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Berlin

Bundeskanzlerin mit klaren Ansagen: Abstandsregeln und Maßnahmen werden noch längere Zeit anhalten

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Angela Merkel Archivfoto:360b/shutterstock

Berlin – Die Bundeskanzlerin Angela Merkel sieht einen „Hoffnungsschimmer“ in der Corona-Krise, aber stellt die Mitbürger darauf ein, dass die Belastungen durch klare Regeln noch länger anhalten werden.

Von Entspannung könne allerdings weiterhin keine Rede sein, sei ihr durch das Robert-Koch-Institut deutlich gemacht worden.

„Man hat ein bisschen Hoffnung, dann gewinnt man Zutrauen, dann ist man innerlich entspannter und schon ist man ein bisschen leichtsinnig“, so die Bundeskanzlerin. Das kenne sie durchaus von sich selbst, aber es sei nicht angebracht leichtsinnig zu werden. Die Regelungen würden noch deutlich länger anhalten, allerdings müssten immerhin die Maßnahmen nicht verschärft werden. Das Virus werde bis zum Entwicklen eines Impfstoffs den Alltag bestimmen.

„Ich wäre gerne, wirklich mit Freude und die Erste, die Ihnen sagen würde, es ist alles wie es war und wir könnten wieder loslegen, aber so ist es halt nicht”, so die Kanzlerin.

Natürlich sei es hart, dass man zum Beispiel nicht ins Seniorenheim als Besucherin dürfe, dass sich Freunde nicht treffen können, dass Veranstaltungen ausfallen.  „Bei allem Respekt vor jeder Meinung und Aspekt habe ich als Bundeskanzlerin aber eine Verantwortung, das Gesundheitssystem nicht zu überfordern und Ärzte vor Entscheidungen zu stellen, vor die ich sie nicht stellen will. Das ist meine Verantwortung“.

„Die Pandemie ist nicht weg. Auch wenn die Zahlen mal einen Tag besser werden“, so Merkel. „Und auch nicht, wenn sich weniger Menschen anstecken“.

Es sei nicht davon auszugehen, dass die Beschränkungen komplett und zeitnah eingestellt werden können. Das kommt nicht überraschend, weil Mediziner und Virologen schon lange darauf hinweisen, dass die Lockerungsdiskussionen zu früh kommen. Man werde sich schrittweise herantasten müssen. Aber immer mit absoluter Vorsicht.

Bisher sei es gut gelungen, dass Gesundheitssystem nicht zu überlasten, weil man die Infektionszahlen. Das sei wichtig, das sei zentral und das solle auch weiterhin.

„Was im Sommer ist, kann ich nicht sagen. Wir überprüfen tageweise. Wir haben gelernt, wie die Einschränkungen der Mobilität bewirkt. Wir haben auch gesehen, was passiert wenn es exponentiell ansteigt. Wir müssen in Spannen von zwei und drei Wochen immer wieder schauen, was das bringt“

Das nächste Mal werde man sich – wie angekündigt – nach Ostern zwischen dem 15. und 19. April abstimmen und schauen, wie mit den Maßnahmen verfahren wird. Man müsse schauen, ob man lokal und regional unterschiedlich vorgehen. Wichtige Fragen seien, wo man das Abstandsgebot – das bestehen bleiben wird – relativ einfach einhalten könne. Schulen und Kindergärten seien nun nicht die Orte, an denen man einfach die Abstände einhalten könne.

Eine klare Absage erteilte sie Regelungen, die vorsehen dass Jüngere früher wieder mehr unternehmen dürfen, während ältere Menschen in Isolation bleiben müssten.

„Die Regeln: nicht die Hand geben, die Abstände einhalten, Hände waschen – die werden bestehen bleiben, solange wir keinen Impfstoff oder Medikamente haben. Das wird weiter unseren Alltag prägen. Was das für Juni, Juli, August bedeutet, diskutieren wir in späteren Gesprächen“, so Merkel. Was das für die Sommerferien und Sommerurlaube bedeute, wolle sie noch nicht kommentieren.

„Es gibt keine Formel nach der wir vorgehen können und jedes Mal sind Menschen betroffen. Jedes Mal sterben Menschen. Es wird viel davon abhängen, ob die Menschen weiterhin die Abstände halten, Hände waschen und sich nicht die Hände geben.“

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Berlin

Bundesregierung und Ministerpräsidenten: Keine Großveranstaltungen bis Ende Oktober

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Festivalfeeling Symbolfoto: Christian Bertrand / Shutterstock

Berlin – Wie Bundeskanzlerin Angela Merkel nach dem Treffen mit den Ministerpräsidenten der Länder bestätigte, wird es bis Ende Oktober keine Großveranstaltungen geben.

Betroffen sind alle Veranstaltungen bei denen eine lückenlose Nachverfolung aller Kontakte und Besucher nicht möglich ist oder Hygiene- und Abstandsvorschriften nicht eingehalten werden können.

Damit fallen bis mindestens Ende Oktober alle Stadt- und Straßenfeste sowie Jahrmärkte, Festivals und großen Konzerte aus. Auch an volle Fußballstadien dürfte damit bis Ende Oktober nicht zu denken sein. Ab wann eine Veranstaltung als “Großveranstaltung” gilt, ist noch nicht klar definiert. Es soll mögliche Ausnahmen geben, wenn alle Vorschriften eingehalten werden können.

