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Kita und Erziehung

Eine Nektar-Tankstelle für die DRK-Kita „Sonnenhüpfer“

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Reinbek – Es summt und brummt auf dem Außengelände der Kindertagesstätte „Sonnenhüpfer“ des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in Reinbek. Denn hier fühlen sich Bienen, Hummeln und Co. jetzt so richtig wohl.

Kita-Leiterin Bettina Rheinfelder und die Kinder freuen sich sehr über die Nektar-Tankstelle der Town & Country-Stiftung (rechts StiftungsBotschafter Fin Lorenzen). Foto: Iris Lewe/hfr

Schließlich können sie jetzt Nektar tanken, wann immer sie möchten: An der eigens für sie eingerichteten Nektar-Tankstelle!

Das Insektensterben ist in aller Munde, aber wie dramatisch der Rückgang der Artenvielfalt in Flora und Fauna wirklich ist, wissen viele gar nicht. 75 Prozent der Nutzpflanzen sind von der Befruchtung durch Insekten abhängig. Neben dem Rückgang von Honigbienen und Schmetterlingen sind auch viele andere Insektenarten betroffen. Deshalb ist es bereits für Kinder wichtig, sich frühzeitig mit diesem Thema zu beschäftigen, denn nur Dinge, die wir kennen, nehmen wir auch als schützenswert wahr.

Die mit mehrjährigen bienenfreundlichen Blumenstauden und Kräutern bepflanzte Steingabione wurde von der Town & Country-Stiftung im Rahmen der bundesweiten Umwelt-Initiative „Nektar-Tankstelle“ gesponsert.

Die 2009 gegründete Town & Country-Stiftung kümmerte sich ursprünglich für unverschuldet in Not geratene Bauherren und Eigentümer selbst genutzter Einfamilienhäuser.

Seit 2016 engagiert sich die Stiftung aber darüber hinaus auch in anderen wichtigen gesellschaftlichen Bereichen und fördert zahlreiche Nachhaltigkeitsprojekte.

Fin Lorenzen, Botschafter der Stiftung, wohnt in direkter Nachbarschaft und fragte einfach mal an, ob Interesse an einer solchen Nektar-Tankstelle bestünde. „Wir arbeiten in unserer Kita sehr naturnah, haben hier viele Insektenhotels, gehen oft mit den Kindern in die Natur und arbeiten eng mit Marlitt Quistorf von der Naturwerkstatt Reinbek zusammen. Da haben wir uns über diese tolle Nektar-Tankstelle natürlich riesig gefreut“, so Kita-Leiterin Bettina Rheinfelder.

Also wurde das Material angeliefert, und Hausmeister Torsten Schliecker baute die Steingabione mit viel Engagement auf. Der Gutschein über 100 Euro für die Pflanzen, ebenfalls von der Town & Country-Stiftung, wurde in der Gärtnerei Loest eingelöst, die aus eigener Tasche nochmal 100 Euro dazugab, um ein tolles und abwechslungsreiches Pflanzenpaket für die Nektar-Tankstelle zu schnüren.

Jetzt freuen sich nicht nur die Kinder über diese schöne neue Attraktion auf ihrem Außengelände, sondern auch die Insekten, die an der Tankstelle ein reiches Angebot an „Kraftstoff“ finden: Blumenstauden, Schleierkraut, Majoran, Zitronenmelisse, Minze….

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Bad Oldesloe

“Oase” hat noch Kinderbetreuungsplätze frei

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Oase in Bad Oldesloe Foto: SL /hfr

Bad Oldesloe – Die “kindergartenähnliche Einrichtung” im Mehrgenerationenhaus und Familienzentrum “Oase” in Bad Oldesloe hat ab August noch Plätze für Kinder unter 3 Jahren frei.

