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Bad Oldesloe

Historische Dokumente aus der “Löwen-Apotheke” für das Oldesloer Stadtarchiv

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Foto. Stadtarchiv Bad Oldesloe/hfr

Bad Oldesloe – Nach Schließung der Oldesloer Löwen-Apotheke, die seit 1874 über fünf Generationen von der Familie Sonder geführt wurde, entdeckte Frank Sonder im Rahmen der Räumung des denkmalgeschützten Gebäudes historische Dokumente aus dem 19. und 20. Jahrhundert.

Das Konvolut wurde nun im Namen von Herrn Sonder durch Anette Marquardt von der TU Braunschweig an Celina Höffgen aus dem Stadtarchiv in Bad Oldesloe übergeben.

Vor genau 302 Jahren erklärte der Dänenkönig Frederik IV. die Oldesloer Löwen-Apotheke zur königlich privilegierten Apotheke. Schon zu dieser Zeit wurden dort Tinkturen, Cremes oder Tropfen nach Rezeptur der Ärzte individuell für jeden Patienten hergestellt.

Mit dem Fund von Frank Sonder, dem ehemaligen Inhaber der Löwen-Apotheke, ist bei der Räumung des denkmalgeschützten Gebäudes ein umfangreiches Konvolut an historischen Dokumenten wieder zum Vorschein gekommen.

Da sich die Unterlagen bis zuletzt noch als Leihgabe im Besitz der Apothekerin Anette Marquardt befanden, übergab diese das Konvolut im Namen von Herrn Sonder an das Oldesloer Stadtarchiv.

Hierbei handelt es sich unter anderem um Giftscheine aus den Jahren 1837 bis 1907. Diese waren jahrweise zu Bündeln verschnürt worden. Nur wenige Jahrgänge fehlen.

Giftschein Foto: Stadtarchiv Bad Oldesloe/hfr

Dass die Löwen-Apotheke auch prominente Kunden hatte, zeigt der Giftschein aus dem Jahr 1907. Graf Luckner ließ von seinem Kutscher „Phosphor in Syrup fein verteilt“ zur Krähenvertilgung nach Papenburg bringen. Dem Stadtarchiv wurden außerdem drei Giftbücher mit Aufzeichnungen über die Jahre 1847 bis 1881 übergeben.

Die Apotheker hatten die Abgabe von Giften zusätzlich in das verpflichtend zu führende Giftbuch einzutragen. Der Name des Empfängers, die Menge und der Verwendungszweck wurden notiert. Der Empfänger quittierte im Buch und auf dem Giftschein mit seiner Unterschrift den Erhalt der Ware, sofern er schreiben konnte. Wer seinen Namen nicht schreiben konnte, machte drei Kreuze. Abgegeben wurde von der Löwen-Apotheke hauptsächlich Strychninweizen zur Mäusevertilgung und Phosphorlatwerge zur Rattenvertilgung. Zyankali zur Vergoldung, Arsenik zur Viehwaschung (bis zu dessen Verbot im Jahr 1867), sowie Fowlersche Arseniklösung zum innerlichen Gebrauch sind ebenfalls unter den Eintragungen zu finden.

Das Konvolut enthielt des Weiteren Rezepte und Rezeptkopien über die Abgabe von Betäubungsmitteln aus den Jahren 1867 bis 1868 und 1924 bis 1928.

Eine Auswertung der Verordnungen findet zurzeit in der Pharmazie- und Wissenschaftsgeschichte der TU Braunschweig durch Anette Marquardt statt. „Für das Archiv ist es eine besondere Ehre, ein nahezu lückenloses Konvolut aus der alten Materialkammer der ehemaligen Löwen-Apotheke zu erhalten“, so Archivarin Celina Höffgen von der Stadt Bad Oldesloe. „Die Apotheke und somit ihre Dokumente haben nicht zuletzt aufgrund ihres Alters einen besonderen Überlieferungswert für die Geschichte der Stadt Bad Oldesloe. Die Dokumente werden nun für die Nutzung erschlossen und konservatorisch aufbereitet.“

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Bad Oldesloe

“Pendler werden bestraft”: Oldesloer Wählergemeinschaft kritisiert neue Parkgebühren

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Bad Oldesloe – Die Wählergemeinschaft Für Bad Oldesloe (FBO) stemmt sich gegen die von der Stadtverwaltung vorgeschlagene Ausweitung der Parkgebührenpflicht auf Bereiche an Bahnhof und Schulen sowie die zudem noch geplanten weiteren Gebührenerhöhungen in der Innenstadt.

