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Schule und Jugend

Bundes- und Landesmittel für Ganztagsbetreuung an Grundschulen

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Kiel/Bad Oldesloe – Bei allen negativen Folgen der Corona gibt es auch vereinzelt positive Auswirkungen. So jetzt bei der Ganztagsbetreuung an Grundschulen. Im Rahmen des Corona-Konjunkturprogramms stellt der Bund erstmals Finanzhilfen für den Ausbau der Ganztagsbetreuung für Grundschulkinder bereit.

Schüler im Unterricht (Symbolbild). Foto: Shutterstock.com

Von den bundesweit 750 Millionen Euro entfallen 25,5 Millionen Euro auf Schleswig-Holstein.

Bei der Förderung übernimmt der Bund 70 Prozent der anfallenden Kosten. Mit diesen Investitionen soll gleichzeitig ein Konjunktureffekt erzielt werden, weshalb der Bund eine Umsetzung der Maßnahmen bis zum 30. Juni 2021 vorschreibt.

„Der Zeitrahmen des Bundes ist äußert sportlich gewählt. Die Landesregierung hat deshalb entschieden, den 30-prozentigen Eigenanteil von Landesseite zu übernehmen, damit sich Städte und Gemeinden vor Ort nicht erst mit Finanzierungsfragen aufhalten müssen“, erläutert der Ahrensburger CDU-Landtagsabgeordnete Tobias Koch.

Im Ergebnis kämen zu den 25,5 Millionen Euro vom Bund weitere 11 Millionen Euro vom Land Schleswig-Holstein hinzu, so dass den Kommunen insgesamt über 36 Millionen Euro zum Ausbau der Ganztagsbetreuung zur Verfügung stünden.

Förderfähig seien die für eine Ganztagsbetreuung erforderlichen Baumaßnahmen selbst, wie z.B. zusätzliche Räume oder eine Mensa, aber auch bauvorbereitende Maßnahmen wie Planungen von Architekten oder die Herrichtung eines Grundstücks. Zu guter Letzt könne auch die Anschaffung von Mobiliar, Kücheneinrichtungen oder von Sport- und Spielgeräten gefördert werden.

„Mit der Übernahme des Eigenanteils durch das Land kommen die Kommunen in den Genuss einer 100-prozentigen Förderung durch Bund und Land. Eine durch die Corona-Krise verursache schwierige Haushaltslage ist deshalb kein Hinderungsgrund“, freut sich Tobias Koch.

Für den Kreis Stormarn sei mit einem Betrag zwischen zwei und drei Millionen Euro zu rechnen.

Der exakte Verteilungsschlüssel und die genaue Ausgestaltung der Förderrichtlinie werde in den nächsten Tagen zwischen Landesregierung und Kommunen abgestimmt. Mit der entsprechenden Förderrichtlinie sei deshalb im September zu rechnen.

„Anschließend heißt es dann schnell sein. Für den Ausbau der Ganztagsbetreuung an Grundschulen ist das eine tolle Nachricht. Diese Chance gilt es jetzt zu nutzen“, so Koch abschließend.

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Bad Oldesloe

Keine Kinderstadt: KjR sagt Stormini ab

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Bad Oldesloe – Im letzten Jahr war das Stormini-Team noch optimistisch und hatte nach dem Motto „aufgeschoben ist nicht aufgehoben“ die Kinderstadt Stormini in dieses Jahr verschoben. Leider wird es nun auch in diesem Jahr keine Kinderstadt geben.

„Wir haben uns lange mit der Entscheidung Zeit gelassen, doch eine gewohnte Durchführung von Stormini wird auch in diesem Sommer durch Covid-19 nicht möglich sein.“, so der Geschäftsführer des Kreisjugendring Stormarn e.V. (KJR) Uwe Sommer. „Die Anmeldungen verlieren ihre Gültigkeit und die bereits gezahlten Teilnahmebeiträge werden zurückerstattet.“

Damit der Sommer aber nicht ganz ohne ein Stormini-Gefühl vergehen muss, hat sich das Stormini-Team eine Alternative überlegt:

Um den voraussichtlich auch im Sommer geltenden Abstands- und Hygieneregeln sowie Auflagen gerecht zu werden, geht „Stormini on tour“.

