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Schleswig-Holstein

Kita-Öffnungen: Ein übereiltes Risikospiel mit vielen Unbekannten

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Spielende Kinder Symbolfoto: Fam Veld / Shutterstock

Bad Oldesloe – Eltern fordern Kita-Öffnungen, weil sie ihre Kinder zu lange mit zu wenig Sozialkontakten sehen, manche Psychologen und Pädagogen fordern es, damit Kinder wieder in ihren Alltag zurückkehren und vor allem prescht die Wirtschaft vor und daher auch einige Parteien, denn schnell sollen Eltern nicht mehr zuhause ihre Kinder betreuen, sondern wieder arbeiten gehen.

Kurzum: der Druck Kitas wieder so weit es geht zu öffnen ist spürbar vorhanden und die Politk hat ihm immer weniger entgegenzusetzen, wie es scheint. Der Pfad der Vorsicht wird verlassen.

Viele Argumente sind klar zu verstehen, auch wenn manche Dramatisierung der Zustände und Argumente wie “die Kinder waren ja weggesperrt” oder “die Kinder haben jetzt schon bleibende Schäden erlitten” über das Ziel hinausschießen und zu einer unsachlichen Emotionalisierung der Diskussion führen.

Wer aktuell vor der zu schnellen Öffnung der Kitas warnt oder darauf hinweist, dass es nur sehr wenige Erkenntnisse zum Virus gibt, wird von aufgebrachten Eltern und selbst erklärten “Anwälten der Kinder” niedergemacht, er oder sie sei “kinder- und familienfeindlich”. Aber ist es nicht vielleicht sogar andersrum?

Hin und wieder entstehe der Eindruck, dass eine falsch verstanden Solidarität mit Kindern aufkommt, denn eigentlich scheint es zum Teil eher verantwortungslos als verantwortungsvoll, Kitas so schnell wieder immer mehr zu öffnen. Bei manchen Parteien scheint das Vorpreschen mehr dem eigenen Ansehen bei Familien dienen zu sollen, um Wählerstimmen zu generieren, als einem verantwortungsvollem Vorgehen. Vor allem zum Beispiel auch dann, wenn theoretische Hygienekonzepte in der Praxis nicht ausreichend umgesetzt werden können.

Es heißt nun immer wieder, dass es ja schlecht möglich sei, die Kontakte zwischen spielenden Kindern zu vermeiden und auch ErzieherInnen könnten natürlich nicht körperliche Kontakte komplett aus dem Weg gehen. Wer den Kita-Alltag kennt, weiß, dass das stimmt.

Sehr verantwortungslos scheint es aber einfach, wenn man Personal ohne Mundschutz arbeiten lässt. Klar, Kinder benötigen die Mimik – aber wenn ein Arbeiten mit Mundschutz nicht möglich ist, spricht das sehr dafür, dass man vielleicht eben genau daher die Kitas nicht weiter öffnen kann, weil die Schutzmaßnahmen die sonst quasi überall gelten, nicht einhalten kann. Es wäre die vorsichtigere, die verantwortungsvolle Variante nochmal auf die Bremse zu treten – auch wenn es schwer fällt.

Die Forschung von Deutschlands führendem Virologen zum Thema Corona, Prof. Christian Drosten, legt nahe, dass infizierte Kinder genausoviele Viren im Rachenraum haben, wie infizierte Erwachsene.

Damit scheinen sie schonmal genauso Virenträger und -überträger sein zu können, wie Erwachsene.

Leider können Kinder sich aber oft im Gegensatz zu Erwachsenen nicht an die Abstandsregeln halten. Somit könnten sie das Virus durch unvorsichtiges, nachvollziehbar kindliches Verhalten verteilen. Andere kurzfristige Studien legen nahe, dass Kinder zumindest nicht die ersten Infizierten sind, sondern sich – wenn – bei ihren Eltern ansteckten. Doch auch diese Studien sind nicht verifiziert. Andere Studien gehen davon aus, dass Kinder ungefähr 1/3 so ansteckend sind wie Erwachsene – aber eben auch ansteckend. All das ist noch nicht verifiziert – das das benötigt Zeit.

