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“Die Verwaltung versagt”: Wie am Oldesloer Exer ignoranter Egoismus auf falsch verstandene Solidarität trifft

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Bad Oldesloe – Die Oldesloer Bußgeldstelle ist nicht dafür bekannt zimperlich zu sein oder bürgerfreundlich mit Nachsicht zu walten. Wenn ein Fahrzeug schief geparkt wurde, gibt es von den mobilen Aufschreiberlingen der Stadtverwaltung schnell ein Knöllchen.

Wenn man Diskussionen über fragwürdige Strafzettelausstellungen führt, heißt es schnell “Regeln sind Regeln – die haben wir nicht gemacht” aus der Stadtverwaltung. Kulanz und Nachsicht sei da halt nicht möglich.

Doch während es auch weiterhin im Stadtgebiet umstrittenes Vorgehen der Parkraumüberwachung gibt, hat man sich offenbar am Exer dafür entschlossen bei den zahlreichen , deutlichen Vergehen gegen die Corona-Verordnung wegzuschauen.

Was sich an manchen Nachmittagen und Abenden auf dem Kunstrasen und im Skateland abspielt, hat zumindest mit den ausgehängten Regeln so gar nichts mehr zu tun. Nicht falsch verstehen: niemand möchte Jugendlichen oder Familien den Spaß an der Freizeitgestaltung absprechen, aber wenn es nunmal Regeln gibt, bei denen es um Rücksicht auf die Gesundheit anderer geht, dann gibt es halt auch diese Regeln.

Der Bürgermeister und seine Verwaltung meinen es vermutlich gut, aber oft ist leider das Gegenteil von gut am Ende “gut gemeint”. Das zeigt sich auch auf diesen Freizeitflächen erneut immer häufiger.

Es ist erschreckend mit welchem ignoranten Egoismus manche Nutzer des Skatelands und des Kunstrasens vorgehen. Abstandsregelungen und Kontaktbeschränkungen bestehen noch, werden hier aber in sehr vielen Fällen massiv nicht eingehalten. Es geht nicht darum, dass mal zwei oder drei Leute zusammenstehen. Es handelt sich um 10er und 15er Gruppen, die sich das Areal zurückerobert haben und sogar die Vertreiben, die es regulär, vorsichtig und mit Rücksicht nutzen wollen.

Die Stadtverwaltung kündigte an, wenn das passiere, werde der Bereich wieder geschlossen. Als diese Situationen eintraten, zeigte sich der ansonsten als großere Freund von Regeln bekannte Bürgermeister Jörg Lembke aber als der große Jugendversteher. Man solle Nachsicht walten lassen, wenn “im Eifer des Gefechts” mal Abstände nicht eingehalten würden.

Leider verfehlt diese Einschätzung die Realität. Es geht nicht um kurze Kontakte beim Sport, sondern um Treffen, die zum Teil mit Sport gar nichts zu tun haben.

Das Coronavirus ist nicht weg. Die Hygienebedingungen gelten noch. Und so kamen Fragen bei erschrockenen Eltern auf, die ihre Kinder direkt wieder ins Auto luden, als sie den Andrang auf dem Skateland sahen. “Das kann ich meinen Kindern nicht erklären, weshalb sie dann woanders Abstand halten sollen”, sagte eine Mutter. “Was macht das Ordnungsamt in Bad Oldesloe eigentlich beruflich? Oder haben die alle Kurzarbeit und sind gar nicht da?”, fügte ein Vater an, der einem enttäuschten Kind erklären musste, das er es so leider nicht ins Skateland schicken wollen.

Das Vertrauen der Stadtverwaltung in die Bürger – oder die Unterschätzung der Situation durch den Verwaltungschef – freut natürlich die, die egoistisch ihre Freizeitgestaltung ausführen können, ohne Abstände, ohne Rücksicht. Aber es frustet die, die sich an die Regeln halten wollen. Die Vernünftige, die Rücksichtsvollen werden hier geradezu vorgeführt, durch eine falsch verstandene Solidarität seitens der Verwaltung.

