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Berlin

Bundeskanzlerin appeliert an Vernunft und Zusammenhalt in der Corona-Krise

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Archivfoto: 360b/shutterstock.com

Berlin – Bundeskanzlerin Angela Merkel hat in ihrer ersten Fernsehansprache – abgesehen von der traditionellen Neujahrsansprache – an die Vernunft und den Zusammenhalt der Mitbürger appeliert.

Sie verkündete keine weiteren, noch strengeren Maßnahmen, wie von manchen Bürgern im Vorwege vermutet und befürchtet worden war.

“Was am Schwersten ist, dass uns Begegnungen fehlen, die sonst für uns selbstverständlich sind”, sagte die Kanzlerin.

“Es gehört zu einer offenen Demokratie, dass wir unser Handeln gut begründen und kommunizieren. Ich glaube fest daran, dass wir diese Aufgabe bestehen, wenn alle Bürgerinnen und Bürger sie als ihre Aufgabe verstehen”.

Es sei die größte Herausforderung für das solidarische Handeln und die demokratische Gesellschaft seit dem Ende des zweiten Weltkriegs 1945.

Alle in der Gemeinschaft sollen geschützt und der Schaden für alle Bereich begrenzt werden. Daran arbeite die Regierung, die aber auf jede Unterstützung der Bevölkerung angewiesen sei.

“Es wird weltweit unter Hochdruck geforscht, aber noch gibt es weder Therapie noch Impfstoff”, erklärt die Kanzlerin. Es sei ernst, daher solle man die Situation auch ernst nehmen.

Es gelte jetzt Zeit zu gewinnen, um entsprechende Therapien und Medikamte zu entwickeln, aber auch um die Kapazitäten in den Kliniken nicht zu sprengen.

Deutschland habe eines der besten Gesundheitssysteme der Welt, aber auch hier seien die Kapazitäten begrenzt. Die Erkrankten seien keine Zahlen oder Statistiken, sondern Mitmenschen, stellte die Kanzlerin klar.

Sie bedankte sich bei den Mitarbeitern in Arztpraxen und Krankenhäusern für ihre Arbeit. “Ich danke Ihen von ganzen Herzen dafür”, so Merkel.

Die weitere Ausbreitung müsse verhindert werden. “Das öffentliche Leben soll so weit es geht heruntergefahren werden”, so Merkel. “Alles was Menschen gefährdet, muss minimiert werden”.

Sie wisse wie hart alle Schließungen und Absagen seien und dass die Einschränkungen deutlich spürbar seien. Es seien tatsächlich auch die härtesten Einschränkungen seit der Gründung der Bundesrepublik 1949.

“Die nächsten Wochen werden noch schwerer. Aber die Bundesregierung tut alles was sie kann, die wirtschaftlichen Folgen abzufedern und vor allem Arbeitsplätze zu sichern”, führte die Kanzlerin fort.

Alle können sich darauf verlassen, dass die Lebensmittelversorgung gesichert ist”, sagt Merkel. “Hamstern als werde es nie wieder etwas geben, ist sinnlos und letzlich vollkommen unsolidarisch”, sagt die Bundeskanzlerin. Sie dankte den Mitarbeitern im Einzelhandel. “Sie halten den Laden buchstäblich am Laufen”, so Merkel.

“Jetzt muss jeder und jede Einzelne helfen. Niemand ist verzichtbar. Alle zählen. Es braucht unser aller Anstrengung. Das zeigt uns eine Epidemie. Wir verwundbar wir sind und wie sehr abhängig vom Handeln der anderen”, so Merkel. Genau das stärke aber auch den Zusammenhalt.

“Wir müssen aus Rücksicht voneinander Abstand nehmen”, so die Kanzlerin. Jedes Treffen, dass nicht unbedingt sein müsse, könne abgesagt werden. “Am besten keinen Kontakt mehr zu den ganz Alten”, warnt Merkel.

Körperliche Zuneigung ist momentan keine Fürsorge. Der gut gemeinte Besuch oder sinnlose Reisen sind eine Ansteckungsgefahr. Enkel und Großeltern sollen sich aktuell nicht mehr begegnen.

Es ginge auch darum, niemanden alleine zu lassen. Wir werden als Gesellschaft und Familie andere Formen des Kontakts finden. Es gibt schon jetzt viele kreative Wege. Auch Briefe schreiben sei wieder eine gute Möglichkeit.

Nachbarschaftshilfe sei gestartet. “Da geht noch viel mehr. Wir werden als Gemeinschaft zeigen, dass wir einander nicht allein lassen”, ist die Kanzlerin sicher.

Kanzlerin Merkel zu Corona-Pandemie

Bundeskanzlerin Angela Merkel appelliert in einer TV-Ansprache an die Deutschen, bei der Eindämmung der Corona-Pandemie zu helfen. Ihre komplette Rede:

Gepostet von ZDF heute am Mittwoch, 18. März 2020

“Wir werden als Regierung stets überprüfen, was sich wieder korrigieren lässt, aber auch, was vielleicht noch nötig ist”, kündigte sie langfristig möglich weiter Maßnahmen an. “Glauben Sie keinen Gerüchten, sondern nur den offiziellen Mitteilungen”, legte Merkel fest.

“Dieses ist eine historische Aufgabe”, sagt die Regierungssprecherin. “Die Situation ist ernst und sie ist offen. Es wird nicht nur, aber auch davon abhängen, wie diszipliniert jeder die Regeln akzpetiert und umsetzt. Es kommt ohne Ausnahme auf jeden einzelnen auf”, sagt Merkel.

