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Ratgeber

Zeugnisse in der Corona-Pandemie: Kinder und Eltern verunsichert

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Kiel – In diesem Schuljahr erstmalig wird es nicht den einen Zeugnistag, den letzten Schultag vor den Sommerferien, geben, sondern im Laufe der letzten Schulwoche vor den Ferien geben die Schulen in Schleswig-Holstein nach unterschiedlichen Konzepten die Zeugnisse aus.

Erste Hilfe bei Zeugnissorgen: Die Nummer gegen Kummer für Kinder und Eltern. Foto: Fischer

„Hinter den Kindern, Jugendlichen und Eltern liegen Wochen der Unsicherheit und manchmal auch Angst. In manchen Familien ist es zu Konflikten gekommen, anderen gelang es, als Familie zusammenzurücken“, resümiert Matthias Hoffmann, Koordinator der Landesarbeitsgemeinschaft der Nummer gegen Kummer.

Seit Beginn der Einschränkungen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie nutzten deutlich mehr Kinder, Jugendliche und Eltern die Nummer gegen Kummer und die Online-Beratung des Kinderschutzbundes..

Seit Mitte März findet Schule – wie vieles andere auch – unter vorher ungekannten Bedingungen statt: zunächst lernten die SchülerInnen alleine zu Hause, nach den Osterferien konnten die einzelnen Klassenstufen nach und nach, teilweise für einzelne Schulstunden oder Tage, wieder in die Schule gehen. Schule ist seitdem viel digitaler geworden.

„Viele Kinder leiden unter der ‚Kontaktlosigkeit‘ durch das Homeschooling. Ihnen fehlt der Austausch mit FreundInnen und MitschülerInnen. Sie äußern teilweise Angst, den Anschluss zu verpassen und den Stoff nicht mehr aufholen zu können. Trotz alledem sollte nicht unerwähnt bleiben, dass einige Kinder und Jugendliche auch beschreiben, dass sie es genießen, sich die Zeit frei einteilen zu können, keinen Druck zu haben und auch beispielsweise unangenehmen Mobbing-Erfahrungen zu entgehen“, berichtet Brigitte Bischoff, Koordinatorin des Kinder- und Jugendtelefons in Trägerschaft der Gemeindediakonie in Lübeck.

Auch ohne die Herausforderung der Corona Pandemie, bedeutet die Zeugnisausgabe für viele Familien eine schwierige Zeit.

Ein schlechtes Zeugnis geht oft mit Zukunftsängsten der Eltern für ihre eigenen Kinder, aber auch mit Enttäuschungen über die Leistung ihrer Kinder einher. Nicht selten führen diese Emotionen zu innerfamiliären Konflikten und überzogenen Reaktionen.

Dieses Jahr kommt im Schulbereich zu den jährlichen Zeugnis- und Versetzungsängsten noch die große Verunsicherung durch die Umstände der Pandemie hinzu. Eltern fragen sich, wie und auf welcher Grundlage die Zeugnisnoten festgelegt werden oder ob sich die Corona-Krise auf die Versetzung auswirkt. „Aber auch Ängste spielen eine Rolle, Eltern zeigen sich sorgenvoll, ob sie ihre Kinder ausreichend beim Homeschooling unterstützen konnten“, gibt Silke Hüttmann, Koordinatorin des Elterntelefons in Trägerschaft des Kinderschutzbundes Kreisverband Ostholstein, die geäußerten Sorgen wieder.

„Ein Gespräch mit Dritten kann übersteigerte Ängste abbauen oder Überreaktionen verhindern. Das Elterntelefon übernimmt hierbei eine wichtige Rolle. Eltern können anonym über ihre eigenen Ängste und Emotionen sprechen und bekommen für sich und ihre Kinder eine kompetente Beratung für ihre eigene individuelle Situation“, fasst Silke Hüttmann zusammen.

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Bad Oldesloe

A21 zwischen Bad Oldesloe und Bargteheide am Sonntag voll gesperrt

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EInbahnstraße (Symbolbild). Foto: Stormarnlive.de

Bad Oldesloe – Der Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein (LBV.SH) hat mitgeteilt, dass die A21 zwischen der Anschlussstelle Bad Oldesloe-Süd bis zum Autobahnkreuz Bargteheide – inklusive des Übergangs zur B404 – in beiden Richtungen vom Sonntag, 13. September ab 8 Uhr bis Montag, 14. September 5 Uhr voll gesperrt werden muss. Danach ist die A21 wieder regulär befahrbar.

