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Der Kreis

Coronazahlen: Zwei klinisch bestätigte Covid19- Neuinfektionen in Stormarn

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Corona-Ambulanz in einer Klinik Symbolfoto: Gerd Altmann/Pixabay/hfr

Bad Oldesloe – Ein paar Tage lang sah es so aus, als könne der Kreis Stormarn bald als zumindest nach bestätigten Infektionen als “coronafrei” bezeichnet werden.

Doch jetzt sind zwei klinisch bestätigte Neuinfektionen hinzugekommen, wie das Kreisgesundheitsamt am Freitagnachmittag mitteilte.

Eine infizierte Person aus Stormarn befindet sich in klinscher Behandlung, zehn Personen sind in häuslicher Quarantäne.

Es zeigt sich somit, dass die Pandemie eben noch nicht vorbei ist, wie so mancher scheinbar denkt.

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Umwelt und Klima

Zu wenig, zu spät: “Fridays For Future” kritisiert Stormarner Klimapolitik

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Immer neue Gewerbegebiete und Millionen Euro für Straßen statt für neue Radwege: Hunderte Klima-Aktivisten haben vor und im Stormarner Kreistag am Freitag eine radikalere Klimapolitik gefordert.

Klima-Demonstranten am Oldesloer Bahnhof. Foto: Fischer

“Der Kreis Stormarn leistet einen zu geringen Beitrag für den Klimaschutz!”

Dieser Ansicht ist Nils Bollenbach, Mitbegründer von “Fridays for Future” in Stormarn, der in diesem Jahr für die Grünen im Wahlkreis Stormarn-Mitte kandidiert.

“Wir haben verstanden”, hieß es vor zwei Jahren seitens der Kreispolitik, als die Klimaproteste von “Fridays for Future” immer größer wurden.

Nils Bollenbach: “Ich frage mich wirklich, was die Damen und Herren verstanden haben. Seitdem ist zu wenig passiert.” Deswegen müsse sich jetzt auch die Klimabewegung verändern:

“Wir müssen eventuell radikaler werden.”

Damit meint Bollenbach auch den “Sprung auf eine höhere Ebene”. In die Politik. Deswegen will der Bargteheider in den Bundestag, um aktiv etwas verändern zu können.

Die Klimabewegung ist der Meinung, dass der Kreis Stormarn trotz der Klimaschutzkonzept zu wenig leistet:

“In den letzten zwei Jahren hat der Kreis keinen einzigen neuen Radweg gebaut, stattdessen Millionen Euro in den Bau und die Sanierung von Straßen gesteckt”, kritisiert Fred Grosser (Die Linke).

Seit “Wir haben verstanden” hat sich Stormarn außerdem beim E-Ladesäulen-Ranking um 47 Plätze verschlechtert.

Im bundesweiten Vergleich der Landkreise ist Stormarn mit 93 Ladestationen auf Platz 237.

Landrat Henning Görtz (CDU) kann die Kritik nicht nachvollziehen: „Wir haben schon viel erreicht.“ Der CO2-Verbrauch von Verwaltungsgebäuden sei um 55 Prozent reduziert worden.

ÖPNV und Radwege sollen attraktiver gemacht werden, Ladeinfrastruktur für E-Fahrzeuge weiter ausgebaut werden und „für das IOKI-Modellprojekt etwa haben wir als Kreis Stormarn drei Millionen Euro in drei Jahren in die Hand genommen.“

Auch Gerold Rahmann (Die Grünen), Vorsitzender des Kreisumweltausschusses, gab im Kreistag nach der FFF-Kritik eine Erklärung ab. „Wir haben verstanden. Es ist unser Auftrag, das möglichste zu tun, wir müssen uns kümmern. Aber natürlich wollen einige es schneller als andere und das ist manchmal unbefriedigend.“ Er persönlich glaubt aber nicht daran, dass das 1,5-Grad-Ziel noch eingehalten werden kann.

