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Wirtschaft

Strenge Regeln für Mitarbeiter: So sichert SH Netz die Energieversorgung

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Kiel – Schleswig-Holstein Netz (SH Netz) sichert als Betreiber von Strom- und Gasnetzen direkt oder indirekt die Energieversorgung von über zwei Millionen Menschen in Schleswig-Holstein.

„Energie für Land und Leute gerade jetzt sicher und zuverlässig bereit zu stellen, ist unsere Mission“, erläutert Matthias Boxberger, Aufsichtsratsvorsitzender von SH Netz. Als Betreiber einer kritischen Infrastruktur verfüge SH Netz über ein etabliertes Störungs-, Notfall- und Krisenmanagement.

Ziel ist es, einen sicheren und zuverlässigen Betrieb der Energienetze bei gleichzeitiger Minimierung des Infektionsrisikos für die Kunden und Mitarbeiter von SH Netz zu gewährleisten.

Der Unternehmenskrisenstab der HanseWerk-Gruppe, zu der auch SH Netz gehört, tritt bereits seit mehreren Wochen täglich telefonisch zusammen. Eine zentrale Expertengruppe verfolgt fortlaufend die Entwicklung der Virusverbreitung und die Empfehlungen der Behörden. Sie führt Risikobeurteilungen durch und ordnet Präventionsmaßahmen nach Absprache mit dem unternehmenszugehörigen Betriebsarzt an. Hierzu steht SH Netz auch in enger Abstimmung mit dem E.ON-Unternehmensverbund.

Folgende weitere Maßnahmen wurden konsequent umgesetzt:

Sämtliche Arbeiten an den Energienetzen – insbesondere Entstörungs- und technisch notwendige Wartungsarbeiten – finden unter den gebotenen Abstands- und Hygienemaßnahmen statt.

An allen Standorten hat SH Netz ihre Hygiene- und Infektionsschutzmaßnahmen verschärft. Hierzu wurde der Einlass in die Gebäude vorübergehend eingeschränkt, in kritischen Bereichen haben nur noch die direkt dort arbeitenden Kolleginnen und Kollegen Zugang.

Alle Netzcenter und anderen Standorte sind für persönliche Kundenkontakte gesperrt. Die Erreichbarkeit per Mail und Telefon besteht wie bisher.

Besonders sensible Bereiche, wie zum Beispiel die Leitwarten für die Netze, sind identifiziert und entsprechende Notfallpläne zur Aufrechterhaltung des Betriebs erarbeitet – dazu gehören auch Vorbereitungen zu einer freiwilligen Kasernierung der Mitarbeiter.

Sämtliche Mitarbeiter in kritischen Funktionen sind geschult, wie sie sich in einem Krisenfall zu verhalten haben. Zusätzliche Maßnahmen sind beispielsweise der besondere Schutz bestimmter Schlüsselpersonen durch abgetrennte Arbeitsbereiche oder eine kontaktlose Schichtübergabe.

Ein großer Teil der Mitarbeiter arbeitet derzeit vom Homeoffice aus. Techniker, die vor Ort am Netz arbeiten müssen, sind mit einer Spezialausrüstung zur Minimierung des Infektionsrisikos ausgestattet (s. Abbildung unten).

SH Netz hat bereits seit Anfang März für alle Mitarbeiter ein vorübergehendes Geschäftsreiseverbot ausgesprochen.

Veranstaltungen – intern wie extern – wurden abgesagt und Präsenztermine durch Telefon- oder Videokonferenzen ersetzt.

Rückkehrer aus Risikogebieten arbeiten vorsorglich mindestens 14 Tage im Homeoffice, auch wenn kein individueller Verdachtsfall vorliegt.

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National

Deutscher Städte- und Gemeindebund fordert: Investionskraft der Kommunen erhalten

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Finanzen Symbolfoto: Andrey Popov/shutterstock

Berlin – Die Coronakrise hat deutliche Auswirkungen auf Wirtschaft und Finanzen. Das führt auch dazu, dass Städten und Gemeinden massiv die Einnahmen wegbrechen, insbesondere bei der Gewerbesteuer ist von deutlichen Abstrichen auszugehen.

Gleichzeitig steigen coronabedingt die Ausgaben. Vor diesem Hintergrund haben einzelne Städte bereits Haushaltssperren erlassen und Kommunen verschieben teilweise anstehende Investitionen.

