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Der Kreis

Coronavirus oder: die absurde Lust an der großen Endzeit-Panik

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Symbolfoto:Studiostoks/shutterstock/hfr

Bad Oldesloe – Jahr für Jahr zieht die Grippewelle durch das Land und sorgt für tausende Todesfälle vor allem leider in den bekannten Risikogruppen. Notiz nimmt davon kaum jemand. Über ein “Ja” oder “Nein” zur Grippeimpfung wird sogar häufig nocht diskutiert.

Doch jetzt ist “Corona” da und “Corona” trägt einen so schön schrecklich bedrohlichen Namen, dass sie alleine daher schon gefährlicher wirkt als die “Influenza”, die für viele Menschen genauso gefährlich werden kann.

Vorweg sollte man sagen, dass es natürlich eine Erkrankung ist, mit der nicht zu spaßen ist, wenn sie einen erwischt. Aber sie ist für den überwältigenden Teil der Erkrankten auch kein Todesurteil, so wie es zum Teil den Anschein hat.

Trotzdem drehen in einer absurd, zum Teil geradezu asozialen Panik viele Menschen in diesem Land aktuell durch, als stünde die Zombie-Apocalypse kurz bevor. Sie kaufen Billigkonservenregale leer und horten Mundschutz sowie Toilettenpapier.

Vielleicht liegt es daran, dass die Stimmung im Land zwischen rechtsextremen Morden, hetzenden Politikern und Co mittlerweile so aufgeheizt ist, dass dieser “Grund zur Panik” – der eigentlich ja keiner ist – genau rechtzeitig kommt, um ein Ventil zu öffnen.

Der Boulevard der Blöd-Redaktion füttert dabei die Panik seit Wochen mit immer neuen Horrormeldungen in großen Buchstaben, so manche einfältigen Influencer in den sozialen Medien animieren ihre teilweise offenbar beschränkten Fans aktuell nicht mehr primär dazu irgendeine Sonderedition eines Billig-Shampoos mit ihrem Gesicht drauf zu kaufen, sondern Hamsterkäufe im Stil von “Endzeit-Preppern” durchzuführen. Die wandelnden, lebenden Werbleinwände, mit ein paar Tausend Followern und einem debilen Lächeln schwingen sich zum Teil zum Virus-Experten auf und sorgen bei ihren Followern für den Panikmodus. Überhaupt gibt es plötzlich sehr viele Menschen, die sich sehr gut mit Viren und Pandemien auszukennen vorgeben.

Endlich ein Grund zur Panik lautet für zu viele Mitmenschen sowieso offenbar derzeit das Motto. Und das führt zu total absurden Verhaltensweisen. Da werden Supermarktregale leergekauft, Toilettenpapier gehortet und an manchen Kassen stritt man sich zuletzt, ob jemand wirklich 6 Flaschen Desinfektionsmittel kaufen dürfe und müsse. Manche der Mittelchen die gekauft werden, bringen übrigens rein gar nichts gegen das Virus.

Aber es wird gehortet. Sicher ist ja erstmal sicher. Manche tragen nun auch schon chirurgische Schutzmasken. Die bringen übrigens für die Tragenden gar nichts. Sie verhindern nur, sollte der Träger mit einer Krankheit infiziert sein, die über Tröpfcheninfektion übertragen wird, dass dieser sein Gegenüber ansteckt. Sie verhindern nicht nachweisbar, dass der Träger sich eventuell selbst infiziert.

Es gibt erste Berichte, dass aus Arztpraxen und Krankenhäusern Desinfektionsmittel gestohlen werden. Das ist zutiefst asozial. Normal gesunde Menschen benötigen diese Mittel übrigens überhaupt nicht in rauen Mengen. Sie sollten sich einfach intensiv und ausreichend lang – mindestens 30 Sekunden – mit Seife die Hände waschen und zum Beispiel auf Händeschütteln verzichten – Influenza-Vorsicht also sozusagen.

Symbolfoto: Teodor Lazarev/Shutterstock

Was die Hamstereinkäufe angeht, gilt offensichtlich auch Hauptsache billig, während niemand bisher Lieferengpässe bei Lebensmitteln erwartet. Bio-Produkte bleiben übrigens auch jetzt noch gerne in den Regalen liegen. Bei manchen Einkäufen fragt man sich, ob die Menschen im Fall der Fälle echt damit rechnen sich von Billig-Tomaten aus Konserven, Mais und Instant-Eis-Tee-Granulat zu ernähren – mit einer der 100 gekauften Bifis als Dessert?

