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Sportminister und Landesregierung: Kontaktarme Sportarten sollen ermöglicht werden

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Tennis Symbolfoto: Africa Studio/shutterstock

Bremen – Die Sportministerinnen und -minister der Länder haben in einer Telefonkonferenz mit der amtierenden SMK-Vorsitzenden, Bremens Sportsenatorin Anja Stahmann, über Perspektiven zur Wiederaufnahme des Sports und einen stufenweisen Wiedereinstieg in den Trainings- und Wettkampfbetrieb im Rahmen der Corona-Pandemie-Strategie beraten.

Hinsichtlich der Fußballbundesliga bleibt es vorerst bei der Tendenz vom vergangenen Montag, den Spielbetrieb in Form von zuschauerlosen Geisterspielen ab Mitte respektive Ende Mai wieder zu ermöglichen.

„Mit ihrem Beschlussentwurf will die SMK einen Rahmen aufzeigen, innerhalb dessen die Länder die Erkenntnisse der ersten Lockerungsstufe auswerten und dann weitere Schritte beschließen können“, sagte die SMK-Vorsitzende Anja Stahmann. Ohne Nennung konkreter Termine sehe der Entwurf des SMK-Stufenplans folgende Schritte vor:

Zunächst solle der Trainingsbetrieb im Breiten- und Freizeitsport insbesondere von Sportvereinen wieder erlaubt werden, sofern die Sportangebote unter freiem Himmel stattfinden, die Kontaktfreiheit des Sports gewährleistet ist, ein angemessener Abstand zwischen den Sportlern gewährleistet ist sowie die Einhaltung der auch sonst üblichen Hygienemaßnahmen.

Einzelne Sportarten werden ausdrücklich nicht genannt, entscheidend sei die Einhaltung der gesundheitspolitisch erforderlichen Maßnahmen.Vorstellbar wären hier Einzelsportler im Leichtathletikbereich oder Tennispartien ohne Doppel oder auch Gold und Einzel-Segeln oder Surfen.

Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) habe bereits am 7. April 2020 eine geeignete Grundlage zur konkreten Umsetzung vorgelegt, die sich als Maßstab eigne. Sportartspezifische Vorgaben müssten die Fachverbände entwickeln.

„Die Fortsetzung des Spielbetriebes in der Fußball-Bundesliga vor leeren Zuschauerrängen erachtet die SMK nach wie vor ab Mitte oder Ende Mai für vertretbar. Die Deutsche Fußball-Liga muss dabei strengste hygienische und medizinische Voraussetzungen schaffen, durchsetzen und mit geeigneten Maßnahmen überprüfen“, sagte die SMK-Vorsitzende.

In der Diskussion sei noch die Frage, welche Empfehlungen die SMK für den Fall weiterhin begrenzter Testkapazitäten aussprechen wolle. „Wir müssen diese Frage gewissenhaft prüfen und noch weiter diskutieren“, sagte Anja Stahmann. „

“Sport darf generell nicht den Vorwurf auf sich ziehen, dass er Testkapazitäten beansprucht, die für den allgemeinen Gesundheitsschutz zum Beispiel in Altenheimen oder Kliniken dringend gebraucht werden.“

Die Fernsehproduktion bei den Spielen müsse mit geringstmöglichem Personal und unter strengen hygienischen Auflagen stattfinden. Die DFL sowie die Vereine müssten zudem ihren Beitrag leisten, „damit sich bei Geisterspielen auch im Umfeld der Stadien keine Fangruppen sammeln“, so die Senatorin.

Soweit sich die Konzepte in der Ersten und Zweiten Fußball-Bundesliga der Männer bewähren, könne der Spielbetrieb mit zeitlicher Verzögerung auf die Frauen-Bundesliga und den DFB-Pokal ausgeweitet werden.

Die Fortsetzung des Spielbetriebs in anderen Profi-Ligen in Form von „Geisterspielen“ könne möglich werden, sofern die Ligen entsprechende Konzepte erarbeiteten. „Das Verhalten der Fans wird damit sicherlich eine entscheidende Rolle spielen, ob die Saison zu Ende gespielt werden kann oder nicht“, sagte Senatorin Stahmann.

