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Bad Oldesloe

Reformhaus Engelhardt wirft Produkte von Verschwörungstheoretiker Attila Hildmann raus

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Filiale des Reformhaus Engelhard FOto: SL

Hamburg/Bad Oldesloe – Die Hamburger Reformhauskette Engelhardt, die auch eine Filiale in Bad Oldesloe betreibt, hat genug von den Verschwörungstheorien vom selbsternannten veganen Spitzenkoch Attila Hildmann, der seit Wochen durch relativ wirre Meinungsäußerungen rund um Corona und eine große Verschwörung auffällt.

Daher verschwinden die Produkte von A.H. nun aus dem Angebot dieser Reformhauskette.

Hier das Statement des Unternehmens dazu:

“In den letzten Tagen erreichen uns viele Reaktionen zu unserer Entscheidung, die Produkte von Attila Hildmann nicht mehr in unseren Geschäften anzubieten. Viele Menschen begrüßen diesen Schritt, andere Menschen stehen unserer Entscheidung kritisch gegenüber.

Ob Sie nun Kunde im Reformhaus Engelhardt sind oder sich einem Aufruf angeschlossen haben, uns zu konfrontieren, wir möchten an dieser Stelle einige Dinge klarstellen:Wir haben kein Problem mit der Meinungsfreiheit. Attila Hildmann kann seine Meinung frei äußern.Meinungsfreiheit in Deutschland bedeutet, dass jeder Mensch seine Meinung ungestraft zum Ausdruck bringen kann, solange er niemanden beleidigt, Falschaussagen über andere verbreitet oder das Menschheitsverbrechen des Holocaust durch die Deutschen in der Zeit des Nationalsozialismus leugnet. Jedem Menschen steht es frei, der Meinung von anderen zu widersprechen.

Wenn jemand beispielsweise ausländerfeindliche Parolen in Ihrer Gegenwart äußert, steht es Ihnen frei, dessen Meinung zuzustimmen, sie unkommentiert zu lassen oder sich von dieser Person abzuwenden.

Wir distanzieren uns entschieden von Thesen, die Gewalt, Gewaltverherrlichung, Antisemitismus, Leugnung des Holocaust, Rassismus, ungerechtfertigte Verleumdung von Personen und Institutionen, Links- und Rechtsextremismus, Leugnung des Corona-Virus und seiner gesundheitlichen Auswirkungen als Grundlage haben.

Damit distanzieren wir uns auch eindeutig von Attila Hildmanns entsprechenden Aussagen und Handlungen.Unsere Philosophie „Entdecken, was guttut“, passt nicht zum extremistischen Gedankengut, der Wut und zu den Gewaltphantasien mit denen Attila Hildmann zurzeit agiert.

Seinen Verdiensten für die vegane Ernährungsweise, die wir nach wie vor anerkennen, stehen unerträgliche, menschenverachtende Äußerungen und Aktivitäten gegenüber.

Wir haben in den letzten Jahren immer wieder Kundenbeschwerden wegen Hildmanns extremen Äußerungen bekommen. Er beschimpfte eine Journalistin, die einen „Kackartikel“ über ihn schrieb und ließ sich mit einer Pumpgun fotografieren („Es sei denn, sie schreiben oder sagen wieder irgendeine Scheiße, dann werde ich diesmal komplett ausrasten!“) oder produzierte sexistische Videos zu seinen Produkten („Bitches lick my icecream balls“).

Wir haben das ausgehalten und auch unseren Kunden zugemutet, da wir der Meinung waren, einen ganz besonders meinungsstarken, modernen, selbstironischen und selbsternannten „Veganator“ am Start zu haben

. In diesen Tagen erreichen Hildmanns Äußerungen zur Corona-Pandemie aber neue Dimensionen:· Attila Hildmann schwadroniert von einer „neuen Weltordnung“, gegen die er sich zur Not mit Waffengewalt zur Wehr setzen wolle. Zudem wolle er sich in den Untergrund zurückziehen und dort, falls nötig, eine Armee aufbauen.·

