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Bad Oldesloe

Lieferung statt Laden öffnen: Oldesloer Einzelhändler wollen sich nicht unterkriegen lassen

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Bad Oldesloe – Nach dem ersten Schock kommt jetzt der Aufbruch: Oldesloer Einzelhändler, die wegen der Corona-Pandemie schließen mussten, wollen trotz Ladenverbot weitermachen und den Kunden die Waren bis zur Haustür liefern.

Unterstützung bekommen sie von der Wirtschaftsvereinigung Bad Oldesloe!

Die Interessenvertretung hat innerhalb von nur ein paar Tagen ein Portal online gestellt, auf dem sich Einzelhändler jetzt präsentieren können.

Unter www.gemeinsam-in-oldesloe.de können Kunden ab sofort sehen, welche Unternehmen es in Bad Oldesloe gibt, welche geöffnet haben und wer einen Lieferservice anbietet.

„Wir wollen die Unternehmen sichtbar machen und die Kunden sensibilisieren, alles, was sie in den kommenden Wochen brauchen, bei hiesigen Unternehmen zu kaufen, damit diese die Krise überstehen können und damit auch in Zukunft Gewerbesteuereinnahmen und Arbeitsplätze vor Ort gesichert bleiben“, sagt Nicole Brandstetter, Vorsitzende der Wirtschaftsvereinigung Bad Oldesloe.

Viele Händler bieten inzwischen einen Lieferservice an. Der Kunde bestellt die Ware per Anruf, WhatsApp oder Mail.

Die Geschäftsinhaber fahren den Einkauf noch am selben Tag aus. „Die Same-Day-Lieferung ist für die lokalen Händler derzeit ein klarer Wettbewerbsvorteil“, sagt Brandstetter.

So hat das Preisparadies Bad Oldesloe bereits am Dienstag die ersten sieben Lieferungen ausgefahren.

Inhaber Martin Dittmar: „Wer bei uns bis 12 Uhr etwas bestellt, bekommt die Artikel noch am selben Tag von uns kostenfrei nach Hause geliefert“

Beim Online-Portal der Wirtschaftsvereinigung kann jedes Unternehmen aus der Kreisstadt kostenlos mitmachen und sich auf der Homepage präsentieren: Auch ohne Mitgliedschaft in der Wirtschaftsvereinigung.

Die Unternehmen schicken ihr Firmenlogo, ein Foto und einen kurzen Text, was sie anbieten an die Wirtschaftsvereinigung (E-Mail: info@wivebo.de), der Unternehmerverein kümmert sich, dass die Infos schnell im Netz sind. Brandstetter, die selbst eine Marketing-Agentur betreibt, hat die Plattform „in einer Nacht und Nebel-Aktion hochgezogen“, wie sie sagt.

„Es ist wichtig, dass wir den Unternehmen schnelle Hilfen zur Verfügung stellen.“

Zur Unterstützung gehört auch ein Newsletter mit Tipps zu Förder- und Finanzierungsmöglichkeiten, den die Wirtschaftsvereinigung regelmäßig versendet. 

Auf der Homepage präsentieren sich neben Händlern auch Gastronomen, denn Lieferungen und Abholservices sind nach wie vor möglich. „Wir können die Umsatzverluste über die Homepage nicht kompensieren,“ sagt Brandstetter, „aber wir können dazu beitragen, den Unternehmen ein Gesicht zu geben, damit man sie auch nach der Krise noch kennt.“

Die Wirtschaftsvereinigung zählt auf den Schulterschluss der Unternehmer und auf die Solidarität der Oldesloer gegenüber dem lokalen Handel. „Keiner von uns will nach der Krise durch verwaiste Städte flanieren. Daher kann die Antwort nur Zusammenhalt sein. Kaufen Sie lokal, buchen Sie lokal“, appelliert Brandstetter an die Oldesloer, die hiesigen Unternehmen zu unterstützen.

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Bad Oldesloe

DRK Stormarn ruft auf: Schutzmasken nähen gegen den Lieferengpass!

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Bad Oldesloe – Schutzkleidung, Desinfektionsmittel und Atemschutzmasken werden derzeit in großen Mengen in Kliniken, Corona-Testzentren und in Arztpraxen benötigt. Leider kommt es für Pflegeeinrichtungen vielerorts zu Lieferengpässen.

Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) Stormarn fragt deshalb: Wer näht ehrenamtlich Mund-Nasen Masken?

Das DRK Stormarn benötigt für die Pflegenden in seinen vier Pflegediensten und einem Pflegeheim dringend entsprechende Masken.

Sie sollen in den DRK Pflegeeinrichtungen in Großhansdorf, Trittau, Glinde, Bargteheide, Reinfeld und Bad Oldesloe ausgegeben werden.

Eventuelle Überbestände wird das DRK Stormarn an andere Einrichtungen weitergeben.

