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Bad Oldesloe

Wegen Corona-Pandemie: Arbeitslosigkeit in Stormarn steigt auf 4,1 Prozent

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Bad Oldesloe – Der Arbeitsmarkt im Kreis Stormarn bleibt im Juni weiter unter dem Einfluss der Folgen der Corona-Pandemie, auch wenn sich dieser langsam abschwächt.

Kathleen Wieczorek, Chefin der Agentur für Arbeit in Bad Oldesloe. Foto: Agentur für Arbeit

Die Zahl arbeitsloser Menschen hat im Juni um 38 zum Vormonat zugenommen und beträgt jetzt 5.357.

In der Folge ist die Arbeitslosenquote gegenüber Mai um 0,1 Prozentpunkt auf jetzt 4,1 Prozent gestiegen.

Vor einem Jahr waren im Juni 3.965 Menschen und damit 1.392 weniger arbeitslos. Die Quote lag seinerzeit bei 3,0 Prozent.

„Im Kreis Stormarn bleiben die Spuren der Corona-Pandemie am Arbeitsmarkt sichtbar. Die Arbeitslosigkeit ist im Juni aber nur leicht gestiegen. Das Plus von 38 zum Mai fällt wesentlich schwächer aus als in beiden vorangegangenen Monaten“, sagt Kathleen Wieczorek, Chefin der Agentur für Arbeit Bad Oldesloe, zu den aktuellen Arbeitsmarktdaten.

„Wir spüren die ersten Auswirkungen der in den vergangenen Wochen eingetretenen Lockerungen”, so Wieczorek.

So haben sich mit 475 Menschen 125 weniger neu aus einer Erwerbstätigkeit heraus arbeitslos gemeldet als noch im Mai.

Dazu haben wieder mehr Arbeitsuchende eine neue Tätigkeit aufnehmen können. Ihre Zahl ist zum Vormonat um 71 auf jetzt 383 gestiegen.

“Hier sehe ich erste vorsichtige positive Signale, die allerdings in der Summe noch nicht ausreichen, um die Arbeitslosigkeit sinken zu lassen. Ich freue mich aber, dass die Zahl junger Jobsuchender in diesem Monat wieder etwas zurückgegangen ist”, sagt die Agentur-Chefin. Gerade junge Menschen unter 25 Jahren seien von den Corona-Auswirkungen am Arbeitsmarkt besonders betroffen.

Für den kommenden Monat rechnet sie wiederum mit einer Zunahme der Arbeitslosigkeit im Kreis Stormarn. Diesmal seien jedoch im Wesentlichen saisonale Gründe ursächlich.

„Mit Schul- und Ausbildungsende melden sich vermehrt junge Menschen im Ferienmonat Juli arbeitslos, bevor sie dann nach den Ferien eine Ausbildung, ein Studium oder Arbeit aufnehmen. Aber auch das Quartalsende zum 30. Juni macht sich regelmäßig bemerkbar. Hier enden erfahrungsgemäß vermehrt befristete Arbeitsverträge.“

Dem gemeinsamen Arbeitgeber-Service von Arbeitsagentur und Jobcenter sind im Juni 254 neue sozialversicherungspflichtige Stellen gemeldet worden. Das sind 47 (plus 22,7 Prozent) mehr als im Vormonat, jedoch 148 weniger als im Vorjahresmonat.

Die meisten neuen Stellen wurden aus den Bereichen Handel, Baugewerbe, verarbeitendes Gewerbe und der öffentlichen Verwaltung und Sozialversicherung gemeldet.

Aktuell sind insgesamt 1.876 sozialversicherungspflichtige Stellen im Kreis Stormarn zu besetzen, 54 oder 2,8 Prozent weniger als im Vormonat. Gegenüber dem Vorjahresmonat ist die Zahl der Stellen um 356 oder 15,9 Prozent gesunken.

Im Juni sind 61 geprüfte Anzeigen auf Kurzarbeit neu hinzugekommen. Seit Anfang März liegen der Agentur für Arbeit Bad Oldesloe 2.521 geprüfte Anzeigen von Unternehmen aus dem Kreis Stormarn vor.

