Folge uns!

Bad Oldesloe

Stormarner Kindertage: Das Recht auf ein gesundes und gutes Leben

Veröffentlicht

am

Bad Oldesloe – Jedes Jahr im September setzen die Stormarner Kindertage ein Zeichen für einen kinderfreundlichen und kindgerechten Landkreis Stormarn.

In diesem Jahr hat sich der Alltag von Kindern und Jugendlichen sehr verändert. Ob in der Kindertagesstätte oder in der Schule: Einhalten von Hygieneregeln, Tragen von Mund-Nase-Bedeckungen durch die Erwachsenen oder auf dem Schulgelände, Unterricht über digitale Medien, kein gemeinsames Singen, Sport nur in Kleingruppen und vieles mehr.

In Zeiten der Corona-Pandemie rückt das dritte Grundrecht – das Recht auf Gesundheit – bei den Stormarner Kindertagen deswegen besonders in den Fokus.

Wissenschaftliche Studien – zum Beispiel die COPSY-Studie des Universitätsklinikums Eppendorf – belegen, dass sich die Corona-Pandemie negativ auf die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen ausgewirkt. Stress, Angst und Depressionen haben zugenommen.

Während des Corona Lockdowns ergriffen die Mitarbeitenden der Arbeiterwohlfahrt in Stormarn auf vielfältige Art und Weise die Initiative, um dem Recht der Kinder auf ein gesundes Leben zu entsprechen.

Zahlreiche Aktionen zeigen, wie zum Beispiel die pädagogischen Fachkräfte der AWO Soziale Dienstleistungen gGmbH das Recht auf Gesundheit der Kinder im Blick behielten.

Die AWO BewegungsKiTa Reinfeld organisierte vielschichtige Angebote für Kinder und Familien, die im Rahmen der Notbetreuung gerade nicht durch die Einrichtung unterstützt wurden.

Die Familien erhielten einen täglichen Newsletter rund um das Thema Bewegung. „Bewegung ist ein wichtiges Instrument der Stressregulation. Die Kinder lernen sich auszudrücken und Gefühle und Empfindungen zu zeigen“, erläutert Kita-Leitung Laura Storm. Im direkten Kontakt mit den Kindern blieben die ErzieherInnen der AWO BewegungsKiTa Reinfeld mit dem Webkonferenz-Tool GoToMeeting: Mit einem selbst geschriebenen Puppentheater, das sich speziell an die Kinder richtete, erklärten die pädagogischen Fachkräfte leicht verständlich, was Corona überhaupt ist.

Petra Ilse wiederum ist zertifizierte Elternbegleiterin im AWO Hort Am Schloss in Ahrensburg. Im Rahmen des so genannten Elterncafés telefonierte sie regelmäßig mit Eltern, Großeltern und Kindern. Bei Bedarf ermöglichte sie auch persönliche Treffen „auf Abstand“.

Jonathan Rubarth ist nicht nur Leiter der AWO Kindertagesstätte Querweg und der OGS Gertrud-Lege-Schule in Reinbek, sondern auch Berufsmusiker. Also dachte er sich, dass jetzt von zu Hause gesungen werden muss. Kurzerhand gründete er einen Kanal auf einer großen Videoplattform. Hier singt er einmal in der Woche live mit allen Kindern der AWO-Kitas die schönsten Kinderlieder. Die Lieder konnten sich die Kinder vorab per E-Mail wünschen.

Das Team des AWO Waldkindergarten Ahrensburg schenkte den Familien mit einer Schnitzeljagd zum Thema „Frösche“ und einer Schatzsuche unbeschwerte, gemeinsame Zeit in der Natur. „Die Kinder erinnerten sich, im direkten Kontakt mit bekannten Plätzen im Wald, an ihre Zeit in der Kita. Diese Verbindung gab den Kindern Stabilität und Wurzeln in dieser ungewöhnlichen Zeit“, erläutert Kita-Leitung Sabrina Malinowski. Zudem übernahmen die Kinder während der gemeinsamen Familienzeit die Rolle der Experten. Auf diese Weise erlebten sie Selbstwirksamkeit und erfuhren eine mentale Stärkung.

Eine moderne, zukunftsorientierte Gesellschaft zeichnet sich dadurch aus, welche Bedeutung sie den Belangen von Kindern und Jugendlichen beimisst.

Die Verankerung der Kinderrechte im Grundgesetz ist hierfür ein wichtiger Schritt. Das Recht auf Beteiligung ist im Leitbild der AWO-Kindertagesstätten fest verankert. In altersentsprechenden Beteiligungsprojekten oder in der Entwicklung von Kinderparlamenten schlägt sich dies im pädagogischen Alltag nieder. Seit dem Jahr 2007 setzt sich ein Bündnis aus Deutscher Kinderschutzbund, Deutsches Kinderhilfswerk und UNICEF Deutschland mit der Kampagne „Aktionsbündnis Kinderrechte“ für eine Verankerung der Kinderrechte im Grundgesetz ein.

