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Bad Oldesloe

“So geht es schief”: Wie eine ignorante Minderheit aus Egoisten das Erreichte riskiert

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Symbolfoto: Juraj Varga /pixabay

Bad Oldesloe – Wer sich an den letzten beiden Vormittagen die Bad Oldesloer Innenstadt anschaute, bekam teilweise einen Schreck. Zumindest wenn sie oder er vorsichtig ist und selbst zu den vernünftigen Mitmenschen gehört, die sich an die Corona-Abstandsregeln und Kontaktbeschränkungen halten möchte.

Leider ist bei einer Minderheit von vielleicht geschätzten 20 Prozent davon nämlich so gar nichts mehr zu sehen. Man weiß nicht, ob sie die “Lockerungen” – die ja eigentlich nur eine Anpassung der Maßnahmen sind – falsch verstanden haben oder ob sie bewusst ignorant und damit bewusst asozial handeln.

Es wird gedrängelt, es wird sich in größeren Gruppen getroffen und das Personal in den zum Teil gerade erst wieder geöffneten Geschäften muss zum Teil häufig auf die Regeln hinweisen. Auch in den Supermärkten ist die Rücksichtslosigkeit gewachsen. Teilweise argumentiert man auch damit “es ist doch alles nicht so schlimm” oder dass man “keinen Bock” mehr auf die Beschränkungen habe.

Es scheint so, als wenn zu viele Mitbürger, auch wenn es immer noch eine Minderheit ist, denkt, dass die Corona-Zeit vorbei sei oder dass man sich nun an keine Regeln mehr halten brauche.

Dabei ist es so, dass die Abstandsregeln (mindestens 1,50 Meter) und die Kontaktbeschränkungen ( nur eine Person von außerhalb des eigenen Haushalts) noch bestehen. Auch Spiel- und Sportplätze sind gesperrt und man soll in den Geschäften und der Innenstadt nur unterwegs sein, wenn es wirklich sein muss

Es ist auch im Endeffekt komplett egal, ob einzelne Personen glauben, dass die Maßnahmen überzogen sind. Natürlich können sie das diskutieren und kritisieren. Fakt ist aber: Sie gelten aktuell und wer nicht selbst Virologe oder Experte für Pandemien ist, sollte sich mit Urteilen darüber ob das Virus “nicht gefährlicher als eine Grippe” sei und ähnliche pseudowissenschaftlichen und neunmalklugen Aussagen doch sehr zurückhalten.

Leider tauche auch immer mehr eher einfältige Mitbürger auf, die die Berichterstattungen als “Fake News” titulieren und schön rechtspopulistisch die “Lügenpresse”-Fahnen schwingen, wenn es um Corona geht. Eine gefährliche Situation, weil es meistens nur darum geht, dass diese Personen nicht in der Lage sind mit der realen Situation klarzukommen und auf der anderen Seite lieber die Lügen von der Verschwörungs-Querfront teilen.Ist natürlich leichter die Regeln zu überschreiten und das mit dem Gewissen zu vereinbaren, wenn man irgendwelchen “Experten” glaubt, die einem sagen, dass es nicht so schlimm sei.

Aus dem Ganzen ergibt sich eine Gemengelage, die die Befürchtung aufkommen lässt, dass die “Lockerungen” schief gehen werden und in 14 Tagen die Infektionszahlen deutlich gestiegen sein könnten. Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte bereits angekündigt, dass es zu einem erneuten “Shutdown” kommen könne, wenn jetzt Leichsinn und Sorglosigkeit einkehren.

Man fragt sich tatsächlich auch was manche Eltern eigentlich so machen, wenn man sieht, wie viele Kinder- und Jugendgruppen sich am Abend in größeren Mengen durch die Stadt bewegen und vor den Augen aller zeigen, dass sie von den Regelungen entweder nichts halten oder sie ganz einfach nicht verstehen.

