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Bad Oldesloe

Corona-Masseninfektion in Rümpeler Pflegeheim: Herkunft unklar

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Bad Oldesloe – Die Nachricht einer Corona-Masseninfektion von Bewohnern eines Pflegeheims in Rümpel hat am Ostermontag über die Stormarner Grenzen hinaus für Entsetzen gesorgt. Einen Tag danach hat der Landrat Medienvertretern Rede und Antwort gestanden.

Am Montag hatte zunächst das Gesundheitsamt über darüber informiert, dass sich im “Wohnpark Rohlfshagen” 53 der 70 Bewohner mit dem Coronavirus angesteckt habe. Hinzu kommen 19 der 58 Mitarbeiter.

Wie es genau zu der Masseninfektion in der Pflegeeinrichtung kommen konnte, ist dabei noch unklar und wir vielleicht nie geklärt werden können.

Ob eine Mitarbeiterin, die sich bereits am vergangenen Wochenende krank meldete und schließlich am Gründonnerstag positiv auf das Virus getestet wurde, sozusagen der Ursprung war, ist unklar.

„Bei der Menge der Infektionen lassen sich jetzt keine Infektionsketten mehr konkret nachvollziehen“, so Stormarns Kreisamtsarzt Dr. Jörg Günther.

Entscheidend sei wohl aber die Situation in der Einrichtung. Denn die dort lebenden Bewohner seien zum Großteil dement oder psychisch auffällig.

Sie würden sich nicht an Regeln und Abmachungen halten. Gleichzeitig seien sie zum Teil noch sehr mobil. Dadurch habe sich wohl das Virus schneller als in anderen Einrichtungen ausbreiten können.

Bei zehn Mitarbeitern und drei Bewohnern stehen die Ergebnisse der Tests noch aus. Es sei aber durchaus möglich, dass es zu 100 Prozent Ansteckungen kommen könnte.

Auch die negativen Tests würden daher noch mal wiederholt. Ein Test der an einem Tag negativ sei, könne schon am nächsten positiv sein. Daher seien prophylaktische Tests ja auch relativ nutzlos.

In diesem Fall könne man durchaus auch sagen: „Wer viel testet, findet viel“, so Günther. Welchen Verlauf die weitere Entwicklung nehmen werde, ob viele Bewohner oder auch Mitarbeiter im Endeffekt ins Krankenhaus müssen, das sei noch gar nicht absehbar.

Der Kreis hat einen Sonderstab zusammengestellt Kliniken um Umkreis vorgewarnt. Eine Evakuierung der Einrichtung ist mit Blick auf den Zustand der Bewohner und der Menge der Infizierten nicht in Frage gekommen.

„Eine Absonderung der negativ getesteten Bewohner ist aufgrund der räumlichen Situation der Einrichtung und der Mobilität der Bewohner nicht möglich“, so Landrat Dr. Henning Görtz.

Rümpels Bürgermeister Torben Schmahl (CDU) berichtete von der Stimmung vor Ort.

Natürlich seien Mitbürger nun verunsichert und besorgt. „Gerade in Tagen in denen viele über Lockerung und eine Entspannung der Situation sprachen, war das ein Schlag ins Kontor für unsere Gemeinde“, sagt er.

Man sei in Gedanken bei den Betroffenen. Ingo Lange, beim Kreis für die Heimaufsicht zuständig, sieht es positiv, dass das Personal in der Einrichtung weiterhin motiviert sei.

Auch infizierte Mitarbeiter, die keine Symptome zeigen, arbeitet weiterhin. Ein Arzt, der die Bewohner gut kenne, sei ebenfalls engagiert vor Ort.

Der Kreis unterstützt die Einrichtung mit dringend benötigter Schutzkleidung.

Diese sei aber immer noch Mangelware. „Das ist kein Stormarner Problem, sondern tatsächlich ein weltweites Phänomen“, so Landrat Dr. Henning Görtz.

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Bad Oldesloe

Neue Auszubildende im DRK-Kreisverband Stormarn

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Bad Oldesloe – Manchmal klappt es nicht gleich auf Anhieb, wird dafür aber oft umso besser. Bei Nadine Lender (23) war es so.

Nadine Lender (rechts) hat ihre Ausbildung beim DRK Stormarn begonnen. Andrea Prehn wird ihre Ausbildung intensiv begleiten. Foto: Iris Lewe/hfr

Sie begann ihre Ausbildung in Lübeck, wechselte aber dann nicht nur den Arbeitgeber, sondern auch gleich die Branche. Seit dem 21. September setzt sie ihre Ausbildung zur Kauffrau für Büromanagement beim Kreisverband Stormarn des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) fort.

Die Speditionsbranche war einfach nicht das Richtige für Nadine Lender. Es sollte doch lieber etwas Soziales sein. Nach ihrem Schulabschluss hat die 23-Jährige einen Freiwilligen-Wehrdienst bei der Bundeswehr absolviert, danach ein Praktikum in der Immobilienbranche gemacht und anschließend ihre Ausbildung zur Kauffrau für Büromanagement begonnen.