Richtig schlimm ist, dass chronisch kranke Menschen, die auf Desinfektionsmittel und Mundschutz angewiesen sind, mittlerweile zum Teil diese Dinge nicht mehr von ihrer Apotheke oder aus der Drogerie bekommen. Erste Fälle sind in diese Richtung bekannt geworden. Daher sollte jeder, der als durchschnittlich gesunder Mensch aktuell Handschuhe, Desinfektionsmittel und Mundschutz hortet, schauen, ober nicht seinen moralischen Kompass wiederfindet und sie zum Einkaufspreis wieder an die abgibt, die es wirklich benötigen.

Richtig pervers wird es dann, wenn sich – schlau, schlau – die besonders ignoranten und moralbefreiten Mitmenschen gedacht haben, dass sie nun möglichst viele Hygienemittel aufkaufen sollten, damit sie sie teuer weiterverkaufen können.

Nicht nur der Stammtisch-Boulevard von Blöd bis RTL macht also sein Geschäft mit der Angst und der Panik. Bei Ebay gibt es schon über 100 Euro Angebote für 500 ml Sterilium. Diesen Anbietern sollten dazu gezwungen werden, nur zum Standardpreis verkaufen zu dürfen. Wer Geschäft mit der Panik macht, ist ganz unten in der moralische Skala angekommen.

Wenn man sieht mit welchem Eifer Menschen in den Drogerien Hygieneprodukte zusammenrafften und an Kassen nichtmal bereit waren, die Hintermann oder der Hinterfrau etwas abzugeben, die danach fragten, muss man sich schon Gedanken machen, wie kaputt diese Gesellschaft mit der Maxime des Egoismus mittlerweile ist.

Wenn wirklich eine große Katastrophe ausbricht, wird man wohl nicht auf Solidarität setzen können oder das sich die Mehrheit noch für ihre Mitmenschen interessiert.

Natürlich sind nun auch die Alu-Hut-Träger nicht fern, die unterschiedlichsten Schwachsinn von sich geben. Bei den einen haben Migranten Corona eingeschleppt, bei den anderen sei es eine Erfindung irgendwelcher Regierungen und andere sehen das Ende der Welt gekommen.

Fest steht: den eigentlichen Schaden richtet in Deutschland bisher nicht das Virus an, sondern die dümmliche Panik und das egoistische Verhalten mancher Mitmenschen. Wenn nach der ganz großen Panikwelle die “Corona-Preper” ihrer billigen Konserven nach und nach aufessen werden, könnte das für deren Gesundheit wohl genauso gefährlich werden, wie das Virus an sich.

Seriöse Infos zum Corona-Virus und wie man sich richtig verhält gibt es übrigens auf den Seiten des Robert Koch Instituts.

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Polizei und Feuerwehr

Braak: Schwer betrunkener Ahrensburger fährt auf PKW auf

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Symbolfoto: Fleimax/Pixabay

Braak/Stapelfeld – Am 25. Mai, gegen 23:04 Uhr kam es in Braak/Stapelfeld, im Abfahrtsbereich der BAB 1, zu einem Auffahrunfall, bei dem der Unfallverursacher stark alkoholisiert war.

Eine 57 Jahre alte Frau aus Hamburg befuhr mit ihrem Volvo V70 die BAB 1 in Fahrrichtung Hamburg. Bei der Anschlussstelle Stapelfeld fuhr sie von der Autobahn ab. An der Einmündung zur L222 wollte die Hamburgerin nach rechts in Richtung Hamburg abbiegen. Da sie dem Verkehr auf der L222 die Vorfahrt gewähren musste, hielt die 57-Jährige an.

Ein 49 Jahre alter Mann aus Ahrensburg, der mit seinem Fiat Tipo von der BAB 1 kam, fuhr der Hamburgerin auf.

Im Rahmen der Unfallaufnahme wurde bei dem 49-Jährigen Atemalkoholgeruch wahrgenommen. Ein durchgeführter Atemalkoholtest ergab einen Wert von 2,61 Promille.

Daraufhin ordneten die Beamten die Entnahme einer Blutprobe an. Der Führerschein des Ahrensburgers wurde sichergestellt.

Gegen ihn wird nun ein Ermittlungsverfahren wegen eines gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr durch Trunkenheit geführt.

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Polizei und Feuerwehr

Lasbek: Unfall mit Landwirtschafts-Quad – zwei Schwerverletzte

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Rettungshubschrauber im Einsatz Archivfoto: SL

Lasbek – Am 23. Mai, gegen 17:16 Uhr, verunglückten auf einer Weidefläche in der Nähe der L 90, zwischen Kreuz Bargteheide und Lasbek, zwei Personen mit einem Ackerschlepper und verletzten sich schwer.

Ein 48 Jahre alter Mann aus Ahrensburg und ein 33 Jahre alter Mann aus Hammoor fuhren mit einem Ackerschlepper, der als landwirtschaftliche Zugmaschine genutzt wird und einem Quad ähnlichsieht, auf einer Wiese.

