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Politik und Gesellschaft

Ingorante Mitbürger: Polizei soll Treffen in der Öffentlichkeit auflösen

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Polizist auf Streife. Archivfoto: Stormarnlive.de

Bad Oldesloe – Leider sieht man es an zu vielen Orten: Während es sehr viele Mitbürger verstanden haben, worum es bei den aktuellen Maßnahmen geht, glauben andere, dass sie sich an keine Regelungen halten müssen. Sie ignorieren Verbote und werden sogar ausfallend, wenn sie auf Regelungen hingewiesen werden.

So erlebte man es in Bad Oldesloe unter anderem, dass die Sperrungen von Skateland, Spielplatz und Street-Workout einfach ignoriert werden. Teilweise wurden entsprechende Warn- und Verbotsschilder entfernt.

Das Verhalten ist nicht nur nicht nachvollziehbar, sondern auch strafbar.

Aus dem Innenministerium war nun heute zu vernehmen, dass die Polizei ermächtigt wird, die überarbeiteten Ordnungsämter zu entlasten. Die Polizei soll Treffen von kleineren und größeren Gruppen unterbinden und auflösen können.

Erstaunlich ist auch noch immer, wie oft auch Eltern selbst Verbote ignorieren oder sogar wütend reagieren, wenn sie darauf hingewiesen werden, dass Spielplätze und das Skateland nunmal gesperrt sind, um bei den Oldesloer Beispielen zu bleiben.

Es ist möglich, dass Bußgelder verhängt werden. Diese können zum Teil auch empfindlich sein.

Die Polizei soll in den nächsten Tagen und Wochen verstärkt kontrollieren, ob die Verbote eingehalten werden. Eltern sollten ihre Kinder sensibilisieren.

Oft wird auch weiterhin missverstanden, dass es keine “Coronaferien” sind. Es sollen jetzt auch keine abendlichen Sit-ins im Park stattfinden, oder gemeinsame Treffen in der Öffentlichkeit zum Eis essen oder zum lustigen Beisammensein auf dem Parkplatz und im Parkhaustreppenhaus.

Und nochmal zur Erklärung, weshalb die Maßnahmen notwendig sind:

  • Es soll verhindert werden, dass die Zahl der Neuinfektionen weiter rasant ansteigt. Denn dann ist das Gesundheitssystem im Zweifel vor allem im Bereich der Intensivpflege überlastet.
  • Ja, das soziale Leben in der Öffentlichkeit soll auf ein Minimum heruntergefahren werden.
  • Auch wenn es gut sein kann, dass die Erkankung für jüngere Menschen harmloser abläuft ( was aber auch nicht zu 100 Prozent gesichert ist nebenbei, weil auch jüngere Menschen und Kinder Vorerkrankungen haben können, von denen sie gar nichts wissen) , sind vor allem chronisch Kranke, Senioren und immungeschwächte Patienten (zum Beispiel nach Chemotherapien) gefährdet. Es gilt daher die Infektionsketten zu durchtrennen.
  • Kinder und Jugendliche sollten möglichst zuhause bleiben. Alle Treffen in der Öffentlichkeit sollten allgemein eingestellt werden.

Sportplätze, Spielplätze, Bolzplätze und Freizeitangebote in der Öffentlichkeit sind GESPERRT und nicht zu betreten.

Aktuell ist es noch nicht geplant, den Ausnahmezustand oder Notstand auszurufen. Die Grundlage dafür ist, dass die Landesregierung an die Vernunft aller Mitbürger glaubt.

Und wenn die Rücksichtsnahme auf Senioren, Kranke, Chronisch Kranke und so weiter nicht reicht: Wer die Infektionsketten nicht unterbricht , der verlängert die Krise und somit auch die Zeit in der Dinge geschlossen, gesperrt, abgesagt und nicht ermögtlich werden.

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Politik und Gesellschaft

Reinfelder Sportverein: Kostenlose Mitgliedschaft für Ukraine-Flüchtlinge

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Reinfeld Der Vorstand des SV Preußen Reinfeld hat aus humanitären Gründen beschlossen, den Flüchtlingen aus der Ukraine die Möglichkeit anzubieten, die Sportangebote des Vereins für einen befristeten Zeitraum beitragsfrei nutzen zu können.

Volleyball Symbolfoto: Justaman/shutterstock

Für den Versicherungsschutz kommt in diesem Zeitraum der Landessportverband Schleswig-Holstein auf, der seinerseits ein Maßnahmenpaket beschlossen hat.

„Ich hoffe, dass wir mit diesem Angebot unseren Beitrag leisten können, um das Leid der Flüchtlinge aus der Ukraine etwas lindern zu können“, äußerte der Vorsitzende des SV Preußen Reinfeld, Adelbert Fritz.

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Bad Oldesloe

Angriffskrieg auf Ukraine: Stormarner solidarisieren sich

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Bad Oldesloe Die Deutsche Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK) verurteilt den Angriff russischer Truppen auf die Ukraine.

Foto: pixabay.de (Symbolbild)

Krieg ist nie eine Lösung. Krieg ist immer ein Verbrechen an der Menschheit. „Es gibt keinen gerechten Krieg“.