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Berlin

Regionaler Shutdown? Bundeskanzlerin erklärt, was bei steigenden Infektionszahlen passieren wird

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Angela Merkel Archivfoto:360b/shutterstock

Berlin – Bundeskanzlerin Angela Merkel ( CDU) hat erklärt, wie in Zukunft vorgegangen werden wird, wenn die momentan gute Entwicklung der Infektionszahlen sich wieder deutlich verschlechtert.

“Wir haben die erste Phase der Pandemie hinter uns. Das ist positiv. Uns muss aber bewusst sein, dass wir noch immer am Anfang der Pandemie stehen und uns noch lange mit der Pandemie auseinandersetzen müssen“, so Bundeskanzlerin Merkel.

„Die Zahlen des RKI sind sehr erfreulich. Wir haben geringere Zahlen als vor 14 Tagen. Ich bin sehr froh persönlich, dass es uns gelungen ist. Die täglichen Neuinfektionen sind deutschlandweit mittlerweile mehrfach nicht mehr im vierstelligen Bereich. Wir haben es im Großen und Ganzen geschafft, Infektionsketten nachverfolgen zu können“, so Merkel.

Sie dankte in einem Statement daher besonder auch den Mitarbeiter der Gesundheitsämter.

„Wir haben das Ziel der Verlangsamung erreicht und konnten unser Gesundheitssystem vor Überlastung zu schützen“, so Merkel.

Die Mitbürger, die sich auf die Einschränkungen eingelassen haben und verantwortungsvoll handelten, haben das Leben anderer beschützt und gerettet.

“Wenn wir regionale Unterschiede haben, muss auch regional gehandelt werden”, so Merkel.

Daher habe man sich gemeinsam auf eine klare Regelung geeinigt.

“Wenn regional Infektionsherde auftreten, wird man dort auch wieder bestimmte, klare Maßnahmen ergreifen. In Landkreisen oder kreisfreien Städten, in denen es in Zukunft mindestens 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tage gibt, wird es wieder härtere Maßnahmen geben. Bei unklaren Infektionsketten wird regional gehandelt”, so Merkel. Diese Maßnahmen würden dann so lange bestehen, wie es sieben Tage lang keine 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner mehr in der Region gebe.

Damit könne es durchaus zu regionalen “Shutdowns” kommen, wie vor einigen Wochen. Verhindert werden soll dabei, dass das gesamte Land nochmal zurück zu den harten Regeln müsse.

Wichtig bleibe weiterhin bundesweit: Mindestabstand von 1,50 Metern, Mund-Nasenschutz im ÖPNV und Geschäften. “Die Mund- und Nasenschutz-Pflicht könnte auch erweitert werden, in Bereichen die jetzt mehr öffnen”.

“Wir haben darüber gesprochen, dass die Kontaktbeschränkungen weiter gelten, aber dass es zwischen zwei Hausständen Treffen geben darf. Das ist eine ganz klare Beschränkung der Kontakte”, so Merkel.

“Das gilt auch , wenn die Gastronomie jetzt zum Teil öffnet. Es müssen nicht nur die Tische zwei Meter auseinanderstehen, sondern es muss auch gewährleistet sein, dass der Abstand an den Tischen groß genug ist. Es ist eine Herausforderung, aber wir finden es besser, wir machen etwas und bewegen uns, als dass wir uns nicht bewegen”, so Merkel.

Die genauen Regeln sollen die einzelnen Bundesländer für verschiedenste Bereiche wie Gastro, Hotels und Veranstaltungen erarbeiten.

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Berlin

Fußballbundesligen dürfen mit Geisterspielen in zweiter Maihälfte starten

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Symbolfoto: SL

Berlin – Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder haben sich darauf geeinigt, dass die Fußballbundesligen in der zweiten Maihälfte wieder starten dürfen. Das bestätigte Bundeskanzlerin Merkel nach der Videokonferenz mit den Ministerpräsidenten.

Die Bundesligen hatten in den vergangenen Wochen an umfangreichen Konzepten gearbeitet, wie Geisterspiele möglich sein sollen, damit die Saison sportlich beendet werden kann.

Es hatte sich starke Kritik daran entfaltet, dass in den Vereinen sehr viel und engmaschig auf Covid19 getestet werden soll. Kritik war auch aufgekommen, als ein Kabinen-Video von Hertha-Star Kalou in den Umlauf kam, das zeigte, wie lachs die Kicker mit den Regeln umgehen.

Wann genau die ersten Geisterspiele der Profifußballer über die Bühne gehen werden, ist noch nicht klar. Es wird wohl auf die Wahl zwischen 15./16. Mai oder 22./23. Mai hinauslaufen.

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Berlin

Kontaktbeschränkungen sollen gelockert aber bis 5. Juni verlängert werden

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Mundschutz Symbolfoto: Christo Anestev/pixabay

Berlin – Die Ministerpräsidenten und die Bundeskanzlerin sollen sich heute darauf geeinigt haben, dass die bestehenden Kontaktbeschränkungen generell bis 5. Juni verlängert werde.

Aber sie werden insofern gelockert, dass nun das Treffen mit mehreren Mitgliedern eines zweiten Haushalts möglich ist. Entsprechend lautet die Regel, dass man nun in der Öffentlichkeit mit Mitgliedern eines eigenen Haushalts oder eines weiteren Haushalts unterwegs sein darf, zum Beispiel wenn man sich auf ein Eis treffen möchte.

Größere Treffen mit Personen aus zum Beispiel drei verschiedenen Haushalten und so weiter bleiben dementsprechend untersagt.

Die Abstandsregel von 1,50 Meter Abstand von anderen Personen in der Öffentlichkeit halten, bleibt bestehen.

Bis 31. Mai bleibt bestehen, dass im ÖPNV und Geschäften Mund- und Nasenschutz getragen werden muss.

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