Für das Training von Berufssportlerinnen und -sportlern sowie Kaderathletinnen und -athleten gebe es bereits heute in den meisten Bundesländern Ausnahmeregelungen. Wo das nicht der Fall sei, solle das nachgeholt werden.

Der Wettkampfbetrieb, gegebenenfalls auch ohne Zuschauer und unter den obengenannten Rahmenbedingungen, könne erst zu einem späteren Zeitpunkt wiederaufgenommen werden.

„Die Wiederaufnahme des Wettkampfbetriebs ist grundsätzlich in jenen Sportarten zuerst denkbar, bei denen die Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregeln gesichert werden kann“, sagte die SMK-Vorsitzende Stahmann. Die Zulassung des Wettkampfbetriebs in Kontakt- und Mannschaftssportarten könne erst der letzte Schritt der Lockerungen sein.

„Die Verbreitung des Coronavirus hat zu einschneidenden Beschränkungen im Alltagsleben geführt“, sagte die SMK-Vorsitzende abschließend. „Die Bevölkerung insgesamt, aber auch die Sportverbände, Sportvereine und Sporttreibenden haben dies bislang in großer Solidarität mitgetragen.“ Wegen seiner Rolle für den gesellschaftlichen Zusammenhalt und zur Erhaltung der Gesundheit müsse der Sport in einer „für die Gesamtsituation verantwortlicher Form schrittweise wieder ermöglicht werden“. Dabei müssten „die Ziele des Gesundheitsschutzes der Bevölkerung unverändert im Mittelpunkt stehen“, betonte die SMK-Vorsitzende. „Maßgeblich bleiben daher die Einschätzungen der Virologen.“

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Deutscher Städte- und Gemeindebund fordert: Investionskraft der Kommunen erhalten

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Finanzen Symbolfoto: Andrey Popov/shutterstock

Berlin – Die Coronakrise hat deutliche Auswirkungen auf Wirtschaft und Finanzen. Das führt auch dazu, dass Städten und Gemeinden massiv die Einnahmen wegbrechen, insbesondere bei der Gewerbesteuer ist von deutlichen Abstrichen auszugehen.

Gleichzeitig steigen coronabedingt die Ausgaben. Vor diesem Hintergrund haben einzelne Städte bereits Haushaltssperren erlassen und Kommunen verschieben teilweise anstehende Investitionen.

Der deutsche Städte- und Gemeindebund reagiert besorgt. “Das ist in Zeiten der beginnenden Wirtschaftskrise ein verheerendes Signal, da eine Stärkung der Binnennachfrage dringend notwendig ist. Dazu können insbesondere die kommunalen Investitionen beitragen. Sie sind auch notwendig, da bereits vor der Krise der Investitionsrückstand in Städten und Gemeinden bei circa 140 Milliarden Euro lag”.

Bund und Länder seien jetzt gefragt. Es müssten zusätzliche Investitionsmittel bereitgestellt werden.

“Wir erwarten deshalb dass das geplante Konjunkturpaket der Bundesregierung als einen wichtigen Baustein die Stärkung der kommunalen Investitionskraft enthält”, so der Städte- und Gemeindebund in einem Statement.

In diesen schweren Zeiten müsse es auch darum gehen, Genehmigungsverfahren insgesamt zu beschleunigen, damit die geplanten Vorhaben dann auch tatsächlich umgesetzt werden.

“Gleichzeitig erwartet die Wirtschaft möglichst bald den Regelbetrieb in Kindergarten und Schule, damit ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wieder in vollem Umfang ihrer Berufstätigkeit nachgehen können”

Diesen gewünschten Regelbetrieb werde es in vollem Umfang in absehbarer Zeit voraussichtlich allerdings nicht geben können, wenn wir neue Infektionsherde vermeiden wollen.

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Rückkehr zur Reisefreiheit: Corona-Grenzkontrollen werden ab Samstag gelockert

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Berlin – Ab kommenden Samstag werden die Kontrollen an den deutschen Grenzen schrittweise zurückgefahren.

