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Kreis Segeberg

Nach AfD-Veranstaltung in Henstedt-Ulzburg: Männer fahren mit Pick-Up Gegendemonstranten an

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Henstedt-Ulzburg – Ein Teilnehmer einer AfD-Veranstaltung soll mit einem Pick-Up-Truck absichtlich GegendemonstrantInnen angefahren, mehrere leicht und eine Person schwer verletzt haben.

Polizeiabsperrung (Symbolbild). Foto: Stormarnlive.de

Augenzeugen und das “Bündnis gegen Rechts” sprechen von versuchtem Mord. Die Polizei spielt den mutmaßlichen Angriff, den zahlreiche Augenzeugen beobachtet haben, herunter und spricht in einer Pressemitteilung von einem “Verkehrsunfall” mit einer bei dem “eine Person der linken Szene schwer verletzt und in ein Krankenhaus eingeliefert” wurde. In der Folge sei es außerdem zu Aggressionsdelikten gegenüber Beteiligten und Polizeibeamten gekommen, was die Abgabe eines polizeilichen Warnschusses erfordert habe.

Der Vorfall ereignete sich am Samstagnachmittag am Rande einer AfD-Veranstaltung in Henstadt-Ulzburg, zu der auch der Bundesvorsitzende Jörg Meuthen angereist war.

Aufstehen gegen Rassismus Hamburg weist die Darstellung der Polizei, es würde sich lediglich um einen Verkehrsunfall handeln, aufgrund eigener Beobachtungen entschieden zurück und fordert, dass rechte Anschläge als solche benannt und die Gefahr rechter Ideologie und Strukturen endlich ernst genommen und bekämpft werden.

Demnach handelt es sich keineswegs um einen “Verkehrsunfall” sondern um einen Anschlag.

“Vier Männer, die beim Verkleben rechter Sticker beobachtet worden und durch das Äußern rechter Parolen aufgefallen waren, wurden durch die Versammlungsleiterin der Protestkundgebung verwiesen”, sagt ein Bündnis-Sprecher.

“Nachdem die Männer in einen parkenden VW Amarok gestiegen waren, beschleunigte der Fahrer abrupt und lenkte seinen Wagen gezielt auf eine Gruppe Protestierender auf dem Gehweg und auf die angrenzende Rasenfläche, auf der sich Menschen in Sicherheit bringen wollten”, heißt es in der Stellungnahme.

Dabei seien laut Bündnis fünf Menschen verletzt worden, eine Person schwer.

Ein Augenzeuge, der bei der Kampagne Aufstehen gegen Rassismus Hamburg aktiv ist und beim Protest anwesend war, weist die Darstellungen der Polizei, nach denen es sich lediglich um einen „Verkehrsunfall“ gehandelt haben soll, entschieden zurück:

„Es ist für mich ganz klar, der Fahrer hat beschleunigt, ist auf den Fußgängerweg und wollte Menschen überfahren. Das heißt, er hat in Kauf genommen uns zu töten!“

Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft in Kiel ermittelt die Polizei derzeit jedoch nur wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr.

Der Beschuldigte ist nach einer ersten Befragung auf der Dienststelle wieder entlassen worden. Die Ermittlungen dauern an.

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Polizei und Feuerwehr

Autofahrer (22) muss SUV ausweichen und verunglückt: Verursacher flüchtet

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Sülfeld – Weil ihm ein dunkler SUV entgegenkam, musste ein 22-Jähriger ausweichen und kam daraufhin von der Straße ab. Der Verursacher setzte seine Fahrt jedoch fort.

Symbolfoto: Fleimax/Pixabay

Der Unfall ereignete sich am Sonnabend, 27. März, kurz nach 14 Uhr in der Straße Steindamm (K4)

Zu dieser Zeit befuhr eine unbekannte Person mit einem dunklen SUV-Fahrzeug die K 4 in Richtung Ortsmitte und geriet bei der Durchfahrt einer Rechtskurve am Ortseingang von Sülfeld in den Gegenverkehr.

Ein entgegenkommender 22-jähriger Fahrer eines anthrazitfarbenen Pkw VW Golf kam beim Ausweichmanöver nach rechts von der Fahrbahn ab und prallte gegen den Schilderpfosten der Ortstafel. Zu einer Berührung der beiden Fahrzeuge kam es nicht.

Der 22-Jährige aus dem Kreis Segeberg wurde bei dem Aufprall leicht verletzt und es entstand ein Sachschaden im mittleren vierstelligen Eurobereich.

Zeugen, die sachdienliche Hinweise zum Unfallhergang geben können, werden gebeten, ihre Beobachtungen unter 04535 / 43 999 50 der Polizei Itzstedt mitzuteilen.