Der deutsche Städte- und Gemeindebund reagiert besorgt. “Das ist in Zeiten der beginnenden Wirtschaftskrise ein verheerendes Signal, da eine Stärkung der Binnennachfrage dringend notwendig ist. Dazu können insbesondere die kommunalen Investitionen beitragen. Sie sind auch notwendig, da bereits vor der Krise der Investitionsrückstand in Städten und Gemeinden bei circa 140 Milliarden Euro lag”.

Bund und Länder seien jetzt gefragt. Es müssten zusätzliche Investitionsmittel bereitgestellt werden.

“Wir erwarten deshalb dass das geplante Konjunkturpaket der Bundesregierung als einen wichtigen Baustein die Stärkung der kommunalen Investitionskraft enthält”, so der Städte- und Gemeindebund in einem Statement.

In diesen schweren Zeiten müsse es auch darum gehen, Genehmigungsverfahren insgesamt zu beschleunigen, damit die geplanten Vorhaben dann auch tatsächlich umgesetzt werden.

“Gleichzeitig erwartet die Wirtschaft möglichst bald den Regelbetrieb in Kindergarten und Schule, damit ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wieder in vollem Umfang ihrer Berufstätigkeit nachgehen können”

Diesen gewünschten Regelbetrieb werde es in vollem Umfang in absehbarer Zeit voraussichtlich allerdings nicht geben können, wenn wir neue Infektionsherde vermeiden wollen.

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Bad Oldesloe

Video: Ende nach 28 Jahren: Preisparadies schließt in 28 Tagen

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Bad Oldesloe – Fast drei Jahrzehnte lang führte da Ehepaar Dittmar in Bad Oldesloe das Preisparadies. In einem knappen Monat wird der Sonderpostenmarkt in der Brunnenstraße 1 schließen.

„Nach 28 Jahren werden wir unser Geschäft auflösen und haben jetzt noch 28 Tage einen Räumungsverkauf mit 50 Prozent“, sagt Inhaber Martin Dittmar.

Eigentlich läuft die Rabatt-Aktion bereits seit ein paar Wochen. Doch die Corona-Pandemie kam dem Abverkauf in die Quere.

Jetzt hat das Preisparadies den Mietvertrag um einige Wochen verlängern können, damit die noch vorhandene Ware in Umlauf gebracht werden kann.

Eigentlich hatte das Preisparadies eine große Abschiedsparty geplant. Die muss wegen der Pandemie leider ausfallen, wie Angela Dittmar sagt: “Jetzt werden wir uns ohne Feier persönlich bei unseren Kunden verabschieden.”

Informationen zum Sortiment unter www.preisparadies-od.de.


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Bad Oldesloe

Reformhaus Engelhardt wirft Produkte von Verschwörungstheoretiker Attila Hildmann raus

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Filiale des Reformhaus Engelhard FOto: SL

Hamburg/Bad Oldesloe – Die Hamburger Reformhauskette Engelhardt, die auch eine Filiale in Bad Oldesloe betreibt, hat genug von den Verschwörungstheorien vom selbsternannten veganen Spitzenkoch Attila Hildmann, der seit Wochen durch relativ wirre Meinungsäußerungen rund um Corona und eine große Verschwörung auffällt.

Daher verschwinden die Produkte von A.H. nun aus dem Angebot dieser Reformhauskette.

Hier das Statement des Unternehmens dazu:

“In den letzten Tagen erreichen uns viele Reaktionen zu unserer Entscheidung, die Produkte von Attila Hildmann nicht mehr in unseren Geschäften anzubieten. Viele Menschen begrüßen diesen Schritt, andere Menschen stehen unserer Entscheidung kritisch gegenüber.

Ob Sie nun Kunde im Reformhaus Engelhardt sind oder sich einem Aufruf angeschlossen haben, uns zu konfrontieren, wir möchten an dieser Stelle einige Dinge klarstellen:Wir haben kein Problem mit der Meinungsfreiheit. Attila Hildmann kann seine Meinung frei äußern.Meinungsfreiheit in Deutschland bedeutet, dass jeder Mensch seine Meinung ungestraft zum Ausdruck bringen kann, solange er niemanden beleidigt, Falschaussagen über andere verbreitet oder das Menschheitsverbrechen des Holocaust durch die Deutschen in der Zeit des Nationalsozialismus leugnet. Jedem Menschen steht es frei, der Meinung von anderen zu widersprechen.