“Wir müssen verhindern, dass es wieder zu einem unkontrollierten Infektionsgeschehen kommen”, so Merkel.

Die Sorge im Eventsektor wird sich somit erhöhen.

Betont wurde auch nochmal, dass trotz der sinkenden Infektionszahlen es keinen Grund gebe, unvorsichtig zu werden. “Man schafft ja auch nicht die Feuerwehr ab, weil es weniger brennt”, so Bayerns Ministerpräsident Markus Söder.

“Auch Karnevalsveranstaltungen im November sind bisher nur schwer vorstellbar”, so Söder

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Berlin

Regionaler Shutdown? Bundeskanzlerin erklärt, was bei steigenden Infektionszahlen passieren wird

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Angela Merkel Archivfoto:360b/shutterstock

Berlin – Bundeskanzlerin Angela Merkel ( CDU) hat erklärt, wie in Zukunft vorgegangen werden wird, wenn die momentan gute Entwicklung der Infektionszahlen sich wieder deutlich verschlechtert.

“Wir haben die erste Phase der Pandemie hinter uns. Das ist positiv. Uns muss aber bewusst sein, dass wir noch immer am Anfang der Pandemie stehen und uns noch lange mit der Pandemie auseinandersetzen müssen“, so Bundeskanzlerin Merkel.

„Die Zahlen des RKI sind sehr erfreulich. Wir haben geringere Zahlen als vor 14 Tagen. Ich bin sehr froh persönlich, dass es uns gelungen ist. Die täglichen Neuinfektionen sind deutschlandweit mittlerweile mehrfach nicht mehr im vierstelligen Bereich. Wir haben es im Großen und Ganzen geschafft, Infektionsketten nachverfolgen zu können“, so Merkel.

Sie dankte in einem Statement daher besonder auch den Mitarbeiter der Gesundheitsämter.

„Wir haben das Ziel der Verlangsamung erreicht und konnten unser Gesundheitssystem vor Überlastung zu schützen“, so Merkel.

Die Mitbürger, die sich auf die Einschränkungen eingelassen haben und verantwortungsvoll handelten, haben das Leben anderer beschützt und gerettet.

“Wenn wir regionale Unterschiede haben, muss auch regional gehandelt werden”, so Merkel.

Daher habe man sich gemeinsam auf eine klare Regelung geeinigt.

“Wenn regional Infektionsherde auftreten, wird man dort auch wieder bestimmte, klare Maßnahmen ergreifen. In Landkreisen oder kreisfreien Städten, in denen es in Zukunft mindestens 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tage gibt, wird es wieder härtere Maßnahmen geben. Bei unklaren Infektionsketten wird regional gehandelt”, so Merkel. Diese Maßnahmen würden dann so lange bestehen, wie es sieben Tage lang keine 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner mehr in der Region gebe.

Damit könne es durchaus zu regionalen “Shutdowns” kommen, wie vor einigen Wochen. Verhindert werden soll dabei, dass das gesamte Land nochmal zurück zu den harten Regeln müsse.

Wichtig bleibe weiterhin bundesweit: Mindestabstand von 1,50 Metern, Mund-Nasenschutz im ÖPNV und Geschäften. “Die Mund- und Nasenschutz-Pflicht könnte auch erweitert werden, in Bereichen die jetzt mehr öffnen”.

“Wir haben darüber gesprochen, dass die Kontaktbeschränkungen weiter gelten, aber dass es zwischen zwei Hausständen Treffen geben darf. Das ist eine ganz klare Beschränkung der Kontakte”, so Merkel.

“Das gilt auch , wenn die Gastronomie jetzt zum Teil öffnet. Es müssen nicht nur die Tische zwei Meter auseinanderstehen, sondern es muss auch gewährleistet sein, dass der Abstand an den Tischen groß genug ist. Es ist eine Herausforderung, aber wir finden es besser, wir machen etwas und bewegen uns, als dass wir uns nicht bewegen”, so Merkel.

Die genauen Regeln sollen die einzelnen Bundesländer für verschiedenste Bereiche wie Gastro, Hotels und Veranstaltungen erarbeiten.

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Berlin

Fußballbundesligen dürfen mit Geisterspielen in zweiter Maihälfte starten

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Symbolfoto: SL

Berlin – Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder haben sich darauf geeinigt, dass die Fußballbundesligen in der zweiten Maihälfte wieder starten dürfen. Das bestätigte Bundeskanzlerin Merkel nach der Videokonferenz mit den Ministerpräsidenten.

Die Bundesligen hatten in den vergangenen Wochen an umfangreichen Konzepten gearbeitet, wie Geisterspiele möglich sein sollen, damit die Saison sportlich beendet werden kann.

Es hatte sich starke Kritik daran entfaltet, dass in den Vereinen sehr viel und engmaschig auf Covid19 getestet werden soll. Kritik war auch aufgekommen, als ein Kabinen-Video von Hertha-Star Kalou in den Umlauf kam, das zeigte, wie lachs die Kicker mit den Regeln umgehen.

Wann genau die ersten Geisterspiele der Profifußballer über die Bühne gehen werden, ist noch nicht klar. Es wird wohl auf die Wahl zwischen 15./16. Mai oder 22./23. Mai hinauslaufen.

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