Kindergarten Symbolfoto: Esi Grünhagen/pixabay

Es bräuchte Langzeitstudien – doch für die gibt man sich in der jetztigen Situation keine Zeit mehr. Sind Kinder nun also Superüberträge, wie manche Virologen glauben, oder für das Virus quasi eine Sackgasse ? Es ist nicht zu beantworten. Es fehlt an Studien dazu.

Und genau da ist der Haken, aus den man immer wieder stößte. Man weiß über das Virus viel zu wenig. Mehr und mehr taucht auch der Verdacht auf, dass das Virus bei Kindern zu anderen Erkrankungen führen könnte, die dem Kawasaki-Syndrom ähneln. Die Vermutung Kinder seien quasi immung gegen das Virus ist seit Längerem vom Tisch – es war eine Fehlinformation.

Im Bundesstaat New York sind drei positive getestet Kinder tatsächlich an Komplikationen mit dem Covid-19-Virus verstorben, bei denen einer eher seltene Immunüberreaktion auftrat. Über 100 Kinder erkrankten schwer.

Prof. Drosten sagt, es gebe trotzdem keinen Grund für größere Angst, aber dass man den Zusammenhang erforschen müsse. So sieht es auch die Weltgesundheits-Organisation WHO.

Das “Europäische Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten” hat diese Erkrankung bei 230 Kindern in Europa fesstellen können. Ein Zusammenhang mit der Häufung dieser Krankheit mit Covid19 sei plausibel. Weiterhin wisse man nicht, welche Langzeitschäden eventuell auch bisher unerkannte Infektionen bei Kindern auslösen könnten.

Kindergarten Symbolfoto: Carole LR/pixabay

Manche Studien gehen davon aus, dass Kinder seltener und weniger schlimm erkranken. Aber auch hier gilt wieder: es sind noch Vermutungen.

Wir fassen also zusammen: Man weiß nicht, welche Rolle Kinder als Überträger spielen und man weiß nicht wie schwer Kinder erkranken, aber man zeigt sich teilweise bereit zu akzeptieren, dass Kinder in Kitas von Personal ohne Mundschutz betreut werden und dass Kinder eventuell infiziert werden oder andere infizieren könnten.

Außerdem ist die Rolle der ErzieherInnen bei allen Diskussionen nur sehr am Rande erwähnt worden. Es ist schon erschütternd, dass aus falsch verstandener Solidarität mit den Kindern teilweise Einrichtungen sogar untersagen, dass Mundschutz getragen wird, damit die Kinder nicht verunsichert werden.

Drehen wir das noch weiter: ist der Kita-Alltag in der Coronaversion überhaupt so “wertvoll”, wie manche Eltern ihn sehen oder ist es eher ein Parkhaus für Kinder, deren Eltern arbeiten müssen? Da werden jahrelang entworfenen pädagogische Konzepte über den Haufen geworfen, weil es jetzt eben nicht geht. Zum Teil kommen die Kinder in neu zusammengestellte Gruppen, teilweise fehlen ihre Freunde. Sie dürfen keinen Kontakt zu anderen Gruppen haben, zum Teil bekommen sie neue Bezugspersonen vorgesetzt. Wenn so “Kita” funktionieren soll, dann kann man natürlich fragen, ob all die pädagogischen Konzepte der Jahre davor überhaupt noch berücksichtigt werden, die zum Teil essentiell für die Konzepte von Einrichtungen angesehen werden.

Auch drängt sich der Eindruck auf, dass viele Ideen und Konzepte am grünen Tisch entstehen, aber nicht dort, wo sie umgesetzt werden sollen. Zum Teil ist zu hören, dass deutlich mehr Personal notwendig wäre und dass auch Räumlichkeiten nicht das hergeben, was gefordert wäre.

Die GEW Schleswig-Holstein hat daher entsetzt auf die Öffnungspläne reagiert.

„Zu früh, zu schnell, zu große Gruppen und auf Kosten der Gesundheit der Erzieherinnen“, fasste die GEW-Landesvorsitzende Astrid Henke ihre Kritik zusammen.

