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Hamburg

Wie ein Schmerzpatient in Hamburg trotz Cannabis-Rezept vor Gericht landete

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Hamburg – Weil er seinen Joint mit medizinischem Marihuana nicht aus der Hand geben wollte und sich der Festnahme widersetzte, ist ein Schmerzpatient in Hamburg offenbar mehr als 20 Minuten von Polizeibeamten am Hauptbahnhof fixiert worden.

Cannabis auf Rezept. Foto: Shutterstock.com

Erst auf der Wache, wo sich der Mann vorher noch nackt ausziehen musste, überprüfte die Polizei seine Angaben, dass er das Cannabis medizinisch verordnet bekommen hatte. Das alles ereignete sich im September 2018.

Statt einer Entschuldigung gab es eine Anzeige. Der Fall wurde jetzt vor dem Amtsgericht St. Georg verhandelt.

Dabei stellte der zuständige Richter auch fest, dass die Beamten wohl unverhältnismäßig gehandelt haben, wie die Tageszeitung (taz) berichtet.

Seit 2017 Cannabis zu therapeutischen Zwecken freigegeben – zumindest theoretisch. Wie der aktuelle Fall zeigt, ist die Praxis auch ein Jahr nach der Freigabe noch nicht in der Gesellschaft, nicht einmal bei den Strafverfolgungsbehörden, angekommen.

Schmerzpatienten, die über ein Rezept für medizinisches Marihuana verfügen und somit legal in der Öffentlichkeit kiffen dürfen, sind oft Repressalien ausgesetzt.

Vor Gericht sagte Matthias K., dass er bereits 70 bis 100 Mal kontrolliert worden sei, seit er Cannabis-Patient ist.

„Aber so aggressiv wie in Hamburg habe ich das noch nie erlebt“, zitiert ihn die taz. Matthias K. sagte vor Gericht aus. In einer Verhandlung, die sich nicht gegen die Polizeibeamten richtete, sondern gegen ihn selbst.

Der lediglich 63 Kilo schwere Mann, der wegen chronischen Schmerzen als schwer behindert gilt, musste sich wegen des Vorwurfs des tätlichen Angriffs aus Vollstreckungsbeamte und Körperverletzung verantworten.

Grund dafür war, dass er vor dem Hamburger Hauptbahnhof einen Joint rauchte, daraufhin kontrolliert wurde und sich weigerte, die Tüte herauszugeben.

Es folgte ein Handgemenge, nachdem der Schmerzpatient in seine Jackentasche griff, um sein Marihuana-Rezept vorzuzeigen.

Daraufhin brachten ihn die Polizisten zu Boden und fixierten ihn über 20 Minuten lang. Das obwohl Matthias K. über krankheitsbedingte Schmerzen klagte. Offenbar weil er sich nicht anders zu helfen wusste, schlug und trat er um sich.

Bestraft wird Matthias K. deswegen nicht. Weder wegen tätlichen Angriffs noch wegen Körperverletzung wurde der Anklagte verurteilt. Der Richter stellte das Verfahren ein. „Ich gehe davon aus, dass der Beamte unverhältnismäßig und damit rechtswidrig gehandelt hat“, zitiert die taz den vorsitzenden Richter. Ob K. die Polizisten anzeigt, will er sich noch überlegen.

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Hamburg

Diagnose Hufbeinbruch: Pferd “Lambi” braucht dringend eure Hilfe

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Reinbek – Nach einer Schock-Diagnose braucht Pferd „Lambi“ eine teure Behandlung. Das Tier hat sich auf der Weide das Hufbein gebrochen. Das Voltigierteam JumpingStars Hamburg bittet jetzt um Spenden.

Seit einigen Wochen lahmt das Voltigierpferd „Lamborghini“, das von allen nur „Lambi“ genannt wird. „Diverse Tierarztbesuche waren nötig, um endlich diese schlimme Diagnose zu bekommen“, sagt Vereinsvorsitzende Sabine Meyer. Jetzt muss der Hannoveraner mehrere Monate stehen, damit der Bruch ausheilen kann.

Weil Pferde ungern still halten, musste der Verein „Lambi“ in einer speziellen Therapiebox unterbringen.

„Dort gibt es beste Möglichkeiten, Lambi wieder zu behandeln und zu mobilisieren, sobald das möglich ist“, so Meyer.

Doch diese Therapiebox in Reinbek bei Hamburg und die Behandlungen sind teuer! Der Verein sucht daher dringend Unterstützer, die für Lambi und seiner Therapie unter dem Stichwort „Lambi“ spenden. Der Verein stellt Spendenbescheinigungen aus. Die Bankverbindung des Vereins ist auf der Internetseite zu finden.

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Hamburg

Europaweiter Rekord: Zoll stellt 16 Tonnen Kokain im Hamburger Hafen sicher!

