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Kultur

Erstmals in Schleswig-Holstein: “Körperwelten” kommt nach Lübeck

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Lübeck – Nach mehr als 50 Millionen Besuchern in über 140 Städten weltweit gastiert die erfolgreiche Anatomieschau jetzt erstmals in Schleswig-Holstein.

Foto: Gunther von Hagens Körperwelten

Vom 22. Juni bis 3. September 2020 präsentieren Plastinator Dr. Gunther von Hagens und Kuratorin Dr. Angelina Whalley ihre aktuelle Ausstellung „Körperwelten & Der Zyklus des Lebens“ auf über 1400 qm Fläche in der Lübecker Kulturwerft Gollan.

Im Fokus der Ausstellung steht der menschliche Körper im Kreislauf von Entstehen und Vergehen.

Der kontinuierliche Veränderungsprozess des Körpers wird anhand einer Vielzahl von eindrucksvollen Ganzkörper-Plastinaten spannend und anschaulich dargestellt.

Die einzelnen Stationen – von der Zeugung bis ins hohe Alter – laden dazu ein, sich intensiv mit seinem eigenen Körper und Lebensstil zu beschäftigen.

Vorrangiges Ziel der Körperwelten-Macher ist die gesundheitliche Aufklärung und Prävention.

Rund 180 faszinierende anatomische Präparate erläutern leicht verständlich einzelne Organfunktionen und häufige Erkrankungen und erklären, was jeder einzelne tun kann, um seine Gesundheit und eine hohe Lebensqualität möglichst lange zu bewahren.

Der Besuch der Körperwelten ist für medizinische Laien ebenso empfehlenswert wie für Personen, die in den Bereichen Vorsorge und Gesundheit tätig sind.

„Ich möchte zeigen, dass das Reifen ein ganz natürlicher Vorgang ist, den wir mit ein bisschen Mühe mitgestalten können. Dabei sollten wir auch immer ein Auge auf die Zukunft richten”, rät Ärztin Dr. Angelina Whalley.

Für Körperwelten-Erfinder und Mediziner Dr. Gunther von Hagens ist die Ausstellung eine Reise in die Vergangenheit. Nach politischer Gefangenschaft in der DDR und dem Freikauf durch die Bundesrepublik Deutschland 1970 verbrachte er seine ersten drei Jahre in Freiheit in der Hansestadt und approbierte 1973 an der Universität Lübeck.

Der Besuch der Ausstellung (22. Juni bis 3. September) ist zu den Öffnungszeiten (täglich 10 bis 19 Uhr, letzter Einlass 18 Uhr) unter Einhaltung der geltenden Hygiene- und Abstandsregeln jederzeit möglich.

Ticket-Vorverkauf ab sofort unter www.koerperwelten.de und telefonisch unter 01806 700 733 (€ 0,20 pauschal aus dem deutschen Festnetz; aus dem Mobilfunknetz € 0,60).

Kostenlose Hotline für Gruppenbuchungen und Schulklassen: Tel. 069 427 262 699 (Mo–Fr: 8.00–19.30 Uhr, Sa: 10.00–18.00 Uhr, So: 10.00–15.00 Uhr) oder per E-Mail an koerperwelten-luebeck@reservix.de.

Infos rund um die Ausstellung unter www.koerperwelten.de/luebeck

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Kultur

Ahrensburger Jugend-Sinfonieorchesters spielt in der Laeiszhalle

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Ahrensburg – Nachdem das Laeiszhallenkonzert des Jugend-Sinfonieorchesters im vergangenen Januar noch Pandemie-bedingt abgesagt werden musste, hat sich das Orchester von diesem traurigen Moment mehr als erholt. Rückblickend haben dazu besonders drei Projekte beigetragen.

Foto: JSOA

Zum einen hat das JSOA im März an einem digitalen internationalen Musikfestival teilgenommen, das von einem Jugendorchester aus Flint (USA) organisiert wurde. Zum anderen gab es im Oktober eine aufregende Reise in die Schweiz, auf der die jungen Musiker:innen neben einem intensiven Austausch, Proben und Konzert mit einem Austauschorchester auch Wanderungen, Rodelbahnen und eine Bootstour erleben durften. Schließlich fingen die ersten öffentlichen Konzerte im November wieder an. Es gab u.a. zwei Konzerte mit dem Mozart-Requiem, bei denen das Orchester über sich hinausgewachsen ist und mit beeindruckender Präzision und Ausdruckskraft geglänzt hat.