„Fünf Kinder pro Gruppe sind grundsätzlich genug. Mit jedem Kind steigt das Ansteckungsrisiko für die Beschäftigten. Schließlich können kleine Kinder keine Abstände einhalten. Sie brauchen Nähe und Zuwendung. Sie sind oft impulsiv und müssen auch einmal getröstet werden. Da lässt sich körperliche Nähe gar nicht vermeiden. Deshalb ist eine Gruppengröße von zehn Kinder viel zu groß.“

In Richtung Politik richtete die GEW-Landesvorsitzende klare Worte: „In der politischen Diskussion kommt die Gesundheit der Erzieherinnen viel zu kurz. Die einen denken an die Kinder, die anderen an die Eltern in Homeoffice, wieder andere an die Wirtschaft: Bloß an die Gesundheit der Erzieherinnen scheint niemand zu denken.“

Die GEW-Landesvorsitzende forderte die Landesregierung auf, den Einsatz von Angehörigen aus Risikogruppen sowie von Beschäftigten im Alter von über 60 Jahren im Gruppendienst zu untersagen.

Auch Beschäftigte, die mit einer Person aus der Risikogruppe in einem Haushalt leben, sollten vom Gruppendienst freigestellt werden. Träger sollten den Kitas neben Handschuhen und Desinfektionsmittel auch ausreichend Schutzmasken zur Verfügung stellen. 

Die Frage, die am Ende steht: Kann man die immer stärkere Öffnung der Kitas wirklich gesundheitlich in einer Phase verantwortlichen, in der es an wissenschaftlichen, medizinischen Studien fehlt? Setzt man sein Kind, das Personal und die eigene Familie einem unkalkulierbaren Risiko aus oder sind alle Konzepte so gut und umfassen, dass man den Kita-Besuch verantworten kann?

Werden die Kitas wirklich geöffnet, weil man sich um das Wohl der Kinder sorgt oder geht es hauptsächlich darum, dass die Eltern wieder arbeiten gehen können, damit der wirtschaftliche Schaden geringer gehalten wird?

Fakt ist: Man weiß sehr wenig darüber, welche Rolle die Kinder in Infektionsketten spielen und wie schwer sie selbst erkranken können. Wird hier also mit sehr hohem Einsatz die Gesundheit von Kindern, Familien und Fachpersonal aufs Spiel gesetzt? Wer übernimmt im Zweifel am Ende die Verantwortung ?

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Exhibitionist in Neustadt: Tourist (69) soll sich entblößt haben – Zeugen gesucht

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Polizei im Einsatz Symbolfoto: SL

Neustadt (in Holstein) – In Neustadt kam es auf dem Fußweg neben dem Sportplatz am Gogenkrog mit großer Wahrscheinlichkeit zu einer exhibitionistischen Handlung.

Der Tatverdächtige wurde von einem Zeugen mit heruntergelassener Hose beobachtet. Eine zum Zeitpunkt der Tat vorbeigehende Frau konnte von den Polizeibeamten nachträglich leider nicht mehr angetroffen werden

Die Kriminalpolizei Neustadt ermittelt in diesem Fall wegen des Verdachts einer exhibitionistischen Handlung und wegen Erregung öffentlichen Ärgernisses. Dem Tatverdächtigen, der sich als Tourist in Neustadt aufhielt, konnte die Tat bisher nicht nachgewiesen werden.

Die Frau, in deren Richtung der 69-jährige sein Geschlechtsteil entblößt hatte, konnte von den Beamten der Polizei in Neustadt sofort nach Mitteilung des Zeugen nicht mehr angetroffen werden und wird nun ihrerseits als Zeugin gesucht.

Wer Beobachtungen zu diesem Tatgeschehen gemacht hat, selbst Opfer geworden ist oder sachdienliche Hinweise geben kann, wird gebeten, sich mit der Kriminalpolizei in Neustadt (Neustadt.KPST@polizei.landsh.de) in Verbindung zu setzen oder sich unter 04561 – 61541 zu melden.

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Schleswig-Holstein

Polizei-Tipps für einen sicheren Schulweg

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Sicher auf dem Schulweg Foto:Polizeidirektion Flensburg/hfr

Flensburg/Schleswig-Holstein – Die Sommerferien in Schleswig-Holstein sind zu Ende und die Schüler starten wieder in ein neues Schuljahr. Die Polizei gibt entsprechende Sicherheitstipps für den Straßenverkehr.

