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LKA: Durchsuchungen wegen Cybercrime-Plattform auch in Schleswig-Holstein

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Betrug im Netz: Onlinekriminalität und Identitätendiebstahl Symbolfoto: JTbookcovers/Shutterstock

Kiel – Bei einem bundesweiten Action Day, der durch die Zentralstelle Cybercrime Bayern und das Landeskriminalamt Brandenburg koordiniert worden ist, haben am 23. Juni Durchsuchungen gegen Nutzer der illegalen Handelsplattform “crimenetwork.co” stattgefunden – auch in Schleswig-Holstein.

Das deutschsprachige Underground-Economy-Forum diente nach Polizeiangaben schwerpunktmäßig als Marktplatz für den An- und Verkauf von Betäubungsmitteln, aber auch als Ausgangspunkt für den Handel mit illegalen Waren und Dienstleistungen.

Bundesweit waren mehr als 1400 Polizeikräfte im Einsatz und haben im Rahmen von 328 Ermittlungsverfahren 232 Durchsuchungsbeschlüsse und elf Haftbefehle vollstreckt.

In Schleswig-Holstein wurden die Wohnungen von insgesamt 13 Beschuldigten durchsucht. Durch 61 eingesetzte Beamtinnen und Beamte konnten im Zuge der Maßnahmen insgesamt über sieben Terabyte an Daten, 21 Smartphones und Tablets, elf Notebooks bzw. Rechner und weitere Hardware als Beweismittel beschlagnahmt werden.

Darüber hinaus wurden etwa zwei Kilo Marihuana, zwei Cannabis-Plantagen, geringe Mengen weiterer Betäubungsmittel, Dopingmittel und verschreibungspflichtige Arzneimittel sowie vier Hieb- und Stichwaffen aufgefunden und sichergestellt”, so LKA-Sprecherin Carola Jeschke.

Bereits am 28. Mai 2019 wurde laut LKA der damals 26-jährige deutsche Administrator des Forums bei der Einreise nach Deutschland durch Beamte des BKA festgenommen und später inhaftiert.

Zeitgleich beschlagnahmte das LKA Brandenburg das Forum. Beides blieb in der Szene aber weitgehend unbemerkt.

Ziel der Ermittlungen war es nun, nicht nur den Administrator der Plattform zur Verantwortung zu ziehen, sondern auch die einzelnen, sich in einem anonymen, rechtsfreien Raum wähnenden Nutzer des Forums zu identifizieren.

Da in einem solchen Forum in der Regel keine Klarnamen vorliegen, bestand die große Herausforderung darin, die digitale Identität der Cyberkriminellen aus der vermeintlichen Anonymität an die reale Oberfläche zu ziehen und mit einer tatsächlich existierenden Person zu verbinden.

Dies gelang in akribischer Kleinarbeit. Das Ergebnis zeigt, dass auch in Schleswig-Holstein die richtigen Adressaten identifiziert werden konnten. Die bundesweiten Maßnahmen führten bereits unmittelbar nach Beginn zu einer großen Verunsicherung der Underground-Economy-Szene und zu entsprechenden Reaktionen der Administratoren und User.

Im Zentrum der äußerst aufwändigen Ermittlungen stand eine seit August 2019 tätige Ermittlungsgruppe des polizeilichen Cybercrime-Nordverbundes (Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Schleswig-Holstein) unter Federführung des LKA Brandenburg.

Im Rahmen dieses innovativen Modells arbeiteten die Spezialisten aus den Bereichen Cybercrime und Rauschgiftkriminalität Hand in Hand. Die eigentlichen Ermittlungen erfolgten dezentral auf den eigenen Dienststellen. Trotzdem waren die Mitglieder der Ermittlungsgruppe digital miteinander vernetzt, denn nur so konnte der erforderliche Wissensaustausch in einem großen Team auch über weite Entfernungen gelingen.

Eine solche Art der Ermittlungsführung ist in dieser Form bundesweit bislang einmalig und herausragend.

