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Wirtschaft

Neues in Sachen Müll: Was geleert wird und was nicht

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Foto: SL

Bad Oldesloe – Die gute Nachricht zuerst: In den beiden kommenden Wochen werden die Biotonnen planmäßig geleert, teilte die AWSH am Donnerstag mit.

Ab Montag, den 30. März 2020 bis einschließlich Samstag, den 11. April 2020 fällt dafür allerdings die Abfuhr der meisten Restabfallbehälter aus. Davon betroffen sind alle Behälter mit zwei Rädern (40 Liter- 240 Liter Volumen).

In absoluten Notfällen, etwa bei Nutzung von Windeln, kann bei der nächsten Abfuhr maximal ein blauer Abfallsack neben den Restabfall zur Abholung bereitgestellt werden.

Großbehälter mit vier Rädern (770 und 1100 Liter Volumen) werden auch in den kommenden zwei Wochen planmäßig geleert.

Vordringlich muss die Restabfallentsorgung in Betrieben der „Kritischen Infrastruktur“, in denen die 4-Rad Behälter genutzt werden, sichergestellt sein, erklärt die Abfwallwirtschaft Süholstein, die auch für Stormarn zuständig ist.

Das sind unter anderem Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen, Klärwerke, Rettungswachen und vergleichbare Einrichtungen. Das trifft auch für die Restabfallentsorgung bei produzierenden Firmen und im Bereich des Geschosswohnungsbaus, also Wohnanlagen in denen viele Menschen zusammenleben, zu.

„Die Leerung aller Abfallbehälter kann im Moment leider nicht sichergestellt werden. Nach wie vor ist die Fahrzeugflotte für die Abfallsammlung dezimiert. Wie bereits berichtet, sorgen Krankheitsfälle bei den Fahrern des beauftragten Logistikunternehmens und die schleppende Lieferung von Ersatzteilen für zu reparierende Fahrzeuge für Ausfälle“, so Dennis Kissel, Geschäftsführer der AWSH.

Mittlerweile gibt es unter Fahrern von beauftragten Logistikunternehmen Quarantänefälle. Es steht zu befürchten, dass weitere folgen.

Die AWSH bittet um Verständnis für die Einschränkungen bei der Leerung der Abfallbehälter. Die AWSH arbeitet an Lösungen, kann eine Ersatzleistung oder eine sonstige sofortige Abhilfe unter diesen schwierigen Bedingungen aber noch nicht anbieten. Viele Kunden haben daher auch bereits eine Entschädigung eingefordert.

„In Kooperation mit der AWSH arbeiten wir in diesem Zusammenhang bereits an einer kulanten Lösung in Form einer Rückerstattung von Entgelten“, sagen übereinstimmend Dr. Henning Görtz, Landrat des Kreises Stormarn und Dr. Christoph Mager, Landrat des Kreises Herzogtum Lauenburg.

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Wirtschaft

#wirsindstormarn: Der praktische Stormarnlive-Einkaufszettel

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Ausschnitt aus der SL Einkaufsliste

Bad Oldesloe – Viele Menschen kaufen gerade für ihre Nachbarn ein. Das ist eine tolle Sache und zeigt, dass Solidarität bei uns in Stormarn wunderbar funktioniert.

Doch wenn man gleich für drei oder vier Haushalte einkauft, wird es schnell unerübersichtlich auf dem Einkaufszettel. Daher haben wir einen Zettel als PDF-Download zum Ausdrucken entworfen, den man nutzen kann, um ganz übersichtlich die entsprechenden Bereiche für jeden Einkauf zu sortieren vom Wochenmarkt über die Drogerie bis zum Supermarkt.

Aktuell soll man ja auch nicht unnötig oft loslaufen. So behält man mit der Liste die Einkäufe kompakt im Blick.