Aufgrund des hohen Grases übersahen die beiden Männer vermutlich einen ca. 2 Meter breiten Wassergraben und fuhren hinein. Dabei überschlugen sie sich mit dem Schlepper und kamen auf der anderen Seite des Grabens zum Liegen. Die beiden Männer konnten sich von ihrem Dreipunktgurt selbstständig befreien und Hilfe verständigen.

Sowohl der 48-Jährige als auch der 33-Jährige verletzten sich schwer und mussten mit zwei Rettungshubschraubern in verschiedene Krankenhäuser verbracht werden.

Zur Höhe des entstandenen Sachschadens konnten noch keine Angaben gemacht werden.

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Der Kreis

Polizei-Videokontrolle: “Die Bilanz ist erschreckend”

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Polizei im Einsatz Symbolfoto: SL

Stormarn – Zwischen Donnerstag, 21.05.2020, und Sonntag, 24.05.2020 führten Beamte vom Polizei-Autobahnrevier Ratzeburg mehrere Kontrollen mit dem Videowagen durch.

Die Bilanz ist erschreckend. Die Beamten fertigten vier Strafanzeigen, darunter Fahren ohne erforderliche Fahrerlaubnis, aber auch Nötigung im Straßenverkehr sowie Trunkenheitsfahrten.

Des Weiteren wurden 32 Ordnungswidrigkeiten, Geschwindigkeit- und Abstandsverstöße, dokumentiert mit der Folge, dass 16 Fahrzeugführern ein Fahrverbot erwartet.

Zwei Ereignisse ragten jedoch heraus.

Am 23.05.2020, gegen 00.05 Uhr, wurde die Videostreifenbesatzung auf einen Daimler-Benz A-Klasse aufmerksam. Dieser fuhr auf der B404 aus Trittau kommend zur Anschlussstelle der BAB 24. Das Fahrzeug wurde in unregelmäßig wechselnder Geschwindigkeit und auch in Schlangenlinien innerhalb eines Fahrstreifens geführt, so dass die Beamten den Pkw stoppten und die Fahrerin kontrollierten.

Ein Atemalkoholtest bei der 27-Jährigen ergab einen vorläufigen Wert von 1,02 Promille, woraufhin sich die Niedersächsin der Entnahme einer Blutprobe stellen musste. Ihr Führerschein wurde sichergestellt. Sie wird sich nun wegen Trunkenheit im Verkehr verantworten müssen.

Am Sonntagabend, gegen 19.30 Uhr wurden die Beamten auf der BAB 1, Höhe Siek in Fahrtrichtung Lübeck von einem schwarzen Jaguar F-Pace mit überhöhter Geschwindigkeit überholt.

Die Beamten maßen in der Spitze 161 statt der erlaubten 120 km/h. Daraufhin sollte der Fahrzeugführer gestoppt und kontrolliert werden. An der Anschlussstelle Siek/Ahrensburg verließ der Pkw die BAB 1 und musste verkehrsbedingt an einer roten Lichtzeichenanlage halten. Doch diese Rotlichtphase missachtete er und fuhr weiter. Auch im nächsten Kreuzungsbereich ignorierte er die Lichtzeichenanlage und überfuhr diese bei Rot.

Trotz eingeschaltetem Martinshorn und Blaulicht durch die Videowagenbesatzung ignorierte der Jaguar-Fahrer sämtliche Anhaltesignale und setzte seinen Weg unvermittelt fort, teils mit überhöhter Geschwindigkeit. Am Ende einer Sackgasse in der Hauptstraße in Siek kam das Fahrzeug in einem Garten zum Stehen.

Die beiden Fahrzeuginsassen versuchten zu Fuß zu flüchten, wurden aber umgehend von den Beamten gestoppt und festgenommen. Es handelt sich um zwei 17- und 21-jährige Männer aus Hamburg. Ersten Ermittlungen zufolge hat der 17-jährige das Fahrzeug geführt, obwohl er nicht im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis ist. Er wird sich nun verantworten müssen.

Das Polizei- Autobahn- und Bezirksrevier Ratzeburg wird im Rahmen der Bekämpfung der Unfallursache “Geschwindigkeit” weiterhin regelmäßig derartige Kontrollen durchführen und festgestellte Verstöße konsequent ahnden.

Schlussendlich appelliert die Polizei an die Verkehrsteilnehmer grundsätzlich ein Augenmerk auf die gefahrene Geschwindigkeit zu haben, um den notwendigen Bremsweg nicht unnötig zu verkürzen und somit die Gefahr eines Unfalls mit schwerwiegenden Folgen weitestgehend zu minimieren.

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