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Bargteheide

Nicht nur zum Schutz der jungen Wildtiere: Warum Hunde jetzt an die Leine müssen

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Bargteheide – Wildtiere bekommen jetzt ihren Nachwuchs. Zu ihrem Schutz sollten Hunde in der Brut- und Setzzeit (ab März) vor allem in ländlichen Gegenden an der Leine geführt werden.

Bache. Foto: Hegering

Die Zeit, in denen Hasen, Rehe, Wildschweine und Co. ihren Nachwuchs bekommen und auch die Vögel brüten, beginnt Anfang März und dauert bis in den Juni. Gerade jetzt im April ist fast bei allen heimischen Arten der Nachwuchs „da“.

Da viele Tiere nicht nur fernab menschlicher Siedlungen im Wald, in Feldern oder in Parks brüten beziehungsweise ihre Jungen zur Welt bringen, können junge Hasen, Kitze aber auch Frischlinge durchaus auch direkt neben Wegen oder in Gärten liegen.

„Ich habe schon mehrfach erlebt, dass Ricken ihre Kitze tagsüber in einem verwilderten Garten abgelegt haben“, sagt Hermann Meyer, Hegeringleiter in Bargteheide. „Eine Ricke denkt ja nicht, da wohnen Menschen, da lass ich mein Kitz besser nicht. Sie legt ihr Kitz instinktiv dort ab, wo es Schutz hat. Und das kann genauso im Garten als auch neben einem Weg sein.“

Frischlinge. Foto: Hegering

Weil wir als Menschen alle Lebensräume ebenfalls nutzen, ist es von enormer Wichtigkeit, sich richtig zu verhalten.

„Alle Hundehalter sollten ihre Hunde jetzt an der Leine führen“, bittet Meyer.

Denn auch wenn nicht jeder Hund ein Kitz oder Junghasen gleich tot beißt, bleibt doch eventuell der Geruch des Hundes um das Kitz herum und die Ricke holt es nicht mehr ab. Und

gerade jetzt zu Zeiten des Corona-Virus sind noch viel mehr Hundebesitzer mit ihren Hunden unterwegs, haben die Jäger um Hegering Bargteheide beobachtet.

„Grundsätzlich ist das ja auch eine sinnvolle und gesunde Nutzung der freien Zeit“, findet der Hegeringleiter, „aber bitte dabei nicht die Wildtiere vergessen!“

Leider wissen viele Hundebesitzer und Spaziergänger gar nicht, was erlaubt ist und was nicht.

„In Naturschutzgebieten, im Wald und auf Deichen, so Meyer, gilt ganzjährig die Leinenpflicht. Der Rest der freien Natur darf laut Landesnaturschutzgesetz nur auf offiziellen Wegen und Wegrändern betreten werden.

Shutterstock.com

Daraus ergibt sich zweierlei: Erstens dürfen also Hunde wie ihre Herrchen auch, nicht die Wege verlassen. Zweitens müssen hier Hunde zwar nicht angeleint werden, man sollte es aber gerade in der Setz- und Brutzeit tun.

Letztlich schützt man so nicht nur die Lebewesen um sich herum, sondern manchmal auch sich selbst und seinen Hund.

„Gerade Bachen, also weibliche Wildschweine, können schon aggressiv reagieren, wenn ihren Frischlingen ein Hund oder ein Mensch zu nahe kommt“, warnt Hegeringgleiter Meyer und bittet intensiv darum, sich in dieser Zeit wirklich an die Regeln zu halten: „Denn wenn der Hund dann doch ein Stück Rehwild gerissen hat, ein Kitz nicht mehr angenommen wird, bleibt die Arbeit dann bei uns Jägern. Und die ist manchmal nicht schön.“

Eine neue Info-Broschüre „Mit Hunden in der Landschaft“, herausgegeben vom Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume“, klärt Hundebesitzer ausführlich über ihre Pflichten auf und nennt auch die gesetzlichen Grundlagen. Die Broschüre ist gratis über die Internetseite des LLUR anzufordern.