Parkautomat (Symbolbild)

Die Erhöhung der Parkgebühren im Innenstadtbereich wird nach Meinung der Wählergemeinschaft dazu führen, dass Einkaufen in Oldesloes City deutlich unattraktiver wird und schadet den ohnehin durch Corona arg gebeutelten Geschäften noch weiter.

„Schlimmer geht es nicht! Der Zeitpunkt zur Verteuerung des Parkens in der Oldesloer Innenstadt ist fatal. Was denken sich die Parteien bloß dabei? Ich kann es nicht fassen, dass allein die FBO sich gegen diese zerstörerischen Beschlüsse wendet“, ist Karin Harms empört. „Ich bin überzeugt davon, dass hier total am Bürgerwillen vorbeientschieden wird. Ich habe mich umgehört: In meinem Bekanntenkreis ist man ausnahmslos entsetzt!“

Viele Einzelhändler kämpften bekanntlich nach monatelangen Zwangsschließungen und Lockdown um ihr wirtschaftliches Überleben.

Sie brauchen nach Auffassung der FBO Unterstützung durch die Innenstadt fördernde Rahmenbedingungen, denn viele Kunden hätten sich in den letzten Monaten das Bestellen im Internet angewöhnt.

Diese Kundschaft für Kaufen in Oldesloe zurückzugewinnen brauche Zeit, die viele Einzelhändler schon jetzt kaum haben.

„Alle in unserer Stadt Verantwortung tragenden Menschen sollten stattdessen gemeinsam an einem Strang ziehen und Einkaufen in Oldesloe attraktiver machen. So hat die FBO schon vor einem Jahr vorgeschlagen, für die Zeit der Pandemie ganz auf Parkgebühren zu verzichten und stattdessen mit Parkscheiben kostenfreies Parken im Innenstadtbereich zu ermöglichen. Die Oldesloer Politik aber versetzt den Geschäften und damit der Innenstadt durch die nun geplanten Maßnahmen auch noch gezielt den Todesstoß“, ist Karin Harms überzeugt.

Auch die Einführung von Parkgebühren im Park-and-Ride-Haus und den Stellplätzen rund um den Oldesloer Bahnhof wird von der FBO abgelehnt.

„Man kann doch nicht ernsthaft diejenigen bestrafen, die Bahn und Bus nutzen. Solche Beschlüsse sind in jeder Beziehung auch extrem klimaschädlich: Kommen zum ohnehin teuren Bahnfahren auch noch Parkgebühren am Bahnhof, werden die ohnehin gegenüber anderen Arbeitnehmern benachteiligten Pendler vielfach gleich ganz das Auto zur Fahrt zum Arbeitsplatz nutzen”, sagt Harms.

Die FBO wünscht sich offenere Diskussionen im Vorfeld von Entscheidungen. Transparenz und Offenheit seien wichtig. Ohne die Öffentlichkeit ausgehandelte „gemeinsame Anträge“, die dann schnell durchbeschlossen werden, ohne dass eine öffentliche Diskussion mit den Bürgern stattfinde, führten zu unnötiger Politikverdrossenheit.

„Niemand kann alles wissen. Öffentliche Diskussion mit den Bürgern und ein fairer Austausch von Argumenten sind unerlässlich für gute Entscheidungen. Das fehlt in Bad Oldesloe leider weitgehend“, ist Karin Harms überzeugt. Da eine öffentliche Veranstaltung zum Thema wegen der Pandemie derzeit nicht möglich ist, bittet die FBO um Rückmeldungen der Bürger auch zum Thema Parkgebühren an info@fboldesloe.de .

