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Schleswig-Holstein

Schulen: Öffnung für wenige Jahrgänge. Kein “Alltag” mehr vor den Sommerferien

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Leerer Klassenraum Symbolfoto: Monkey Business Images/shutterstock

Kiel – Manche Eltern hoffen darauf, dass die Schulen wieder öffnen. Doch natürlich ist dieser Wunsch in der aktuellen Situation unrealistisch und es wird auch in den nächsten Wochen und Monaten zu keinem “normalen” Schulalltag in Schleswig-Holstein kommen.

“In der derzeitigen Situation ist ein regulärer Unterricht, wie wir ihn uns alle für die Kinder wünschen würden, ausgeschlossen”, sagte Bildungsministerin Karin Prien.

Das Bildungsministerium habe in den vergangenen Wochen einen mehrstufigen Plan erarbeitet, um die Schulen wieder zu öffnen. In ihrer jüngsten Sitzung stimmten die Kabinettsmitglieder nun Phase 2 zu. Die Ministerin betonte, in dieser Phase stünden die Schülergruppen im Vordergrund, die Unterstützung am Nötigsten hätten.

Ab dem 6. Mai die Schülerinnen und Schüler der vierten Jahrgangsstufen wieder im Klassenzimmer unterrichtet werden, ebenso die Schüler der sechsten Klassen an Gymnasien, die in diesem Schuljahr noch die Möglichkeit der Querversetzung haben.

Für die Schüler, die vor großen Entscheidungen in ihrer Schullaufbahn stehen, sollen Beratungsangebote wieder geöffnet werden: An den Gymnasien und den Gemeinschaftsschulen mit Oberstufe finden ab dem 6. Mai Beratungsangebote für die Schüler der Eingangsphase (E) und der Qualifikationsphase 1 (Q1) statt.

An den Gemeinschaftsschulen ohne Oberstufe ziehen die Jahrgänge 9 und 10 ab dem 18. Mai nach. “Unser Schwerpunkt liegt auf der Unterstützung der besonders förderbedürftigen Gruppen”, betonte die Ministerin.

So werde auch versucht, einzelne Angebote für Deutsch als Zweitsprache (DaZ) wieder zu öffnen, um die Schüler zu unterstützen, die derzeit keinen oder wenig Austausch in der deutschen Sprache haben.

Mithilfe eines Stufenverfahrens wolle die Landesregierung möglichst vielen Schülern Gelegenheit zum Unterricht in der Schule geben und gleichzeitig die unterschiedlichen Gruppen voneinander getrennt halten und Kontakte vermeiden, sagte Prien: “Dabei müssen wir natürlich immer die Entwicklung des Infektionsgeschehens im Blick behalten. Heute schon zu sagen, was in drei Wochen möglich ist, wäre nicht seriös.”  

Nach den Abschlussprüfungen an den allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulen stehe nun die Vorbereitung der Schüler an, die im kommenden Jahr ihren Abschluss machen wollen.

“Außerdem ist es uns wichtig, dass alle Schülerinnen und Schüler die entsprechende Beratung bekommen, um die richtigen Entscheidungen für ihren weiteren Bildungsweg zu treffen”, betonte die Ministerin.

Selbstverständlich werde die Notbetreuung fortgeführt, sagte Prien. Allerdings dürfte nicht zwischen Notbetreuung und dem Unterricht für die Jahrgänge 4 bis 6 gewechselt werden, um die Gruppen nicht zu durchmischen.

Prien kündigte an, jeder Schüler werde bis zum 6. Mai von seiner Schule darüber informiert, wie das Lernen für ihn weitergehe: “Die Eltern können sich darauf verlassen, dass es eine Woche Vorlauf zur Planung des Schulbesuches gibt.” Dabei würden alle möglichen Optionen – Lernen in der Schule, zu Hause und auf digitalen Kanälen – mitgedacht, um allen gerecht zu werden.

In den kommenden Tagen werde das Bildungsministerium Handreichungen mit Hygienehinweisen an die Schulen verschicken, sagte die Ministerin. Die bisherigen Erfahrungen bei den Abschlussprüfungen hätten gezeigt, dass sich Hygiene und Kontaktbeschränkungen in den Schulen gut umsetzen ließen.

“Mein ausdrücklicher Dank gilt den Schulleitungen vor Ort, die entsprechend ihrer räumlichen Möglichkeiten unser Hygienekonzept toll umgesetzt haben.” Diese Erfahrungen gelte es jetzt weiter umzusetzen.