Er bezeichnet den Bundesgesundheitsminister Jens Spahn („Spahnferkel“) und den Virologen Christian Drosten als „Lügner und Verbrecher am deutschen Volke, die vors Strafgericht kommen sollten“·

Er beleidigt und denunziert Bill Gates als „Programmier-Nerd und Kinderficker“, der die Weltherrschaft per Zwangsimpfung anstrebe. ·

Er posiert vermummt auf einem Foto mit Waffe und schreibt dazu: „Ich warte friedlich auf die Impfung und halte mich an die Maskenpflicht.”·

Er verbreitet auf seinem Telegram-Kanal: „Unsere Telegram-Gruppe ist Hüter der Wahrheit in einer Welt der Lüge und Manipulation! Es ist eure Pflicht sie zu verbreiten! Schickt den Link an alle Kontakte!“·

Er spricht von „dunklen Mächten“ und der Machtübernahme einer globalen Elite. In der Ausführung dieser Theorien verwendet er antisemitisches Gedankengut.Damit ist unsere Grenze überschritten und wir ziehen die Konsequenz, jegliche Geschäftsbeziehung mit Attila Hildmann zu beenden.

So gut kann kein Produkt unseres Sortimentes sein, als dass wir dafür unsere eigenen Ideale, die sich an respektvollem Miteinander, der Lebensreform und einer gesunden, natürlichen und achtsamen Lebensweise orientieren, aufgeben.Meinungsfreiheit ist zwar das Recht, seine Meinung in der Öffentlichkeit zu vertreten, aber es ergibt sich daraus kein Anspruch darauf, dass andere zuhören müssen. Durch den Verkauf von Hildmanns Produkten werden wir vor einen Karren gespannt, den wir nicht ziehen wollen”

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Bad Oldesloe

Statt Betriebsfeier: SH Netz spendet Geld an Sozial- und Klimaprojekte

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Bad Oldesloe – Weil wegen Corona die Betriebsfeier ausfallen musste, hatte SH Netz noch Geld übrig. Das spendete der Energieversorger jetzt an Sozial- und Klimaschutzprojekte in Schleswig-Holstein. 3000 Euro gingen an den Kinderschutzbund in Stormarn.

Regina Maiwald (von links), Petra Lüning, Stephanie Wohlers, Geschäftsführerin Deutscher Kinderschutzbund KV Stormarn e.V. und Carsten Hack. Foto: SH Netz

Als die Nachricht von Schleswig-Holstein Netz (SH Netz) kam, war die Freude bei Stephanie Wohlers, Geschäftsführerin des Deutschen Kinderschutzbunds Kreisverband Stormarn e.V., groß: „Wir freuen uns sehr über die Unterstützung und danken der Schleswig- Holstein Netz AG für die Spende. Wir verstehen sie als Motivation und Wertschätzung.“

Seit der Gründung setzt sich der Kinderschutzbund Kreisverband Stormarn e.V. für die Interessen und Rechte von Kindern und für ein gutes Zusammenleben in Familien ein. Die Richtschnur ist die UN-Konvention, in dem die Grundrechte aller Kinder weltweit festgeschrieben sind.

SH Netz unterstützt dieses Anliegen und hat heute einen Spendenscheck in Höhe von 3.000 Euro überreicht.

Kommunalbetreuerin Petra Lüning sagt: „Der Deutsche Kinderschutzbund Kreisverband Stormarn e.V. stärkt Kinder und hilft ihnen, dass ihre Rechte anerkannt und durchgesetzt werden. Wir freuen uns, den Verein unterstützen zu können.“

Das Geld stammt aus dem sogenannten Sozialbudget des Unternehmens, das eigentlich dem gemeinschaftlichen Miteinander der Belegschaft dient.

