungsstrategie gebeten, in der die Öffnung des Einzelhandels, der Gastronomie/Hotellerie und der Dienstleister am Anfang der Lockerungen berücksichtigt werden, da vielen Unternehmen in Schleswig-Holstein durch den anhaltenden Lockdown die Insolvenz droht.

Wir haben Verständnis, dass Gesundheitsschutz oberste Priorität hat. Gleichwohl umtreibt uns nicht zuletzt aufgrund Ihres eher allgemein gehaltenen Antwortschreibens die Sorge, dass in Ihren derzeitigen Planungen keine ausreichende Balance zwischen Gesundheitsschutz und Wirtschaftsinteressen hergestellt wird.

Daher möchten wir unsere Forderung mit diesem offenen Brief konkretisieren:

Die Gewerbevereinigungen Stormarner Einzelhändler, Dienstleister und Gastronomen appellieren an Sie, die lokalen Geschäfte, Dienstleister und die Gastronomie ab dem 8. März 2021 zu öffnen! Uns steht das Wasser bis zum Hals!

Die Öffnung ist für den Handel und die Gastronomie existenziell! Dabei geht es nicht nur um die Existenzen der Gewerbetreibenden, sondern auch um die der Angestellten! In vielen Geschäften ist der Umsatz von heute auf Morgen auf null gefallen. Das kann man nicht mehr aufholen! Schon jetzt müssen immer mehr Läden und Gastronomiebetriebe wegen der Corona-Krise schließen. Die unklare Lage, wann die Einschränkungen beendet sein werden, treibt Gewerbetreibende und Gastronomen geradezu in den Ruin. Wenn es schon ohne die Corona-Pandemie schwer war, Nachfolger für leer stehende Läden zu bekommen, wer soll sich dann noch nach der Krise finden, um neue Geschäfte zu eröffnen?

Die andauernden Geschäftsschließungen ohne absehbares Ende sowie die schleppenden Auszahlungen der Finanzhilfen sorgen bei den Händlern nachhaltig für Frustration. Zusätzlich denken alteingesessene Ladeninhaber bereits über eine frühere Betriebsaufgabe nach als ursprünglich geplant. Eines ist gewiss: Das Sterben des Handels und der Gastronomie bedeutet nicht nur den Tod für die Innenstädte, sondern auch den Verlust von Heimat und Identität für viele Bürgerinnen und Bürger. Das kann nicht in Ihrem Interesse sein.

Unsere Händler, Dienstleister und Gastronomen brauchen eine klare Öffnungsstrategie! Verbote sind kein Konzept! Wenn der Lebensmitteleinzelhandel, in dem um die 80 Prozent aller Kontakte beim Einkaufen stattfindet, öffnen darf, warum muss dann der übrige Einzelhandel, der zudem für die Hälfte der Arbeitsplätze im Handel steht, geschlossen bleiben? Wenn das Robert-Koch-Institut laut seiner Toolbox dem gesamten Einzelhandel sowohl ein niedriges Infektionsrisiko als auch einen niedrigen Anteil am gesamten Transmissionsgeschehen bestätigt, wieso sind diese Geschäfte dann noch immer geschlossen?

Einzelhändler, Dienstleister und Gastronomen haben bereits zum ersten Lockdown im Frühjahr 2020 viel Geld in die Hand genommen, um tragfähige Hygienekonzepte zu installieren. Die Präventionsmaßnahmen und das Konzept einer begrenzten Zahl an Kunden auf der zur Verfügung stehenden Fläche haben sich bewährt. Umfragen und Studien bestätigen, dass es im Einzelhandel zu keiner erhöhten Infektionsgefährdung kommt. Als Beweis dient hier der Lebensmittelhandel. Von Ladenflächen, auf denen die Hygienebedingungen eingehalten werden, geht keine signifikante Gefahr aus. Es gibt also keine Argumente, die jetzt geschlossenen Betriebe weiterhin geschlossen zu halten. Beenden Sie diese politische Irrfahrt!

