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Wirtschaft

Landesregierung: Kleine Messen, Flohmärkte und Konzerte unter Auflagen möglich

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Flohmarkt Symbolfoto: CoolR/shutterstock

Kiel – Wochenlang bestand Unklarheit für Eventveranstalter. Jetzt ist mit einiger Verspätung klarer, wie die nächsten Wochen im Veranstaltungsbereich laufen können.

Das Landeskabinett hat gestern (2. Juni) ein Veranstaltungsstufenkonzept beschlossen, das ein stufenweises Zulassen unterschiedlicher Veranstaltungsformate vorsieht.

Seit 18. Mai gilt: Veranstaltungen mit Sitzungscharakter wie Vorträge, Lesungen, Theater- und Filmvorführungen sowie Konzerte mit sitzendem Publikum sind unter Auflagen und einer Beschränkung der Anzahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf maximal 50 Personen erlaubt. 

Ab Montag, 8. Juni, wird nach dem heute, 2.Juni, beschlossenen Konzept gelten:

  • Veranstaltungen mit Sitzungscharakter, bei denen Abstande eingehalten werden können und ein geringes Maß an Interaktion besteht sowie die Teilnehmer in der Regel erfasst werden und feste Plätze haben (z.B. Vorträge, Lesungen, Theater- und Filmvorführungen sowie Konzerte mit sitzendem Publikum): Diese sind mit entsprechenden Maßnahmen im Außenbereich für bis zu 250 Gäste zugelassen und bei Veranstaltungen dieser Art in geschlossenen Räumen können bis zu 100 Personen teilnehmen.
  • Veranstaltungen mit wechselndem Publikum, bei denen Abstände überwiegend eingehalten werden können (z.B. Messen, Flohmärkte, Landmärkte): Diese sind mit entsprechenden Maßnahmen im Außenbereich für bis zu 100 Personen, die sich maximal gleichzeitig auf dem Veranstaltungsgelände aufhalten, zugelassen.
  • Die Einhaltung des Abstandsgebots, der Hygienemaßnahmen und der Zugangskontrollen ist in der Regel von Ordnungskräften zu kontrollieren, die vom Veranstalter gestellt werden müssen. Auf solchen Veranstaltungen dürfen zudem keine alkoholischen Getränke ausgeschenkt werden.
  • Gruppenaktivitäten, bei denen das Abstandsgebot in der Praxis nur teilweise eingehalten werden kann, da ein hohes Maß an Interaktion besteht (z.B. Familienfeiern, Empfänge oder Exkursionen):  Diese sind mit festem und bekanntem Publikum im Außenbereich mit entsprechenden Maßnahmen mit bis zu 50 Personen erlaubt.

Die Landesregierung beabsichtigt, basierend auf dem Veranstaltungskonzept zu gegebener Zeit weitere Öffnungsschritte im Veranstaltungsbereich festzulegen. Der Zeitpunkt für diese Lockerungen ist abhängig von der infektionsmedizinischen Lage, die fortlaufend bewertet wird. Anhand dieser sollen einzelne Öffnungsschritte mit konkreten Terminen hinterlegt werden.

Also risikoreich gelten weiterhin Veranstaltungen bei denen zum Beispiel gesungen und viel und intensiv gesprochen oder gemeinsam getanzt wird. Ein Problem sind auch all die Veranstaltungen, bei denen Teilnehmer nicht zentral erfasst werden können. Veranstaltungen in Innenräumen sind dabei allgemein risikogeneigter als im Außenbereich.

Großveranstaltungen bleiben bis mindestens 31. August untersagt. Vor diesem Datum wird eine Neubewertung erfolgen, anhand derer dann über das weitere Vorgehen entschieden wird. Großveranstaltungen und offene Stufen im Konzept sind also nicht automatisch ab dem 1.9.2020 erlaubt.

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Bad Oldesloe

Spatenstich in Oldesloer Gewerbegebiet: Neues Asklepios-Zentrallager soll 2021 fertig sein

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Bad Oldesloe – Der Bau des neues Asklepios-Zentrallagers in Bad Oldesloe hat begonnen. In dieser Woche erfolgte der Spatenstich.

Spatenstich für das neue Asklepios-Zentrallager. Foto: Fischer

Ab Ende 2021 sollen vom Gewerbegebiet Süd-Ost aus 150 Kliniken von Sylt bis zum Bodensee mit Medizin-Produkten beliefert werden. Zusätzlich können auch externe Krankenhäuser bedient werden, heißt es seitens des Konzerns.

“Gerade die Corona-Pandemie hat uns allen vor Augen geführt, wie sichtig eine exzellente Logistik und die kompetente Bevorratung für den laufenden Medizinbetrieb und damit die Versorgung unserer Patienten ist”, sagte Kai Hankeln, Sprecher des Vorstands der Asklepios Kliniken beim Spatenstich für das neue Zentrallager. Mit dem neuen hochmodernen Zentrallager verfüge das Unternehmen künftig über eine noch bessere, softwaregesteuerte Logistik.