“Die Kinder haben bei uns die Möglichkeit in kleinen Gruppen in familiärer Atmosphäre ohne Eltern selbstständig erste Kontakte zu gleichaltrigen zu knüpfen, zusammen zu spielen, singen, turnen und gemeinsam zu Essen. Unsere Mahlzeiten werden täglich frisch in der hauseigenen Küche zubereitet, dadurch können auch individuelle Bedürfnisse, wie zum Beispiel Lebensmittelunverträglichkeit berücksichtigt werden”, so das Oase-Team.

“Wir sind eine kleine Einrichtung mit 2 Gruppen. Die Kinderbetreuung findet in einer zwei oder drei Tagesgruppe mit jeweils 10 Kindern, in der Zeit von 8 -14 Uhr statt und wird von zwei Erzieherinnen pro Gruppe durchgeführt”, erklärt die Oase.

“Wir bieten individuelle Eingewöhnungszeiten, so dass ein sanfter und altersgerechter Einstieg gewährleistet wird. Die Kinder, beziehungsweise die Familien werden so optimal auf die Zeit in den großen Tagesstätten vorbereitet. Des Weiteren stehen in unserem Haus auf Wunsch ausgebildete Elternberaterinnen für Gespräche rund um den Erziehungsalltag zur Verfügung”

Bei Interesse oder weiteren Fragen kann man die Oase unter 04531/670848.

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Ahrensburg

Kinderhaus Blauer Elefant in Ahrensburg erneut zertifiziert

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Ahrensburg – Im Kinderhaus Blauer Elefant in Ahrensburg können alle Kinder sicher sein, dass sie bestmöglich betreut und gefördert werden.

Foto: DKSB

Nach drei Jahren hat das Kinderhaus Blauer Elefant erneut das Zertifikat „Blauer Elefant“ erhalten und darf seinen Namen behalten. Die Qualitätskriterien werden von einer Kommission des Bundesverbandes des Kinderschutzbundes geprüft und bestätigt.

Nina Gülzau, Leiterin des Kinderhauses in Ahrensburg: „Am Nachmittag kommen die Kinder nach der Schule zu uns, essen gemeinsam und machen sich dann an die Schulaufgaben. Sie spielen zusammen und lernen in der Gruppe, wie man sich anderen gegenüber respektvoll verhält und bei Meinungsverschiedenheiten oder Streit miteinander umgeht. Eltern erhalten dadurch Entlastung bei der Erziehungsarbeit und einen Freiraum, den sie einfach mal zum Verschnaufen nutzen können. Das entspannt die ganze Familie.“

Kinderhausleiterin Nina Gülzau und DKSB-Vorsitzende in Stormarn, Birgitt Zabel bei der Übergabe des neuen Zertifikats. Fotos: DKSB

Birgitt Zabel, erste Vorsitzende des Kinderschutzbundes, überreichte Nina Gülzau das neue Zertifikat und bedankte sich für die gute Arbeit des gesamten Teams. „Die Arbeit im Kinderschutzbund ist aufgrund der Qualitätsstandards sehr anspruchsvoll. Ich freue mich, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mithelfen, diese Standards jederzeit zu erfüllen und dadurch eine sehr gute Arbeit für und mit den Kindern zu ermöglichen. Jedes Kind wird individuell angeschaut und es wird geprüft, welche Unterstützung und Hilfe es benötigt. Auch mit anderen Institutionen arbeitet das Kinderhaus eng zusammen – immer zum besten Wohl des Kindes.“

Bundesweit arbeiten inzwischen 39 Kinderhäuser Blauer Elefant des Kinderschutzbundes nach dem einheitlichen Konzept „Blauer Elefant“, dass die Qualität der Kinderhaus-Arbeit sichert. Der erste Blaue Elefant im Kinderschutzbund war vor über 20 Jahre das Kinderhaus des Kinderschutzbundes Stormarn in Bargteheide.