Das hat die Bundesregierung am heutigen Mittwoch bekanntgegeben. Demnach soll ab dem 15. Juni ein Grenzübertritt uneingeschränkt möglich sein.

Vor rund zwei Monaten hatte Deutschland wie viele andere europäische Länder die Grenzen geschlossen, um die Ausbreitung des Corona-Virus zu verhindern. Ein Grenzübertritt war dann nur noch mit einem triftigen Grund möglich.

Das soll sich ab spätestens 15. Juni ändern. Schon einen Monat früher soll die Grenze zu Luxemburg geöffnet werden. Dort werden die Kontrollpunkte bereits bis zum 15. Mai abgebaut und ein freies Reisen ist wieder möglich.

Die Lockerungen erfolgen in Absprache mit den Nachbarstaaten Deutschlands.

Die Chancen sind groß, dass auch die deutsch-dänische Grenze in den kommenden Tagen geöffnet wird.

Laut Innenminister Horst Seehofer sei Deutschland zu diesem Schritt bereit, “sobald die dänische Regierung ihre laufenden Konsultationen mit ihren jeweiligen Nachbarstaaten vollzogen hat”.

Ob der Zeitplan so wie jetzt kommuniziert beibehalten werden kann, hängt allerdings auch von der weiteren Entwicklung ab. Sollten die Infektionszahlen erneut stark ansteigen, soll wieder kontrolliert werden.

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“Infodemie”: Ärzte warnen weltweit vor gefährlichen “Fake News” in sozialen Medien

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Arzt bei der Arbeit Symbolfoto: Bannafarsai_Stock

Berlin – In einem offenen Brief haben sich weltweit zahlreiche Ärzte, Krankenschwestern und Medizinforscher vor den Folgen von medizinischen “Falschbehauptungen” in den sozialen Netzwerken gewarnt. Diese seien eine reale, gesundheitliche Gefahr. Nicht nur Donald Trump kommt nämlich auf wahnwitzige Behandlungsideen, sondern auch andere Menschen, die ganz bewusst die Angst und Verunsicherung ausnutzen wollen.

Hier der offene Brief im Wortlaut:

Als Ärztinnen und Ärzte, Krankenpfleger/innen und Gesundheitsexpert/innen aus der ganzen Welt müssen wir jetzt Alarm schlagen. Es ist unsere Aufgabe, für die Sicherheit der Menschen zu sorgen. Wir haben es in diesem Moment allerdings nicht nur mit der COVID-19-Pandemie zu tun, sondern auch mit einer weltweiten “Infodemie”, bei der durch Fehlinformationen, die sich in den sozialen Medien viral verbreiten, auf der ganzen Welt Menschenleben gefährdet werden.

Berichte, in denen behauptet wird, dass Kokain ein Heilmittel sei oder dass COVID-19 von China oder den USA als biologische Waffe entwickelt wurde, haben sich schneller verbreitet als das Virus selbst. Technologieunternehmen versuchen zu reagieren, indem sie bestimmte Inhalte, wenn sie gemeldet werden, löschen und es der Weltgesundheitsorganisation gleichzeitig erlauben, kostenlose Anzeigen zu schalten.

Diese Anstrengungen sind aber bei weitem nicht genug.

Die Flutwelle an falschen und irreführenden Inhalten über das Coronavirus ist kein isolierter Ausbruch von Desinformation, sondern Teil eines globalen Problems. Auf Facebook haben wir Behauptungen beobachtet, dass Chlordioxid Menschen hilft, die an Autismus und Krebs leiden, dass Millionen von Amerikanern durch die Polio-Spritze ein „Krebsvirus“ verabreicht wurde oder dass ADHS von den großen Pharmakonzernen erfunden wurde usw.

Diese Lügen sind von Bedeutung, weil sie falsche Heilmittel anpreisen oder die Menschen von Impfungen und wirkungsvollen Behandlungen abbringen wollen. Und sie haben eine große Reichweite — ein Beitrag auf Facebook, laut dem Ingwer 10.000-mal effektiver bei der Krebsbekämpfung sein soll als eine Chemotherapie, wurde fast 30.000-mal geliked, geteilt und kommentiert.