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Hamburg – Es ist der größte Einzelfund in der Geschichte Europas: Der Zoll hat in Hamburg 16 Tonnen Kokain sichergestellt.

Foto: Zoll

Bereits am 12. Februar kontrollierten ZollbeamtInnen im Hamburger Hafen fünf Container aus Paraguay. Diese waren aufgrund einer aufwändigen Risikoanalyse mehrerer europäischer Zollbehörden als verdächtig eingestuft worden.

In der Containerprüfanlage wurden in drei Containern, beladen mit Spachtelmasse in Blechdosen, deutliche Unregelmäßigkeiten festgestellt.

Foto: Zoll

Scheinbar waren nach einer Lage echter Ware direkt hinter der Containertür zahlreiche Blechdosen auch mit anderen Waren gefüllt. Die Container wurden entladen und aus den 20 Kilo-Blechkanistern zogen die ZollfahnderInnen jeweils acht Kokainpakete mit mehr als neun Kilo Gewicht.

In über 1.700 Dosen konnten mehr als 16.000 Kilo Kokain festgestellt werden.

Foto: Zoll

Es handelt sich hierbei um die größte jemals in Europa sichergestellte Kokainmenge, weltweit gehört diese Menge auch zu den größten Einzelsicherstellungen.

In den darauf folgenden Tagen wurden gemeinsam mit den niederländischen Ermittlungsbehörden zahlreiche operative Maßnahmen geplant und durchgeführt.

Die Ermittlungen führten am 21. Februar zu einer weiteren Sicherstellung von über 7.200 Kilo Kokain im Hafen von Antwerpen/Belgien. Heute Vormittag (24. Februar) wurde in den Niederlanden ein 28-Jähriger Mann aus Vlaardingen festgenommen, der verdächtig ist, für die Einfuhr der insgesamt über 23 Tonnen Kokain verantwortlich zu sein.

Die enorme Menge an Kokain hätte im späteren Straßenverkauf mehrere Milliarden Euro eingebracht.

Der für den Zoll zuständige Staatssekretär im Bundesfinanzministerium Dr. Rolf Bösinger würdigte den großen Erfolg der Zöllnerinnen und Zöllner:

“Mit hochprofessioneller Ermittlungsarbeit ist es gelungen, eine Rekordmenge Kokain sicherzustellen. Mit diesem Schlag gegen die Organisierte Rauschgiftkriminalität – auch Dank der vorbildlichen Zusammenarbeit mit den europäischen Partnerbehörden – hat der deutsche Zoll seine Schlagkraft erneut eindrucksvoll bewiesen. Unsere Strategie, den Zoll weiterhin massiv zu stärken, wirkt.”

Die weiteren Ermittlungen werden im Auftrag der Staatsanwaltschaft Hamburg und in enger Abstimmung mit den niederländischen Kollegen durch das Zollfahndungsamt Hamburg geführt.

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Hamburg

Illegales Autorennen in Hamburg: Polizei beschlagnahmt Fahrzeuge

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Hamburg – Polizeibeamte der Verkehrsdirektion (VD 2) haben in Hamburg ein illegales Autorrennen beendet und die beteiligten Fahrzeuge sichergestellt. Gegen die zwei Fahrzeugführer leiteten sie Ermittlungsverfahren ein.

Hamburger Polizei im Einsatz Symbolfoto: SL

Die Beamten standen mit ihrem ProViDa-Fahrzeug in Hamburg-Heimfeld an einer Ampel an der Anschlussstelle zur Autobahn, als sie zwei Fahrzeuge zunächst hörten und dann anschließend im Rückspiegel auch mit erhöhter Geschwindigkeit heranfahren sahen.

Die beiden Autos, ein Opel Astra und ein BMW 330i, schlängelten sich durch den Fahrzeugverkehr der Stader Straße und überholten sich mehrfach gegenseitig.

Die Beamten nahmen die Verfolgung auf und dokumentierten die Verkehrsverstöße. Dabei war der BMW mit bis zu 145 km/h bei erlaubten 50 km/h innerorts das schnellere der beiden Fahrzeuge. An einer Rotlicht zeigenden Ampel stoppten der BMW und der Opel und die Polizisten konnten die Weiterfahrt unterbinden.

Der BMW wurde von einer 21-jährigen Frau und der Opel von einem 18-jährigen Mann gesteuert.

Die Führerscheine der beiden Fahrer sowie beide Autos wurden wegen des Verdachts eines illegalen Straßenrennens gem. § 315 StGB sichergestellt.

Darüber hinaus erhalten die insgesamt vier Insassen des BMW und die fünf im Opel transportierten Personen noch Ordnungswidrigkeiten nach der Eindämmungsverordnung, da diese aus mehreren Haushalten stammten.

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