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Schleswig-Holstein

GEW widerspricht der Landesregierung:Öffnung von Kitas und Grundschulen in verkündeter Form nicht möglich

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Spielende Kinder Symbolfoto: Goran Oquicevic /shutterstock

Kiel – Einige Eltern klatschen Applaus, weil die Kinder wieder in die Schule und in die Kita können. Das ist nachvollziehbar nach einigen Wochen Shutdown. Aber viele haben sich dabei auch von oft nicht mit Studien unterlegten Meinungen aufputschen lassen, die behaupten, dass Kinder gerade einen irreparblen Schaden erleiden – eine leicht hysterische Sorge, die sich bei 6 Wochen Sommerferien offenbar noch nie einer gemacht hat.

Natürlich ist es wichtig, dass Kinder beschult werden und das zumindest die Kitas wieder Angebote für die Eltern bereithalten, die Arbeiten gehen müssen, allerdings kann diese Herausforderung nicht durch Aktionismus und mangelnde Kommunikation der offenbar mittlerweile überforderten Landesregierung auf den Rücken des pädagogischen Fachpersonals gelöst werden.

Auch aus einigen Stormarner Grundschulen und Kitas ist immer lauter werdende Kritik zu hören, dass die Versprechen der Landesregierung nicht einfach so umgesetzt werden können. Eltern werde falsche Hoffnung gemacht. Die offenbar überforderten Minister hätten nichtmal Rücksprache mit den Betroffenen gehalten.

Der Gewerkschaft für Erziehung hat zumindest genug von den wöchtlich neuen Schreibtischideen der Bildungsministerin Karin Prien, die sich nicht an der Praxis zu orientieren scheint. Denn die Sorge um die Gesundheit der ErzieherInnen und LehrerInnen scheint überhört zu werden. Jetzt ist ein offener Brief an den Ministerpräsidenten verfasst worden.

„An den
Ministerpräsidenten des Landes Schleswig-Holstein
Herrn Daniel Günther

Zur Kenntnis:
Sozialminister Dr. Heiner Garg
Bildungsministerin Karin Prien

Offener Brief zur weiteren Öffnung der Kitas und Schulen in Schleswig-Holstein

Sehr geehrter Herr Günther,

bisher zeichnete sich die Linie des Landes Schleswig-Holstein in der Corona-Krise weitestgehend durch Vernunft, Ruhe und Augenmaß aus. Umso mehr bedauern wir es, dass Ihre Landesregierung diesen Kurs nunmehr anscheinend verlassen hat, obwohl es gerade die mit diesem Kurs verbundenen Maßnahmen waren, die dazu geführt haben, dass es in Schleswig-Holstein im Augenblick kaum noch Ansteckungen gibt.

Obwohl der Bund noch am Montag die Länder vor zu weit gehenden Lockerungen gewarnt hat, haben Sie Mittwoch (27.05.2020) eine schnellere Ausweitung der Öffnung des Kitabetriebs und des Schulunterrichts angekündigt. In den Grundschulen soll ab dem 8. Juni sogar wieder weitestgehend normaler Unterricht stattfinden.

Wir halten diese Maßnahmen für verfrüht und sehen dadurch die Gesundheit des pädagogischen Personals und der Lehrkräfte gefährdet.

Gewiss, wir können uns über die niedrigen Ansteckungszahlen freuen, aber für eine Entwarnung besteht kein Anlass. Der Kursschwenk ist aus unserer Sicht umso unverständlicher, weil das Land generell am Abstandsgebot von mindestens 1,5 Metern in der Öffentlichkeit festhält. Einen Sicherheitsabstand von mindestens 1,5 Metern schreibt auch der bundesweit gültige betriebliche Infektionsschutzstandard als notwendige Maßnahme zum Schutz der Beschäftigten vor dem Coronavirus bei der Arbeit vor.

An allen Arbeitsplätzen und in der Öffentlichkeit sollen Schleswig-Holsteinerinnen und Schleswig-Holsteiner weiterhin Abstand halten, 25 Kinder mit Lehrerin oder Lehrer in zumeist schlecht belüfteten Grundschulklassen aber nicht. Diese Logik erschließt sich uns und unseren besorgten Kolleginnen und Kollegen in keiner Weise.