Informiert bleiben und folgen! Facebook und Twitter

Bad Oldesloe

Aktion und Performance vor dem KuB: Eine Hommage ans Jammern

Veröffentlicht

am

Am Samstag, den 2. Juli macht das Jammermobil Station vor dem KuB in Bad Oldesloe.

Ab 10 Uhr darf bei dieser Aktion jede Bürgerin und jeder Bürger jammern was das Zeug hält. Das Jammermobil ist eine Aktion von BAUCHLADEN MONOPOL und wird gefördert vom Fonds Darstellende Künste.

Das Bauchladen Monopol macht Jammern salonfähig! Dafür touren sie mit einem Transporter – dem Jammermobil – durch die ganze Republik und öffnen ihre Mobiltüren auf belebten Plätzen und sammeln Töne und Ausdrucksweisen des Jammerns sowie regionale Reizthemen.

Nicht das beiläufige, zerstörerische, anklagende Jammern wird gesucht, sondern ein persönliches, erleichterndes und stärkendes Jammern.

„Wir halten den öffentlichen Raum für einen wichtigen Ort, an dem gesellschaftliche Austausch stattfindet. Trotz des durch die Pandemie bekannte social distancing, Lockdown und geschlossenen Kulturorten schaffen wir Räume, in denen Begegnungen möglich werden.“, so die Performerin Sophia Guttenhöfer, die seit 2010 Straßentheater und Interventionen an theaterunübliche Orte durchführt. 

Zwei clowneske Figuren stellen sich als Jammerlappen zur Verfügung, finden in ihrem breiten Jammerrepertoire den passenden Ausdruck und jammern für die oder mit den Besuchenden gemeinsam.

Auf Wunsch wird eine „personalisierte Jammerpartitur to go“ für den weiteren Gebrauch erlernt. 

Außerdem sind Passant*innen vor dem Jammermobil eingeladen, Fragen, Kommentare  aufzugeschrieben oder zu malen, Kurzvideos oder Tonspuren mit Jammervollem zu hinterlassen. So wächst über die verschiedenen Stationen hinweg ein mobiler Ausstellungs- und Kommunikationsort, der die Stimmungslage der Menschen über verschiedene Regionen hinweg widerspiegelt.

Weiterlesen

Bad Oldesloe

Inklusionsmannschaft des VfL Oldesloe mit erster Turnierteilnahme

Veröffentlicht

am

Gut neun Monate nach Gründung der Fußball-Inklusionsmannschaft des VfL Oldesloe, in Kooperation mit den Stormarner Werkstätten und dem Kreissportverband Stormarn, nahm dieses Team erstmals an einem Turnier teil.

Christian Bauer (blaues Trikot) stoppt diesen Angriff mit vollem Einsatz. Fotos: VfL Oldesloe

Es ging zum „Kalle-Stawikowski-Cup“, der von der Vorwerker Diakonie ausgerichtet und an der Lübecker Lohmühle auf Kunstrasen ausgetragen wurde. Hier sollte man auf Kleinfeld auf andere Werkstätten, Förderschulen und soziale Einrichtungen treffen.

Die Aufregung war bei allen Spielern riesengroß. Für die meisten Kicker des Teams war es absolutes Neuland.

„Aufgrund von Corona konnten wir leider auch nicht so trainieren wie wir es uns gewünscht hätten, aber für mich war klar das wir diese Einladung gerne annehmen“, so Trainer Rainer Fischer. Schon vor dem Beginn war die Platzierung für den bekannten Oldesloer Coach Nebensache.

„Sie sollen das hier einfach genießen und auf sich wirken lassen. Der Spaß steht absolut im Vordergrund“, erklärte „Fischi“. So hatte der Veranstalter auch extra darauf hingewiesen das man keine Scheu haben sollte spielschwächere Akteure mitspielen zu lassen. Da immer ein Betreuer mit auf dem Platz stehen durfte, kickten Daniel Elten von den Stormarner Werkstätten und Pia Görrissen vom KSV Stormarn mit.

Für Görrissen, die selbst Fußball gespielt hat, und die Inklusionsmannschaft wie Elter bei jedem Training begleitet auch eine tolle Erfahrung.

Im ersten Spiel sah man allen die Aufregung und Nervosität an. Mit einer knappen 0:1 Niederlage verließ man den Platz.

Im zweiten Vorrundenspiel steigerte man sich schon ein wenig und spielte Remis, wobei Stephan Knorr für seinen bereits geschlagenen Keeper in höchster Not rettete. Nach der Vorrunde wurde in zwei leistungsgerechte Gruppen eingeteilt.