„Ich bin sehr glücklich, jetzt beim DRK zu sein. Besonders toll finde ich, dass ich einen intensiven Einblick in die Kindertagesstätten und den Pflegebereich des DRK bekomme“, so Nadine Lender, die in Lübeck wohnt und in ihrer Freizeit gerne tanzt und reitet.

Während ihrer Ausbildung wird die neue Auszubildende von Andrea Prehn, seit vielen Jahren Assistentin und „rechte Hand“ des DRKKreisvorstands (jetzt Sibylle Schulze), intensiv begleitet und wird in den kommenden drei Jahren von der Pike auf lernen, was im Berufsbild Kauffrau für Büromanagement gefordert ist.

Dem Fachkräftemangel aktiv entgegenwirken – dazu gehört auch, jungen Menschen eine Ausbildung zu ermöglichen. Eine Aufgabe, die das DRK Stormarn gerne übernimmt.

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Bad Oldesloe

Zwei Tonnen Kupfer in Rethwisch gestohlen

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Rethwisch – In dem Zeitraum vom 21. bis 25. September wurden aus einer Lagerhalle in der Hauptstraße in Rethwisch zwei Tonnen Kupfer entwendet.

Polizei im Einsatz Symbolfoto: SL

Der oder die Täter haben sich vermutlich mit einem Fahrzeug dem Grundstück genähert und sind durch das unverschlossene Geländetor auf das Lagerhallengrundstück gelangt.

Anschließend verschafften sie sich gewaltsam Zutritt zur Lagerhalle und entwendeten dort ca. zwei Tonnen Kupfer, welches aus alten Heizungsrohren und Rohrbögen bestand. Die Höhe des Stehlgutes beträgt ca. 7.400 Euro.

Die Polizei bittet um Hinweise: Wer kann Angaben zur Tat machen? Wem sind im Tatzeitraum in Rethwisch in der Hauptstraße und in der näheren Umgebung verdächtige Personen oder Fahrzeuge aufgefallen? Hinweise bitte an die Kriminalpolizei in Bad Oldesloe unter der Telefonnummer 04531/501-0.

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Bad Oldesloe

Aus “Fack Ju Göhte” ins Oldesloer Klassenzimmer der TSS

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Foto: TSS Bad Oldesloe/hfr

Bad Oldesloe – Kreidetafeln wirken auf den ersten Blick eigentlich wie ein Überbleibsel aus einer anderen Zeit, wird doch zumeist moderner Unterricht mindestens mit einem abwischbaren Whiteboard, besser noch digital, mit Beamer, Computer oder Smartboard erteilt.

Bei der altmodisch anmutenden Tafel, welche die Schülerinnen und Schüler der Klasse 6a der Theodor-Storm-Schule seit wenigen Tagen in ihrem Klassenraum vorfinden, handelt es sich allerdings wirklich um etwas Besonderes.

Nachdem die Elternvertreter der 6a, das Ehepaar Pia und Joachim Fahl, auf dem letzten Elternabend der Klasse feststellen mussten, dass sich im Klassenraum aktuell keine beschreibbare Tafel befindet und es nach Angaben der Klassenlehrkräfte wohl noch etwas dauern könnte, bis der TSS für besagten Klassenraum eine Tafel zur Verfügung gestellt werde, entschlossen die beiden Elternvertreter sich, zu handeln.

Eine kurze Internetrecherche später und Joachim Fahl sah sich auf dem Weg nach Hamburg Bergedorf, um bei einem Händler, der unter anderem Firmenevents ausstattet, eine Kreidetafel für kleines Geld zu kaufen und gleich auf dem geliehenen Anhänger nach Bad Oldesloe zu transportieren.

Als die Schülerinnen und Schüler und Lehrkräfte der 6a am nächsten Tag in die Schule kamen, trauten sie ihren Augen nicht. Die neue Tafel war nicht irgendeine, sondern die Originaltafel aus dem Spielfilm „Fuck Ju Göthe 3“, die für eine Pressekonferenz genutzt wurde. Mitsamt Filmlogo und Originalbeschriftung durften die Lernenden die Tafel bewundern. „Also, das ist ja jetzt wirklich mal richtig cool“, äußerte sich Schülerin Lilly Zörkler zur neuen Ausstattung.

Mittlerweile kann die Tafel jetzt auch zum Schreiben genutzt werden. Die Logos sind abgewischt und  es bleibt sicher noch etwas von der Aura, welche diese besondere Requisite umgibt.

Für Elternvertreter Fahl war die Beschaffung dieses besonderen Stücks übrigens eine Selbstverständlichkeit: ,,Als ich gehört habe, dass es keine Tafel gibt, wollte ich sofort handeln. Es sollte möglichst einfach und schnell gehen, damit die Kinder mit einer Tafel lernen können. Dass ich dabei so etwas Besonderes finde, ist natürlich umso toller.“

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