Das nun anstehende Konzert im Großen Saal der Hamburger Laeiszhalle am 30. Januar 2022 um 18 Uhr beginnt mit der Carmen Suite Nr. 1 von Bizet.

Der Inhalt der dazugehörigen Oper strotzt von impulsiven Gefühlen: Es geht um Don Jose der seine Verlobte Michaela verlässt, um mit Carmen zusammenzukommen.

Dieser wiederum möchte allerdings nach einiger Zeit wieder frei sein und verlässt Don Jose für den Stierkämpfer Escamillo. Von Eifersucht getrieben ersticht Don Jose Carmen schließlich. Im Kontrast zu dieser aufgewühlten Emotionslage folgen zwei Werke für Solocello, die die gesangliche Komponente dieses Instrumentes in den Fokus rückt: Kol Nidrei von Max Bruch und Waldesruh von Antonín Dvořák. Der Solist Jacob Turnbull spielt schon seit vielen Jahren im Orchester. Mit beeindruckender Reife und musikalischen Gespür bringt er die langen Linien zum Leben.

Nach der Pause erklingt dann die Sinfonie Nr. 5 (Reformationssinfonie) von Felix Mendelssohn Bartholdy. Mendelssohn schrieb diese Sinfonie bereits im Alter von 23 Jahren und war mit dem Ergebnis sehr unzufrieden. In einem seiner Briefe lässt sich folgende Passage finden: „Die Reformations-Symphonie kann ich gar nicht mehr ausstehen, möchte sie lieber verbrenne als irgendeines meiner Werke; soll niemals herauskommen.“

Die Sinfonie verschwand in der Schublade und wurde erst 20 Jahre nach seinem Tod veröffentlicht.

Ein Grund für die Unzufriedenheit des Komponisten über das eigene Schaffen liegt unter andere in der Experimentierfreudigkeit des Werkes.

Mendelssohn mischt antike und romantische Klänge, vokale und instrumentale Stile sowie geistliche und weltliche Musikelemente. Diese Verschmelzung macht das Stück aus heutiger Sicht so unglaublich reizvoll.

Das Jugend-Sinfonieorchester Ahrensburg (JSOA) besteht seit 1968 und hat seitdem auf vielen internationalen Bühnen Erfahrung gesammelt. In über 50 Jahren haben die jungen Musiker nicht nur Werke von Beethoven bis Wagner, sondern auch Film- und Musicalmusik sowie Uraufführungen internationaler zeitgenössischer Komponisten aufgeführt. Weiterhin haben viele Instrumentalisten des Orchesters durch Solokonzerte auch die Möglichkeit, einzigartige Bühnenerfahrung zu erhalten.

Das JSOA und seine zwei ebenfalls sinfonisch besetzten Vororchester unterhalten Partnerschaftskontakte zu Ensembles in Europa, Asien und den USA.

Bei Auslandsreisen übernimmt das JSOA die Aufgabe eines Kulturbotschafters und ermöglicht damit einen internationalen menschlichen und musikalischen Austausch.

Die musikalische Leitung hat Sönke Grohmann (Foto), Jahrgang 1988, er studierte von 2009 bis 2015 Schulmusik mit Querflöte als Hauptfach in Hamburg und schloss das Studium mit dem Master erfolgreich ab. Darauf aufbauend studierte er von 2015 bis 2017 den Master-Studiengang Chor- und Ensembleleitung in Hannover bei Prof. Frank Löhr. Als Dirigent arbeitet Grohmann mit unter anderem mit der Orchester Lübecker Universität und dem collegium musicum der Leibniz Universität Hannover. Seit September 2018 leitet er das Jugend‐Sinfonieorchester Ahrensburg.

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Bad Oldesloe

Vortrag über Realismus-Maler Harald Duve in Bad Oldesloe

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Bad Oldesloe – Unter dem Titel „Kunst in Stormarn – ein kurzer Rückblick auf die letzten 150 Jahre“ stellt der ehemalige Kulturreferent des Kreises, Dr. Johannes Spallek, in den Jahrbüchern für den Kreis Stormarn Künstlerinnen und Künstler aus Stormarn vor, um aufzuzeigen, dass es in Stormarn ein interessantes Erbe der Bildenden Kunst gibt.