Wie kann man es erklären, dass Geschäfte sich deutlich einschränken und an alle Regeln halten müssen, wenn sie nicht deutliche Strafen zahlen sollen und Gastronomie sich stark einschränken muss , um nicht geschlossen zu werden – während einige hundert Meter weiter, offenbar alle Regeln nicht mehr gelten.

Besonders schlimm sind die Eltern, die noch danebstehen und dem Treiben zuschauen. So sieht es dann aus, wenn man die Kinder zu Egoisten ohne Rücksicht erziehen möchte.

Bleibt die Frage, ob in Zukunft auch die Knöllchenschreiber mit “ein wenig Nachsicht” mal wegschauen, wenn das Auto einen Zentimeter zu weit auf dem weißen Begrenzungsstrich parkt oder ob es dann wieder heißt “Regeln sind halt Regeln”. Parkende Autos beschweren sich halt nicht so schnell, anders als Menschen, die man direkt auf ihre Fehlverhalten aufmerksam macht. Vielleicht merkt die Verwaltung ja noch, wie sie aktuell mit ihrer falsch verstanden Solidarität der Stimmung in der Stadt mehr schadet als nützt.

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Bargteheide: Lesung mit Bestseller-Autorin Ursula Poznanski

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Bargteheide – Voller Vorfreude lädt das Team der Stadtbibliothek Bargteheide zur Lesung mit Ursula Poznanski ein. Die erfolgreiche österreichische Autorin schreibt Thriller sowohl für Jugendliche als auch für Erwachsene. 2011 wurde Sie für ihr Buch „Erebos“ mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis ausgezeichnet.

Foto: Gaby Gelster | © Loewe Verlag GmbH

Was, wenn du dir eine völlig absurde Geschichte ausdenkst, sie zum Spaß in die Welt setzt und plötzlich glauben alle daran?

Ursula Poznanskis neuer und hochaktueller Bestseller „Shelter“ ist eine wache Analyse der Mechanismen moderner Verschwörungsmythen und ihrer Auswirkungen.

Nicht erst seit der Corona-Pandemie stieg die Zahl der Verschwörungen, die sich rasant verbreiteten. Ob Fake News oder Querdenker – wir alle werden zunehmend damit konfrontiert.

Lesung am Donnerstag, 25. November, um 18:30 Uhr im Großen Saal im Stadthaus, Am Markt 4, 22941 Bargteheide. Der Eintritt kostet fünf Euro (kostenlos für Personen unter 18 Jahren)

Der Kartenvorverkauf läuft ab sofort während der Öffnungszeiten der Stadtbibliothek. Grundsätzlich ist auch eine Reservierung von Karten per Mail möglich: stadtbibliothek@bargteheide.de

Die Karten müssen jedoch spätestens am Veranstaltungstag bis 30 Minuten vor Beginn der Lesung abgeholt werden, da sie sonst wieder in den freien Verkauf gehen.

Die Veranstaltung findet unter 3G-Regelungen statt. In Zeiten der Pandemie können sich Sicherheits- und Hygieneregeln bei Veranstaltungen sehr kurzfristig ändern. Bitte informieren Sie sich vor Ihrem Besuch über die aktuell geltenden Regeln. Weitere Informationen sind auf der Website der Stadtbibliothek Bargteheide zu finden: www.bargteheide.bibliotheca-open.de.

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Rap und Kunst: “Farbe zeigen statt Grenzen ziehen” am Oldesloer Hölk

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Bad Oldesloe – „Farbe zeigen statt Grenzen ziehen“: Berliner Künstlerin Hera bringt zusammen mit zwölf Bad Oldesloer Jugendlichen große Kunst an die Wände der Hölk-Hochhäuser.

Links Rapper Booz, rechts Kunst von der Berliner Künstlerin Hera. Fotos: Rengtones(l.)/Jasmin Siddiqui

Die Berliner Künstlerin Hera erarbeitet vom 25. bis 29. Oktober mit zwölf Jugendlichen an den Außenmauern der Hochhäuser am Hölk in Bad Oldesloe ein großes und weitere kleinere Wandkunstwerke als Statement gegen Ausgrenzung und für eine offene Gesellschaft.