„Damit haben etwas mehr als ein Drittel aller Stormarner Betriebe Kurzarbeit angezeigt“, sagt Wieczorek. „Die Zahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Anzeigen, die eventuell von einem Arbeitsausfall betroffen sein könnten, beträgt insgesamt 33.461. Die Entwicklung der Anzeigen für konjunkturelle Kurzarbeit lässt die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den Arbeitsmarkt erkennen, wobei in den letzten beiden Monaten deutlich weniger Anzeigen hinzugekommen sind.“

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Bad Oldesloe

Schwerer Verkehrsunfall in Bad Oldesloe: 20-Jähriger lebensgefährlich verletzt

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Bad Oldesloe – Bei einem schweren Verkehrsunfall ist am Freitagvormittag ein 20-Jähriger lebensgefährlich verletzt worden.

Rettungswagen im Einsatz Symbolfoto: SL

Mit seinem Renault Twingo war der junge Mann von der Straße abgekommen und gegen einen Baum gekracht.

Der Unfall ereignete sich gegen 9.40 Uhr auf der Hamburger Straße (B 75). Laut Polizei fuhr der 20-Jährige stadteinwärts, als er kurz hinter dem Kreisverkehr die Kontrolle über sein Fahrzeug verlor. Er kam nach links von der Straße ab und kollidierte mit einem Baum.

Der Fahrer wurde mit lebensgefährlichen Verletzungen in ein Krankenhaus eingeliefert. Die B75 war von 9.45 bis 10.30 Uhr gesperrt.

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Bad Oldesloe

Erneut drei bestätigte Neuinfektionen in Stormarn: Zwölf neue Covid-19-Fälle seit Ende Juni im Kreis

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Mundschutz Symbolfoto: Christo Anestev/pixabay

Bad Oldesloe – Nach einer längeren Zeit ohne deutlichen Anstieg der Neuinfektionen im Kreis bis Ende Juni sind die Zahlen in den vergangen 14 Tagen wieder regelmäßig gestiegen.

Insgesamt sind es seit Ende Juni 12 bestätigte Neuinfektionen. Die Zahl der seit Beginn infizierten Stormarner stieg von 420 auf 432.

Seit Beginn der Pandemie sind in Stormarn 33 Infizierte verstorben.

Der deutlichste Anstieg seit Wochen zeigt, dass Abstand und Mundschutz weiterhin wichtig bleiben, weil die Verbreitung des Virus auch in den nächsten Wochen noch aufgehalten werden muss.

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Bad Oldesloe

Oldesloer Bürgermeister hisst “Mayors for peace” Flagge gegen Atomwaffen

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“Mayors for peace” Flagge vor dem Bad Oldesloer Rathaus Foto: SL

Bad Oldesloe – Am Mittwoch, 8. Juli, hat Bad Oldesloes Bürgermeister Jörg Lembke vor dem Rathaus die Flagge des weltweiten Bündnisses “Mayors for Peace” gehisst.

Sie symbolisiert den Einsatz des Netzwerkes für eine friedliche Welt ohne Atomwaffen. Mit der Aktion setzen sich die Bürgermeister für den Frieden in diesem Jahr für die Verlängerung des New-Start-Vertrages ein. Das von den USA und Russland unterzeichnete Abkommen trat 2011 in Kraft. Es ist die letzte noch gültige Vereinbarung zur Begrenzung von Atomwaffen.

Der Vertrag läuft im Februar 2021 aus. Neben der Forderung nach einer Verlängerung des New-Start-Vertrages appellieren die Mayors for Peace am Flaggentag an die Atommächte, den Atomwaffenverbotsvertrag von 2017 zu unterzeichnen.

„75 Jahre nach den Abwürfen der Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki hat sich die Hoffnung der Überlebenden, der Hibakusha, nach einer Welt ohne Kernwaffen, immer noch nicht erfüllt. Wir, die Bürgermeister für den Frieden, erinnern mit dem Hissen unserer gemeinsamen Flagge an diesen Wunsch. Wir fordern die Atommächte eindringlich dazu auf, ernsthafte Verhandlungen zur Abschaffung der Nuklearwaffen zu führen und dem 2017 von den Vereinten Nationen verabschiedeten Atomwaffenverbotsvertrag endlich beizutreten“, so Lembke.

Der Flaggentag der Mayors for Peace erinnert an ein Rechtsgutachten des Internationalen Gerichtshofs in Den Haag (das Hauptrechts-sprechungsorgan der Vereinten Nationen), das am 8. Juli 1996 veröffentlicht wurde.

Das Gutachten stellte fest, dass die Gefahr durch oder die Verwendung von Nuklearwaffen im Allgemeinen dem Völkerrecht widersprechen. Mittlerweile nehmen mehr als 300 Städte an der deutschlandweiten Aktion der Bürgermeister für den Frieden teil.

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