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Wirtschaft

Die Restaurantregeln: Schluss um 22 Uhr, Reservierung, keine Buffets und nicht zu viel Alkohol

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Restaurantbesuch Symbolfoto: Free-photos/pixabay/hfr

Kiel / Bad Oldesloe – Ab 18. Mai dürfen in Schleswig-Holstein Restaurants wieder öffnen. Mancher missversteht das als Rückkehr in die „Normalität“, doch wer sich die Regeln anschaut, unter denen die Öffnung gesehen wird und wie in den nächsten Monaten wohl ein Restaurantbesuch aussehen wird, versteht, dass es mit der „Normalität“ aus dem Februar und März wenig zu tun hat.

“Kerngebot im Umgang mit Gästen ist und bleibt neben einer intensiven Hygiene in allen Bereichen stets das Mindest-Abstandsgebot von 1,50 Metern zwischen den Menschen”, erläutert Wirtschafts- und Tourismusminister Dr. Bernd Buchholz (FDP)

“Zudem stellen wir noch einmal klar, dass alle gastronomischen Betriebe Hygiene-Konzepte erstellen müssen, die sie auf Verlangen der zuständigen Behörde vorzulegen haben”, sagte Buchholz.

Hier ein Überblick über die wichtigsten schon bekannten Grund-Regeln.

1. Die Restaurants müssen Sorgen dafür tragen, dass alle Gäste über gut sichtbare Hinweise auf das Hygienekonzept und die Verhaltensregeln aufgeklärt werden. Es muss Zugangsbeschränkungen oder Zugangssteuerungen an den Eingängen zum Restaurant geben. Es muss ein Mindestabstand zwischen den Gästen von mindestens 1,50 Meter gewahrt bleiben oder es müssen zum Beispiel Plexiglaswände eingezogen werden.

2. Es dürfen nicht mehr als 50 Gäste gleichzeitig im Restaurant sein. Es sei denn es liegt für diesen Fall eine Sondergenehmigung vor, weil das Hygienekonzept belegt, dass die Regeln auch mit mehr als 50 Gästen eingehalten werden können.  

3. Es soll so viel Personal wie nötig, aber so wenig Personal wie möglich eingesetzt werden, in dem Sinne, dass Abstandsregeln eingehalten werden und das Hygienekonzept umsetzbar ist. Das Personal muss außerdem so geschult sein, dass es mit den neuen Situationen gut klarkommt und richtig handelt. Außerdem gilt für alle MitarbeiterInnen, die direkten Kontakt mit den Gästen haben, dass möglichst Mund-Nasen-Schutz getragen wird. Die Abstandsregeln sollen zum Beispiel durch die Verwendung vom Servierwagen eingehalten werden.

4. Es muss genug Möglichkeiten geben, die Händehygiene einzuhalten. Das heißt : ausreichend Handwaschmöglichkeiten und Desinfektionsmöglichkeiten. Diese müssen von Gästen gut zu erreichen sein. Die Gäste sollen sich dabei im Restaurant möglichst wenig oder gar nicht begegnen. Kreuzwege sind zu vermeiden. Einbahn-Weg-Regelungen vorzusehen. Das gilt vor allem für den Ein- und Ausgangsbereich, Flure, Aufzüge, Treppenhäuser oder auch Toilettenbereiche. Vor allem auf den Toiletten muss auch klar sein, dass dort ebenfalls die Abstandsregeln gelten und dass ausreichend Desinfektionsmöglichkeiten zur Verfügung stehen.

5. Es gilt eine Anmelde- und Reservierungspflicht für alle Gäste. Es müssen angegeben werden: Name, Anschrift, möglichst Telefonnummer und Email.

6. Alle Restaurants müssen spätestens um 22 Uhr geschlossen sein – also alle Gäste müssen dann das Restaurant verlassen haben.

7. Die Betreiber sind dafür verantwortlich, dass es zu keinem übermäßigen Alkoholkonsum kommt.

8. In Selbstbedienungsrestaurants ist nur  die Ausgabe fertiger Tellergerichte gestattet. Buffets sind generell verboten. Eine Bedienung darf ausschließlich am Tisch erfolgen.

9. Speisekarten, Tabletts oder auch Servietten sollen so minimal wie möglich eingesetzt werden. Die DEHOGA empfiehlt Speisekarten auf Einmalpapier auszugeben.

