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Ahrensburg

Schatten über dem Schloss: SPD-Politiker fordert Mahnmal für Opfer des Kolonialismus in Ahrensburg

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Ahrensburg – Am Mittwochabend trafen sich die Wissenschaftlerin Prof. Dr. Bea Lundt, die Aktivistin Patricia Nnadi und der Landtagsabgeordnete Tobias von Pein zu einer Diskussionsrunde mit dem Titel „Schatten über dem Schloss“ in der Stadtbücherei Ahrensburg.

Die Diskussionsteilnehmer:innen (v.l.): Patricia Nnadi (Kollektiv afrodeutscher Frauen Schleswig-Holstein), Prof. Dr. Bea Lundt (University of Education Winneba (Ghana)), Tobias von Pein (SPD-Landtagsabgeordneter aus Stormarn. Foto: SPD

Veranstalter war die Friedrich-Ebert-Stiftung. Diskutiert wurden die Fragen: Wie und wo lebt die koloniale Vergangenheit in Ahrensburg und anderen Orten fort?

Bei der Veranstaltung wurde deutlich, dass die Vergangenheit und die Gegenwart enge Bezüge zueinander aufweisen und eine Trennung zwischen vergangenem Kolonialismus und aktuellem Rassismus nicht haltbar sind. „Die Aufarbeitung des kolonialen Erbes ist ein notwendiger Teil der Diskussion um heutigen Rassismus. Dieser hat eine seiner Wurzeln im Denken europäischer Eroberer und Gelehrter. Daher braucht es eine breite Debatte in unserer gesamten Gesellschaft aber auch konkret vor Ort“, sagt der SPD-Landtagsabgeordnete Tobias von Pein.

„Das Thema ist so wichtig, dass es präsent für alle sichtbar sein muss: Es muss in der Schule stärker behandelt werden, es muss an Orten mit Bezügen zur Kolonialgeschichte sichtbar sein – also auch in Ahrensburg. Deshalb fordere ich ein Mahnmal für die Opfer von Sklavenhandel und Kolonialismus. Dies könnte als eine Art Gegendenkmal auf dem Schlossgelände an die Schattenseiten von Heinrich Carl Schimmelmann erinnern.“

Die Diskussion um die Person Heinrich Carl Schimmelmann schimmerte in Ahrensburg bereits in der Vergangenheit gelegentlich auf.

Auf dem Podium (v.l.): Patricia Nnadi (Kollektiv afrodeutscher Frauen Schleswig-Holstein), Prof. Dr. Bea Lundt (University of Education Winneba (Ghana)), Tobias von Pein (SPD-Landtagsabgeordneter aus Stormarn), Dr. Christian Testorf (Friedrich-Ebert-Stiftung Julius-Leber-Forum).

H. C. Schimmelmann war ein einflussreicher Sklavenhändler und beteiligte sich am sogenannten

„Dreieckshandel“. Im Jahr 1759 er erwarb die Gutsanlage mitsamt Herrenhaus und gilt als eine der wichtigsten Persönlichkeiten in der Geschichte Ahrensburgs. Angesichts der weltweiten Proteste gegen institutionellen und alltäglichen Rassismus bekam auch die Aufarbeitung der Vergangenheit eine breitere Aufmerksamkeit.

Tobias von Pein, der sich als Sprecher gegen Rechtsextremismus und für Demokratie in der SPD-Fraktion im schleswig-holsteinischen Landtag engagiert, begrüßt dies ausdrücklich:

„Durch meine langjährige Arbeit gegen Rassismus und Rechtsextremismus ist mir bekannt, wie wichtig es ist, Opfer rassistischer Gewalt eine Stimme zu geben. Die Opfer des Sklavenhandels, deren Namen wir heute oft nicht mehr herausfinden können, litten nicht nur unter einem perversen und menschenverachtenden Wirtschaftssystem, sondern auch ganz klar unter Rassismus.“

Durch ein Mahnmal, so führt er aus, können die Opfer, der Schatten über Schimmelmann und dem Schloss, sichtbar gemacht werden und zu einer Sensibilisierung beitragen.

Die Auseinandersetzung um Heinrich Carl Schimmelmann steht dabei nicht nur im Kontext der gesellschaftlichen Debatte um Rassismus und Kolonialismus.

Auch das Ansinnen der Stadt und der Mehrheit im Bildungs- und Kulturausschuss der Stadtverordnetenversammlung, eine Überprüfung von Namensgebungen im öffentlichen Raum vorzunehmen, ist eng verbunden mit dem Thema. Zur Aufarbeitung wurde eine Kommission eingesetzt, bei der es auch um die Schimmelmannstraße gehen wird. „In dieser Sache ist die Stadt mutig voran gegangen. Mit der notwendigen Aufarbeitung wird ein erster Schritt getan. Welche Empfehlung die Kommission am Ende abgibt, welcher Beschluss gefasst wird, steht offen. Aber ich hoffe auf eine Umbenennung. Ein Straßenname ist in der breiten Wahrnehmung auch immer eine Ehrung. Wir brauchen aber keine Ehrung, sondern Mahnung und Aufarbeitung.“

Tobias von Pein resümiert: „Im Grunde geht es mir um drei Dinge. Zum einen möchte ich keine Ehrung für unehrenhafte Personen, zum zweiten braucht es eine Sichtbarmachung von Leid, Elend und Unterdrückung, die zum Teil bis heute anhält. Nicht zu guter Letzt, braucht es eine breite Diskussion mit Bürger:innen, Betroffenen und Wissenschaftler:innen sowie ein erweitertes Bildungsangebot in diesem Bereich. Diese Veranstaltung heute Abend verstehe ich dabei als Teil einer solchen Diskussion.“

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Ahrensburg

Kinderhaus Blauer Elefant feiert Sommerfest in Ahrensburg

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Ahrensburg Am Freitag, den 17. Juni 2022 findet von 14-17 Uhr ein großes Familienfest im Kinderhaus Blauer Elefant Ahrensburg statt.