Die DFG-VK Bad Oldesloe ruft für Sonnabend, 26. Februar, um 10 Uhr auf der Hude zu einer Kundgebung gegen Krieg auf.

„Auch wenn das „Minsk 2 Abkommen“ von der ukrainischen Regierung nicht eingehalten wurde, so ist eine militärische Eskalation völlig inakzeptabel und lässt eine wirkliche Lösung der Konflikte in weite Ferne rücken“, sagt Detlef Mielke von der DFG-VK Bad Oldesloe. Gemeinsam mit russischen und ukrainischen Friedensaktivist*innen fordern die Kriegsgegner: Diplomatie statt Militärmanöver.

„Trotz der personalisierten Berichterstattung geht es nicht um Putin, Biden, Stoltenberg oder von der Leyen. Es geht uns um die Menschen in der Ukraine, in Russland, in Europa, auf der Erde“, so Mielke.

Die DFG-VK fordert als ersten Schritt den Rückzug der russischen Streitkräfte aus der Ukraine sowie die Einstellung aller militärischen Aktivitäten auf allen Seiten.

Wir wollen konkrete Schritte zu einer Deeskalation, sagt Mielke: „Wir fordern Menschen in allen beteiligten Staaten auf, sich einer Kriegsbeteiligung zu widersetzen, zu verweigern, sich zu entziehen, zu desertieren.“

Die BRD müsse allen Kriegsdienstverweigerer*innen und Deserteure aus allen Staaten oder  Rebellengruppen Asyl gewähren.
Wer sich dem Krieg verweigert, fördert den Frieden. Mit Russland und der NATO stehen sich die zwei großen Atommächte gegenüber.

Eine weitere Eskalation erhöht die Gefahr eines Atomkrieges.

Detlef Mielke: „Wir lehnen alle Atomwaffen ab und fordern die Bundesregierung auf dem atomwaffenverbotsvertrag beizutreten.“

Neben Bad Oldesloe ist auch in Bargteheide eine Kundgebung geplant. „Der russische Machthaber hat damit nicht nur den Krieg nach Europa gebracht, sondern auch einen eklatanten Völkerrechtsbruch begangen“, sagt Claudia Mac Arthur, Ortsverbandsvorsitzende Bündnis 90/Die Grünen Bargteheide.

Um ein Zeichen für Solidarität mit den Menschen in der Ukraine und für den Frieden zu setzen, möchten die Bargteheider Grünen am Samstag, 11Uhr vor dem Bargteheider Rathaus eine Menschenkette bilden. Andere Parteien haben ihre Teilnahme ebenfalls angekündigt.

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Politik und Gesellschaft

Häusliche Gewalt: Kinder immer noch zu wenig im Blick

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Da Kinder im Kontext häuslicher Gewalt immer noch zu wenig im Blick sind, haben das Kompetenzzentrum Kinderschutz des Kinderschutzbundes gemeinsam mit den Kinderschutz-Zentren des Landes ein digitales Fachgespräch angeboten. 80 Fachkräfte aus dem pädagogischen wie auch medizinischen Bereich nahmen teil.

Foto: Shutterstock.com (Symbolbild)

„Bei Partnerschaftsgewalt sind immer auch die Kinder die Leidtragenden. Daher ist es unverzichtbar bei jedem Fall von häuslicher Gewalt im Blick zu behalten, ob Kinder betroffen oder mitbetroffen sind“, mahnt die Landesvorsitzende des Kinderschutzbundes Irene Johns.

„Miterleben von Häuslicher Gewalt dringt tief in die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen ein und hinterlässt zum Teil folgenschwere Spuren. Wenn Kinder Zeug*innen der elterlichen Auseinandersetzungen sind, erzeugt häusliche Gewalt eine familiäre Atmosphäre von starker Bedrohung und traumatischem Stress für die Entwicklung junger Kinder. Die Erwachsenen, die die Verantwortung für Fürsorge und Schutz der Kinder tragen, lösen Angst aus und können kindliche Bedürfnisse unter Umständen nicht angemessen wahrnehmen und beantworten, wenn ihre Aufmerksamkeit durch die stattfindende Gewalt gebunden ist“, erläutert Lidija Baumann Leiterin des Kinderschutz-Zentrums Kiel.

„Es muss überall in Schleswig-Holstein Hilfen und Unterstützungsleistungen geben, die sich ganz direkt an den Bedarfen von Kindern ausrichten, die durch häusliche Gewalt direkt oder mittelbar als Zeug*innen geschädigt sind“, fordert Irene Johns und weist noch einmal nachdrücklich darauf hin, wie wichtig es ist, das Kindeswohl im Blick zu behalten: „Es sollte ein multiprofessionelles Netzwerk aktiviert werden, das in jedem Fall auch spezialisierte Einrichtungen des Kinderschutzes wie etwa Kinderschutz-Zentren umfasst, um Kinder möglichst frühzeitig schützen und ihnen helfen zu können“, rät die Vorsitzende des Kinderschutzbundes Schleswig-Holstein.

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