Hintergrund hierfür sind laut LBV SH dringende Reinigungs- und weitere Wartungsarbeiten wie die Reparatur von Schutzplanken, das Spülen der Entwässerungseinrichtungen, das Baum- und Heckenpflegearbeiten, das Ersetzen und Richten von Verkehrszeichen und Leitpfosten sowie weitere kleinerer Gewerke. Diese Tätigkeiten zum Erhalt der Verkehrssicherheit sind aus Arbeitsschutzgründen nur mit einer Vollsperrung möglich.

Die Umleitungen erfolgen über die ausgewiesene U100, ausfahrend an der Anschlussstelle Bad Oldesloe-Süd durch die Stadt Bad Oldesloe zur A1 Anschlussstelle Bad Oldesloe, sowie über die U1 von der A1 an der Anschlussstelle Bad Oldesloe ausfahrend, durch die Stadt Bad Oldesloe zur A21 Anschlussstelle Bad Oldesloe-Süd.

Die Verkehrsführung wurde mit der Polizei, der Verkehrsbehörde, dem Kreis, dem Amt, den Gemeinden abgestimmt. Der LBV.SH bittet, sich auf die weiteren Arbeiten einzustellen, den ausgeschilderten Umleitungen zu folgen sowie um rücksichtsvolles Verhalten zum Schutze der Menschen auf der Baustelle.

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Bad Oldesloe

Hitze im Kreis Stormarn: Tipps vom Klinik-Fachmann

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Sommerhitze Symbolfoto: Cherris/shutterstock

Bad Oldesloe – Wegen der besonders heißen Temperaturen hat der Deutsche Wetterdienst eine offizielle Hitzewarnung für den Kreis Stormarn herausgegeben.

Es gibt auch in Stormarn momentan Temperaturen über 30 Grad.

Kopfschmerzen, Schwindel, Kreislaufprobleme sowie allgemeines Unwohlsein sind die typischen Symptome. Kleine Kinder, chronisch Erkrankte und ältere Menschen reagieren empfindlicher auf Flüssigkeitsverlust, zum Beispiel durch Schwitzen, weil bei ihnen der Anteil von Flüssigkeit am Körpergewicht nur 50 Prozent ausmacht.

„Besonders gefährlich sind der Flüssigkeitsmangel und die direkte Hitzeeinwirkung auf den Kopf“, erklärt Michael Schwitzer, Oberarzt Innere Medizin in der Asklepios Klinik Bad Oldesloe.

Der Mangel an Flüssigkeit im Körper ist dabei Folge von zu geringer Flüssigkeitsaufnahme und einem großem Flüssigkeitsverlust durch Schwitzen.

„Die Patienten klagen dann über Kopfschmerzen, Schwindel, Kreislaufprobleme und allgemeines Unwohlsein. Aber auch eine Bewusstseinstrübung kann eine ernstzunehmende Folge der Hitze sein“, so Michael Schwitzer, der die zentrale Aufnahme der Asklepios Klinik Bad Oldesloe leitet.

Insbesondere kleine Kinder, chornisch Erkrankte sowie alte und kranke Menschen müssen in dieser Jahreszeit besonders vorsichtig sein, warnt der Notfallmediziner.

Zehn „goldene Regeln“ der Mediziner


Während die meisten Menschen die Sommerwärme voll genießen, sollten vor allem ältere Menschen und Kinder vernünftig mit der Hitze umgehen. Diese Tipps haben die Experten der Asklepios Kliniken:


1. Tragen Sie luftige Kleidung.
2. Halten Sie sich in kühlen Räumen auf.
3. Vermeiden Sie ungewohnte körperliche Anstrengung.
4. Setzen Sie sich nicht der prallen Sonne aus (z.B. bei der Arbeit im Garten).
5. Gönnen Sie sich eine verlängerte Mittagspause, machen Sie Siesta.
6. Bevorzugen Sie leichte Kost wie Gemüse, Fisch oder Obst.
7. Trinken Sie mehr als sonst, „immer über den Durst“, aber keinen Alkohol.
8. Bei Hitze verbraucht der Körper mehr Natrium. Deshalb ist es ratsam, natriumreiches Mineralwasser zu trinken und sich eine Extraprise Kochsalz zu gönnen.
9. Tragen Sie eine helle Kopfbedeckung, wenn Sie in der Sonne unterwegs sind. 10. Lassen Sie niemals Kinder oder Haustiere in einem geparkten Auto zurück.

