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Schleswig-Holstein

Erlass konkretisiert: Auch Bars und Musikschulen müssen schließen. Regeln für Restaurants und Hotels

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Bar Symbolfoto: solepsizm/shutterstock.com

Kiel – Die Landesregierung hat ihren Erlass zu Schließung von Einrichtungen heute, 14. März , nochmal konkretisiert.

Folgende Einrichtungen und Angebote sind ab sofort bis zum 19. April zu schließen beziehungsweise einzustellen:

  • Bars, Clubs, Diskotheken,
  • Theater, Kino und Museen unabhängig von der jeweiligen Trägerschaft oder von Eigentumsverhältnissen
  • Fitness-Studios, Schwimmbäder, sogenannte „Spaßbäder“ und Saunen
  • Volkshochschulen, Musikschulen und sonstige öffentliche und private Bildungseinrichtungen
  • Zusammenkünfte in Sportvereinen
  • sonstige Sport- und Freizeiteinrichtungen sowie Spielhallen
  • Prostitutionsbetriebe

Auch für Hotels und Restaurants, gibt es jetzt konkreter Angaben.

“Der Zugang zu folgenden Einrichtungen ist zu beschränken und nur unter Auflagen (Besucherregistrierung mit Kontaktdaten, bestimmte Besuchergrößen, Vorgaben für Mindestabstände zwischen Tischen von zwei Metern etc.) zu gestatten:

  • Bibliotheken
  • Restaurants und Hotels für die Bewirtung von Übernachtungsgästen

In Restaurants könnten die Kontaktdaten von Besuchern beispielsweise pragmatisch im Zuge des Bezahlvorgangs erfolgen, damit im Falle einer festgestellten Infektion Kontaktpersonen ermittelt und geschützt werden können.

Zu den Auflagen zählen je nach Einrichtung und besonderen örtlichen Verhältnissen u.a. vorgegebene Abstände von Tischen (zwei Meter), Reglementierung der Besucherzahl, Aushänge mit Hinweisen zur Hygiene (zum “richtigen” Händewaschen”)”, so die Landesregierung

Auch zu Einrichtungshäusern und Einkaufszentren, „Shopping-Malls“ oder „Factory-Outlets“ und vergleichbaren Einrichtungen, die mehr als 15 einzelne Geschäftsbetriebe umfassen, ist der Zugang zu beschränken und nur unter Auflagen zu erlauben. 

Beschränkungen gelten ausdrücklich nicht für Einzelhandelsbetriebe für Lebens- und Futtermittel, Apotheken und Drogerien.

Die Landesregierung wird in diesem Themenbereich in den kommenden Tagen weitergehend informieren.

Alle öffentlichen Veranstaltungen sind zu untersagen. Das schließt grundsätzlich auch Verbote für Versammlungen unter freiem Himmel wie Demonstrationen ein, die nach Durchführung einer individuellen Verhältnismäßigkeitsprüfung zugelassen werden können.

Stattfinden können Veranstaltungen, die der Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung oder der Daseinsfürsorge und -vorsorge sowie der Versorgung der Bevölkerung dienen, wie zum Beispiel. Wochenmärkte.

Auch private Veranstaltungen wie zum Beispiel Familienfeiern sind vom Verbot nicht betroffen. Es wird allerdings empfohlen, auch diese Veranstaltungen zu verschieben oder abzusagen”, heißt es von Seiten der Landesregierung.

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Schleswig-Holstein

GEW entsetzt über Pläne für Kitas und Grundschulen: “Gesundheit von Erziehern und Lehrern gefährdet”

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Grundschulunterricht Symbolfoto: ESB Professional/shutterstock

Kiel – Die Bildungsgewerkschaft GEW in Schleswig-Holstein hat entsetzt auf die Pläne der Landesregierung reagiert und erfährt viel Zuspruch. Denn tatsächlich gibt es keine abgeschlossenen wissenschaftlichen Studien, die das Vorgehen der Landesregierung unterstützen.

“Noch am Montag hat der Bund die Länder vor zu weitgehenden Lockerungen gewarnt. Nun ist auch Schleswig-Holstein auf den Zug der Lockerungen aufgesprungen”, zeigt sich die GEW enttäuscht davon, dass es den Anschein hat, dass die Landesregierung seriöses Vorgehen gegen Aktionismus ausgetauscht hat.

Der Kita- und Schulbetrieb sollen schneller ausgeweitet, in Grundschulen ab 8. Juni sogar wieder ganz normal unterrichtet werden.

Die Bildungsgewerkschaft GEW sieht durch diesen Schritt die Gesundheit von Erzieherinnen und Lehrkräften gefährdet.  

„Glücklicherweise gibt es in Schleswig-Holstein im Augenblick kaum noch Ansteckungen. Darüber dürfen wir uns alle freuen. Aber zur Entwarnung besteht kein Anlass, ebenso wenig zum vorschnellen Überbordschmeißen von sämtlichen Vorsichtsmaßnahmen. Je größer die Kita-Gruppe oder die Lerngruppe in der Schule, desto größer die Gefahr für die Gesundheit der Pädagoginnen und Pädagogen. Deshalb halten wir die Pläne der Landesregierung zumindest für verfrüht“, sagte die schleswig-holsteinische GEW-Landesvorsitzende Astrid Henke am Mittwoch, 27. Mai in Kiel zur Pressekonferenz der Landesregierung.