Das Projekt ist Teil des Kultursommers 2021 „Kultur in Stormarn – Von A(hrensburg) bis Z(arpen)“.

Die Gestaltung des öffentlichen Raumes hat einen unmittelbaren Einfluss auf das Lebensgefühl aller sich dadurch und darin bewegender Personen und besitzt somit das Potential, positive und erhellende Momente zu schaffen.

Die Berliner Künstlerin Hera erarbeitet an den Außenmauern der Hochhäuser am Hölk in Bad Oldesloe mit Jugendlichen -mit und ohne Migrationshintergrund- ein großes Wandkunstwerk und weitere Kleinere als Statement gegen Ausgrenzung und für eine offene Gesellschaft.

Die Künstlerin und eine Sozialarbeiterin tauschen sich bereits im Vorfeld mit den Jugendlichen über eigene Ausgrenzungserfahrungen aus und vermitteln Methoden, sich dem Thema künstlerisch anzunähern. Es findet eine Auseinandersetzung mit den allgemeinen Motiven für Ausgrenzung statt. In diesem Prozess entstehen Skizzen für Wandgemälde, die die Jugendlichen selbst an die Wand bringen werden und eine Inspirations-Grundlage für ein Großgemälde der Künstlerin Hera.

Die Hölk- und Poggenbreeden-Hochhäuser in Bad Oldesloe. Foto: Fischer

Hera wird zwischen dem 25. und 30. Oktober mit Hilfe eines Steigers an der 36 Meter hohen Außenwand der Hochhäuser arbeiten – die Jugendlichen arbeiten im selben Zeitraum an dem korrespondierenden Gemälde in geringerer Höhe.

Am Samstag, den 30. Oktober findet zwischen 11:30 bis 16 Uhr ein Nachbarschaftsfest statt, welches gleichzeitig Finissage und Abschlussfest für das Projekt ist.

Um 12 Uhr wird Rapper Booz aus Hamburg dabei ein Konzert spielen.

Der in Hamburg geborene und aufgewachsene Booz macht seit über 10 Jahren Musik. Er ist der geborene Entertainer, tanzte auf internationalen Krump-Festivals, spielte Rollen in Kinofilmen und Serien, unter anderem bei „Skylines“ auf Netflix, und stand bereits mit Rapgrößen wie Kool Savas, Jan Delay und Samy Deluxe auf der Bühne. Ferner wird auch das musiculum Mobil das Fest besuchen.

Das musiculum MOBIL ist ein großer bunter Transporter, der mit vielfältigen Musikinstrumenten, Musikspielen und Klangexponaten ausgestattet ist und der Kinder für Musik begeistert.

Das Projekt „Farbe zeigen statt Grenzen ziehen“ findet im Rahmen des Kultursommers 2021 „Kultur in Stormarn – Von A(hrensburg) bis Z(arpen)“ statt und wird durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) mit Mitteln aus NEUSTART KULTUR gefördert. Projektträger ist der Stabsbereich Kultur des Kreises Stormarn. Initiator des Projektes ist der Sachbereich Kultur der Stadt Bad Oldesloe und die Stadt Bad Oldesloe.

Termine zum Zuschauen beim Arbeiten: 25.-29.10.2021, jeweils 11 bis 17 Uhr Termin Nachbarschaftsfest: Sa. 30.10. mit Live-Musik und weiteren Programmpunkten vor den Hölk-Hochhäusern, Im Hölk 2, 23843 Bad Oldesloe. Eintritt frei.

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Arbeiter stirbt in Stapelfeld bei Unfall in Müllverbrennungsanlage

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Stapelfeld – Am 5. Oktober kam es gegen 11:10 Uhr auf dem Gelände der Müllverbrennungsanlage Stapelfeld zu einem Arbeitsunfall.

Feuerwehr im Einsatz Symbolfoto: SL

Nach ersten Erkenntnissen stürzte ein Bauarbeiter aus ungefähr 25 Meter Höhe in ein Betonsilo und erlag noch vor Ort seinen Verletzungen.

Die Ermittlungen zur Unfallursache dauern an. Weitere Informationen können derzeit nicht gegeben werden.

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