Setzen Sie dieses wichtige Zeichen der Öffnung für die schleswig-holsteinischen Unternehmerinnen und Unternehmer und die Bürgerinnen und Bürger! Sorgen Sie dafür, dass sowohl der Handel als auch die Dienstleister und parallel die Restaurants wieder öffnen können. Bei dieser Entscheidung ist Angst kein guter Ratgeber. Denn auch bei einer Komplettöffnung des Handels werden nicht gleich wieder Tausende von Menschen vor den Geschäften stehen. Deswegen bedarf es auch keiner Zwischenschritte von „Click & Collect“ zu „Click & Meet“. Das wichtige Ostergeschäft steht vor der Tür. Nach dem verlorenen Oster- und Weihnachtsgeschäft im vergangenen Jahr sind die Händler, Dienstleister und Gastronomen mehr denn je auf den in dieser Zeit zu generierenden Umsatz angewiesen.

Die von allen politischen Parteien regelmäßig herausgehobene Bedeutung von Einzelhandel und Gastronomie für die Attraktivität unserer Innenstädte, besonders auch im ländlichen Raum, darf gerade in einer Krise kein Lippenbekenntnis sein. Es geht um die Sicherung vieler Einzelperspektiven für die Zukunft, die in ihrer Summe die Vielfalt unserer Innenstädte ausmachen.

Wir fordern Sie auf: Ermöglichen Sie dem schleswig-holsteinischen Einzelhandel, den Dienstleistern und der Gastronomie ab dem 8. März wieder zu öffnen!

Nicole Brandstetter, Vorsitzende Wirtschaftsvereinigung Bad Oldesloe e.V., Uwe Bölt, Vorsitzender Gewerbevereinigung Glinde e.V., Jürgen Rabeneck, Vorsitzender Handelsverein Reinfeld e.V., Wolfgang Sarau, Ring Bargteheider Kaufleute e.V., Götz Westphal, Vorsitzender Ahrensburger Stadtforum für Handel, Gewerbe und Tourismus e.V.

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Bad Oldesloe

Kreis richtet kostenlosen Fahrdienst zwischen Reinbek und dem Impfzentrum Bad Oldesloe ein

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Bad Oldesloe/Reinbek – Um den über 80-jährigen Senioren aus Reinbek und Umgebung, die in der Zeit vom 1. bis 14. März einen Impftermin im Impfzentrum in Bad Oldesloe haben, die Anreise zu erleichtern, wird der Kreis für diesen Zeitraum eine zusätzliche kostenfreie Direktanbindung zwischen der Kreisstadt und dem Südkreis in Auftrag geben.

Sitz des Stormarner Landrats Symbolfoto: SL

Täglich um 12 Uhr und um 15:30 Uhr wird an der Bushaltestelle Schulstraße in Reinbek (unmittelbar am Impfzentrum) mit Zwischenhalt in Neuschönningstedt (Haltestelle Ebereschenweg, Abfahrt ca. 12:10 Uhr und 15:40 Uhr) ein Standard-Linienbus zum Einsatz kommen, der direkt und auf schnellstem Weg über die K80 und die A1 zur Bushaltestelle Travebad in Bad Oldesloe, in unmittelbarer Nähe zum dortigen Impfzentrum, fährt. Der Bus ist barrierefrei, so dass auch Rollstuhlfahrer befördert werden können.

Die Rückfahrt über Neuschönningstedt nach Reinbek ist jeweils für ca. 14:30 Uhr und ca. 18 Uhr geplant.

Der Bus wartet in der Zwischenzeit an der Bushaltestelle Travebad. Geimpfte können sich nach Abschluss des Impfvorganges dort aufhalten.

Landrat Dr. Görtz: “Das Impfzentrum Reinbek wird erst ab dem 15. März für Personen über 80 Jahre zur Verfügung stehen, da erst ab dann der entsprechende Impfstoff zur Verfügung steht. Bis dahin wollen wir den Bürgerinnen und Bürger aus dem Südkreis eine bessere Erreichbarkeit des Impfzentrums in Bad Oldesloe ermöglichen. Der Weg von Reinbek nach Bad Oldesloe ist mit dem regulären ÖPNV besonders für ältere Menschen schwierig zu bewältigen. Ich hoffe, dass wir ihnen mit diesem Angebot entgegenkommen können.”

Reinbeks Bürgermeister Björn Warmer: „Das ist eine unkomplizierte Hilfe und für alle Seniorinnen und Senioren aus dem Südkreis eine gute Nachricht. Jetzt werbe ich dafür, schnell Impftermine zu buchen und den Shuttle zu nutzen.“

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