Schließlich gebe es nach wie vor keine gesicherten medizinischen Erkenntnisse, dass Kinder nicht ansteckend seien.

Sie begründete ihre ablehnende Haltung mit der Unmöglichkeit, in Kitas und Grundschulen Abstand zu halten.

„Bürgerinnen und Bürger sollen weiterhin untereinander 1,5 Meter Abstand halten. Für 25 Kinder in oft zu kleinen und nur schlecht zu belüftenden Grundschulklassen soll das aber nicht gelten. Was für ein Widerspruch!“, so Astrid Henke. Für Erzieherinnen sei ein Abstandhalten wegen ihrer pädagogischen Arbeit, die Nähe zu den Kindern erfordere, sowieso unmöglich. Trotzdem würden die Gruppen nun einfach auf 15 Kinder vergrößert.


Zum Schutz der Beschäftigten in Kitas und Schule forderte Astrid Henke Schutzmaßnahmen wie zum Beispiel auch Schutzmasken und den Anspruch auf Testungen für das pädagogische Personal.

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Schleswig-Holstein

Sylt: Unbekannte stecken offenbar Strandkörbe in Brand

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Brandort am Westerländer Badestrand Foto:Polizeidirektion Flensburg/hfr

Westerland/Sylt – Kaum läuft der Tourismus im Norden wieder ein wenig an, drehen anscheinend irgendwelche Leute durch. Am frühen Mittwochmorgen (27. Mai), gegen 2 Uhr, wurden am Badestrand Westerland, Höhe Strandübergang Käpt’n-Christiansen-Straße, insgesamt 14 Strandkörbe durch ein Feuer zerstört.

Zwei weitere Strandkörbe wurden durch die Hitzeeinwirkung beschädigt. Ein Zeuge hatte bei einem frühen Spaziergang das Feuer entdeckt und die Feuerwehr und Polizei alarmiert.

Der Brand konnte durch die Freiwillige Feuerwehr zügig gelöscht werden. Es entstand ein Sachschaden von ca. 16000 Euro.

14 Strandkörbe abgebrannt, Polizei sucht Zeugen Foto: Polizeidirektion Flensburg/hfr

Nach den Löscharbeiten konnte festgestellt werden, dass acht der Strandkörbe von Unbekannten zuvor in einem Kreis aufgestellt wurden. Es wurde offensichtlich vor dem Brand dort Alkohol konsumiert. Entsprechende Flaschen, Dosen und Zigarettenreste wurden vor Ort festgestellt.

Die Kriminalpolizei Sylt hat die Ermittlungen aufgenommen und fragt: Wer hat am Dienstagabend eine Personengruppe am Westerländer Badestrand beobachtet, die in der “Strandkorb-Burg” gefeiert hat?

Zeugen und Hinweisgeber werden gebeten, sich unter der Rufnummer 04651-70470 mit den ermittelnden Beamten in Verbindung zu setzen. Vielen Dank!

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Schleswig-Holstein

DLRG will jetzt auch mit Drohnen Leben retten

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St. Peter Ording – Mit fünf neuen Drohnen will die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) künftig auf die Suche nach Menschen in Not suchen. Dafür erhielt die Organisation 26.000 Euro an zweckgebundenen Spenden.

Achim Wiese (r.), Leiter Fundraising der DLRG, überreicht eine der neuen Drohnen an Horst Müller (l.), Vorsitzender DLRG Ortsgruppe Rastatt. Foto: obs/DLRG

Neben dem Bundesverband erhielten vier Gliederungen aus dem Bundesgebiet die neuen Hilfen für den täglichen Einsatz.

Die Standorte wurden nach den Einsatzkonzepten und Anwendungsgebieten sowie den lokalen Einsatzstrukturen ausgewählt. Zudem sollte eine Verteilung über die ganze Bundesrepublik gewährleistet werden. Für die Projektlaufzeit von vier Jahren gingen die Drohnen mit jeweils reichhaltigem Zubehör an die Ortsgruppen St. Peter-Ording (Schleswig-Holstein), Haltern am See (Westfalen), Pirna (Sachsen) und Rastatt (Baden).

“Unser vordringliches Ziel ist es, die Ausbildung für die Steuerer von Drohnen in der Fläche zu ermöglichen”, so Achim Wiese, Leiter Fundraising der DLRG. Und: “Wir sind stolz auf unsere Förderer und Spender, dass sie mit ihrer Hilfe uns derart großartig bei unserer Kernaufgabe, dem Einsatz und der Hilfe der Menschen unterstützen.”

Da die Technik immer ausgereifter wird, ist es wichtig, dass das Personal gut darin geschult ist, diese technischen Möglichkeiten ideal und auch unter schwierigen Bedingungen zum Einsatz zu bringen.

Die durch Spendengelder beschafften Drohnen vom Typ DJI Mavic 2 Enterprise Thermal (Dual) werden zu Übungs- und Trainingszwecken wie auch bei Seminaren eingesetzt und sollen die Lebensretter bei der Suche nach verunglückten Personen und in der täglichen Einsatzarbeit unterstützen. Dabei haben die einzelnen ausgewählten Standorte ein jeweils ganz eigenes Einsatzgebiet, von der Suche nach verunglückten Kitesurfern in der Nordsee bis hin zur Suche nach ertrunkenen Schwimmern in den Seen im Schwarzwald.

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