Auch wenn selbstgenähte Mund-Nasen Maske nicht dem Standard der zertifizierten Masken entspricht, ist er dennoch sehr sinnvoll, denn die Menge an infektiösen Tröpfchen, die durch Sprechen oder Husten durch die Luft geschleudert werden, kann so zumindest reduziert werden.

Die Mund-Nasen Maske wird primär zum Schutz der Pflegebedürftigen getragen. Selbst genähter Mund-Nasen Masken sind zwar keine perfekte Lösung, aber immerhin eine gute.

Abgabestellen unter www.drk-stormarn.de.

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Bad Oldesloe

Bad Oldesloe: Aus dem Tauschhaus wird in Coronazeiten ein “Gabenhaus”

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Das Tauschhaus in Bad Oldesloe wird übergangsweise zum “Gabenhaus”. Foto: SL

Bad Oldesloe Obdachlose und besonders finanziell Bedürftige haben es in Coronazeiten auch noch schwerer als sonst. In den leeren Städten werden die Spenden knapper. Begegnungen fallen durch die Kontaktbeschränkungen spärlicher aus.

In der Facebookgruppe “Oldesloe hilft sich” kam daher die Idee auf eine Art Gabenzaun einzurichten, wie es ihn bereits in anderen Städten gibt. Dort können Menschen abgepackte Pakete für Obdachlos oder besonders finanziell Bedürftige anhängen, die sich diese “Gaben” dann abholen.

In der Diskussion kam dann die Idee auf, dass man doch dafür das kleine “Tauschhaus” in der Mühlenstraße nutzen könnte, das die Oldesloerin Karin Hoffmann einst initiiert und aktuell auch betreut hatte.

Das Haus selbst schenkte sie der Stadt, die Pflege übernahm sie immer noch. Hoffmann erklärte sich bereit, das Haus für Gaben zur Verfügung zu stellen, wenn sich ein Team fände, dass es pflegt.

Dieses besteht nun aktuell aus Sophie Sommerfeld und Florian Kautter, die sich bereiterklärt haben, ein Auge darauf zu haben, dass das alles funktioniert. In der Gruppe haben sich bereits weitere Helfende gemeldet.

Ab heute Abend, 28. März, soll das “Gabenhaus” geöffnet sein. Foto: SL

Die Aktion ist mit dem Ordnungsamt abgestimmt worden. Abgelegt werden dürfen abgepackt Lebensmittel die nicht in der Küche zubereitet werden müssen, Kleidung, Schlafsäcke, Hygieneartikel und andere Dinge, die Obdachlosen und Menschen in Not helfen können.

Die Gegenstände sollen in Tüten verpackt werden, an diesen soll ein Zettel befestigt sein, der den Inhalt beschreibt. Das Haus dient explizit nicht, um dort jetzt Dinge abzulegen, die man nicht mehr braucht. Es fungiert aktuell auch nicht als Tauschhaus.

“Es geht darum Notstände zu lindern, nicht seinen Müll aus dem Haushalt loszuwerden”, betont Sommerfeld.

Das “Gabenhaus” wird am Sonnabendabend, 28. März, soweit hergestellt sein, dass das Einstellen von “Gaben” möglich ist. Es soll dann täglich kontrolliert werden.

Die Organisatoren hoffen auf die Mitbürger und haben Vertrauen, dass nur wirklich Bedürftige sich dann auch Gaben entnehmen werden. Dieses Vertrauen sei natürlich wichtig, damit das Projekt funktioniere.

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Bad Oldesloe

Schutzausrüstung wird knapp: Stormarn ruft Unternehmen zu Spenden auf

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Bad Oldesloe – Weil durch die Ausbreitung der Corona-Pandemie auch hier bald die Schutzausrüstungen knapp werden könnten, bittet der Kreis Stormarn Unternehmen aus der Region um Hilfe.

Symbolfoto: Soni´s/Shutterstock

Die Stormarner Krankenhäuser bereiten sich zurzeit auf die Versorgung vieler Covid-19-Kranker vor.

“Die nötige Schutzausstattung ist derzeit überall ein Engpass, die Bundesländer, der Bund und die EU bemühen sich intensiv, Schutzausrüstung in ausreichendem Umfang zu besorgen und bereitzustellen. Auch der Kreis Stormarn kauft verfügbare Ausrüstungen”, schreibt der Kreis Stormarn in dem Aufruf an örtliche Unternehmen.

Um dem Engpass an Schutzkleidung entgegenzuwirken, wird darum gebeten, dass Stormarner Unternehmen, die über Schutzkleidung verfügen – aber nicht zum Gesundheitswesen zählen – und diese dem Kreis zur Verfügung stellen können, sich zur Unterstützung an den Kreis Stormarn zu wenden.

Unternehmen, die ihre Hilfe anbieten können, wenden sich bitte per Mail an: s4-versorgung@kreis-stormarn.de .

Benötigt werden OP-Masken (Mund-Nasen-Schutz), FFP2/FFP3-Masken, Overalls, Schutzhandschuhe, Schutzbrillen sowie Schutzkittel.

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