Hier geht es zum Download. Viel Spaß damit

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Bad Oldesloe

Bevor das Virus kam: So schön war der Arbeitsmarkt vor der Krise

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Bad Oldesloe – Die Agenturen für Arbeit veröffentlichen monatlich zu festgelegten Terminen die Daten zum Arbeitsmarkt. In diesem Monat hat die Corona-Krise aber nicht nur den Alltag bei Unternehmen und Bürgerinnen und Bürgern kurzfristig und gravierend verändert.

shutterstock.com (Symbolbild)

„Wir durchleben alle gerade bewegte Zeiten. Die Corona-Krise hat unser Leben und unseren Alltag in einer Art verändert, wie wir es uns vor kurzem nicht vorstellen konnten. Welche Auswirkungen das auf unseren lokalen Arbeitsmarkt hat, können wir jedoch erst ab dem nächsten Monat bilanzieren“, sagt Dr. Heike Grote-Seifert, Chefin der Agentur für Arbeit Bad Oldesloe, zum Arbeitsmarkt im Kreis Stormarn.

„Die vorliegenden Zahlen bilden nicht die Entwicklung seit Beginn der Corona-Krise ab. Denn die Daten wurden am 12. März erhoben, bevor die politischen Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie in Kraft getreten sind und die wirtschaftlichen Aktivitäten stark eingeschränkt haben.“

Insgesamt 4.136 arbeitslose Menschen, 180 weniger als im Vormonat und die Arbeitslosenquote um 0,1 Prozentpunkt auf 3,2 Prozent gesunken – so die am 12. März erhobenen statistischen Daten zum Arbeitsmarkt für den März im Kreis Stormarn.

„Bis zum Stichtag hatten wir im Zuge der saisonal üblichen Frühjahrsbelebung einen Rückgang der Arbeitslosigkeit zum Vormonat zu verzeichnen. Ich gehe nicht davon aus, dass sich der Abwärtstrend fortsetzt. Angesichts der in weiten Teilen ruhenden Wirtschaft bleiben Neu- und Wiedereinstellungen, die sonst den Arbeitsmarkt entlastet hätten, vorerst aus“, erklärt die Agenturchefin.

Große Nachfrage nach Kurzarbeit

Derzeit versuchen sehr viele Unternehmen im Bezirk der Agentur für Arbeit Bad Oldesloe – wie bereits in der Finanz- und Wirtschaftskrise 2008 / 2009 – ihre Beschäftigten mit Kurzarbeit im Unternehmen zu halten.

„Die einzige Größe, die wir momentan haben, ist die Zahl der Anzeigen, die bei uns eingehen. Aktuell gehen wir von 1.559 Anzeigen zur Kurzarbeit aus den Kreisen Stormarn und Herzogtum Lauenburg aus“, sagt Dr. Heike Grote-Seifert, Chefin der Agentur für Arbeit Bad Oldesloe und führt weiter aus: „Die Zahl ist derzeit nur ein erster Anhaltspunkt. Aufgrund der momentanen starken Arbeitsbelastung bilden sich derzeit noch nicht alle Anzeigen in unserem System ab. Auf der anderen Seite kann es aber auch Doppelerfassungen geben, zum Beispiel, weil ein Unternehmen mehrere Kanäle wie Mail, Telefon oder online genutzt hat, uns Kurzarbeit anzuzeigen. Dies wird natürlich über einen Abgleich bereinigt. Beides führt aktuell zu Unschärfen in den Zahlen.“

Es sei aber gut, wenn viele Unternehmen jetzt das Mittel der Kurzarbeit nutzen, so die Agenturchefin.

„Kurzarbeit und die Gewährung von Kurzarbeitergeld ist genau dafür da, Arbeitslosigkeit zu vermeiden und die Beschäftigten im Unternehmen zu halten.“

In der Hochzeit der Finanzkrise 2009 wurde in gut 90 Unternehmen im Kreis Herzogtum Lauenburg kurzgearbeitet, betroffen waren dort damals bis zu 1.800 Beschäftigte. Im Kreis Stormarn waren dies sogar bis zu 180 Unternehmen und bis zu 4.800 Kurzarbeitende. „Die Kurzarbeit hat seinerzeit vielen Menschen ihren Arbeitsplatz und den Betrieben ihre bewährten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erhalten“, erklärt Grote-Seifert. Damals sei allerdings vor allem die Industrie von der krisenhaften Entwicklung betroffen gewesen.