Die Auswirkungen werden auch in Stormarn zu spüren sein.

Rahmann: „Schon jetzt haben wir hier Grundwasserprobleme. Ich bin überzeugt, dass der Kreis seinen Beitrag leisten wird, um die Krise zu bewältigen. Aber wir müssen schneller werden.“

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Umwelt und Klima

Endlich handeln! Heute ist Klimastreik – auch in Bargteheide und Bad Oldesloe

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Bad Oldesloe/Bargteheide – Seit 2018 wird in Stormarn für den Klimaschutz demonstriert. Nun soll am Freitag, 24. September, wieder eine große Demonstration stattfinden.

Foto: hfr

Die Demo beginnt um 15 Uhr vor dem Kreistagsgebäude in Bad Oldesloe. Bereits um 13:30 Uhr startet vom Bargteheider Utspann-Parkplatz aus eine Fahrraddemo nach Bad Oldesloe.

Der Druck der Fridays for Future-Bewegung führte dazu, dass der Kreis Stormarn sich 2019 auf das von den Aktivisten geforderte 1,5-Grad Ziel verständigt hat.

Jetzt muss der Kreis seinen nötigen Beitrag leisten, um die Erderhitzung auf 1,5-Grad zu beschränken.

Die Demonstranten kritisieren, dass für dieses Ziel noch lange nicht genug getan wird. Und das, nachdem auch das Bundesverfassungsgericht die Politik zum Handeln verpflichtet hat.

Mit Blick auf die anstehende Bundestagswahl sagt Josephine Strehmel, Sprecherin der FFF-Bewegung:

„Wir haben keine Zeit mehr, zu diskutieren. Die Politik kennt seit Jahren die Herausforderungen des Klimaschutzes. Das demonstrieren hat uns dahin gebracht, wo wir heute sind. Wenn dennoch nichts passiert, muss halt eine neue Politik her!“

Diesen Schritt versuchen aktuell Jakob Blasel, der in Rendsburg-Eckernförde für die Grünen kandidiert und mit Listenplatz 8 eine realistische Chance hat, in den nächsten Bundestag einzuziehen, und Nils Bollenbach, Direktkandidat für den Wahlkreis Segeberg – Stormarn-Mitte.

Bollenbach hat die FFF-Bewegung Stormarn 2018 gegründet und ist bis heute aktiv.

„Alle reden inzwischen über den Klimaschutz, aber keiner macht etwas. Unser Druckmittel war das Schulschwänzen, aber schon damals standen die Klassenzimmer nie wirklich leer. Diese Bundestagswahl ist so entscheidend. Fridays for Future braucht nach der Bundestagswahl eine Neuausrichtung, sollte es wieder zu einer Regierung kommen, die an völlig verspäteten Zielen festhält. Demonstrieren reicht dann nicht mehr aus. Entweder wird unsere Bewegung radikaler, um die Politik endlich zu mehr Klimaschutz zu bewegen, oder wir machen die nötige Politik selber, indem wir eine starke Kraft im Bundestag werden.“

Josephine Strehmel lacht und ergänzt dazu: „Eigentlich machen wir schon die ganze Zeit die Arbeit der Politiker. Sie hätten die Klimakrise längst ernstnehmen und bekämpfen sollen. Jahrelang ist nichts passiert. Da ist es kein Wunder, dass wir jetzt selbst aktiv werden.“

„Wie dringend es ist, jetzt zu handeln, sehen wir an den verheerenden Überschwemmungen im Ahrtal“, erklärt Bollenbach und führt weiter aus:

„In Kürze werden wir Kipppunkte erreichen und dann haben wir gar keine Chance mehr. Das hat der gerade veröffentlichte IPCC Bericht sehr deutlich gemacht. Die jetzt zu wählende Bundesregierung wird die letzte sein, die eine realistische Chance hat, etwas gegen die Klimakrise zu tun.“

Vom Meckern zum Mitbestimmen, das ist das neue Motto der Stormarner FFF-Bewegung.

