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Gesundheit

Zwei Kitas geschlossen: Erster Corona-Verdacht in Stormarn

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Großhansdorf – Nach Meldungen aus Lübeck und Hamburg gibt es jetzt auch im Kreis Stormarn den ersten Verdachtsfall. In Großhansdorf bleiben am Montag zwei Kitas geschlossen.

Labor Symbolfoto: Africa Studio/shutterstock

Die Behörden haben bestätigt, dass sich möglicherweise eine Mutter zweier Kinder, die in den Einrichtungen betreut werden, mit dem neuartigen Corona-Virus infiziert hat.

Die Frau hatte sich am Freitag auf das Virus testen lassen, weil bei ihr Symptome auftraten und sie kürzlich Kontakt zu einer Person aus dem Kreis Heinsberg hatte. Dort waren vergangene Woche mehrere Anteckungen bekannt geworden.

Ob sich die Frau tatsächlich mit dem Corona-Virus infiziert hat, ist noch unklar. Das Testergebnis wird für Montag erwartet.

Bis dahin stehen die Frau, ihr Mann und die beiden Kinder unter häuslicher Quarantäne.

Die Schließung der beiden Kindertagesstätten “Neuer Postweg” und “Wöhrendamm” ist eine Vorsichtsmaßnahme. Bereits am onnabend sind die Eltern der Kita-Kinder von der Gemeinde Großhansdorf über das Vorgehen informiert worden.

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Schleswig-Holstein

GEW entsetzt über Pläne für Kitas und Grundschulen: “Gesundheit von Erziehern und Lehrern gefährdet”

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Grundschulunterricht Symbolfoto: ESB Professional/shutterstock

Kiel – Die Bildungsgewerkschaft GEW in Schleswig-Holstein hat entsetzt auf die Pläne der Landesregierung reagiert und erfährt viel Zuspruch. Denn tatsächlich gibt es keine abgeschlossenen wissenschaftlichen Studien, die das Vorgehen der Landesregierung unterstützen.

“Noch am Montag hat der Bund die Länder vor zu weitgehenden Lockerungen gewarnt. Nun ist auch Schleswig-Holstein auf den Zug der Lockerungen aufgesprungen”, zeigt sich die GEW enttäuscht davon, dass es den Anschein hat, dass die Landesregierung seriöses Vorgehen gegen Aktionismus ausgetauscht hat.

Der Kita- und Schulbetrieb sollen schneller ausgeweitet, in Grundschulen ab 8. Juni sogar wieder ganz normal unterrichtet werden.

Die Bildungsgewerkschaft GEW sieht durch diesen Schritt die Gesundheit von Erzieherinnen und Lehrkräften gefährdet.  

„Glücklicherweise gibt es in Schleswig-Holstein im Augenblick kaum noch Ansteckungen. Darüber dürfen wir uns alle freuen. Aber zur Entwarnung besteht kein Anlass, ebenso wenig zum vorschnellen Überbordschmeißen von sämtlichen Vorsichtsmaßnahmen. Je größer die Kita-Gruppe oder die Lerngruppe in der Schule, desto größer die Gefahr für die Gesundheit der Pädagoginnen und Pädagogen. Deshalb halten wir die Pläne der Landesregierung zumindest für verfrüht“, sagte die schleswig-holsteinische GEW-Landesvorsitzende Astrid Henke am Mittwoch, 27. Mai in Kiel zur Pressekonferenz der Landesregierung.

Schließlich gebe es nach wie vor keine gesicherten medizinischen Erkenntnisse, dass Kinder nicht ansteckend seien.

Sie begründete ihre ablehnende Haltung mit der Unmöglichkeit, in Kitas und Grundschulen Abstand zu halten.