Darüber hinaus empfehle das Bildungsministerium Personen auf Laufwegen, Fluren und in den Pausen, eine Mund-Nase-Bedeckung zu tragen, wenn sich das Abstandsgebot nur schwer oder gar nicht einhalten lasse. “Wer darüber hinaus in der Schule eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen möchte, darf dies selbstverständlich jederzeit tun”, betonte Ministerin Prien.

Folgender Plan gilt für die Schulen in Schleswig-Holstein in der zweiten Öffnungsphase ab dem 4. Mai 2020:

  • Grundschulen ab 6. Mai 2020: Unterricht für die 4. Jahrgangsstufe.
  • Gemeinschaftsschulen ohne Oberstufe ab 18. Mai 2020: Beratungsangebote für die Jahrgänge 9 und 10.
  • Gemeinschaftsschulen mit Oberstufe ab 6. Mai 2020: Beratungsangebote für die Eingangsphase (E) und die Qualifikationsphase 1 (Q1), ab 11. Mai Beratungsangebote für die Jahrgänge 9 und 10.
  • Gymnasien ab 6. Mai 2020: 6. Jahrgang und Beratungsangebote für die Eingangsphase (E) und Qualifikationsphase 1 (Q1) und Beratungsangebote bei G8 für die Jahrgänge 9, bei G9 für die Jahrgänge 10.
  • Berufliche Schulen ab 6. Mai 2020: Wiederaufnahme von Präsenzangeboten nach Maßgabe der Entscheidung der beruflichen Schulen für die einzelnen Klassen und Gruppen für Präsenzangebote.
  • Förderzenten: Die Förderzentren nehmen Kontakt zu den Eltern sowie den Schülerinnen und Schülern auf und besprechen das weitere individuelle Vorgehen. Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf werden analog zu der besuchten Schule, zu der ein Schulverhältnis besteht, in die Planung zur Wiederaufnahme der Präsenzzeiten einbezogen.

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Schleswig-Holstein

Kieler Zollfahnder entdecken geheimes Dopinglabor

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Foto: Zollfahndungsamt Hamburg/hfr

Kiel – Das Zollfahndungsamt Hamburg, Dienstsitz Kiel -, führt im Auftrag der Staatsanwaltschaften Itzehoe und Halle (Saale) Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Antidopinggesetz im Zusammenhang mit der unerlaubten Herstellung von und dem gewerbsmäßigem Handel Treiben mit Dopingmitteln zu Dopingzwecken im Sport.

Ende 2019 konnte in einem Paket, welches an einen Empfänger in Itzehoe adressiert war, circa ein Kilogramm reiner Testosteronwirkstoff am Flughafen Frankfurt sichergestellt werden. Als Empfänger dieser Postsendung wurde ein 43 jähriger im Raum Itzehoe identifiziert.

“Durch die im Auftrag der Staatsanwaltschaft Itzehoe weiter geführten Ermittlungen konnten unter anderem zwei weitere Pakete mit insgesamt 5 Kilogramm Wirkstoffen zur Herstellung von Dopingmitteln und zwei Pakete mit 500 Ampullen festgestellt werden”, sagt Zollsprecher Frank Nielsen .

Hierbei bediente sich der Beschuldigte der oben genannte Beschuldigte zweier weiterer Personen, an die diese Pakete adressiert waren.

Nach umfangreichen taktischen Massnahmen der Kieler Ermittler des Zollfahndungsamtes Hamburg wurde festgestellt, dass der eigentliche Empfänger der Dopingmittel bzw. der Dopingmittelwirkstoffe, ein 31jähriger Mann aus Halle (Saale) ist, der die Dopingmittel vermutlich in China bestellt hatte”, berichtet Nielsen.

In einer groß angelegten Durchsuchungsaktion konnten laut Zoll nun in vier Objekten in Halle (Saale) und in einem weiteren Objekt in Schleswig-Holstein mit Durchsuchungsbeschlüssen, welche durch die zuständigen Amtsgerichte auf Antrag der Staatsanwaltschaften Itzehoe und Halle (Saale) erlassen worden waren, ein komplettes Untergrundlabor zur Herstellung von Dopingmitteln aufgefunden und folgende Beweismittel sichergestellt werden:

– mehr als 10 Kilogramm verschiedene Arznei-/Dopingmittelwirkstoffe – mehr als 2,5 kIlogramm fertig produzierte Tabletten mit vermutlich unterschiedlichen Wirkstoffen – circa 700 Glasvials à 10 ml mit vermutlich unterschiedlichen Wirkstoffen – circa 25 Kilogramm Trägersubstanz zur Herstellung von Tabletten – 1 professionelle Maschine zur Herstellung von Tabletten – 10.000 plus Klebeetiketten und Faltkartons für Ampullen sowei Plastikgriptütchen und Klebeetiketten für Tabletten – diverse Bördelzangen – mehrere Einschweißgeräte – literweise Trägeröle sowie Benzoesäurebenzylester etc. – Bördelkappen, Verschlussstopfen etc. – mehrere Digitalwaagen – umfangreiche elektronische Datenträger

Weiter konnte festgestellt werden, dass 31jährige vermutlich der Betreiber des Labels “King Pharm” ist und von den weiteren Beschuldigten unterstützt wurde. Die Ermittlungen in diesem gesamten Komplex dauern an.