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Bad Oldesloe

Feuer zerstört Trabbi in Oldesloer Parkhaus: Polizei vermutet Brandstiftung

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Bad Oldesloe – Am 11. Mai wurde gegen 1 Uhr in der Käthe-Kollwitz-Straße in Bad Oldesloe ein Feuer gemeldet. Die Polizei vermutet Brandstiftung.

Polizeiabsperrung (Symbolbild). Foto: Stormarnlive.de

Nach bisherigem Erkenntnisstand brach der Brand in der unteren Parkebene aus. Alle Parkebenen waren stark verraucht.

Ein Trabant brannte beim Eintreffen der Einsatzkräfte in voller Ausdehnung.

Die neben dem Trabbi stehenden Fahrzeuge, ein VW Touran und ein Audi TT brannten ebenfalls.

Die Löscharbeiten wurden durch die starke Rauchentwicklung und die Gefahr von explodierenden Gastanks erschwert. Die Gastanks ließen Druck ab und erzeugten hohe Stichflammen.

Es wurden Hinweise auf Brandstiftung gefunden, denen die Kriminalpolizei Bad Oldesloe nachgeht.

Der Sachschaden an den Fahrzeugen wird auf 40.000 Euro geschätzt. Am Parkhaus entstand erheblicher Sachschaden, die Schadenshöhe steht noch nicht fest.

Wer kann Angaben zu dem Brand machen? Wer hat vor und während des Feuers verdächtige Personen in der Nähe des Parkhauses gesehen? Hinweise nimmt das Polizeirevier und die Kriminalpolizei Bad Oldesloe unter der Telefonnummer: 04531/ 501-0 entgegen.

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Bad Oldesloe

Auto-Pendler müssen am Oldesloer Bahnhof künftig zahlen

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Bad Oldesloe – Die Zeit der kostenfreien Parkplätze am Oldesloer Bahnhof ist vorbei. Auf Vorschlag der Stadtverwaltung hat der Umwelt-, Energie- und Verkehrsausschuss beschlossen, dass auf den Park-and-Ride-Parkplätzen in Zukunft Gebühren erhoben werden.

Park + Ride Symbolfoto: SL

Der Grund: Zu viele Fremdparker, die die eigentlich für Bahn- und Busreisende vorgesehenen Plätze besetzen.

Bürgermeister Jörg Lembke: “Die Pendlerparkplätze werden sehr stark fremdgenutzt von Menschen, die in der Nähe wohnen oder arbeiten. Deswegen sind wir der Meinung, dem regulativ entgegen wirken zu müssen.”

Außerdem müssen auch Radfahrer im neuen Fahrradparkhaus für einen Stellplätze bezahlen. “Es wäre schwer zu vermitteln, warum Radfahrer zahlen müssen, Autofahrer aber nicht”, so Lembke.

Die Freien Bürger Oldesloe (FBO) konnten sich mit dieser Maßnahme nicht so recht anfreunden. „Das trifft die Falschen. Nämlich Menschen, die für ihren Arbeitsweg die Bahn nutzen“, sagte Dirk Sommer, Vorsitzender der Wählergemeinschaft. Er sei nicht glücklich, dass 638 Parkplätze jetzt kostenpflichtig werden sollen, vor allem am Bahnhof.

Auch in anderen Straßen will Bad Oldesloe künftig Parkgebühren erheben, etwa in der Breslauer Straße, der kleinen Salinenstraße und auf den Parkplätzen vor dem Krankenhaus im Wolkenweher Weg.

Besonders im Fokus: Die Schulen. Auch auf den Schulparkplätzen in der Olivet-Allee und vor der Theodor-Mommsen-Schule in der Hamburger Straße wird für das Abstellen eines Fahrzeugs künftig Geld verlangt.

Ursprünglich wollten Stadt und Politik Fahrzeuge mit E-Kennzeichen kostenfrei parken lassen. Diese Idee wurde jetzt zurückgenommen.

Matthias Adrion (Die Grünen): „Daten zeigen mittlerweile, dass Hybridautos keineswegs umweltfreundlicher sind, als viele Verbrenner und rechtlich ist es nicht möglich, ausschließlich reine Elektroautos zu befreien.“

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