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Gesundheit

Wechselhaftes Wetter: DLRG registriert weniger tödliche Badeunfälle

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München – Im vergangenen Jahr sind in Deutschland mindestens 417 Menschen ertrunken. Das sind 17,3 Prozent weniger als noch 2018. Hauptsächlich starben Schwimmer in Binnengewässern. Dort verloren 362 Männer und Frauen, das sind rund 87 Prozent der Opfer, ihr Leben.

DLRG-Wachgänger versorgen eine aus dem Wasser gerettete Person. Foto: obs/DLRG/Arno Schwamberger

Diese Statistik gab die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) am Donnerstag (5.3.) in München bekannt.

“Flüsse, Seen oder Kanäle sind nach wie vor die größten Gefahrenquellen. Nur vergleichsweise wenige Gewässerstellen werden von Rettungsschwimmern bewacht. Das Risiko, dort zu ertrinken, ist deshalb um ein Vielfaches höher als an Küsten oder in Schwimmbädern”, sagt Achim Haag, Präsident der Wasserretter, über die Gefahrenlage.

Er kritisiert Kommunen und Landkreise, die nicht genug für die Sicherheit der Menschen im und am Wasser täten.

“Die DLRG könnte mit Gefahrenexpertisen und Rettungsschwimmern viele Gefahrenstellen entschärfen”, so Haag weiter.

Der Rückgang der Badetoten erklärt die DLRG so: Zwar brach der vergangene Sommer zahlreiche Temperaturrekorde, diese wechselten sich jedoch mit einigen Regentagen, kühlen Temperaturen und starken Unwettern ab. So entschieden sich viele Menschen oftmals gegen ein Bad im See oder an den Küsten, was die auf den ersten Blick positive Entwicklung erklärt.

“Der Wettergott hat uns in die Karten gespielt”, kommentierte der DLRG-Präsident das Ergebnis. Wie sich schönes Wetter auf die Ertrinkungsfälle auswirken kann, zeigten die Monate Juni, Juli und August: 237 Männer, Frauen und Kinder ertranken in diesen immer wieder von Hitzewellen und Trockenheit geprägten Monaten, mehr als die Hälfte der tödlichen Wasserunfälle des gesamten Jahres.

Die tödlichen Unfälle an Nord- und Ostsee haben sich im Vergleich zu 2018 um zwei Fälle reduziert. An den Küsten zwischen Borkum und Usedom starben 23 Menschen (fünf in der Nord- und 18 in der Ostsee), davon viele beim Segeln oder Angeln.

Deutlich gesunken sind die Todesfälle in Schwimmbädern.

2019 verzeichnete die DLRG-Statistik elf Opfer (2018: 29) in Frei-, Hallen- und Naturbädern. In privaten Swimmingpools ertranken zwei Menschen.

Besonders vom Ertrinken betroffen sind Kinder und junge Menschen. 17 Kinder (2018: 15) im Vorschul- und acht (elf) im Grundschulalter kamen im Wasser ums Leben. DLRG-Präsident Haag: “Hier ist sicherlich die zurückgehende Schwimmfertigkeit bei den Kindern eine Ursache.”

Hart kritisiert die DLRG in diesem Zusammenhang die sich weiter verschlechternden Rahmenbedingungen für die Schwimmausbildung. Die Zahl der geschlossenen und akut vor Schließung stehenden Bäder in Deutschland erhöhe sich stets, so Haag weiter. “Die Folgen bekommen wir alle zu spüren. 20 bis 25 Prozent aller Grundschulen bieten keinen Schwimmunterricht mehr an, weil ihnen kein Bad zur Verfügung steht und ausbildende Verbände wie die DLRG haben lange Wartelisten von ein bis zwei Jahren für einen Schwimmkurs.”