Wenn jemand beispielsweise ausländerfeindliche Parolen in Ihrer Gegenwart äußert, steht es Ihnen frei, dessen Meinung zuzustimmen, sie unkommentiert zu lassen oder sich von dieser Person abzuwenden.

Wir distanzieren uns entschieden von Thesen, die Gewalt, Gewaltverherrlichung, Antisemitismus, Leugnung des Holocaust, Rassismus, ungerechtfertigte Verleumdung von Personen und Institutionen, Links- und Rechtsextremismus, Leugnung des Corona-Virus und seiner gesundheitlichen Auswirkungen als Grundlage haben.

Damit distanzieren wir uns auch eindeutig von Attila Hildmanns entsprechenden Aussagen und Handlungen.Unsere Philosophie „Entdecken, was guttut“, passt nicht zum extremistischen Gedankengut, der Wut und zu den Gewaltphantasien mit denen Attila Hildmann zurzeit agiert.

Seinen Verdiensten für die vegane Ernährungsweise, die wir nach wie vor anerkennen, stehen unerträgliche, menschenverachtende Äußerungen und Aktivitäten gegenüber.

Wir haben in den letzten Jahren immer wieder Kundenbeschwerden wegen Hildmanns extremen Äußerungen bekommen. Er beschimpfte eine Journalistin, die einen „Kackartikel“ über ihn schrieb und ließ sich mit einer Pumpgun fotografieren („Es sei denn, sie schreiben oder sagen wieder irgendeine Scheiße, dann werde ich diesmal komplett ausrasten!“) oder produzierte sexistische Videos zu seinen Produkten („Bitches lick my icecream balls“).

Wir haben das ausgehalten und auch unseren Kunden zugemutet, da wir der Meinung waren, einen ganz besonders meinungsstarken, modernen, selbstironischen und selbsternannten „Veganator“ am Start zu haben

. In diesen Tagen erreichen Hildmanns Äußerungen zur Corona-Pandemie aber neue Dimensionen:· Attila Hildmann schwadroniert von einer „neuen Weltordnung“, gegen die er sich zur Not mit Waffengewalt zur Wehr setzen wolle. Zudem wolle er sich in den Untergrund zurückziehen und dort, falls nötig, eine Armee aufbauen.·

Er bezeichnet den Bundesgesundheitsminister Jens Spahn („Spahnferkel“) und den Virologen Christian Drosten als „Lügner und Verbrecher am deutschen Volke, die vors Strafgericht kommen sollten“·

Er beleidigt und denunziert Bill Gates als „Programmier-Nerd und Kinderficker“, der die Weltherrschaft per Zwangsimpfung anstrebe. ·

Er posiert vermummt auf einem Foto mit Waffe und schreibt dazu: „Ich warte friedlich auf die Impfung und halte mich an die Maskenpflicht.”·

Er verbreitet auf seinem Telegram-Kanal: „Unsere Telegram-Gruppe ist Hüter der Wahrheit in einer Welt der Lüge und Manipulation! Es ist eure Pflicht sie zu verbreiten! Schickt den Link an alle Kontakte!“·

Er spricht von „dunklen Mächten“ und der Machtübernahme einer globalen Elite. In der Ausführung dieser Theorien verwendet er antisemitisches Gedankengut.Damit ist unsere Grenze überschritten und wir ziehen die Konsequenz, jegliche Geschäftsbeziehung mit Attila Hildmann zu beenden.

So gut kann kein Produkt unseres Sortimentes sein, als dass wir dafür unsere eigenen Ideale, die sich an respektvollem Miteinander, der Lebensreform und einer gesunden, natürlichen und achtsamen Lebensweise orientieren, aufgeben.Meinungsfreiheit ist zwar das Recht, seine Meinung in der Öffentlichkeit zu vertreten, aber es ergibt sich daraus kein Anspruch darauf, dass andere zuhören müssen. Durch den Verkauf von Hildmanns Produkten werden wir vor einen Karren gespannt, den wir nicht ziehen wollen”

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