Harald Duwe: Ohne Titel (Stormarner Dorf), Foto: Johannes Spallek

“Durch meine gezielten Studien und gründlichen Recherchen konnte ich viel Neues entdecken”, sagt Spallek, “und bisher unbekannte oder kaum bekannte Kunstwerke erstmals beschreiben, wie z. B. das Leben und das künstlerische Werk von Karl Ballmer oder die Gemälde und zahlreichen „Kunst-am-Bau-Werke“ von Harald Duwe, die er in Stormarn realisierte.”

Der Heimatbund Stormarn (HBS) freut sich sehr, dass Johannes Spallek in einem ausführlichen Kunstvortrag neben diesen auch weitere bedeutende Stormarner Künstler besonders vorstellen wird.

„Bei meinen Studien geht es auch um die Frage nach dem Umgang mit dem kulturellen Erbe der Bildenden Kunst in Stomarn. Wo und wie kompetent wird sich um die Bildende Kunst, um Rezeption und den fachlichen Erhalt gesorgt?“ Eine hochaktuelle Frage! Wirdürfen sehr gespannt sein!

Der Vortrag findet im Kreisarchiv Sormarn, Bad Oldesloe, Mommsenstraße 14, statt und beginnt um 18.30 Uhr. Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen. Begrenzte Teilnehmerzahl, es gilt die 3G-Regel.

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Bad Oldesloe

Fern von Aleppo: “Wie ich als Syrer in Deutschland lebe”

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Bad Oldesloe – Im Rahmen der Interkulturellen Woche liest Buchautor Faisal Hamdo am Sonntag, 10. Oktober 2021 um 17 Uhr im Kultur- und Bildungszentrum (KuB) Bad Oldesloe.

Foto: Claudia Höhne

Er spricht über seine Erlebnisse und Gefühle nach der Flucht aus dem syrischen Aleppo, vom Ankommen in einer neuen Heimat und von seiner Faszination für die deutsche Sprache und Kultur.

Hamburg ist seine neue Heimat. Seit sieben Jahren lebt und arbeitet Faisal Hamdo in der Hansestadt, nachdem ihm 2014, mit Anfang Zwanzig, die Flucht aus dem syrischen Aleppo gelungen war.

Mit großer Neugier und Offenheit taucht Faisal Hamdo seitdem in die Lebens- und Arbeitswelt in Deutschland ein.

In seinem Buch „Fern von Aleppo“ erzählt er von seiner Faszination für die deutsche Sprache, seinem Staunen über das innige Verhältnis der Deutschen zu ihren Haustieren oder über seine erste Begegnung mit dem Humor Loriots.

Manches bleibt ihm in Deutschland unverständlich, wie der Alkoholkonsum oder die mediale Präsenz von Sexualität. Sein Blick auf die deutsche Realität wird so zu einem Spiegel unserer Identität. Indem Hamdo die Erfahrungen hier mit seinem Leben in Syrien vergleicht, lernt der deutsche Leser zugleich den syrischen Alltag besser kennen. Voller Humor und berührender Lebensklugheit spricht er davon, wie das Leben sich anfühlt: mit einem Teil von Kopf und Herz in der umkämpften syrischen Heimat und einem anderen in der neuen Heimat Deutschland. 

Faisal Hamdo, 1989 in Aleppo geboren, arbeitete nach dem Studium der Physiotherapie mit behinderten Kindern sowie zwei Jahre ehrenamtlich in provisorischen Krankenhäusern seiner Heimatstadt.

Während des Arabischen Frühlings nahm er wie viele syrische Studenten an etlichen Demonstrationen gegen das Regime teil. 2014 flüchtete er aufgrund akuter Gefährdung über die Türkei nach Deutschland. Nach zahlreichen Sprachkursen und Berufsanpassungsqualifikationen arbeitete Hamdo zunächst in der Altenpflege und einer Physiotherapiepraxis. Im März 2016 wechselte der mittlerweile 27-Jährige an das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf und arbeitet seitdem auf der neurochirurgischen Intensivstation.

Tickets sind online, in der Stadtinfo im KuB sowie an der Abendkasse erhältlich. Für den Veranstaltungsbesuch ist der Nachweis über den vollständigen Impfschutz, über die Genesung oder ein aktueller negativer Coronatest erforderlich (3G-Regel).

Nähere Informationen sind auf www.kub-badoldesloe.de, in der Stadtinfo im KuB, per Telefon unter 04531 504-199 oder per Mail an stadtinfo@badoldesloe.de erhältlich.

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