Es steht fest, dass auch weitere Foren im Underground-Economy-Bereich in den polizeilichen Fokus geraten werden. Dies gilt nicht nur für die Betreiber dieser Plattformen, sondern auch Verkäufer und Käufer illegaler Waren können sich in der vermeintlichen Anonymität des Netzes nicht sicher fühlen!

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Bundeswehr lässt Funkgeräte aus den 80ern nachbauen

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Es klingt absurd, ist aber wahr: Die Bundeswehr will antike Funkgeräte aus den 80er-Jahren nachbauen lassen und dafür 600 Millionen Euro ausgeben.

Verabschiedung der Bundeswehrsoldaten im Innenhof der Stormarner Kreisverwaltung nach der Corona-Hilfe

Das berichtet der Spiegel in seiner aktuellen Ausgabe. Demnach hat das Koblenzer Beschaffungsamt der Bundeswehr einen Auftrag an den französischen Rüstungskonzern Thales vergeben, der das “SEM 80/90” nachbauen soll.

Dabei handelt es sich um das Standard-Funkgerät der Bundeswehr, das in den frühen 80er-Jahren eingeführt wurde.

Die Technik ist also rund 40 Jahre alt.

Das Funkgert wurde eigentlich von der Stuttgarter Firma Standard Elektrik Lorenz AG entwickelt, die allerdings in Teilen von Thales übernommen wurde.

Jetzt soll die französische Firma das Funkgerät nachbauen. Ausdrücklich, ohne dabei Modernisierungen vorzunehmen. Denn sonst müsste der Auftrag ausgeschrieben werden.

Die Bundeswehr braucht laut Spiegel bis zu 30.000 Funkgeräte. Stückpreis: 20.000 Euro. Daraus würde sich die irre Summe von 600 Millionen Euro ergeben. Das wären etwa 10 Euro für jeden Steuerzahler.

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Rechtsbruch-Aufforderung? Linke fordert Rücktritt von FDP-Vize Kubicki

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Nach einer Äußerungen von FDP-Vize Wolfgang Kubicki in einem BILD-Interview, die als Aufruf zum Rechtsbruch verstanden werden kann, fordert Linken-Bundestagsabgeordneter Lorenz Gösta Beutin seinen Rücktritt!

“Kurz nachdem ein Mensch von einem Corona-Masken-Gegner ermordet wird, kurz vor der Bundestagswahl ruft FDP-Vize, Jurist, Bundestagsvizepräsident Kubicki in größten Zeitung Deutschlands offen zum Bruch demokratisch legitimierter Gesetze auf”, kritisiert der Bundestagsabgeordnete Lorenz Gösta Beutin über den Nachrichtendienst twitter.

Beutin nutzte unter anderem den Hashtag #IdarOberstein und nimmt damit auch Bezug auf den Mord an einem 20-Jährigen Studenten an einer Tankstelle, der am Wochenende von einem Coronaleugner und Maßnahmenkritiker kaltblütig erschossen wurde.

Beutin: “Ich fordere seinen Rücktritt!”

Der Bundestagsabgeordnete Lorenz Gösta Beutin bezieht sich auf ein Interview von BILD mit Wolfgang Kubicki.

Darin begründet der FDP-Politiker die Tatsache, dass er sich über die von der Ministerpräsidentenkonferenz beschlossenen Corona-Maßnahmen hinweggesetzt hat:

“Ich habe von meinem Recht auf autonomes Handeln Gebrauch gemacht.” Generell gelte: “Die Leute sagen, wir befolgen das, was sinnvoll ist und was wir nachvollziehen können. Aber nicht unsinnige Maßnahmen.” (BILD).

Das ist noch nicht alles, was an dem Interview für Kritik auf Twitter sorgt.

“In meiner Stammkneipe nennen sie einen wie Lauterbach einen Spacken”, zitiert ihn das Blatt.