Auf Nachfrage gab eine Jugendgruppe vor einem Oldesloer Supermarkt an, sie leben alle in einer Wohngruppe im Kinder- und Jugendheim und dürften daher zu zehnt einkaufen. Das ist ganz sicher nicht im Sinne des Erfinders. Auch da stellt sich die Frage, wie die zuständigen Pädagogen mit der Situation umgehen und ob genügend für ein rücksichtsvollen Umgang getan wird – wenn man sich das öffentliche Verhalten mancher dieser Jugendlichen im Stadtbild anschaut.

Viele Mitbürger vermissen mittlerweile auch, dass das Ordnungsamt der Stadt deutlicher durchgreift, damit die Regeln in der Fußgängerzone eingehalten werden. Hier war von einigen Passanten am Dienstagvormittag schon von einem scheinbaren “Wegschauen der Stadtverwaltung” die Rede, weil diese in der Stadt “unsichtbar” sei, obwohl aus Sicht einiger Mitbürger Handlungsbedarf bestehe.

Fakt scheint zu sein, dass leider zu viele Mitbürger zu undizipliniert, zu rücksichtslos, zu egoistisch oder einfach zu ignorant sind, um mit Vernunft und Verstand die Regeln zu befolgen.

Wenn man sich die Situation anschaut, ist es wahrscheinlicher, dass in 14 Tagen die Lockerungen zurückgedreht werden, als dass sie erweitert werden. Gastro, Veranstalter und Co. können sich dann bei den ignoranten Mitmenschen bedanken, die ihre Branchen mit ihrem rücksichtlosen Verhalten weiter in den Ruin treiben.

Wer also möchte, dass die Gastronomie, Sport- und Spielplätze, Kino und Co. wieder öffnen können in einigen Wochen, der sollte sich dringend hinterfragen, ob sie oder er auch wirklich alles dafür macht, damit die Situation sich verbessert und nicht eskaliert. So wie es jetzt läuft, geht es schief.

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Bad Oldesloe

Coronavirus: Inzidenz sinkt zum Ende der Woche auf 63

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Bad Oldesloe – Das Gesundheitsamt des Kreises Stormarn meldet seit gestern Nachmittag 23 Neuinfektionen (Stand: 07.05., 13:30 Uhr).

Ausgehend von der gestrigen Mitteilung der Landesmeldestelle zur offiziellen Gesamtzahl der klinisch bestätigten COVID-19-Fälle in Stormarn (6.659) ergibt sich, sofern die Landesmeldestelle im Laufe des Tages keine Veränderungen vornimmt, für heute eine neue Gesamtzahl der klinisch bestätigten COVID-19-Fälle von 6.682.

6.001 Personen gelten als genesen, 387 Personen sind aktuell infiziert. 294 Personen sind verstorben.

Ausgehend von der letzten Mitteilung der Landesmeldestelle zur 7-Tage-Inzidenz sind im Kreis Stormarn innerhalb der letzten sieben Tage 154 Neuinfektionen zu bestätigen.

Das entspricht einem Inzidenzwert von 63,1 Infektionen pro 100.000 Einwohner*innen.

Weiterhin hat der Kreis Stormarn seine Allgemeinverfügungen zur Festlegung der Bereiche, in denen der Ausschank und Verzehr von alkoholhaltigen Getränken untersagt und in denen das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung verpflichtend ist, bis einschließlich 16.05.2021 verlängert.

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Auch in Stormarn: Digitales Schülerticket OLAV kann jetzt online beantragt werden

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Hamburg/Bad Oldesloe – Nach fast einem Jahr intensiver Vorbereitung geht am 10. Mai 2021 das kreisübergreifende Online-Antragsverfahren für Schülerfahrkarten (OLAV) in den Kreisen Herzogtum Lauenburg, Segeberg und Stormarn online.

Symbolfoto: SL

Unter www.ticket-olav.de können die Fahrkarten für Kinder der Jahrgangsstufen 1 bis 10 beantragt werden. Die Metropolregion Hamburg unterstützt das Projekt.

Durch die kreisübergreifende Zusammenarbeit entstehen für die Kreise Synergieeffekte: Der Kreis Herzogtum Lauenburg kümmert sich zentral um etwa 22.000 Schülerinnen und Schüler aus allen drei Kreisen.