Aktuell stände man vor ganz anderen Herausforderungen, erklärt die Agenturchefin.

„Wir erleben derzeit eine Mischung aus Virus, Strukturwandel und Krise. Seit Einführung der weitgehenden Einschränkungen in Alltag und Wirtschaft steht nicht nur ein Teil der Produktion still. Auch haben Läden, Cafe`s und Geschäfte im Dienstleitungsbereich geschlossen. Viele und gerade kleinere Betriebe sind zum ersten Mal mit Kurzarbeit konfrontiert und uns erreichen entsprechend viele Anfragen. Es ist zu erwarten, dass die Zahl der Kurzarbeiter in der Spitze sehr viel höher ausfallen wird als vor zwölf Jahren“, erklärt Grote-Seifert und ergänzt:

„Wir tun alles dafür, Anzeigen und Anträge auf Kurzarbeitergeld schnell und unbürokratisch aufzunehmen und abzuarbeiten.”

Dazu hat die Agentur für Arbeit zusätzliche Hotlines eingerichtet, Mitarbeiter geschult und an entscheidenden Stellen die Teams personell verstärkt, um dem erhöhten Beratungsbedarf gerecht zu werden und eine zügige Bearbeitung der Abrechnungen zur Kurzarbeit zu gewährleisten.

Allgemeine Informationen und Antworten zu den häufigsten Fragen zum Thema Kurzarbeit und Kurzarbeitergeld finden Unternehmen unter online.

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Wirtschaft

AWSH reagiert genervt und entsetzt auf Shitstorm: “Corona ist keine Ausrede”

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AWSH Recyclinghof in Bad Oldesloe Foto: SL

Bad Oldesloe – Die Abfallwirtschaft Südholstein hat etwas genervt und zum Teil entsetzt auf den andauernden Shitstorm gegen den Müllentsorger reagiert, der momentan mit Folgen des Coronavirus zu kämpfen hat.

“Wie in den sozialen Medien üblich, sind viele Anmerkungen nachvollziehbar, manche grenzwertig und andere gehen auch darüber hinaus. Dass bei manchen angesichts nicht geleerter Abfallbehälter der Unmut wächst, verstehen wir auch. Eines wollen wir gern mal klarstellen: weder die Corona-Pandemie, noch die Erlasse oder Verordnungen von Behörden zu größeren Menschenansammlungen oder die auch grassierende Grippe dienen uns oder unseren Partnerunternehmen als „Ausrede“”, so die AWSH in einem Statement.

“Wir haben unsere genannten Gründe nicht „eiskalt vorgeschoben“ oder „an den Haaren herbeigezogen“, um uns „entspannt zurückzulehnen“ und die Abfuhr einzuschränken”, ist man entsetzt über Unterstellungen.

“Ob Sie es glauben oder nicht, uns gefallen Abfallbehälter am allerbesten, wenn Sie pünktlich und vollständig geleert sind. Unter den gegebenen Umständen findet dies zurzeit für viele Behälter alle vier Wochen statt. Wir geben uns alle Mühe, wieder in den Normalbetrieb zu kommen”, so die AWSH weiter.

“Und: Recyclinghöfe gefallen uns am besten, wenn Kundinnen und Kunden dort ihre Abfälle anliefern können. Ab Montag sind wieder fünf Höfe geöffnet”.

Für die ausgefallenen Leerungen ist eine Entgelterstattung vorgesehen. Details dazu sollen folgen.

Aktuelle Entwicklungen gibt es auch unter www.awsh.de.

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