„Der Plan sieht Tagesveranstaltungen an fünf Standorten im Kreis an jeweils fünf Tagen vor. Die Teilnehmer*innenzahl ist hierbei an den Standorten auf 40 begrenzt. Es soll – wie bei Stormini – Arbeitsangebote, politische Akteure, einen Markt und Freizeitangebote geben; aber eben alles viel kleiner als gewohnt. Die angemeldeten Kinder von 2020 haben ein Vorbuchungsrecht, sodass wir zunächst keine öffentliche Anmeldung für „Stormini on Tour“ planen.“, so die Projektleiterin Johanna Mierendorff. Projektleiter Hannes de Buhr ergänzt: „Im Februar hatten wir alle Stormini-Helfer*innen zu einem Onlinetreffen eingeladen, um mit ihnen gemeinsam nach Alternativen zu suchen. Wir möchten uns hiermit noch mal für die Teilnahme an diesem Treffen und die vielen tollen Ideen bedanken. Einige Vorschläge werden bei „Stormini on Tour“ umgesetzt.“

Stefan Kühl, 1. Vorsitzender des Kreisjugendring Stormarn e.V., sagte: „Die Kinder standen bei der Planung der Alternative im Vordergrund, sodass wir vielen Helfer*innen auch in diesem Jahr keine ehrenamtliche Tätigkeit bei unserem Sommerprojekt anbieten können, was wir sehr bedauern. Wir würden uns aber freuen, wenn die Helfer*innen auch 2022 für Stormini wieder zur Verfügung stehen. Vielleicht benötigt der Verein vor Eurer Haustür in diesem Jahr noch Unterstützung für sein Sommerprojekt? Fragt doch einfach mal nach!“

Die Durchführung von „Stormini on tour“ hängt natürlich ebenfalls von den dann geltenden Bestimmungen ab, sodass es auch kurzfristig zu einer Absage kommen kann.

Stormini 2022

Die Hoffnung stirbt zuletzt, sodass der KJR in 2022 von einer „normalen“ Kinderstadt Stormini ausgeht. Die Bewerbung für Helfer*innen startet wie gewohnt am 01.11.2021 und die Kinderanmeldung ist im Zeitraum vom 01.02.2022 bis 15.02.2022 auf www.stormini.de möglich.

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Bad Oldesloe

Stormarner Vorlesewettbewerb in diesem Jahr per Videokonferenz

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Bad Oldesloe – Wer ist die beste Vorleserin oder der beste Vorleser der Stadt/des Landkreises Stormarn? Der Regionalentscheid der 62. Runde des Vorlesewettbewerbs fand in diesem Jahr digital per Video-Einreichung statt.

dav

Die 12 SchulsiegerInnen des Kreises Stormarn konnten ihren Vorlesebeitrag bis Mitte Februar aufzeichnen und über das Video-Portal des Wettbewerbs hochladen. 

An den Vorlese-Entscheiden der Städte und Landkreise beteiligen sich in diesem Jahr bundesweit mehr als 4.300 SchulsiegerInnen.

Der seit 1959 stattfindende Vorlesewettbewerb ist einer der größten Schülerwettbewerbe Deutschlands.

In diesem Jahr waren rund 350.000 Schülerinnen und Schüler der 6. Klassen am Start. Er wird von der Stiftung Buchkultur und Leseförderung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels veranstaltet und steht unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten.

Ziele des Vorlesewettbewerbs sind, die Begeisterung für Bücher in die Öffentlichkeit zu tragen, Freude am Lesen zu wecken sowie die Lesekompetenz von Kindern zu stärken.

Der Wettbewerb wird gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Auch in diesem Jahr unterstützen darüber hinaus die experimenta gGmbH und vier Sparda-Regionalbanken die Aktion.

