Folge uns!

Wirtschaft

Ministerpräsident rät von Hamsterkäufen ab. Auch Tagestourismus verboten. Kreditrahmen um 500 Millionen Euro erhöht

Veröffentlicht

am

Der Landtag in Kiel Archivfoto: Dedi57/shutterstock

Kiel – Der Schleswig Holsteinische Landtag ist heute zu einer besonderen Sitzung zusammengekommen. Dabei wird natürlich der Sicherheitsabstand zwischen den anwesenden Abegeordneten und sämtlich hygienische Vorschriften eingehalten.

Eigentlich war eine dreitägige Plenarsitzung mit 42 Tagesordnungspunkten vorgesehen. Im Endeffekt wurde die Tagesordnung auf drei Punkte reduziert.

Vor allem sollte ein Beschluss über die Erhöhung des Kreditrahmens des Landes um 500 Millionen auf den Weg gebracht werden, um die Auswirkungen der Corona-Prävention im Land abzufedern.

Außerdem wurde die Bürgerbeauftrage per Abstimmung in ihrem Amt bestätigt.

Ministerpräsident Daniel Günthergab außerdem bereits eine Erklärung zur Corona-Situation ab.

Günther betonte darin unter anderem, dass man von Hamsterkäufen absehen solle. Er könne verstehen, dass Mitbürger beim Anblick halbleerer Regale besorgt sei. Die Versorgung mit Lebensmitteln sei jedoch gesichert. “Bewahren Sie vernünftiges Augenmaß beim Einkaufen. Zeigen Sie sich solidarisch mit anderen, es ist genug für alle da.”

Alle Maßnahmen seien auf der Grundlage der Empfehlungen von Experten erfolgt. „Uns ist klar, dass insbesondere die kommenden Wochen den Menschen in Schleswig-Holstein eine Menge abverlangen werden.”

“Es geht darum, die Verbreitung von Covid-19 über einen längeren Zeitraum zu strecken. Je weniger Menschen sich zur selben Zeit anstecken, desto besser kann sich unser Gesundheitswesen um die schweren Fälle kümmern.”

Und genau deshalb habe sich die Landesregierung entschlossen, alle Freizeiteinrichtungen, Restaurants, Hotels und Einkaufszentren zu schließen. Ausnahmen gelten nur für Super- und Getränkemärkte, Apotheken, Sanitätshäuser, Drogerien, Tankstellen, Banken und Sparkassen sowie für Poststellen, Reinigungen, Waschsalons, Zeitungshändler, Bau-, Gartenbau- und Tierbedarfsmärkte, außerdem den Großhandel.

Auch der Tourismus werde für die kommenden Wochen ausgesetzt. So dürfe die deutsch-dänische Grenze nur noch von Berufspendlern und für den Warenverkehr überquert werden.

Sämtliche Urlaubsgäste müssen das Land bis spätestens Donnerstag verlassen. Tagesreisen an die Nord- und Ostsee seien schon ab heute untersagt. “Mit anderen Worten: Schleswig-Holstein wird vorübergehend zum Sperrgebiet für Urlauber. So schwer uns das fällt”, sagte Günther.

Die Landesregierung nehme die Sorgen der Menschen ernst, sagte Günther: “Was immer erforderlich ist, wird getan, um unsere Wirtschaft und unsere Bürger durch diese Zeit zu bringen.“ Das Kabinett tage aktuell täglich.

Die Regierung und große Teile der Opposition haben sich darauf verständigt, den Kreditrahmen des Landes um 500 Millionen Euro zu erhöhen. “Es ist das richtige Signal, dass der Landtag uns heute in die Lage versetzt, entschlossen zu handeln”, sagte der Ministerpräsident und dankte den Fraktionen der SPD und des SSW für ihre Unterstützung. SPD, SSW, FDP, Grüne und CDU stimmten für die Erhöhung des Kreditrahmens.