10. Den Empfehlungen der Dehoga soll gefolgt werden.

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National

Deutscher Städte- und Gemeindebund fordert: Investionskraft der Kommunen erhalten

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Finanzen Symbolfoto: Andrey Popov/shutterstock

Berlin – Die Coronakrise hat deutliche Auswirkungen auf Wirtschaft und Finanzen. Das führt auch dazu, dass Städten und Gemeinden massiv die Einnahmen wegbrechen, insbesondere bei der Gewerbesteuer ist von deutlichen Abstrichen auszugehen.

Gleichzeitig steigen coronabedingt die Ausgaben. Vor diesem Hintergrund haben einzelne Städte bereits Haushaltssperren erlassen und Kommunen verschieben teilweise anstehende Investitionen.

Der deutsche Städte- und Gemeindebund reagiert besorgt. “Das ist in Zeiten der beginnenden Wirtschaftskrise ein verheerendes Signal, da eine Stärkung der Binnennachfrage dringend notwendig ist. Dazu können insbesondere die kommunalen Investitionen beitragen. Sie sind auch notwendig, da bereits vor der Krise der Investitionsrückstand in Städten und Gemeinden bei circa 140 Milliarden Euro lag”.

Bund und Länder seien jetzt gefragt. Es müssten zusätzliche Investitionsmittel bereitgestellt werden.

“Wir erwarten deshalb dass das geplante Konjunkturpaket der Bundesregierung als einen wichtigen Baustein die Stärkung der kommunalen Investitionskraft enthält”, so der Städte- und Gemeindebund in einem Statement.

In diesen schweren Zeiten müsse es auch darum gehen, Genehmigungsverfahren insgesamt zu beschleunigen, damit die geplanten Vorhaben dann auch tatsächlich umgesetzt werden.

“Gleichzeitig erwartet die Wirtschaft möglichst bald den Regelbetrieb in Kindergarten und Schule, damit ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wieder in vollem Umfang ihrer Berufstätigkeit nachgehen können”

Diesen gewünschten Regelbetrieb werde es in vollem Umfang in absehbarer Zeit voraussichtlich allerdings nicht geben können, wenn wir neue Infektionsherde vermeiden wollen.

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Bad Oldesloe

Video: Ende nach 28 Jahren: Preisparadies schließt in 28 Tagen

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Bad Oldesloe – Fast drei Jahrzehnte lang führte da Ehepaar Dittmar in Bad Oldesloe das Preisparadies. In einem knappen Monat wird der Sonderpostenmarkt in der Brunnenstraße 1 schließen.

„Nach 28 Jahren werden wir unser Geschäft auflösen und haben jetzt noch 28 Tage einen Räumungsverkauf mit 50 Prozent“, sagt Inhaber Martin Dittmar.

Eigentlich läuft die Rabatt-Aktion bereits seit ein paar Wochen. Doch die Corona-Pandemie kam dem Abverkauf in die Quere.

Jetzt hat das Preisparadies den Mietvertrag um einige Wochen verlängern können, damit die noch vorhandene Ware in Umlauf gebracht werden kann.

Eigentlich hatte das Preisparadies eine große Abschiedsparty geplant. Die muss wegen der Pandemie leider ausfallen, wie Angela Dittmar sagt: “Jetzt werden wir uns ohne Feier persönlich bei unseren Kunden verabschieden.”

Informationen zum Sortiment unter www.preisparadies-od.de.


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Bad Oldesloe

Reformhaus Engelhardt wirft Produkte von Verschwörungstheoretiker Attila Hildmann raus

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Filiale des Reformhaus Engelhard FOto: SL

Hamburg/Bad Oldesloe – Die Hamburger Reformhauskette Engelhardt, die auch eine Filiale in Bad Oldesloe betreibt, hat genug von den Verschwörungstheorien vom selbsternannten veganen Spitzenkoch Attila Hildmann, der seit Wochen durch relativ wirre Meinungsäußerungen rund um Corona und eine große Verschwörung auffällt.

Daher verschwinden die Produkte von A.H. nun aus dem Angebot dieser Reformhauskette.

Hier das Statement des Unternehmens dazu:

“In den letzten Tagen erreichen uns viele Reaktionen zu unserer Entscheidung, die Produkte von Attila Hildmann nicht mehr in unseren Geschäften anzubieten. Viele Menschen begrüßen diesen Schritt, andere Menschen stehen unserer Entscheidung kritisch gegenüber.