Die Etappen führen von der Schule über Stadt-/Kreis-, Bezirks- und Länderebene bis zum Bundesfinale, das voraussichtlich im Juni 2021 in Berlin stattfinden wird. Die rund 600 Regionalwettbewerbe werden von Buchhandlungen, Bibliotheken, Schulen oder anderen kulturellen Einrichtungen organisiert.

Der Regionalentscheid Stormarn wurde auch dieses Jahr von der Stadtbibliothek organisiert. Die Jury, bestehend aus der früheren Stadtbibliotheks-Mitarbeiterin Barbara Preiss und den BibliotheksmitarbeiterInnen Saskia Boos und Jens A. Geißler hat am 17.2.2021 alle eingereichten Video-Beiträge gesichtet und bewertet.

Alle teilnehmenden Kinder erhalten eine Urkunde und einen Buchpreis.

Als Sieger aus dem knappen Rennen ging Kalle Gerke hervor, der das Theodor-Mommsen-Gymnasium in Bad Oldesloe besucht.

Er tritt damit beim nachfolgenden Bezirksentscheid an.

Aktuelles zum 62. Vorlesewettbewerb sowie alle Infos, Termine und Teilnehmerschulen sind auf der Internetseite www.vorlesewettbewerb.de zu finden.

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Bad Oldesloe

Aus “Fack Ju Göhte” ins Oldesloer Klassenzimmer der TSS

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Foto: TSS Bad Oldesloe/hfr

Bad Oldesloe – Kreidetafeln wirken auf den ersten Blick eigentlich wie ein Überbleibsel aus einer anderen Zeit, wird doch zumeist moderner Unterricht mindestens mit einem abwischbaren Whiteboard, besser noch digital, mit Beamer, Computer oder Smartboard erteilt.

Bei der altmodisch anmutenden Tafel, welche die Schülerinnen und Schüler der Klasse 6a der Theodor-Storm-Schule seit wenigen Tagen in ihrem Klassenraum vorfinden, handelt es sich allerdings wirklich um etwas Besonderes.

Nachdem die Elternvertreter der 6a, das Ehepaar Pia und Joachim Fahl, auf dem letzten Elternabend der Klasse feststellen mussten, dass sich im Klassenraum aktuell keine beschreibbare Tafel befindet und es nach Angaben der Klassenlehrkräfte wohl noch etwas dauern könnte, bis der TSS für besagten Klassenraum eine Tafel zur Verfügung gestellt werde, entschlossen die beiden Elternvertreter sich, zu handeln.

Eine kurze Internetrecherche später und Joachim Fahl sah sich auf dem Weg nach Hamburg Bergedorf, um bei einem Händler, der unter anderem Firmenevents ausstattet, eine Kreidetafel für kleines Geld zu kaufen und gleich auf dem geliehenen Anhänger nach Bad Oldesloe zu transportieren.

Als die Schülerinnen und Schüler und Lehrkräfte der 6a am nächsten Tag in die Schule kamen, trauten sie ihren Augen nicht. Die neue Tafel war nicht irgendeine, sondern die Originaltafel aus dem Spielfilm „Fuck Ju Göthe 3“, die für eine Pressekonferenz genutzt wurde. Mitsamt Filmlogo und Originalbeschriftung durften die Lernenden die Tafel bewundern. „Also, das ist ja jetzt wirklich mal richtig cool“, äußerte sich Schülerin Lilly Zörkler zur neuen Ausstattung.

Mittlerweile kann die Tafel jetzt auch zum Schreiben genutzt werden. Die Logos sind abgewischt und  es bleibt sicher noch etwas von der Aura, welche diese besondere Requisite umgibt.

Für Elternvertreter Fahl war die Beschaffung dieses besonderen Stücks übrigens eine Selbstverständlichkeit: ,,Als ich gehört habe, dass es keine Tafel gibt, wollte ich sofort handeln. Es sollte möglichst einfach und schnell gehen, damit die Kinder mit einer Tafel lernen können. Dass ich dabei so etwas Besonderes finde, ist natürlich umso toller.“

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