Die kommenden Wochen würden ein Kraftakt für alle werden, erklärte Günther. “Nehmen wir Rücksicht, halten wir Abstand. Helfen wir trotzdem Menschen, die alleine nicht zurechtkommen. Wir müssen jetzt füreinander da sein.”

Mit großer Bewunderung sehe er, wie Menschen sich zu Nachbarschaftshilfen zusammenschlössen, um sich gegenseitig zu helfen. “Ihre Arbeit ist es, die mich fest daran glauben lässt, dass unser Land stärker aus dieser Krise hervorgehen wird, als es in sie hineingekommen ist. Danke, dass es Sie alle gibt. Gemeinsam werden wir das schaffen.”

Informiert bleiben und folgen! Facebook und Twitter

Wirtschaft

Kein Verdienst während Quarantäne: SH streicht Entschädigung für Ungeimpfte ab Oktober

Veröffentlicht

am

Ungeimpfte bekommen während einer Quarantäne keine Entschädigung für Verdienstausfall. Diese Regelung soll in Schleswig-Holstein bereits ab dem 1. Oktober gelten – einen Monat früher als in anderen Bundesländern.

Foto: Tumisu/Pixabay

Bisher werden Arbeitnehmer im Falle einer Quarantäne entschädigt. Wer wegen einer Coronaerkrankung zu Hause bleiben muss, bekommt trotzdem eine Lohnfortzahlung.

Das wird sich jetzt ändern, zumindest für Ungeimpfte.

Die Landesregierung hat am Mittwoch beschlossen, bereits ab dem 1. Oktober keine Entschädigungen mehr an ungeimpfte Arbeitnehmer zu zahlen.

Ausgenommen sind nur Menschen, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können. Auch Ungeimpfte, die krank sind, sollen weiter Geld erhalten. Alle anderen müssen das finanzielle Risiko dann selbst tragen.

Das Land setzt damit einen Bundesbeschluss um, einen Ermessensspielraum gibt es nicht.

Gesundheitsminister Heiner Garg (FDP): “Der Bundesgesundheitsminister hat unmissverständlich klargemacht, dass die Länder keinen Ermessensspielraum haben, dass es geltendes Recht ist, das umzusetzen.” 

Hintergrund der Entscheidung ist, dass am 26. September alle Impfzentren schließen. Jeder, der sich impfen lassen möchte, hat bis dahin die Möglichkeit gehabt und somit ein Impfangebot bekommen.

Weiterlesen

Bad Oldesloe

Nachwuchs-Suche: Oldesloer Unternehmen bereiten sich auf Jobtour vor

Veröffentlicht

am

Bad Oldesloe – Am Dienstag, 14. September, wird zwischen 11 und 16 Uhr die Jobtour Bad Oldesloe stattfinden. Zwölf Oldesloer und drei Reinfelder Unternehmen öffnen Ihre Türen, um Schülerinnen und Schülern aus Bad Oldesloe und Reinfeld einen exklusiven Einblick hinter die Kulissen zu geben.

Erfolg im Berufsleben (Symbolbild). Foto: Shutterstock.com

Interessierte Schülerinnen und Schüler werden von den teilnehmenden Schulen für bis zu drei Betriebsbesuche an diesem Tag freigestellt. Die Anmeldung für die Jobtour wird ausschließlich über die Internetseite www.jobtour-bad-oldesloe.de in der Zeit vom 30.08. bis 03.09.2021 möglich sein. Um die Jobtour und das Anmeldeverfahren zu erläutern, werden Vertreter von jeweils zwei Unternehmen in der Zeit vom 16.08. bis 27.08.2019 die Schulabgangsklassen besuchen.

Anne Komischke, Koordinatorin für Ausbildungsbotschafter / Aus- und Weiterbildung bei der IHK zu Lübeck und Mitglied des Organisationsteams der Jobtour Bad Oldesloe, betont, dass ca. 600 Schülerinnen und Schüler mit diesem Ausbildungsevent die seltene Möglichkeit nutzen können, sich in den Firmen selbst über eine Fülle unterschiedlichster Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten zu informieren. Die fünfzehn teilnehmenden Unternehmen haben mehr als 40 verschiedene Ausbildungsberufe im Angebot.