Ob Sie nun Kunde im Reformhaus Engelhardt sind oder sich einem Aufruf angeschlossen haben, uns zu konfrontieren, wir möchten an dieser Stelle einige Dinge klarstellen:Wir haben kein Problem mit der Meinungsfreiheit. Attila Hildmann kann seine Meinung frei äußern.Meinungsfreiheit in Deutschland bedeutet, dass jeder Mensch seine Meinung ungestraft zum Ausdruck bringen kann, solange er niemanden beleidigt, Falschaussagen über andere verbreitet oder das Menschheitsverbrechen des Holocaust durch die Deutschen in der Zeit des Nationalsozialismus leugnet. Jedem Menschen steht es frei, der Meinung von anderen zu widersprechen.

Wenn jemand beispielsweise ausländerfeindliche Parolen in Ihrer Gegenwart äußert, steht es Ihnen frei, dessen Meinung zuzustimmen, sie unkommentiert zu lassen oder sich von dieser Person abzuwenden.

Wir distanzieren uns entschieden von Thesen, die Gewalt, Gewaltverherrlichung, Antisemitismus, Leugnung des Holocaust, Rassismus, ungerechtfertigte Verleumdung von Personen und Institutionen, Links- und Rechtsextremismus, Leugnung des Corona-Virus und seiner gesundheitlichen Auswirkungen als Grundlage haben.

Damit distanzieren wir uns auch eindeutig von Attila Hildmanns entsprechenden Aussagen und Handlungen.Unsere Philosophie „Entdecken, was guttut“, passt nicht zum extremistischen Gedankengut, der Wut und zu den Gewaltphantasien mit denen Attila Hildmann zurzeit agiert.

Seinen Verdiensten für die vegane Ernährungsweise, die wir nach wie vor anerkennen, stehen unerträgliche, menschenverachtende Äußerungen und Aktivitäten gegenüber.

Wir haben in den letzten Jahren immer wieder Kundenbeschwerden wegen Hildmanns extremen Äußerungen bekommen. Er beschimpfte eine Journalistin, die einen „Kackartikel“ über ihn schrieb und ließ sich mit einer Pumpgun fotografieren („Es sei denn, sie schreiben oder sagen wieder irgendeine Scheiße, dann werde ich diesmal komplett ausrasten!“) oder produzierte sexistische Videos zu seinen Produkten („Bitches lick my icecream balls“).

Wir haben das ausgehalten und auch unseren Kunden zugemutet, da wir der Meinung waren, einen ganz besonders meinungsstarken, modernen, selbstironischen und selbsternannten „Veganator“ am Start zu haben

. In diesen Tagen erreichen Hildmanns Äußerungen zur Corona-Pandemie aber neue Dimensionen:· Attila Hildmann schwadroniert von einer „neuen Weltordnung“, gegen die er sich zur Not mit Waffengewalt zur Wehr setzen wolle. Zudem wolle er sich in den Untergrund zurückziehen und dort, falls nötig, eine Armee aufbauen.·

Er bezeichnet den Bundesgesundheitsminister Jens Spahn („Spahnferkel“) und den Virologen Christian Drosten als „Lügner und Verbrecher am deutschen Volke, die vors Strafgericht kommen sollten“·

Er beleidigt und denunziert Bill Gates als „Programmier-Nerd und Kinderficker“, der die Weltherrschaft per Zwangsimpfung anstrebe. ·

Er posiert vermummt auf einem Foto mit Waffe und schreibt dazu: „Ich warte friedlich auf die Impfung und halte mich an die Maskenpflicht.”·

Er verbreitet auf seinem Telegram-Kanal: „Unsere Telegram-Gruppe ist Hüter der Wahrheit in einer Welt der Lüge und Manipulation! Es ist eure Pflicht sie zu verbreiten! Schickt den Link an alle Kontakte!“·

Er spricht von „dunklen Mächten“ und der Machtübernahme einer globalen Elite. In der Ausführung dieser Theorien verwendet er antisemitisches Gedankengut.Damit ist unsere Grenze überschritten und wir ziehen die Konsequenz, jegliche Geschäftsbeziehung mit Attila Hildmann zu beenden.

So gut kann kein Produkt unseres Sortimentes sein, als dass wir dafür unsere eigenen Ideale, die sich an respektvollem Miteinander, der Lebensreform und einer gesunden, natürlichen und achtsamen Lebensweise orientieren, aufgeben.Meinungsfreiheit ist zwar das Recht, seine Meinung in der Öffentlichkeit zu vertreten, aber es ergibt sich daraus kein Anspruch darauf, dass andere zuhören müssen. Durch den Verkauf von Hildmanns Produkten werden wir vor einen Karren gespannt, den wir nicht ziehen wollen”

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