Gefühlte Temperaturen
Die sogenannte gefühlte Temperatur weicht von der tatsächlich gemessenen Temperatur ab. Sie wird anhand von Luftfeuchte, Strahlung, Wind,  tatsächlicher Temperatur sowie dem menschlichen Verhalten (Aktivität und Bekleidung) berechnet und hängt zudem bedeutend vom jeweiligen Individuum ab.

Flüssigkeitsverlust und Durst
Bei großer Hitze geht mit dem Körperwasser immer auch das Natriumsalz mit verloren. Und zwar vor allem aus den Körperzellen einschließlich Nervengewebe. Diese trocknen dann regelrecht aus. Man wird dadurch müde und matt, die Reaktionsfähigkeit lässt nach, was unter anderem im Straßenverkehr riskant ist.

Im Extremfall kann es zu regelrechten Verwirrtheitszuständen kommen. Aber auch das Herzkreislaufsystem ist gefährdet durch ein Versacken des Blutes mit Blutdruckabfall und durch Eindicken des Blutes mit Thrombose und Embolie.

Da im Alter auch das spontane Durstgefühl nachlässt, lautet eine der goldenen Regeln „Trinken Sie über den Durst“.

In Einrichtungen wie Heimen oder Krankenhäusern wird regelmäßig zum Trinken animiert und an Hand von Trinkplänen die Flüssigkeitsaufnahme auch kontrolliert.

Ältere Autofahrer sollten ebenfalls ein Prinzip der Regelmäßigkeit pflegen, nämlich eine Pause zum Abkühlen und Trinken alle zwei Stunden einlegen. Dies ist umso wichtiger, da die fehlende Wärmeabgabe im überhitzten Auto  fatale Folgen für Reaktionsvermögen und Körperkreislauf hat.

Im Notfall immer 112 anrufen!

Wenn es zu einem Hitzschlag oder Kollaps gekommen ist oder der Verdacht besteht, ist sofort der Rettungsdienst unter der Telefonnummer 112 zu verständigen.

Bringen Sie den Betroffenen an einen kühlen Ort, lockern Sie seine Kleidung, kühlen sie mit feuchten Tüchern ab und reichen Sie Getränke, nicht zu kühl und nicht zu viel auf einmal.

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Schleswig-Holstein

Polizei warnt vor betrügerischen Anrufen

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Seniorenbetrug am Telefon Symbolfoto: Andrey_Popov / Shutterstock

Lübeck – Seit Ende Juni / Anfang Juli dieses Jahres haben sich erneut zahlreiche Personen bei der Polizei gemeldet und berichtet, dass sie Anrufe von vermeintlichen Angehörigen oder auch von angeblichen Polizisten erhalten haben. Die Polizeidirektion Lübeck möchte hiermit erneut vor dieser Masche warnen.

Die Anrufe erfolgten stets nach der gleichen Vorgehensweise: Am Telefon gibt sich entweder wahlweise der Enkel, die Nichte oder ein anderer Angehöriger zu erkennen und schilderte eine finanzielle Notsituation (so genannte Enkeltrickbetrüger)

oder

es ruft jemand an, der sich am Telefon als Polizeibeamter ausgibt. Unter Darstellung eines fiktiven Sachverhaltes, (zum Beispiel: eine Bande ausländischer Übeltäter sei in der jeweiligen Region unterwegs, um den/die Geschädigte zu bestehlen), versuchen der/die Täter, Hinweise auf Wertgegenstände, Schmuck oder Bargeld zu erlangen.

Glücklicherweise waren die Angerufenen zumeist misstrauisch und konfrontierten den Anrufer mit den offensichtlich kriminellen Absichten, beendeten das Gespräch und informierten über 110 die Polizei.

Dennoch zeigen die Fälle aus der jüngsten Zeit, dass weiterhin versucht wird, mit diesen Anrufen Geld zu gelangen. Zumeist handelt es sich bei den betroffenen Personen um lebensältere Menschen, deren Festnetznummern im örtlichen Telefonbuch hinterlegt sind und die in einer augenscheinlich gutsituierten Wohngegend leben.

Die Polizei kann hinsichtlich derartiger Anrufe beraten.

Sprechen Sie am Telefon nie über Ihre persönlichen und finanziellen Verhältnisse. Lassen Sie sich am Telefon nicht unter Druck setzen. Geben Sie Betrügern keine Chance, legen Sie einfach den Hörer auf. Nur so werden Sie diese Anrufer los. Das ist keinesfalls unhöflich”.

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