„Das neue Verfahren prüft bereits bei der Eingabe die Daten auf Plausibilität und spart so eine Menge Arbeit. Weil wir von der Idee und der Umsetzung überzeugt sind, haben wir auch anderen Kreisen angeboten, sich zu beteiligen. Ich freue mich, dass mit den Kreisen Segeberg und Stormarn zwei Kreise dazu gestoßen sind, mit denen wir auch bei anderen Projekten schon gut zusammenarbeiten“, erklärt Landrat Dr. Christoph Mager aus dem Kreis Herzogtum Lauenburg.

Die Planungen zum Projekt starteten im Kreis Herzogtum Lauenburg Anfang 2020, das bisherige Antragsverfahren war für viele Menschen zu umständlich.

Auch in den Kreisen Segeberg und Stormarn kam die Idee sofort gut an. Nach Zustimmung der zuständigen Schulträger, stiegen sie mit in das Projekt ein. Unterstützt wird das Projekt OLAV auch durch eine Förderung der Metropolregion Hamburg.

„Mein Dank gilt dem Kreis Herzogtum Lauenburg, der hier die Projektleitung übernommen hat“ so Stormarns Landrat Dr. Henning Görtz. „Wir haben hier für alle Beteiligten eine Win-Win-Situation geschaffen. Die Eltern haben nur einen Ansprechpartner, egal welche Schule oder Klassenstufe ihr Kind besucht. Das Antragsverfahren kann unbürokratisch online abgewickelt, Papier- und Portokosten gespart und so auch noch die Umwelt geschont werden.“

„Eine einfache Online-Antragstellung für die neuen E-Tickets für so vieler Schüler*innen zu schaffen – und das kreisübergreifend –, ist eine tolle Idee“, freut sich Segebergs Landrat Jan Peter Schröder. „Ich danke allen Beteiligten für die erfolgreiche und vertrauensvolle Kooperation bei der Umsetzung dieses großartigen Projektes: den Mitarbeiter*innen der Kreise, den Schulträger*innen und den Schulen. Mein herzlicher Dank gilt vor allem dem gesamten Team des federführenden Kreises Herzogtum Lauenburg, insbesondere dem Projektleiter Andrew Yomi für die unermüdliche Arbeit und die überaus konstruktive und fruchtbare Zusammenarbeit.“

Im Gegensatz zu den bisherigen Verfahren in den drei Kreisen ist das neue Antragssystem weitgehend automatisiert.

OLAV gibt schon bei der Eingabe der Daten Hinweise, ob eine Berechtigung für ein Schülerticket besteht und, ob ein Selbstzahleranteil anfällt. Auch Passbilder können direkt hochgeladen werden, so dass die Antragstellung in nur einem Schritt erledigt ist. Insgesamt ist das neue Design kundenfreundlicher, der Datenschutz wurde verbessert und eine Wissensdatenbank mit häufigen Fragen zur Schülerbeförderung hinterlegt.

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Bad Oldesloe

Bereits über 60.000 Corona-Impfungen in Stormarn

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Bad Oldesloe – Im Zeitraum vom 1. bis zum 30. April 2021 wurden in den drei Impfzentren im Kreis Stormarn insgesamt 33.278 Impfungen durchgeführt.

Datenabgleich durch Soldaten der Bundeswehr am Eingang des Impfzentrums in Bad Oldesloe

Davon entfallen 54,12 Prozent auf das Impfzentrum Bad Oldesloe, 22,98 Prozent auf Großhansdorf und 22,90 Prozent auf Reinbek.

In 86 Prozent der Fälle kam der Impfstoff von BioNTech und in 14 Prozent der Fälle der Impfstoff AstraZenica zum Einsatz.

Die Gesamtanzahl der durchgeführten Impfungen seit Öffnung des ersten Impfzentrums am 4. Januar 2021 beträgt somit 62.769.

Hierin nicht enthalten sind die Impfungen, welche durch die mobilen Teams und die Hausärzte vorgenommen wurden.

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