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Schleswig-Holstein

Keine Abiklausuren? Land plant Abschlussprüfungen abzusagen

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Unterrichtssituation Symbolfoto: Panitanaphoto/shutterstock

Kiel – Gibt es dieses Jahr keine Abschlussprüfungen an den Schulen im Land ? Schleswig-Holsteins Bildungsministerin Karin Prien spricht sich dafür aus, die Abiturprüfungen in diesem Jahr abzusagen. Auch alle anderen Prüfungen sollen ausfallen.

Seit zwei Wochen bleiben im ganzen Land die Schultüren wegen der Corona-Pandemie geschlossen. Dies wirkt sich nun auch auf die Abiturprüfungen aus.

“Seit zwei Wochen beraten wir uns, wie wir in diesem Jahr faire und gerechte Abschlussprüfungen unter den gegebenen Umständen ermöglichen können. Wenn wir überhaupt Abiturprüfungen in Schleswig-Holstein durchführen wollten, müssten wir direkt nach den Osterferien damit beginnen. Dies erscheint derzeit unrealistisch”, sagte die Ministerin.

Nach ausführlichen Beratungen halte sie es für das Beste, die Abschlusszeugnisse in diesem Jahr als Anerkennungsleistungen aus den bisherigen Noten zu vergeben. “Schülerinnen und Schüler gehen in Schleswig-Holstein 12 beziehungsweise 13 Jahre zur Schule und zeigen dabei Tag für Tag, was sie geleistet haben.”

Prien kündigte an, sich in der Kultusministerkonferenz für diese Regelung einzusetzen. “Mir ist besonders wichtig, dass wir es schaffen, uns zwischen den Bundesländern auf einen gemeinsamen Weg zu einigen”, sagte sie.

Vor zwei Wochen hätte die Kultusministerkonferenz bereits beschlossen, die Zeugnisse der Allgemeinen Hochschulreife in dieser Situation gegenseitig anzuerkennen.

“Morgen werde ich im Kabinett einen Beschlussvorschlag unterbreiten, auf dessen Grundlage wir das Abitur und die Prüfungen zum Ersten Allgemeinbildenden Schulabschluss und Mittleren Schulabschluss in diesem Schuljahr nicht abnehmen werden”, betonte die Ministerin.

Die derzeitige Situation sei ein große Herausforderung – sowohl für das Schulsystem, als auch für jeden Einzelnen. Deswegen halte sie diese Entscheidung für geboten.

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Schleswig-Holstein

Video: Ministerpräsident lobt Mitbürger – erste Erkenntnisse in der nächsten Woche

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Kiel – Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) bedankt sich bei allen Mitbürgern und erklärt, dass man nächste Woche erste Bilanzen ziehen kann, ob die Maßnahmen die erhofften Effekte haben.

Der Ministerpräsident stellte an anderer Stelle bereits klar, dass Lockerungen der aktuellen Regelungen vor dem 19. April nicht zur Debatte stehen.

Am Wochenende trotz Frühlingssonne an die Regeln halten, in der kommenden Woche dann die aktuellen Zahlen auswerten und…

Gepostet von Schleswig-Holstein.de am Freitag, 27. März 2020
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Schleswig-Holstein

Stormarn: 18 weitere bestätigte Coronainfektionen in Stormarn an einem Tag – ingesamt jetzt 113

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Coronavirus Symbolfoto: Mintart/shutterstock

Bad Oldesloe – Die Zahl der klinisch bestätigten COVID-19-Fälle in Stormarn ist stärker als in den Vortagen angestiegen. Während die Zahl gestern,27. März, noch bei 95 lag, beträgt sie jetzt 113 (Stand: 28.03., 15:00 Uhr)

Zwölf in Stormarn wohnende infizierte Personen befinden sich in stationärer Behandlung, die Anderen in häuslicher Quarantäne.

Zwei Personen konnten bislang als genesen aus der Quarantäne entlassen werden.

Insgesamt sind in Schleswig-Holstein mittlerweile über 900 Personen klinisch nachgewiesen mit dem Virus infiziert worden.

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Bad Oldesloe

Bad Oldesloe: Aus dem Tauschhaus wird in Coronazeiten ein “Gabenhaus”

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Das Tauschhaus in Bad Oldesloe wird übergangsweise zum “Gabenhaus”. Foto: SL

Bad Oldesloe Obdachlose und besonders finanziell Bedürftige haben es in Coronazeiten auch noch schwerer als sonst. In den leeren Städten werden die Spenden knapper. Begegnungen fallen durch die Kontaktbeschränkungen spärlicher aus.

In der Facebookgruppe “Oldesloe hilft sich” kam daher die Idee auf eine Art Gabenzaun einzurichten, wie es ihn bereits in anderen Städten gibt. Dort können Menschen abgepackte Pakete für Obdachlos oder besonders finanziell Bedürftige anhängen, die sich diese “Gaben” dann abholen.

In der Diskussion kam dann die Idee auf, dass man doch dafür das kleine “Tauschhaus” in der Mühlenstraße nutzen könnte, das die Oldesloerin Karin Hoffmann einst initiiert und aktuell auch betreut hatte.

Das Haus selbst schenkte sie der Stadt, die Pflege übernahm sie immer noch. Hoffmann erklärte sich bereit, das Haus für Gaben zur Verfügung zu stellen, wenn sich ein Team fände, dass es pflegt.

Dieses besteht nun aktuell aus Sophie Sommerfeld und Florian Kautter, die sich bereiterklärt haben, ein Auge darauf zu haben, dass das alles funktioniert. In der Gruppe haben sich bereits weitere Helfende gemeldet.

Ab heute Abend, 28. März, soll das “Gabenhaus” geöffnet sein. Foto: SL

Die Aktion ist mit dem Ordnungsamt abgestimmt worden. Abgelegt werden dürfen abgepackt Lebensmittel die nicht in der Küche zubereitet werden müssen, Kleidung, Schlafsäcke, Hygieneartikel und andere Dinge, die Obdachlosen und Menschen in Not helfen können.

Die Gegenstände sollen in Tüten verpackt werden, an diesen soll ein Zettel befestigt sein, der den Inhalt beschreibt. Das Haus dient explizit nicht, um dort jetzt Dinge abzulegen, die man nicht mehr braucht. Es fungiert aktuell auch nicht als Tauschhaus.

“Es geht darum Notstände zu lindern, nicht seinen Müll aus dem Haushalt loszuwerden”, betont Sommerfeld.

Das “Gabenhaus” wird am Sonnabendabend, 28. März, soweit hergestellt sein, dass das Einstellen von “Gaben” möglich ist. Es soll dann täglich kontrolliert werden.

Die Organisatoren hoffen auf die Mitbürger und haben Vertrauen, dass nur wirklich Bedürftige sich dann auch Gaben entnehmen werden. Dieses Vertrauen sei natürlich wichtig, damit das Projekt funktioniere.

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