Die Aktivisten begrüßen deshalb die Initiative „German Zero“, die gerade in Bargteheide einen Bürger*innenentscheid zum Klimaschutz anstrebt. Josephine Strehmel sagt dazu:

„Genau darum geht es. Man muss ja gar nicht in einer Partei aktiv werden. In unserer Demokratie haben wir als Bürger*innen genug Macht. Mit unserer Stimme bei der Wahl am Sonntag, aber auch, indem wir uns kontinuierlich in die Politik einmischen. Die Sitzungen der politischen Gremien sind ja alle öffentlich.“

Für den Kreis Stormarn geht es den Aktivisten vor allem um mehr Tempo beim Erreichen der Klimaneutralität und darum, die gemachten Versprechen zu halten. „Das 2019 beschlossene Ziel, im Kreis Stormarn die Klimaneutralität bis 2050 zu erreichen, ist längst überholt!“, sagt Josephine Strehmel.

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Kultur

Glinder Gutshauskonzerte: Der besondere Hörgenuss startet wieder

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Glinde – Im November beginnen wieder die Glinder Gutshauskonzerte an der Möllner Landstraße 53.

Dr. Marlies Lehmann, Jasmin Helfer, Denise Kunert Andrade (hinten von links) sowie Ian Mardon (sitzend) freuen sich auf die neuen Glinder Gutshauskonzerte. Foto Stadt Glinde

„Nachdem die Corona-Krise uns alle in Atem gehalten hat und im vergangenen Jahr keine der geplanten Konzerte stattfinden konnten, haben wir nun in diesem Jahr weitere Möglichkeiten geschaffen, um mehr Menschen mit unserer schönen Konzertreihe zu berühren. Deshalb werden alle Konzerte dieser Saison nicht nur eine begrenzte Anzahl an Zuhörern und Zuhörerinnen im Gutshaus zu verfolgen sein, sondern auch in einem Internet-Livestream übertragen“, erklärt der Künstlerische Leiter der Gutshaus-Konzerte Ian Mardon.

Los geht es am Freitag, 5. November, mit „Blütenträume“ von den „Hamburg Chamber Players“. Es erklingt Musik von Haydn, Dvořák und Hermann.

Am Freitag, 3. Dezember, folgt dann „Juventus Musica“ mit talentierten Nachwuchsmusikern. Während des Konzerts entstehen Bilder von Dr. Gesa Reher.

Am Freitag, 7. Januar 2022, ist dann Andrea Merlo aus Italien mit einem Klavierabend im Kaminzimmer des Glinder Guthauses zu Gast und entführt in die Welt Chopins.

Am Freitag, 11. Februar 2022, folgt dann „Die barocke Klangrede“ mit Brian Berryman (Kanada) auf der Traversflöte sowie Michael Fuerst (USA) auf dem Cembalo.

Zum Saisonabschluss kommt dann noch am Freitag, 4. März 2022, das „D.U.R. Streichquartett“. Das international besetzte Streich-Quartett spielt Werke von Beethoven, Ravel und Glass.

Die Konzerte beginnen jeweils um 20 Uhr. Drei Einführungen sowie der Empfang zum Saisonabschluss starten dann jeweils um 19 Uhr. Der Eintritt beträgt 17 Euro, das zweite Konzert kostet 12 Euro. Für alle fünf Konzerte der Konzertreihe, inklusive der Einführungen, kann ein Abo für 69 Euro (statt 80 Euro) gebucht werden. Der Zugang zum Internet-Livestream wird pro Konzertabend mit 10 Euro berechnet.

Weitere Informationen und Tickets gibt es beim Gemeinschaftszentrum Sönke-Nissen-Park Stiftung unter 040-710 00 415 oder per E-Mail an info@gutshaus-glinde.de.

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