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Schleswig-Holstein

Norderstedt: Baby von AKN mitgeschliffen – Kind nicht in Lebensgefahr

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Rettungswagen im Einsatz Symbolfoto: SL

Norderstedt – Am Donnerstag (01.10.) gegen 17:35 Uhr hat sich nach Polizeiangaben in Norderstedt auf dem Bahnsteig der AKN-Haltestelle “Friedrichsgabe” ein Unfall mit einem schwer verletzten Kleinkind ereignet.

Nach ersten Erkenntnissen der Polizei verließ die 34jährige Mutter aus Norderstedt rückwärtsgehend den hinteren Zugabteil der AKN-Bahn und zog einen dreirädrigen Kinderwagen hinterher, in welchem sich ein 19 Monate alter Junge in der Sitzschale angeschnallt befand.

Noch bevor beide den Zug komplett verlassen hatten, schlossen sich die Türen und der Zug setzte sich in Richtung Hamburg in Bewegung. Das vordere Rad des Kinderwagens wurde von der Abteiltür eingeklemmt und ließ sich auch nicht mehr lösen.

“Der Kinderwagen wurde über den Bahnsteig und etwa zwanzig Meter mitgeschleift, ehe ein Bahnreisender die Notbremse betätigte. Durch den Nothalt öffneten sich die Türen des Zuges automatisch, was den Sturz des Kindes kopfüber mitsamt des Kinderwagens in das Gleisbett zur Folge hatte”, sagt Polizeisprecher Kai Hädicke-Schories .

Der Junge wurde durch den Aufprall und das Mitschleifen schwer aber nicht lebensbedrohlich verletzt und nach den Rettungsmaßnahmen und Versorgung durch ein Notarztteam in ein Krankenhaus eingeliefert.

“Die Feuerwehr Friedrichsgabe leistete Hilfestellung beim Ausstieg der weiteren etwa 40 Fahrgäste der AKN-Bahn und bei der Rückführung auf den etwa 20 Meter entfernten Bahnsteig”, so Hädicke-Schories .

Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Kiel wurde zur Rekonstruktion des Hergangs ein Sachverständiger zur Unfallstelle entsandt. Während der Unfallaufnahme wurde die Strecke in beide Richtungen eingleisig bedient, es kam zu Verspätungen im Betriebsablauf. Um 20:05 Uhr wurde die Strecke wieder freigegeben.

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Schleswig-Holstein

Exhibitionist in Neustadt: Tourist (69) soll sich entblößt haben – Zeugen gesucht

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Polizei im Einsatz Symbolfoto: SL

Neustadt (in Holstein) – In Neustadt kam es auf dem Fußweg neben dem Sportplatz am Gogenkrog mit großer Wahrscheinlichkeit zu einer exhibitionistischen Handlung.

Der Tatverdächtige wurde von einem Zeugen mit heruntergelassener Hose beobachtet. Eine zum Zeitpunkt der Tat vorbeigehende Frau konnte von den Polizeibeamten nachträglich leider nicht mehr angetroffen werden

Die Kriminalpolizei Neustadt ermittelt in diesem Fall wegen des Verdachts einer exhibitionistischen Handlung und wegen Erregung öffentlichen Ärgernisses. Dem Tatverdächtigen, der sich als Tourist in Neustadt aufhielt, konnte die Tat bisher nicht nachgewiesen werden.

Die Frau, in deren Richtung der 69-jährige sein Geschlechtsteil entblößt hatte, konnte von den Beamten der Polizei in Neustadt sofort nach Mitteilung des Zeugen nicht mehr angetroffen werden und wird nun ihrerseits als Zeugin gesucht.

Wer Beobachtungen zu diesem Tatgeschehen gemacht hat, selbst Opfer geworden ist oder sachdienliche Hinweise geben kann, wird gebeten, sich mit der Kriminalpolizei in Neustadt (Neustadt.KPST@polizei.landsh.de) in Verbindung zu setzen oder sich unter 04561 – 61541 zu melden.

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