Deswegen rufen wir heute die Technologieunternehmen dazu auf, sofort und systematisch aktiv zu werden, um die Flut an medizinischen Fehlinformationen sowie die dadurch ausgelöste Gesundheitskrise zu stoppen. 

Durch unsere Arbeit in Krankenhäusern, Kliniken und Gesundheitsämtern auf der ganzen Welt kennen wir uns nur zu gut mit den tatsächlichen Auswirkungen dieser Infodemie aus. Wir sind diejenigen, die Kleinkinder mit Masern stationär behandeln – eine vollkommen vermeidbare Krankheit, die in Ländern wie den USA bereits als ausgerottet galt, jetzt aber vor allem dank Impfgegner-Propaganda wieder auflebt.

Als Angehörige der Gesundheitsberufe müssen wir uns nicht nur um die Folgen kümmern, sondern werden oft auch noch dafür verantwortlich gemacht. Fehlinformationen verschlechtern so die Moral eines ohnehin schon unter großem Druck stehenden Berufsstandes, während die finanziellen Kosten der Behandlung ohnehin übermäßig beanspruchte Budgets noch mehr belasten.

Die Diagnose sieht finster aus, was kann also getan werden?

Die sozialen Medien müssen mit zwei offensichtlichen und dringenden Schritten vorangehen.

Zunächst einmal müssen sie Richtigstellungen zu den Gesundheits-Fehlinformationen veröffentlichen. Das bedeutet, dass jede einzelne Person, die auf ihren Plattformen mit Gesundheits-Fehlinformationen in Berührung gekommen ist, gewarnt und benachrichtigt wird, und dass eine gut konzipierte und unabhängig überprüfte Korrektur angezeigt wird — etwas, das nachweislich dabei helfen kann, dass Benutzer nicht an gefährliche Lügen glauben. Während Plattformen wie Facebook bereits dazu übergegangen sind, auf Fakten geprüfte Fehlinformationen zu kennzeichnen, geht dieses Verfahren nicht weit genug, da Millionen von Menschen einen Beitrag sehen können, bevor er auf Fakten geprüft und gekennzeichnet wurde. Deshalb fordern wir Facebook dringend auf, ALLE Nutzer, die solchen Inhalten zum Opfer gefallen sind, zu warnen. Das bedeutet, einen Schritt weiterzugehen als die bloße Kennzeichnung, nämlich indem den Nutzern rückwirkend Richtigstellungen mitgeteilt werden.

Zweitens müssen die Plattformen ihre Algorithmen entgiften, die bestimmen, was den Benutzern angezeigt wird. Das bedeutet, dass gefährliche Lügen sowie diejenigen Seiten und Gruppen, die sie verbreiten, in den Benutzer-Feeds herab- und nicht heraufgestuft werden. Schädliche Fehlinformationen sowie Seiten und Kanäle, die “Wiederholungstätern” gehören, die diese Informationen verbreiten, sollten ebenfalls aus den inhaltsempfehlenden Algorithmen herausgenommen werden. Die Algorithmen konzentrieren sich derzeit mehr darauf, die Benutzer online zu halten, als ihre Gesundheit zu schützen. Und das führt zu einer Beeinträchtigung des gesellschaftlichen Wohlbefindens.

Technologieunternehmen, die sowohl die Verbreitung von Ideen erleichtern, als auch davon profitiert haben, befinden sich in einer unvergleichlichen Machtposition und sind dafür verantwortlich, der tödlichen Verbreitung von Fehlinformationen entgegenzuwirken, um zu verhindern, dass soziale Medien unsere Gesellschaft kränker machen. Um Leben zu retten und das Vertrauen in die wissenschaftlich fundierte Gesundheitsversorgung wiederherzustellen, müssen die Tech-Giganten aufhören, die Lügen, Verdrehungen und Fantasien, die uns alle bedrohen, weiter anzufachen.

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