Betriebsrätin Regina Maiwald aus Ahrensburg erläutert: „Im vergangenen Jahr konnte wegen der Corona-Pandemie kein Betriebsfest stattfinden. Für uns stand sofort fest, dass wir das Budget stattdessen für wohltätige Zwecke verwenden möchten.“

Netzcenter-Leiter Carsten Hack aus Ahrensburg ergänzt: „Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter konnten Vorschläge einreichen, welche gemeinnützige Einrichtung wir unterstützen. Bei der anschließenden Abstimmung im Intranet konnten alle für ihr Herzensprojekt stimmen. Der Der Deutsche Kinderschutzbund Kreisverband Stormarn e.V. hat die meisten Stimmen bekommen.“

Die 3.000 Euro kamen zur rechten Zeit: „Die Spende wird in den Bereich ,Frühe Hilfen‘ gehen“, so Stephanie Wohlers. „In diesem Arbeitsbereich tragen unsere Familienhebammen dazu bei, dass in der Arbeit mit Familien Risiken für das Wohl und die Entwicklung des Kindes frühzeitig wahrgenommen und reduziert werden. Trotz Bundes-, Landes- und Kreismitteln müssen wir hier noch immer Eigenmittel einbringen, um alle Familie versorgen zu können.“

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Bad Oldesloe

Beim Einsteigen in seinen VW Bus: Mann wird in Rethwisch von Auto erfasst

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Rethwisch/Bad Oldesloe – Am Mittwoch ist in der Hauptstraße in Rethwisch ein 64-jähriger Mann beim Einsteigen in seinen VW Bus von einem vorbeifahrenden Fahrzeug erfasst und tödlich verletzt worden.

Notarzt im Einsatz (Symbolbild). Foto: Stormarnlive.de

Gegen 06.35 Uhr ging der 64 Jahre alte Mann zu seinem am Fahrbahnrand, in Fahrtrichtung Bad Oldesloe stehend, ordnungsgemäß abgestellten VW Bus und öffnete die Fahrertür. Aus noch ungeklärter Ursache wurde er in diesem Moment von einem an ihm vorbeifahrenden Golf erfasst.

Der aus dem Kreis Herzogtum-Lauenburg stammende Mann stürzte zu Boden.

Trotz sofort durchgeführter Reanimation erlag der 64-Jährige Mann noch am Unfallort seinen schweren Verletzungen.

Die 27-jährige Fahrerin des am Unfall beteiligten Golfs erlitt einen Schock und wird psychologisch betreut.

Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Lübeck wurde ein Gutachter zur genauen Klärung der Unfallursache zur Unfallstelle entsandt.

Die B 208, im Bereich der Unfallstelle, wurde bis 09.50 Uhr voll gesperrt.

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Bad Oldesloe

80-Jährige sammelt 500 Euro für die Stormarner Werkstätten

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Bad Oldesloe – Die Oldesloerin Dorothea Kaben hat sich zu ihrem 80. Geburtstag von ihren Gästen nur eine Sache gewünscht: Geld, das den Stormarner Werkstätten Bad Oldesloe gespendet werden soll.

Freuen sich über die Geburtstags-Spende von Dorothea Kaben in Höhe von 500 Euro für die Stormarner Werkstätten Bad Oldesloe: Einrichtungsleiter Stephan Bruns (r.) sowie der Leiter des Begleitenden Dienstes, Falko Wildgrube.

„Wir haben ja nur im kleinen Rahmen gefeiert, aber ich habe eine Box aufgestellt und es sind 500 Euro zusammengekommen“, freut sich die Oldesloerin über die Großzügigkeit ihrer Gäste.

Das Geld hat sie jetzt an den Förderverein der Werkstatt übergeben.

Sie betrachtet ihre Spende als „Wunscherfüller“ für die Mitarbeitenden der Werkstatt.

Wie Dorothea Kaben auf die Werkstätten als Spendenempfänger kam? Es gibt eine lange Verbundenheit: Von 1994 bis zu ihrem Tod im Jahr 2008 war Kabens Tochter Kerstin Mitarbeitende.

„Sie hat immer gerne da gearbeitet“, erinnert sich die Bad Oldesloerin. Einrichtungsleiter Stephan Bruns: „Wir freuen uns riesig, dass Frau Kaben nach so langer Zeit noch immer mit uns, unserer Arbeit und unseren Mitarbeitenden, verbunden ist. Wir bedanken uns herzlich für diese Spende.“

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