Auch wenn in diesem Jahr vieles anders ist als sonst, beginnt insbesondere für die Erstklässler am Mittwoch ein völlig neuer und aufregender Lebensabschnitt. Der Weg zur Schule ist für sie ebenfalls eine neue Erfahrung und oftmals sind sie auch hier “Anfänger”.

Die Polizeidirektion Flensburg hat deshalb auch in diesem Jahr auf die ABC-Schützen und die weiteren Verkehrsteilnehmer ein besonderes Augenmerk. Das gilt natürlich auch für das restliche Land.

Schulwegsicherung und die Überwachung von Geschwindigkeiten, Gurtanlege- und Kindersicherungspflicht werden gezielt im Bereich von Schulen und Kindergärten sowie auf stark frequentierten Schulwegen stattfinden.

Die Kommunen, Schulen, die Verkehrswacht und die Polizei sind auch in diesem Jahr wieder sehr bemüht, den Eltern zum Schulbeginn Ihrer Schützlinge mit Rat und Tat zur Seite zu stehen:

Tipps für einen sicheren Schulweg:

-Informieren Sie sich an Ihrer Schule über den “Schulwegplan”, der Ihnen sichere Schulwege empfiehlt. Wählen Sie diesen sicheren Weg, auch wenn dadurch ein Umweg in Kauf genommen werden muss.

-Trainieren Sie den Schulweg mit Ihrem Kind einige Zeit, bevor es diesen selbstständig gehen soll. Erklären Sie dabei immer wieder was Sie tun und warum das wichtig ist. Ihr eigenes Verhalten ist dabei wichtig: Sie sind das Vorbild Ihres Kindes! Bobachten Sie ihr Kind genau: kann es sich über einen längeren Zeitraum konzentrieren, Entfernungen von herannahenden Fahrzeugen richtig einschätzen, den Unterschied zwischen Fahrbahn, Gehweg und Radweg erkennen und sich auf besondere Situationen im Straßenverkehr (parkende Autos, Baustellen, u.ä.) einstellen?

-Achten Sie darauf, dass Ihr Kind vor jeder Straßenüberquerung, auch an Ampeln und Zebrastreifen, immer aufmerksam zu beiden Seiten schaut. Oft können Kinder rechts und links noch nicht unterscheiden. Grundsätzlich soll es sich in beide Richtungen absichern. Vor dem Überqueren müssen Sie mit Ihrem Kind am Bordstein stehen bleiben. Dabei sollten mindestens 20 cm Abstand zur Fahrbahn eingehalten werden. Am Zebrastreifen sollte Ihr Kind zusätzlich den Arm nach vorne ausstrecken, damit es für Autofahrer besser erkennbar ist.

-Üben Sie mit Ihrem Kind auf verkehrsrelevante Geräusche zu achten und deren Wichtigkeit zu beurteilen (Martinshorn, Hupen, Motorengeräusche, etc.).

-Wecken Sie Ihr Kind morgens rechtzeitig: Zeitdruck und Hektik können sich auf das Verhalten im Straßenverkehr negativ auswirken. Ein gesundes/ausgewogenes Frühstück ist ebenso von besonderer Bedeutung, weil dadurch die Konzentrationsfähigkeit gestärkt wird.

– Achten Sie auf gut sichtbare Kleidung Ihres Kindes im Straßenverkehr! Ihr Kind wird spätestens in den Herbstmonaten häufig auch in der Dunkelheit und in der Dämmerung im Straßenverkehr unterwegs sein. Deshalb ist helle und reflektierende Kleidung lebenswichtig!

– Verabreden Sie sich mit anderen Eltern und lassen Sie die Kinder in Kleingruppen gemeinsam zur Schule gehen. Vereinbaren Sie mit den Schulanfängern, dass sie aufeinander warten und zusammenbleiben. Stärken Sie hierbei das Verantwortungsgefühl der kleinen ABC-Schützen.

-Denken Sie bitte auch immer an Ihr eigenes Vorbildverhalten. Dieses prägt Kinder wesentlich intensiver, als zeitlich begrenzter Verkehrsunterricht an Schulen und Kindergärten.

-Auch wir, Ihre Polizei, werden besonders zu Beginn des neuen Schuljahres wieder vermehrt an Schulen und Schulwegen präsent sein und durch zusätzliche Verkehrsüberwachungs- und Präventionsmaßnahmen für die Sicherheit der Schüler, insbesondere der ABC-Schützen, sorgen. Haben Sie Fragen? Sprechen Sie uns an!