Weiter fordert die Polizei den/die Unfallverursacher*in auf, sich bitte umgehend bei der Polizei zu melden.

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Kreis Segeberg

Solidarisch durch die Pandemie: “Segeberg bleibt bunt” will mit Ausstellung aufklären

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Bad Segeberg/Bad Oldesloe – In den letzten Monaten hat sich eine Gruppe von Gegnern der Corona-Maßnahmen alle zwei Wochen auf dem Marktplatz in Bad Segeberg getroffen und dort auch Verschwörungstheorien und sozialdarwinistische Ansichten verbreitet.

Laut der Initiative Segeberg-bleibt-bunt handelt es sich dabei auch um Personen, die in Bad Oldesloe, Bargteheide und Ahrensburg bei Kundgebungen auftreten:

„Auf ihren öffentlichen Telegram-Gruppen und im Internet, werden von diesen Menschen immer wieder Beiträge von rechten Influencern, Mitgliedern rechtsextremer Parteien oder auch Mitgliedern der „Neuen Rechten“ und der Identitären Bewegung gepostet.“

Mit einer Ausstellung will die Initiative Segeberg-bleibt-bunt Aufklärung betreiben und sich damit gegen die Bewegung stellen, die sich in Teilen immer weiter radikalisiert: „Wir wollen unsere Mitmenschen informieren, wer hinter den antisemitischen und rassistischen Äußerungen steht und wie diese die Spaltung der Gesellschaft voran treiben.“

In der Ausstellung wird dargestellt, wie die Kritik der Corona-Leugner und -Relativerer an den Maßnahmen, von „Der Rechten“ adaptiert und die Menschen instrumentalisiert werden.

„Wir halten Kritik an den Corona-Maßnahmen für legitim und nötig, denn nur in einem gesellschaftlichen Diskurs und indem wir die Maßnahmen immer wieder hinterfragen und überprüfen, werden wir die richtigen Schritte in der Pandemie herausfinden“, heißt es seitens der Initiative Segeberg-bleibt-bunt. „Aber es führt zu keinen fortschrittlichen, innovativen Ideen, sich von rechter Ideologie vereinnahmen zu lassen, sondern nur zur Spaltung der Gesellschaft.“

Der Sprecher der Identitären Bewegung Österreich hat gesagt: „Durch die Proteste gegen die Corona-Maßnahmen könne das Wachstumspotential des patriotischen Lagers steigen. Die Krise könne vielleicht sogar in die Nähe politischer Macht führen.“ Das, so die Segeberger, gelte es zu verhindern: „Denn die Welt lässt sich nicht in Schwarz und Weiß einteilen, sondern hat unglaublich viele Farben. Und das ist toll.“

Ausstellungseröffnung „Solidarisch durch die Pandemie“ am Mittwoch, 17. März, 16.45 Uhr, auf dem Marktplatz in Bad Segeberg.

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Polizei und Feuerwehr

Ins Gesicht geschlagen und ausgeraubt: Brutaler Überfall auf 21-Jährigen in Bad Segeberg

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Bad Segeberg – In der Nacht von Freitag auf Samstag (13. März) ist es Am Markt zum Raub durch drei Täter zum Nachteil eines 21-jährigen Bad Segebergers gekommen, zu dem die Kriminalpolizei aktuell nach Zeugen sucht.

Polizei im Einsatz Symbolfoto: SL

Nach derzeitigem Stand der Ermittlungen befand sich der Geschädigte um 00:20 Uhr auf dem Marktplatz, als ein silberfarbener Pkw mit Segeberger Kennzeichen hielt.

Das Fahrzeug soll einem 3er BMW geähnelt haben.

Drei mit Sturmhauben maskierte Männer seien hinten aus dem Pkw ausgestiegen. Sowohl der Fahrer als auch die Beifahrerin blieben im Fahrzeug sitzen.

Die Täter sollen den 21-Jährigen zunächst verbal bedroht und anschließend mehrfach ins Gesicht geschlagen haben.

Ein Täter nahm dem Bad Segeberger Geldbörse und Smartphone ab.

Zwei Täter flohen anschließend zu Fuß in Richtung Friedhof, der dritte bestieg den Pkw. Das Fahrzeug fuhr über den Seminarweg in Richtung ZOB davon.

Alle drei Täter trugen weiße T-Shirts, dunkle Hosen, dunkle Schuhe und die besagten schwarzen Sturmhauben. Zwei Täter waren circa 1,85 Meter groß, der Dritte knapp 1,80 Meter.

Die Ermittlungsgruppe Jugend der Kriminalpolizei Bad Segeberg bittet um Zeugenhinweise unter 04551 884-0.

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