Foto: Kinderhaus Blauer Elefant

Das Spielmobil des Deutschen Kinderschutzbundes hat neben vielen Spielen auch seine Bewegungsbaustelle und die neue große Murmelbahn dabei. Hier können Groß und Klein nach Herzenslust bauen und spielen.

Hektor, der Gaukler wird mit seinen Zauberkindern ein paar Tricks vorführen und natürlich wieder verschiedene Tiere aus Luftballons zaubern.

Wer es lieber etwas ruhiger mag, kann das Bastelangebot nutzen, sich phantasievoll schminken lassen oder sich im Café mit leckeren Waffeln, Kuchen oder Obstspießen verwöhnen.

Etwas abseits vom Trubel gibt es zusätzlich Spielangebote für Eltern mit kleinen Kindern.

Das Kinderhaus Blauer Elefant befindet sich im Stadtteil Gartenholz, im Hörnumweg 2. Die Mitarbeitenden des Kinderhauses freuen sich auf zahlreiche Besucher.

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Ahrensburg

Schläge ins Gesicht: Männer überfallen 26-Jährigen am Ahrensburger Bahnhof

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Ahrensburg Er wurde von vier Männern ins Gesicht geschlagen und ausgeraubt: Am Ahrensburger Bahnhof ist ein 26-Jähriger Opfer eines Raubüberfalls geworden.

Bahnhof Ahrensburg Archivfoto: SL

Die Tat ereignete sich am vergangenen Samstagmorgen (28.05.2022), gegen 0.40 Uhr auf dem Bahnsteig der Gleise 3 und 4.

Nach bisherigen Stand der Ermittlungen hielt sich der Geschädigte auf dem Bahnsteig auf, um von dort nach Hamburg fahren zu können. Plötzlich und unerwartet sei er dort von vier Männern mehrfach ins Gesicht geschlagen worden. Zudem sei er zu Boden gestürzt.

Die Täter nahmen ihm daraufhin seine Lederjacke und Portmonee ab. Anschließend flüchteten sie zu Fuß vom Bahnhof in Richtung Hagener Allee / Voßberg.

Der 26-jährige Kieler wurde leicht verletzt und musste ärztlich behandelt werden.

Die Fahndung nach den Tatverdächtigen verlief negativ. Beschrieben werden konnten sie wie folgt: ca. 30 – 40 Jahre, südländisches Erscheinungsbild. Drei Männer trugen eine dunkle Jacke und eine Person war mit einer weißen Jacke bekleidet.

Bereits am Morgen, gegen 06.30 Uhr, wurde die EC-Karte des Geschädigten, welches sich in seinem entwendeten Portmonee befand, in der Waldstraße aufgefunden.

Die Kriminalpolizei in Ahrensburg hat die Ermittlungen übernommen und sucht Zeugen. Wer hat die Tat im Ahrensburger Bahnhof beobachtet? Wer kann Angaben zu den Tätern machen und hat diese im weiteren Verlauf im Bereich der Hagener Allee / Voßberg beobachtet? Sachdienliche Hinweise nehmen die Beamten unter der Telefonnummer 04102/809-0 entgegen.

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Ahrensburg

Mehrere Schläge gegen den Kopf: Ahrensburger (40) brutal ausgeraubt

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Ahrensburg Ein 40-Jähriger ist am Mittwochmorgen in der Ahrensburger Innenstadt ausgeraubt worden. Der unbekannte Täter ging dabei äußerst brutal vor.

Polizei im Einsatz Symbolfoto: SL

Der Raub ereignete sich am 18. Mai gegen 0.45 Uhr in der Klaus-Groth- Straße in Ahrensburg.

Nach aktuellem Erkenntnisstand saß der 40-jährige Ahrensburger auf einer Bank in der Ahrensburger Innenstadt in der Nähe des City Centers.

Dann wurde er von einer unbekannten Person mehrfach gegen den Kopf geschlagen. Der Täter verlangte dabei die Herausgabe von Wertgegenständen.

Nachdem die unbekannte Person sich Geldbörse und E-Zigarette genommen hatte, verschwand sie in unbekannte Richtung.

Der 40- jährige Ahrensburger wurde bei dem Raub schwer, aber nicht lebensgefährlich, verletzt. Der Sachschaden wird auf mehr als 200 Euro geschätzt.

Die Polizei sucht Zeugen. Wer hat die Tat beobachtet oder kann Angaben zu dem Täter machen? Sachdienliche Hinweise nimmt die Kriminalpolizei Ahrensburg unter der Telefonnummer: 04102/ 809-0 entgegen.

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