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Bargteheide

Neues Positionspapier: So will die Bargteheider SPD für mehr Wohnraum sorgen

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Bargteheide – Die Bargteheider SozialdemokratInnen haben zum Jahresauftakt auf einer mehrtätigen Digital-Klausur intensiv darüber diskutiert, wie in Bargteheide mehr bezahlbarer Wohnraum entstehen kann.

Baustelle Symbolfoto: SL

Dem zuvor gingen mehrere Gespräche mit ExpertInnen aus Politik, Verwaltung, Wohnungswirtschaft, sozialen Trägern und Vereinen.

Im Ergebnis ist ein umfassender Maßnahmenkatalog erstellt worden, der konkrete Vorschläge an Politik und Verwaltung richtet, um gemeinsam und zeitnah an den richtigen Stellschrauben zu drehen – für eine Kehrtwende hin zu mehr bezahlbarem Wohnraum.

„Wir wissen aus vielen persönlichen Gesprächen mit BürgerInnen, sozialen Trägern und Vereinen wie schwierig es ist, bezahlbaren Wohnraum in Bargteheide zu finden. In unserem 10-Punkte-Aktionsplan schlagen wir ganz konkrete Maßnahmen vor, um hier gemeinsam mit Politik und Verwaltung schneller voran zu kommen. Die Zeit drängt, denn der Bedarf an bezahlbarem Wohnraum ist sehr hoch. Zudem fallen in den nächsten Jahren viele Wohnungen aus der Zweckbindung, was die Probleme auf dem Bargteheider Wohnungsmarkt noch weiter verschärfen wird“, so der Fraktionsvorsitzende Mehmet Dalkilinc.

Peter Beckendorf, Mehmet Dalkilinc, Gerrit Kronenberg

Die Bargteheider SozialdemokratInnen schlagen vor, dass städtische Grundstücke künftig vermehrt im Erbbaurecht vergeben werden sollen.

Damit bleibt die Stadt Eigentümerin der Fläche und kann im Vergleich zur gängigen Verkaufspraxis bessere Konditionen für bezahlbares Wohnen vereinbaren.

Eine Vergabe städtischer Grundstücke nach Konzeptqualität hilft auch dabei, bezahlbaren und vor allem passgenauen Wohnraum insbesondere für Bargteheider Familien, SeniorInnen, Mobilitätseingeschränkte und Azubis zu schaffen.

Besonderes Augenmerk gilt es künftig auf die konkrete Ausgestaltung städtebaulicher Verträge mit privaten BauträgerInnen und InvestorInnen zu legen. Die Verwaltung braucht hier klarere, von der Politik definierte Mindeststandards, um besser für die Interessen der Stadtbevölkerung eintreten zu können.

Für die SPD steht fest: Unterstützt werden Projekte, die öffentlich geförderten Wohnraum zum Ziel haben.

Gerade bei größeren Projekten ist ein Anteil von mindestens 30% öffentlich geförderten Wohnraum unbedingt notwendig.

Neben einer klugen Bodenbevorratungspolitik, innerstädtischer Verdichtung, einer umsichtigen Planung von Mehrgeschosswohnungsbau und stärkeren Berücksichtigung von städtischem Grün in der Planungspraxis, möchten wir kurzfristig die Stadtwerke Bargteheide fit machen, um auf städtischen Grundstücken bezahlbaren Wohnraum zu schaffen und zu verwalten. Ein entsprechender Antrag für den Haupt- und Sozialausschuss ist bereits auf den Weg gebracht.

Der stellvertretende Vorsitzende Peter Beckendorf erklärt: „Zu oft sind in der Vergangenheit neue Bauvorhaben gegen die Stimmen der SPD genehmigt worden, welche den Bedarf nach bezahlbarem Wohnraum nicht hinreichend berücksichtigt haben. Hier gilt es nun neue Werkzeuge zu identifizieren und zum Einsatz zu bringen, um den Bau von gefördertem Wohnraum rasch voran zu treiben. Ganz konkret geht das mit den Stadtwerken Bargteheide.“

„Wir haben einen umfassenden und stimmigen Aktionsplan vorgelegt, der dabei helfen kann, einem sehr drängenden Problem in unserer Stadt zu begegnen. Der Wohnungsmarkt ist angespannt und die Stadt Bargteheide nur noch im Besitz weniger geeigneter Flächen für den Wohnungsneubau. Wir müssen hier nun umsteuern und die Handlungsmöglichkeiten für die Stadt deutlich erhöhen. Auch neue Instrumente wie die Erbbaurechts- und Konzeptvergabe, städtische Vorkaufsrechte oder eine Erhaltungssatzung zum Schutz unser Bürger:innen sind zu prüfen, um das Ziel nach mehr bezahlbarem Wohnraum zu erreichen.“, so der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Gerrit Kronenberg abschließend.