“Außerdem haben wir dann deutlich mehr Fläche zur Verfügung und können erstmals bundesweit ausliefern”, so Henkeln.

Mitte 2021 soll das 14.400 Quadratmeter große Zentrallager fertig sein. Hinzu kommt noch ein Bürogebäude mit einer Grundfläche von 720 Quadratmetern.

Insgesamt fasst das Hochregallager 20.000 Palettenstellplätze.

Errichtet wird das Lager von der Firma Goldbeck. Das Familienunternehmen ist aktuell unter anderem Bauunternehmer für das neue Werk des US-Autoherstellers Tesla in Brandenburg.

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Bad Oldesloe

Der heiße Draht zur Berufsberatung: Hotline-Beratungstage in den Sommerferien

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Bad Oldesloe – Obwohl die Corona-Pandemie zurzeit viele Einschränkungen im öffentlichen Leben mit sich bringt, stehen die Berufsberater der Agentur für Arbeit Bad Oldesloe weiterhin für alle Jugendlichen der Kreise Herzogtum Lauenburg und Stormarn bei der Berufs- und Studienwahl zur Verfügung und geben Tipps zu Überbrückungsmöglichkeiten.

Die Agentur für Arbeit in Bad Oldesloe. Foto: Stormarnlive.de

So können sich ab sofort Schulabgänger, die noch keinen Plan haben, wie es nach der Schule weitergehen soll, telefonisch beraten lassen. Eine speziell eingerichtete Beratungshotline steht seit den Sommerferien dienstags und donnerstags in der Zeit von 8-15 Uhr exklusiv für diese Jugendlichen zur Verfügung.

Die Berufsberater sind direkt am Telefon. Auch kann eine Nachricht auf der Voicebox hinterlassen werden.

„Arbeitgeber der Region bilden weiter aus. Über 1000 Ausbildungsstellen sind noch im Bezirk der Arbeitsagentur Bad Oldesloe frei. Es lohnt sich auch jetzt noch zu bewerben “, so Claudia Osada-Ristow, Leiterin der Berufsberatung des Kreises Stormarn. „Die Ausbildung beginnt in Absprache mit den Kammern in vielen Betrieben bis zu 8 Wochen später.“

Die Berufsberater sind an den genannten Tagen unter der Telefonnummer 04531 167-154 zu erreichen.

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National

Maskenpflicht bleibt: Gesundheitsminister geben Druck der Lobbyisten und Populisten nicht nach

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Symbolfoto: Anirat1705/pixabay

Berlin – Seit vergangener Woche rumorte es kräftig. Verschwörungstheoretiker sehen in Masken ja schon länger ein Zeichen für Bevormundung oder “Angstmache” und es ist erstaunlich, wie viele Menschen sich über die Mund- und Nasenschutz-Pflicht im Einzelhandel wunderbar aufregen können. Doch nun erhielten diese Gruppen auch Beistand aus Teilen der Politik und aus der Einzelhandelslobby.

Lobbyverbände des Handels sowie manche Wirtschafstminister forderten die Aufhebung der Maskenpflicht. Der Grund: Die Infektionszahlen seien gesunken, gleichzeitig hemme der Mund- und Nasenschutz offenbar die Kauflust.

Gesundheitsexperten und Virologen warnten sofort, dass dieser Schritt zu früh komme. Die Bundesregierung positionierte sich ebenfalls eindeutig für einen Erhalt der Mund- Nasenschutzpflich beim Einkauf. Die Gesundheitsminister haben in einer gemeinsamen Schalte nun dem Druck aus Lobbyverbänden und Wirtschaft entsprechend nicht nachgegeben. Es dürfe auch auf keinen Fall der Eindruck entstehen, dass die Infektionsgefahr vorbei sei.

Denn tatsächlich ist die Corona-Pandemie auch nicht vorbei. Der Mund- und Nasenschutz ist laut Experten ein wichtiger Beitrag, um Lockerungen aufrecht zu erhalten und erneute , erhöhte Infektionszahlen zu vermeiden.

Tatsächlich ist es auch ein wenig seltsam, wie sehr sich manche Mitmenschen über diesen doch sehr kleinen, persönlichen Beitrag zur Eindämmung der Virusausbreitung aufregen können. Das Tragen des Mund- und Nasenschutz ist auch ein Zeichen der Rücksicht auf die Mitbürger.

In Sachen Shoppingerlebnis stellt sich auch die Frage, was es denn für die Konsumgesellschaft eigentlich bedeutet, dass die Geschäfte Probleme bekommen, wenn nur noch zielgerichtet die Produkte gekauft werden, die man gerade benötigt.

Eine komplette Beendung der Maskenpflicht hatte die AfD gefordert. Die FDP möchte ein “Ausstiegszenario”.

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