Denn nach wie vor fehlen gesicherte wissenschaftliche Erkenntnisse darüber, dass von Kindern weniger bzw. keine Ansteckungsgefahr ausgeht, wie auch der Bundesgesundheitsminister Spahn nochmal verdeutlicht hat.

Feste Gruppen gibt es in Firmen, Büros, in Ministerien und im Kabinett – wird dort ebenfalls das Abstandsgebot aufgegeben? Das Festhalten an kleinen Lerngruppen ist zurzeit  unabdingbar, um die Gesundheitsgefährdung in einem vertretbaren Rahmen zu halten. 

In den Kindertagesstätten stellt sich die Lage noch dramatischer dar, weil es dem pädagogischen Personal wegen des Alters der Kinder schier unmöglich ist, Abstand zu halten. Die pädagogische Arbeit in der Kita erfordert geradezu Nähe.

Die einzige Möglichkeit, das gesundheitliche Risiko der Beschäftigten einigermaßen gering zu halten, liegt in kleinen Gruppen. Insofern ist die vorgezogene Vergrößerung der Gruppen auf nunmehr 15 Kinder ein ungeeigneter Schritt.

Die Arbeitsschutzvorschriften schreiben Maßnahmen zum Gesundheitsschutz der Beschäftigten vor, wenn der Abstand zu anderen Personen nicht gehalten werden kann. Dies gilt auch für die Beschäftigten in Schulen und Kitas. Wir kritisieren, dass bei den Hygienevorschriften und im Arbeitsschutz bei der Arbeit mit kleinen Kindern oder großen Kindern mit zweierlei Maß gemessen werden soll.

Wir möchten an dieser Stelle auch nicht verhehlen, dass es uns zutiefst irritiert, dass Gesundheit und Interessen der Beschäftigten in Kindertagesstätten und Schulen die Landesregierung scheinbar nur am Rande interessieren.

In dieses Bild passt, dass in keiner Weise mit der GEW der Austausch über diese komplexen Entscheidungen gesucht wurde.

Wir erwarten Dialog und Austausch und nicht Verkündung mit anschließender Fragerunde, wenige Stunden vor der Verlautbarung in der Presse. An Hinweisen von den Beschäftigten und ihrer Gewerkschaft besteht offensichtlich kaum Interesse.

Die Verunsicherung der Lehrkräfte, Erzieherinnen und auch Eltern werden ignoriert, wenn in dieser Art der „Dialog“ geführt wird. Die Schul- und Kita-Öffentlichkeit wurden von den Nachrichten am Mittwoch überrumpelt.

Wir möchten Sie deutlich darauf hinweisen, dass

  • die Lehrkräfte und Erzieherinnen unter den gegebenen Bedingungen die Umsetzung der Hygieneanforderungen und des Infektionsschutz nicht gewährleisten können.
  • die Lerngruppen an mehrzügigen Grundschulen nicht auseinandergehalten und das Toben in Pausen über volle Unterrichtstage nicht abgewendet werden kann.
  • die Belastungen gerade für die Schulleitungen und Kita-Leitungen in unverantwortlichem Maße gestiegen sind. Wöchentlich zu überarbeitende Pläne überfordern und werden als Geringschätzung wahrgenommen.

Wir fordern

  • die Einhaltung des Arbeits- und Gesundheitsschutzes für alle Beschäftigten im Bildungsbe-reich sowie
  • den besonderen Schutz der Risikogruppen. Keinesfalls dürfen sie unter Androhung eines Dienstunfähigkeitsverfahrens in den Unterricht gedrängt werden.
  • die Anwendung der Abstandsregeln oder Arbeit in kleineren Gruppen, solange es keine gesicherten wissenschaftlichen Erkenntnisse gibt zur Übertragung des Virus durch Kinder und Jugendliche.

Mit freundlichen Grüßen
 
Astrid Henke
GEW-Landesvorsitzende“

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