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Polizei und Feuerwehr

Polizei sucht Zeugen nach Einbruch in Bargteheider Schule

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Bargteheide – Im Tatzeitraum vom 23. Dezember (15.30 Uhr) bis zum 28. Dezember (7 Uhr) ist es zu einem Einbruch in das Gebäude des Eckhorst Gymnasiums in Bargteheide gekommen.

Polizei im Einsatz Symbolfoto: SL

Unbekannte Täter verschafften sich gewaltsam über ein Fenster Zutritt zu dem Objekt in der Straße Eckhorst.

Angaben zu etwaigem Stehlgut oder zur entstandenen Sachschadenshöhe können bislang nicht gemacht werden.

Die Kriminalpolizei in Ahrensburg hat die Ermittlungen aufgenommen und sucht Zeugen. Wer hat im Tatzeitraum verdächtige Personen oder Fahrzeuge im Bereich der Schule beobachtet? Hinweisgeber werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 04102/809-0 zu melden.

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Bad Oldesloe

Zwei Familien spenden 13 Fahrräder für bedürftige Kinder

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Bad Oldesloe/Bargteheide – Es wurde geschraubt und gerichtet, geputzt und gewienert. Und am Ende hatten Groß und Klein zusammen 13 Fahrräder und zwei Einräder wieder in Schuss gebracht, die vorher unbenutzt in einer Ecke standen.

Foto: DKSB Stormarn

„Unsere Aktion hat eigentlich mit nur einem Kinderfahrrad angefangen,“ erzählt Dörte Siemann-Jaffke. „Zum Wegwerfen war es zu schade, aber wir wollten es auch nicht extra reparieren lassen, um es dann zu verkaufen. Dann kamen wir auf die Idee, dieses Fahrrad dem Kinderhaus zu spenden. Und nachdem wir Freunden davon erzählt hatten, wollten diese auch mitmachen, denn sie hatten auch noch ein Fahrrad übrig.“

Nach einigen Überlegungen entschieden die befreundeten Familien, nach weiteren Fahrrädern Ausschau zu halten.

Sie fragten Freunde und Bekannte und stellten sogar eine Anzeige auf ebay Kleinanzeigen.

Im Nu hatten sie mehr als genug Fahrräder zur Verfügung. Dann begann die eigentliche Arbeit, denn viele Fahrräder mussten zunächst repariert werden. Alle Kinder halfen dabei mit. Und Radsport Runge lieferte die Ersatzteile zu einem guten Preis und verlieh einiges an Werkzeug.

Als Sahnehäubchen stellte das Geschäft „Kinderreigen“ in Bad Oldesloe noch dreizehn Fahrradhelme für Kinder zu einem sehr guten Preis zur Verfügung, damit alle Kinder bei ihren Fahrradfahrten sicher geschützt sind.

Am Mittwoch sind die Fahrräder nun an den Kinderschutzbund in Bargteheide übergeben worden.

Sie sind für die Kinder im den drei Kinderhäusern Blauer Elefant in Ahrensburg, Bargteheide und Bad Oldesloe gedacht, welche zu ihren Freizeitangeboten gern mit dem Fahrrad unterwegs sind.

Stephanie Wohlers, Geschäftsführerin des Kinderschutzbundes, bedankt sich bei den beiden Familien: „Da haben Sie wirklich eine tolle Idee gehabt. Diese Aktion ist in mehrfacher Hinsicht sinnvoll: wir freuen uns über Kinderräder, die top in Ordnung sind und Sie und Ihre Kinder hatten anscheinend auch Spaß an der Sache. Und konnten gleichzeitig noch etwas Gutes tun in der jetzigen Weihnachtszeit.

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