Neue Aufklärungskampagne

Die DLRG startet daher ihre Aufklärungskampagne “Sicheres Schwimmen” und fordert Eltern, Lehrkräfte und Schwimmtrainer auf, ihren gesellschaftlichen Auftrag, den Kindern das Schwimmen zu lehren, ernst zu nehmen und diesem mit allen Mitteln nachzukommen. Mit ihrer Petition “Rettet die Bäder!” hat die Schwimmausbilderin Nummer eins in Deutschland einen ersten wichtigen Teilschritt erreicht. Nachdem im Dezember 2019 der Petitionsausschuss in öffentlicher Sitzung über den Erhalt von Schwimmbädern in Deutschland diskutierte, war die DLRG erst Anfang 2020 erneut im Bundestag. Dieses Mal nahm sich der Sportausschuss der Sache an und verlautbarte anschließend ernsthafte Pläne für ein bundesweites Investitionsprogramm für die Schwimmbäderinfrastruktur.

Eine besondere Risikogruppe stellen weiterhin Flüchtlinge. Im vergangenen Jahr ertranken 27 Asylsuchende, die so gut wie alle Nichtschwimmer waren. Die DLRG hat ihre Baderegeln in über 25 Sprachen übersetzt sowie Piktogramme der Baderegeln zum kostenlosen Nachdruck entwickelt und den Kommunen wie auch Gliederungen der DLRG zum Download zur Verfügung gestellt.

Wie in den Vorjahren ertranken die meisten Menschen in Bayern, dort kamen 95 Personen ums Leben – sieben mehr als im Jahr zuvor. Auf Rang zwei rangiert Nordrhein-Westfalen mit 65 Todesfällen, dritter ist Niedersachsen, das flächenmäßig zweitgrößte Bundesland, mit 51 Todesfällen. Es folgen Baden-Württemberg (37), Brandenburg (34) und Mecklenburg-Vorpommern (27).

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Bad Oldesloe

Coronavirus: Inzidenz sinkt zum Ende der Woche auf 63

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Bad Oldesloe – Das Gesundheitsamt des Kreises Stormarn meldet seit gestern Nachmittag 23 Neuinfektionen (Stand: 07.05., 13:30 Uhr).

Ausgehend von der gestrigen Mitteilung der Landesmeldestelle zur offiziellen Gesamtzahl der klinisch bestätigten COVID-19-Fälle in Stormarn (6.659) ergibt sich, sofern die Landesmeldestelle im Laufe des Tages keine Veränderungen vornimmt, für heute eine neue Gesamtzahl der klinisch bestätigten COVID-19-Fälle von 6.682.

6.001 Personen gelten als genesen, 387 Personen sind aktuell infiziert. 294 Personen sind verstorben.

Ausgehend von der letzten Mitteilung der Landesmeldestelle zur 7-Tage-Inzidenz sind im Kreis Stormarn innerhalb der letzten sieben Tage 154 Neuinfektionen zu bestätigen.

Das entspricht einem Inzidenzwert von 63,1 Infektionen pro 100.000 Einwohner*innen.

Weiterhin hat der Kreis Stormarn seine Allgemeinverfügungen zur Festlegung der Bereiche, in denen der Ausschank und Verzehr von alkoholhaltigen Getränken untersagt und in denen das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung verpflichtend ist, bis einschließlich 16.05.2021 verlängert.

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Gesundheit

Kinderschutzbund: Kinder schnell impfen lassen

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Kiel – Der Kinderschutzbund Schleswig-Holstein begrüßt die angekündigte Zulassung sicherer Impfstoffe für Kinder und Jugendliche.

