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Ahrensburg

Zukunftsbahnhof Ahrensburg: Wer mit dem Rad kommt, wird per Handy-App belohnt

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Isabell Johannhörster benutzt die neue App Foto: Deutsche Bahn/hfr

Ahrensburg – Am sogenannten  „Zukunftsbahnhof Ahrensburg“ können Reisende und Besucher ab sofort die neue App DB Rad+ der Deutschen Bahn nutzen. Das Konzept lautet: in die Pedale treten und davon profitieren.

Die App zählt mit dem Fahrrad gefahrene Kilometer und wandelt diese in Guthaben um, das in der Region gegen Rabatte und Prämien eingelöst werden kann, die DB möchte damit klimafreundliche Fortbewegung unterstützen..

„Schon jetzt fahren viele Menschen mit dem Fahrrad zum Bahnhof. Die App setzt hier einen zusätzlichen Anreiz, das Fahrrad als umweltfreundlichstes Verkehrsmittel überhaupt noch regelmäßiger zu nutzen. Besonders freut mich, dass sich viele Händler am und um den Bahnhof Ahrensburg sowie ortsansässige Unternehmen mit attraktiven Angeboten beteiligen“, so Dirk Teubler, Leiter des Bahnhofsmanagements Kiel.

So funktioniert die App: Bei eingeschaltetem GPS erkennt das System, dass sich der Reisende auf einem Fahrrad fortbewegt. Die gefahrenen Kilometer werden gezählt und gespeichert. Für jeden geradelten Kilometer gibt es 10 Cent Guthaben.

Diese können dann bei teilnehmenden Partnern im Bahnhofsumfeld eingelöst werden. Nachlass gibt es beispielsweise bei einer Kaffeerösterei, einem örtlichen Buchhändler, einem Fahrradladen, dem DB Reisezentrum oder einem regionalen Landwirtschaftsbetrieb, der Biodiversität fördert.

Der Ahrensburger Bahnhof Foto: Deutsche Bahn/hfr

 „Für unsere Stadt ist es eine echte Chance, dass die Deutsche Bahn uns als einen Zukunftsbahnhof ausgewählt hat“, macht auch die Klimaschutzmanagerin der Stadt Ahrensburg, Jule Lehmann, deutlich.

„Diese App ist ein tolles Konzept, das bestimmt noch mehr Pendler auf das Fahrrad zieht. Etwas für das Klima und die Gesundheit zu tun, schneller und unkomplizierter zum Bahnhof zu kommen und damit auch noch Prämien zu erradeln, nenne ich mal viele positive Effekte auf einmal. Wir als Stadt klären gerade, welche Prämien wir beisteuern werden.“   

Die DB belohnt zudem die gesamte Radfahrer-Community in Ahrensburg, denn die App zählt auch, wie viele Kilometer von allen Nutzern gemeinsam gesammelt wurden. Mehr Kilometer auf dem Gemeinschaftskonto bedeuten neue fahrradfreundliche Konzepte am Zukunftsbahnhof, beispielsweise eine Radservice-Station.

Die DB Rad+ App ist sowohl mit iOS als auch Android Betriebssystemen nutzbar und erhebt laut Anbieter keine personenbezogenen Daten.

„Der Bahnhof Ahrensburg ist einer von bundesweit 16 Zukunftsbahnhöfen, an denen verschiedene neue Ideen und Services getestet werden. Alle Zukunftsbahnhöfe werden mit 100 Prozent Ökostrom betrieben“, so Bahnsprecherin Franziska Hentschke. 

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Ahrensburg

Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie: Ahrensburger Klinik schafft neuen Fachbereich

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Ahrensburg – Zu den bestehenden medizinischen Spezialisierungen Orthopädie, Unfallchirurgie, Augenheilkunde und Kinderwunsch ist das Spektrum der Klinik Manhagen um den Fachbereich Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie erweitert worden.

Dr. Marcus Teschke mit Klinik-Geschäftsführer Axel Post. Foto: hfr

„Wir freuen uns, mit Dr. Marcus Teschke einen äußerst kompetenten und engagierten Spezialisten gewonnen zu haben“, erklärt Axel Post, Geschäftsführer der Klinik Manhagen.