„Bürgerinnen und Bürger sollen weiterhin untereinander 1,5 Meter Abstand halten. Für 25 Kinder in oft zu kleinen und nur schlecht zu belüftenden Grundschulklassen soll das aber nicht gelten. Was für ein Widerspruch!“, so Astrid Henke. Für Erzieherinnen sei ein Abstandhalten wegen ihrer pädagogischen Arbeit, die Nähe zu den Kindern erfordere, sowieso unmöglich. Trotzdem würden die Gruppen nun einfach auf 15 Kinder vergrößert.


Zum Schutz der Beschäftigten in Kitas und Schule forderte Astrid Henke Schutzmaßnahmen wie zum Beispiel auch Schutzmasken und den Anspruch auf Testungen für das pädagogische Personal.

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Der Kreis

Stormarn: 29 Personen klinisch nachgewiesen aktuell mit Covid19 infiziert – ein weiterer Todesfall

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Arzt bei der Arbeit Symbolfoto: Holger Langmaier/pixabay

Stormarn – Aktuell sind 29 Personen in Stormarn klinisch nachgewiesen mit Covid 19 infiziert.

Vier der in Stormarn wohnenden infizierten Personen befinden sich in stationärer Behandlung, 25 in häuslicher Quarantäne.

356 Personen konnten zwischenzeitlich als genesen aus der Quarantäne entlassen werden.

“Leider müssen wir auch mitteilen, dass eine weitere infizierte Person verstorben ist. Es handelt sich um einen Mann der Altersgruppe über 80 Jahre. 32 infizierte Stormarner sind somit insgesamt seit Beginn der Pandemie verstorben”, so die Kreisverwaltung.

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Schleswig-Holstein

DLRG will jetzt auch mit Drohnen Leben retten

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St. Peter Ording – Mit fünf neuen Drohnen will die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) künftig auf die Suche nach Menschen in Not suchen. Dafür erhielt die Organisation 26.000 Euro an zweckgebundenen Spenden.

Achim Wiese (r.), Leiter Fundraising der DLRG, überreicht eine der neuen Drohnen an Horst Müller (l.), Vorsitzender DLRG Ortsgruppe Rastatt. Foto: obs/DLRG

Neben dem Bundesverband erhielten vier Gliederungen aus dem Bundesgebiet die neuen Hilfen für den täglichen Einsatz.

Die Standorte wurden nach den Einsatzkonzepten und Anwendungsgebieten sowie den lokalen Einsatzstrukturen ausgewählt. Zudem sollte eine Verteilung über die ganze Bundesrepublik gewährleistet werden. Für die Projektlaufzeit von vier Jahren gingen die Drohnen mit jeweils reichhaltigem Zubehör an die Ortsgruppen St. Peter-Ording (Schleswig-Holstein), Haltern am See (Westfalen), Pirna (Sachsen) und Rastatt (Baden).

“Unser vordringliches Ziel ist es, die Ausbildung für die Steuerer von Drohnen in der Fläche zu ermöglichen”, so Achim Wiese, Leiter Fundraising der DLRG. Und: “Wir sind stolz auf unsere Förderer und Spender, dass sie mit ihrer Hilfe uns derart großartig bei unserer Kernaufgabe, dem Einsatz und der Hilfe der Menschen unterstützen.”

Da die Technik immer ausgereifter wird, ist es wichtig, dass das Personal gut darin geschult ist, diese technischen Möglichkeiten ideal und auch unter schwierigen Bedingungen zum Einsatz zu bringen.

Die durch Spendengelder beschafften Drohnen vom Typ DJI Mavic 2 Enterprise Thermal (Dual) werden zu Übungs- und Trainingszwecken wie auch bei Seminaren eingesetzt und sollen die Lebensretter bei der Suche nach verunglückten Personen und in der täglichen Einsatzarbeit unterstützen. Dabei haben die einzelnen ausgewählten Standorte ein jeweils ganz eigenes Einsatzgebiet, von der Suche nach verunglückten Kitesurfern in der Nordsee bis hin zur Suche nach ertrunkenen Schwimmern in den Seen im Schwarzwald.

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