Impfung gegen Kinderkrankheiten (Symbolbild). Foto: Shutterstock.com

„Es wird immer offensichtlicher, dass Kinder und Jugendliche besonders schwer von der Pandemie betroffen sind. Studien belegen, dass sie den Verlust sozialer Kontakte schlechter kompensieren und vermehrt unter psychischen Folgen leiden. Zudem werden vor allem Kinder aus armen und bildungsschwachen Familien durch die Schul- und KiTa-Schließungen in ihrer Entwicklung weit zurückgeworfen. Die Corona-Schutzimpfung bietet ihnen einen Ausweg aus dieser belastenden Situation, weshalb wir sie bei der Impfreihenfolge auch im besonderen Maße berücksichtigen sollten“, appelliert Eberhard Schmidt-Elsaeßer, Vorstandsmitglied des DKSB LV SH.

„Durch zügige Impfungen von Kindern und Jugendlichen, natürlich immer unter der Voraussetzung, dass Sorgeberechtigte ihre Zustimmung geben, könnten Schulen und KiTas schnellstmöglich wieder den Regelbetrieb aufnehmen und damit sicheren Präsenzunterricht und soziale Teilhabe ermöglichen. Sobald genügend zugelassener Impfstoff vorhanden ist, sollten Kinder und Jugendliche so weit wie möglich priorisiert werden, damit sie vor Beginn des neuen Schuljahrs geimpft sind. Nach über einem Jahr weitreichender Beschränkungen sollten wir jetzt alles dafür tun, Kinder und Jugendliche in einen möglichst unbelasteten Lebensalltag zurückkehren zu lassen“, fordert Eberhard Schmidt-Elsaeßer.

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Ahrensburg

Die Ahrensburger Gesundheitswochen im Endspurt

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Ahrensburg – Die letzte Woche der Ahrensburger Gesundheitswochen startet am Montag 3. Mai, um 18 Uhr mit einem Online-Vortrag von Susanna Herno mit dem Titel „Vom Selbstbewusstsein und sich seines Selbst bewusst sein“.

Die Ahrensburger Stadtbücherei. Foto: Stormarnlive.de

Am Mittwoch, 5.Mai stellt um 19:30 Uhr der Hospizverein seine Arbeit vor. Marian van der Maten und Sabine Schaefer-Kehnert berichten über ihre Arbeit der Trauerbegleitung und den bereichernden Erfahrungen in der Begleitung Sterbender. Auch warum gerade diese Arbeit am Ende des Lebens ein kleines Stück Glück bedeuten kann und dem Leben Sinn gibt, wird es wert sein, diesem Gespräch zuzuhören.

Am Donnerstag, 6. Mai um 18:00 Uhr beschließt Stephan Fritsch-Krohn die Runde der 21 Online-Vorträge mit dem Thema Stress-Management und Resilienzentwicklung. Resilienz umfasst die Fähigkeit auf Stress, Herausforderungen oder Widrigkeiten angemessen zu reagieren und sich davon wieder zu erholen. Wie einige andere Referent*innen hat er seine Praxis im Großbereich Ahrensburg, er selbst praktiziert im Gesundheitszentrum Allmende.

Für die Teilnahme an den Vorträgen ist keine Anmeldung erforderlich. Dank der Unterstützung von AOK-Nordwest, der Stadtwerke Ahrensburg und Denn’s Grünkern bleibt die Vortragsreihe für die Zuschauer:innen kostenfrei. Erreichbar für 14 Tage bleibt die aus der Kooperation von Floraforum, VHS Ahrensburg, Heilpraxis Brüwer und Stadtbücherei Ahrensburg hervorgegangene Reihe im Internet über twitch.tv/stadtbuechereiahrensburg.

Neben dem einzigen Kindervortrag der Gesundheitswochen am vergangenen Samstag von Dr. Barbara Kranz-Zwerger (Foto) über Inhaltsstoffen in unseren Lebensmitteln finden sich auch vergangene Vorträge oder Ankündigungen für die kommenden. Lebensmitteldetektive im Alter zwischen 8 und 12 Jahre können, so lange der Vorrat reicht, noch Forschertüten in der Stadtbücherei über den Fensterbetrieb zu den üblichen Öffnungszeiten ohne Anmeldung kostenlos abholen.

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