Schwerpunkte des medizinischen Leistungsspektrums von Dr. Teschke sind die moderne Kiefergelenkchirurgie, mit besonderer Expertise im operativen Einsatz künstlicher Kiefergelenke sowie Kiefer- und Fehlbisskorrekturen.

Er war persönlich maßgeblich daran beteiligt, die moderne Kiefergelenk-Endoprothetik in Deutschland zu etablieren.

Dr. Teschke kennt den Norden Deutschlands bereits aus der Zeit seiner Facharztausbildung an der Klinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein in Kiel.

2004 machte er dort seinen Facharzt gefolgt 2008 von der Zusatzbezeichnung „Plastische Operationen“, sowie dem Titel Fellow of the European Board of Oro-, Maxillofacial Surgery (FEBOMFS). Das zahnmedizinische als auch das humanmedizinische Studium hatte er zuvor in Jena abgeschlossen. 2006 wechselte er an das Universitätsklinikum in Bonn, wo er bis 2019 als Oberarzt tätig war.

„Ich möchte in Manhagen das vielseitige Spektrum der plastischen, ästhetischen und rekonstruktiven Gesichtschirurgie auf höchstem Niveau etablieren und ausbauen“, sagt Dr. Teschke, der mit seiner Familie ebenfalls in den Norden gezogen ist.

Der ausgewiesene Experte verstärkt seit Juni das Team in der Klinik der Spezialisten.

Am 29. Juni wurden in der Klinik Manhagen die ersten beiden Patientinnen erfolgreich operiert.

Für ihre Operation bei Dr. Teschke sind sie aus NRW und aus Irland angereist.

Beide konnten nach einem kurzen Aufenthalt von drei Tagen, erfolgreich behandelt für die weitere Genesung nach Hause entlassen werden.

Deutschlandweit bieten nur wenige MKG-Abteilungen die chirurgische Behandlung funktioneller und komplexer Kiefergelenkerkrankungen an. Dafür eröffnet die Klinik Manhagen nun regional und überregional Patienten eine hochspezialisierte Behandlungsoption.

Um die Behandlung erfolgreich abzuschließen bedarf es in etwa drei Monaten eines weiteren Eingriffs. Dafür komme ich in jedem Fall wieder zu Dr. Teschke in die Klinik Manhagen – hoffentlich erschwert Corona dann die Anreise nicht mehr“, verlässt die zufriedene Patientin nach dem Eingriff die Klinik.

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Bad Oldesloe

Stormarner Fahrradclub sagt wegen Coronavirus alle Radtouren 2020 ab!

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Bad Oldesloe/Ahrensburg – Mehrere tausend Radtouren-Programme des ADFC-Stormarn liegen seit Anfang des Jahres bei den Verteilern und müssen jetzt doch entsorgt werden.

Foto: ADFC Bargteheide/hfr

Nach einer Telefonkonferenz des Vorstandes mit den Stormarner Tourenleitern wurde gemeinsam entschieden, keine ADFC-Touren in diesem Jahr mehr anzubieten.

„Es tut uns wirklich sehr leid.  Wir hatten für dieses Jahr ein prallvolles Programm, und das Heft sollte im März der Öffentlichkeit vorgestellt werden, aber da waren die Einschränkungen nach dem Ausbruch der Pandemie schon voll im Gang. Anfang April wäre die erste von über 100 Touren gestartet, jetzt jedoch sind alle Veranstaltungen für das Jahr 2020 abgesagt.“, so der Pressesprecher des ADFC Ortsverband in Ahrensburg Jürgen Griebel.

Eigentlich hatte der Landesverband Schleswig-Holstein ab dem 1. Juli im Rahmen der Lockerungen wieder Touren genehmigt.