„Wir freuen uns, dass wir in diesem Jahr unter den gegebenen Umständen wieder dieses tolle Angebot für die Schülerinnen und Schüler machen können“, sagt Malte Schaarmann, Personalleiter der Kreisverwaltung Stormarn und ebenfalls Mitglied des Organisationsteams. „Außerdem konnten wir in diesem Jahr drei Reinfelder Unternehmen für die Jobtour gewinnen und erneut eine gemeinsame Beratungsstation von IHK, Ärztekammer und Agentur für Arbeit anbieten“, ergänzt Tobias Zanner von der BARMER.

Die Mitorganisatorin, Agnes Heesch von der Stadt Bad Oldesloe, betont außerdem, dass Bad Oldesloe als ein Wirtschaftsstandort in Stormarn für angehende Auszubildende bzw. duale Studenten attraktive Angebote bereit hält.

Folgende Betriebe nehmen am 14.09.2021 an der Jobtour Bad Oldesloe teil: Asklepios Klinik Bad Oldesloe, Badur Generatortechnik, BARMER, Beitel + Kolbe GmbH, Finanzamt Stormarn, Hako GmbH, Herose GmbH Armaturen und Metalle, Kreis Stormarn, Minimax GmbH & Co. KG, Sparkasse Holstein, Stadt Bad Oldesloe, Süverkrüp Automobile GmbH & Co. KG, Volksbank Stormarn eG, von Elling GmbH, Zwiebelmann Schlosserei Metallbau GmbH

Weiterlesen

Bad Oldesloe

SH Netz investiert rund 25 Millionen Euro in Strom- und Gasnetze im Kreis Stormarn im Jahr 2021

Veröffentlicht

am

Bad Oldesloe – Schleswig-Holstein Netz (SH Netz) wird im laufenden Jahr trotz andauernder Corona-Krise rund 25 Millionen Euro in Strom- und Gasnetze im Kreis Stormarn investieren.

Stromleitung (Symbolbild). Foto: Stormarnlive.de

„Konkrete Projekte im Strombereich sind unter anderem Baumaßnahmen in den Umspannwerken Braak und Lübeck-Niendorf, das im Kreis Stormarn sowohl Kunden von SH Netz als auch von TraveNetz versorgt“, berichtet Carsten Hack, Leiter des zuständigen Netzcenters von SH Netz in Ahrensburg. „Beide Vorhaben dienen der Versorgungssicherheit der angeschlossenen Kunden.“

Neben umfangreichen Bauarbeiten in den Umspannwerken plant der Netzbetreiber unter anderem die Verkabelung von Freileitungen, den Austausch von Ortsnetzstationen sowie die Modernisierung und Wartung von Betriebsmitteln im Strom- und Gasnetz. So investiert SH Netz im Gasbereich in den Neubau einer Gasübernahmestation in der Gemeinde Hoisdorf. Die vorbereitenden Arbeiten für das insgesamt rund 2,5 Millionen Euro teure Projekt haben bereits im Sommer 2020 mit der Verlegung einer neuen Leitung begonnen. „Der eigentliche Bau der Gasübernahmestation läuft seit einigen Wochen“, so Carsten Hack.

Für die Instandhaltung der bestehenden Strom- und Gasnetze hat SH Netz in diesem Jahr rund 5,1 Millionen Euro eingeplant, für Investitionsmaßnahmen weitere rund 19,5 Millionen Euro. Der Netzbetreiber überprüft dazu regelmäßig, an welchen Stellen im Netz Sanierungsbedarfe bestehen. Die Umsetzung der Maßnahmen erfolgt dann in enger Abstimmung mit den Kommunen vor Ort.

Weiterlesen
Werbung

Unterstütze unsere Arbeit

Stormarlive.de lesen ist kostenlos. Aber ihr könnt uns freiwillig über Paypal unterstützen.

 

Werbung