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Schleswig-Holstein

Rettungshubschrauber “Christoph 42” jetzt moderner und an neuem Standort

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Ein Rettungshubschrauber des Typs H145 im Flug. Foto: “obs/DRF Luftrettung/Bert Spangemacher/hfr

Schleswig-Holstein – “Christoph 42” zieht um: Die Besatzungen der DRF Luftrettung starten jetzt vom Flugplatz Rendsburg-Schachtholm aus zu ihren lebensrettenden Einsätzen. Zugleich findet ein Musterwechsel statt, ein hochmoderner Hubschrauber des Typs H145 ersetzt die bisher genutzte EC145.

Dr. Peter Huber, Vorstand der DRF Luftrettung, stellt den neuen “Christoph 42” vor: “Wir freuen uns sehr, dass wir auch in Rendsburg eine H145 in Betrieb nehmen können, den derzeit modernsten in der Luftrettung eingesetzten Hubschrauber. Schon ein Blick in das Glascockpit zeigt den Unterschied zur bisherigen Maschine: Alle Flugdaten – beispielsweise zu den Triebwerken oder zur Fluglage – werden den Piloten auf großformatigen Displays angezeigt.”

Entlastung für den Piloten bringt auch der Vierachsen-Autopilot, der die Steuerfunktionen automatisch übernehmen kann. Auf dem Wetterradar können die Piloten schnell wechselnde Wetterlagen frühzeitig erkennen. Zudem ist der Hubschrauber aufgrund seiner Konfiguration und Ausrüstung in besonderer Weise für den Nachteinsatz geeignet.

“Hinzu kommt, dass wir planen, unser Projekt ‘Point in Space’ zum Thema satellitengestützter Anflug auf Kliniken hier in Schleswig-Holstein voranzutreiben”, so Dr. Huber weiter. “Hierfür ist die Station mit der H145 jetzt optimal ausgerüstet.”

Der Wechsel an den neuen Standort fand heute während des laufenden Betriebs statt. “Besonders bedanken möchten wir uns für die Unterstützung des Teams des Flugplatzes Rendsburg-Schachtholm um Jörg Köpping und des Kreises Rendsburg-Eckernförde sowie für das Engagement vieler Kolleginnen und Kollegen, ohne die dieser Umzug nicht möglich gewesen wäre”, hebt Dr. Florian Reifferscheid, Leitender Arzt der Station in Rendsburg, hervor.

“Wir freuen uns auf die Arbeit auf der neuen Station und mit der neuen Maschine, die für die Anforderungen in der Region, zum Beispiel die Versorgung der Inseln und Halligen sowie Einsätze in der Nacht, besonders geeignet ist.”

Der erfahrene Notarzt lobt auch das von der DRF Luftrettung mitentwickelte neue Innenraumkonzept, das mehr Platz für die Besatzung bietet und so die Patientenversorgung nochmals verbessert.

Ins Auge sticht am neuen “Christoph 42” außerdem der ummantelte Heckrotor, der sogenannte Fenestron: Er ist leiser, besser vor Beschädigungen geschützt und bietet Rettungskräften am Boden mehr Sicherheit.

Die Station Rendsburg ist eine der ältesten der DRF Luftrettung: Vor genau 45 Jahren nahm sie als erste in Schleswig-Holstein ihren Dienst auf. Heute stellt “Christoph 42” als einziger 24-Stunden-Hubschrauber im Land mit rund 1.700 Einsätzen im Jahr einen unverzichtbaren Baustein in der umfassenden Notfallversorgung der Menschen in der Region dar. Er wird in der Notfallrettung sowie für dringende Transporte von Patienten zwischen Kliniken eingesetzt.

Das Einsatzgebiet von “Christoph 42” liegt im zentralen Schleswig-Holstein mit einem Einsatzradius von rund 60 Kilometern rund um die Station. Tagsüber umfasst es die Kreise Rendsburg-Eckernförde, Dithmarschen, Nordfriesland und Schleswig-Flensburg einschließlich der Inseln und Halligen. In der Nacht erstreckt sich das Einsatzgebiet über ganz Schleswig-Holstein.

Mehr Informationen unter www.drf-luftrettung.de

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