Im dritten Spiel konnte man gegen Marli II dann auch endlich jubeln. Das erste Tor war zudem wohl auch das Tor des gesamten Turnieres, denn Davor Peric hob den Ball gekonnt aus 30 Metern über den Torwart hinweg. „Der Jubel nach dem ersten eigenen Tor war unbeschreiblich“, beschrieb VfL-Pressewart Nico v. Hausen die Szenerie nach dem Treffer.

Nun hatte man Blut geleckt und gewann die Partie noch mit 3:0. Zwischen den Spielen bot der VfB Lübeck eine Stadionführung an.

Auch der VfL nahm dieses Angebot gerne an und ließ sich von dem Geschäftsstellenleiter Florian Möller das Innenleben der alterwürdigen Lohmühle zeigen.

Nach dem Mittagsessen gab es noch weitere Partien. Und die Inklusionsmannschaft des VfL Oldesloe wurde immer stärker, zeigte als Mannschaft sogar richtige Spielzüge. Auch der Leiter des Bildungszentrums der Stormarner Werkstätten, Jan Domeier, konnte sich davon überzeugen und staunte wie einige mitgereiste Eltern nicht schlecht. „Das sieht ja schon nach Fußball aus. Wie haben Sie das gemacht“, fragte ein Elternteil in Richtung Trainer Fischer.

Rainer Fischer grinste erfreut und war sichtbar stolz auf seine Schützlinge. Wobei gerade er einen großen Anteil daran hat.

„Rainer hat seine ganz eigene Art mit den Jungs umzugehen. Sie vertrauen ihm und das ist die halbe Miete. Wie er in dieser kurzen Zeit aus den Jungs eine richtige Einheit geformt hat ist schon eine ganz tolle Sache“, so von Hausen. Auch Werkstätten-Betreuer Daniel Elter ist voll des Lobes.

„Einige Jungs sind bei ihrer Arbeit oft allein oder kapseln sich ab. Hier blühen sie richtig auf. Einige reden jetzt wo sie früher kaum ein Wort gesprochen haben. Und vorallem, sie lachen. Das ist besonders schön!“ In der Tat genoss jeder Spieler diese für sie neuen Eindrücke und Erlebnisse auf diesem Turnier. Am Ende langte es sogar für Platz zwei in ihrer Leistungsgruppe, punktgleich und ungeschlagen.

Steven Burmeister freute sich als Sieger der Geschicklichkeitsübung über Eintrittskarten für ein Heimspiel des VfB Lübeck

Bei der Siegerehrung herrschte nochmal große Freude, denn neben Pokalen und Medaillen hatte die Vorwerker Diakonie auch einige Geschicklichkeitsübungen wie Fußballcurling oder Torwandschießen als Rahmenproramm vorbereitet. Und hier sahnte die Inklusionsmannschaft des VfL ab. Der 1. Platz ging an Steven Burmeister, der sich über zwei Karten für ein Heimspiel des VfB Lübeck freute. Auch Panuwatra Tangboon und Günter Timmann belegten vordere Plätze und bekamen Präsente.

„Wir bedanken uns bei der Vorwerker Diakonie für dieses tolle Turnier bei dem Toleranz und Fairplay im Vordergrund standen und auch beim VfB Lübeck für die Stadionführung. Die strahlenden Gesichter unserer Spieler sprachen Bände“, so VfL-Pressewart von Hausen abschließend.

Weiterlesen

Bad Oldesloe

Betrunken durchs Parkhaus: Oldesloer Polizei nimmt Seat-Fahrer Führerschein ab

Veröffentlicht

am

Bad Oldesloe Am vergangenen Mittwoch (25.05.2022), gegen 19.25 Uhr fuhr ein 44-jähriger Bad Oldesloer mit einem Seat Ibiza im Parkhaus in der Lübecker Straße diverse “Schleifen”.

Alkoholtest (Symbolbild). Foto: polizei

Bei einer Kontrolle kam zutage, dass der Fahrzeugführer unter dem Einfluss von Alkohol stand. Ein freiwillig durchgeführter Atemalkoholtest ergab einen vorläufigen Wert von 1,82 Promille.

Es folgte eine Entnahme einer Blutprobe, die Beschlagnahme seines Führerscheines und die Sicherstellung des Fahrzeugschlüssels.

Ihn erwartet nun ein Verfahren wegen Trunkenheit im Verkehr.

Weiterlesen
Werbung

Unterstütze unsere Arbeit

Stormarlive.de lesen ist kostenlos. Aber ihr könnt uns freiwillig über Paypal unterstützen.

 

Werbung