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Rheinland-Pfalz: Student (20) von Maskenverweigerer erschossen

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Idar-Oberstein – Ein Student (20) ist in Idar-Oberstein (Rheinland-Pfalz) von einem Maskenverweigerer erschossen worden. Der 20-Jährige jobbte in einer Tankstelle, hatte den Täter auf die Maskenpflicht aufmerksam gemacht.

Polizeiabsperrung (Symbolbild). Foto: Stormarnlive.de

Der mutmaßliche Täter aus Idar-Oberstein ist wegen des dringenden Mordverdachts in Untersuchungshaft genommen worden. Der Mann steht im Verdacht, am späten Samstagabend, 18. September, den 20-jährigen Tankstellenmitarbeiter in einer Tankstelle in Idar-Oberstein erschossen zu haben.

Nach den bisherigen Ermittlungen von Polizei und Staatsanwaltschaft soll der 49-Jährige zunächst gegen 19.45 Uhr die Tankstelle betreten haben, um dort einzukaufen. Weil er keine Mund-Nasen-Bedeckung trug habe es eine kurze Diskussion mit dem Kassierer gegeben, dem späteren Opfer der Tat. Daraufhin verließ der Tatverdächtige die Tankstelle.

Gegen 21.25 betrat der Tatverdächtige erneut die Tankstelle, diesmal mit angelegter Mund-Nasen-Bedeckung. Als er an der Kasse war, zog er die Maske herunter und es kam erneut zu einem kurzen Wortwechsel.

Schließlich zog er einen Revolver aus der Hosentasche und gab einen tödlichen Schuss auf den 20-jährigen Studenten ab!

Aufgrund von Aufzeichnungen der Überwachungskameras konnten die Ermittler der Polizei schnell ein Foto des Tatverdächtigen veröffentlichen und eine Öffentlichkeitsfahndung initiieren. Aufgrund der anzunehmenden Gefahr, die von dem flüchtigen und mutmaßlich bewaffneten Tatverdächtigen ausging, warnte die Polizei darüber hinaus davor, im Raum Idar-Oberstein Anhalter mitzunehmen.

Die Polizei fahndete in der Nacht mit starken Kräften nach dem Flüchtigen. Dabei wurden die Beamtinnen und Beamten des Polizeipräsidiums Trier von Spezialkräften und einem Polizeihubschrauber unterstützt.

Es gingen zahlreiche Hinweise bei der Polizei ein. Die Polizei ging allen Hinweisen nach. Darunter auch mehreren sehr konkreten Hinweisen auf einen 59-jährigen Mann aus Idar-Oberstein. Dieser Mann konnte in der Nacht in einer Gaststätte lokalisiert werden. Bei einer Überprüfung konnte der Tatverdacht jedoch nicht erhärtet und der Verdächtige als Täter ausgeschlossen werden.

Die weitere, intensive Ermittlungsarbeit und Fahndung führte zunächst nicht zur Identifizierung des Tatverdächtigen.

Gegen 8.40 Uhr erschien der Tatverdächtige schließlich in Begleitung einer Frau vor der Dienststelle der Polizeiinspektion Idar-Oberstein, wo er von Spezialkräften festgenommen wurde.

Es handelt sich um einen 49-jährigen Deutschen, der in Idar-Oberstein lebt. Der Mann ist bisher polizeilich nicht in Erscheinung getreten.

Bei der Durchsuchung seiner Wohnung in einem Stadtteil von Idar-Oberstein fanden die Ermittler die Tatwaffe sowie weitere Schusswaffen und Munition. Die Herkunft der Waffen muss noch geklärt werden.

Nach den bisherigen Ermittlungen und Vernehmungen handelte der Tatverdächtige aus Ärger über die Zurückweisung bei seinem ersten Besuch in der Tankstelle und die Aufforderung des Kassierers, eine Mund-Nasen-Bedeckung anzulegen. Weiterhin hat er in seiner Vernehmung angegeben, die Corona-Schutzmaßnahmen abzulehnen.

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