„Die Auflagen sind jedoch nicht ganz unerheblich: So müssen – wie bei allen anderen Veranstaltungen – Hygiene- und Abstandsregeln eingehalten werden. Die Teilnehmer müssten sich vor einer Tour im Internet anmelden. Mitfahrer ohne Anmeldung hätten wir ab 15 Teilnehmern abweisen müssen. Unter der Teilnehmerzahl von 15 Personen hätten wir bei spontanen Mitfahrern Listen führen müssen mit desinfiziertem Schreibmaterial,“ so der Vorstand Jürgen Hentschke. „das ist sehr aufwändig, …und nun halten Sie mal bei Rot auf einer Verkehrsinsel mit so vielen Teilnehmern den Mindestabstand von 1,5 Metern ein. So etwas ist einfach nicht durchführbar!“

Entscheidend für die Tourenabsagen ist jedoch der Schutz der Tourenleiter: „Unsere Fahrer sind überwiegend älter und gehören damit zur Risikogruppe. Eine Infektion mit dem Coronavirus muss bei diesem Personenkreis unbedingt vermieden werden“, so Hentschke. „Außerdem möchten wir den ehrenamtlichen Tourenleitern nicht zumuten, durch die Neuinfektion eines Teilnehmers bei einer Radtour die Verantwortung tragen zu müssen und sich der Gefahr auszusetzen, mit Bußgeldern konfrontiert zu werden. Er trägt schließlich die Verantwortung bei den Fahrten, die oft einen ganzen Tag andauern.“

Der ADFC-Stormarn fordert alle Teilnehmer der letzten Jahre auf, dennoch kräftig in die Pedale zu treten: „Das Radfahren an der frischen Luft ist auch in Coronazeiten zu empfehlen, solange man in kleinen Gruppen unterwegs ist und die Abstände einhält“, so der Pressesprecher Griebel. „Stormarn, die angrenzenden Landkreise und Hamburg haben so schöne Ziele, die muss man sich dieses Jahr selbst erobern, auch wenn das nicht immer so perfekt klappt wie mit unseren erfahrenen Tourenleitern.“

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Ahrensburg

Historischer Arbeitskreis nimmt Abschied von Christa Reichardt

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Ahrensburg – Christa Reichardt, Gründerin und langjährige Leiterin des Historischen Arbeitskreises Ahrensburg, ist tot. Sie verstarb bereits am 12. Juni im Alter von 84 Jahren.

Foto: Stadt Ahrensburg

Von 1985 bis 1996 war sie erste hauptamtliche Stadtarchivarin Ahrensburgs. Unvergessen bleiben ihre beliebten Veranstaltungen, die sie mit dem und für den Arbeitskreis, das Stadtarchiv und nach ihrer Pensionierung auch privat über dreißig Jahre lang selbst erstellte oder mit engagierten Mitstreiterinnen und Mitstreitern organisierte.

Die Vorträge, Theateraufführungen, Jubiläumsfeiern und vor allem Busreisen zu historisch interessanten Zielen in Norddeutschland, Dänemark oder nach der Wende vor allem in die Neuen Bundesländer wurden allesamt zu großen Publikumserfolgen.

Das galt auch für die Vortragreihe „Wissenswertes aus aller Welt“, die sie von 2009 bis 2016 für die Volkshochschule im Peter-Rantzau-Haus an jeweils zwei Nachmittagen im Monat organisierte.

Als Autorin und Mitherausgeberin von historischen Artikeln, Historischen Blättern und Büchern zur Ahrensburger Geschichte beschäftigte sie sich mit den Lebensbedingungen und Beziehungen der Menschen vor Ort in den verschiedenen Epochen und Gesellschaftsschichten – von adligen Schlossherren über leibeigene Bauern bis hin zu den Geflüchteten und Vertriebenen in der Nachkriegszeit. Für dieses Engagement wurde ihr dieses Jahr die Ehrenmitgliedschaft im Historischen Arbeitskreis verliehen.

“Wir verlieren einen herzlichen Menschen, eine inspirierende Heimatforscherin und eine begeisternde Erzählerin. Wir werden ihr Andenken bewahren und ihre Arbeit fortführen”, heißt es vom Historischen Arbeitskreis.

Der Arbeitskreis plant eine Gedenkveranstaltung in Ahrensburg, Zeit und Ort sollen noch bekanntgegeben werden.

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